Hallo,
hab mal eine Frage zur Riesterrente.
Hoffe mir kann da hier jemand Auskunft geben.
Habe einen eigenen Riester-Vertrag und mein Mann auch. Bezahle auch Beitrag. Bin jetzt seit der Geburt der Kinder Hausfrau ohne irgendwelche Bezüge vom Amt. Wie verhält sich denn das da jetzt mit der unmittelbaren oder mittelbaren Zulageberechtigung? Muß ich da jetzt was am Vertrag ändern lassen? Oder läuft der jetzt einfach so weiter?
LG Katja
Wer kennt sich mit Riesterrente aus?
Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.
Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.
Beitrag von katjafloh - 06.12.10 - 15:15 Uhr
Beitrag von mirakulix - 06.12.10 - 16:07 Uhr
wenn ich hausfrau und riester höre, schrillen bei mir die alarmglocken.
meinst du (und das ist jetzt ne ehrlich gemeint frage aus interesse) ob du später rente bekommst nach deinen einzahlungen oder die grundsicherung. die grundsicherung trifft ja meist hausfrauen die einige aus-jahre haben und dann teilzeit weiter arbeiten.
und sofern du da nicht nen gut bezahlten job hast, bekommst ja später nur die grundsicherung. und da wird riester angerechnet.
Hoffe, das stimmt noch alles so wie ich es sage.
Beitrag von miau2 - 06.12.10 - 16:57 Uhr
Hi,
es geht aber nicht jeder davon aus, sich scheiden zu lassen.
Es gibt tatsächlich Menschen, die in ihrer Lebensplanung (und Altersvorsorge muss man nun mal früh anfangen, wenn man mit bezahlbaren Beiträgen was raushaben will) davon ausgehen, dass es im Alter ZWEI Renten für zwei Personen gibt.
Und dann sieht deine Rechnung wieder anders aus...
Viele Grüße
Miau2
Beitrag von mirakulix - 06.12.10 - 20:40 Uhr
wer redet von Scheidung???
Wie den anderen beiden DAmen schon mitgeteilt, wollt ich nur helfen. Und nicht die Vorsorge anprangern. Ich selbst hab mehrere Altersvorsorgen und weiß wie wichtig das ist.
Und die eventuelle Sinnlosigkeit einer Riester-Rente hat nix mit einer Scheidung zu tun.
Beitrag von miau2 - 07.12.10 - 07:59 Uhr
Hi,
für Menschen, die Grundsicherung bekommen (würden) ist jede Form der Altersvorsorge gleich "schlecht".
Angerechnet wird m.W. nach alles.
"Scheidung" deshalb, weil es m.W. nach auch dann angerechnet wird, wenn der Ehepartner eine ordentliche Rente bekommt.
Heißt in unserem Fall: wenn wir verheiratet bleiben, und selbst wenn ich den Rest meines Lebens nur oder zu hause bleiben würde, würde ich im Alter nicht mal die Grundsicherung bekommen (wenn alles andere sich so entwickelt wie es aus heutiger Siche "vorhersagbar" ist) - weil mein Ehemann eine rente bekommt, die hoch genug wäre. Ich bin mir nicht 100% sicher, gehe aber davon aus, dass meine Oma genau aus diesem Grund praktisch keinen Cent bekommt - da sie "finanziell gut" geheiratet und nie gearbeitet hat (oder sagen wir es mal so: nie für die Rentenversicherung gearbeitet hat).
Und genau deshalb ist auch für mich - wie für viele Hausfrauen - eine Riester-Rente oder eine andere Altersvorsorge sinnvoll.
GERADE für Hausfrauen, die auf Grund der Kindererziehung mit einer niedrigen Rente rechnen übrigens.
Und: es wäre schon ziemlich blöd, wenn man dann mit 67 feststellt, dass man nicht privat vorgesorgt hat obwohl man das gerade mit niedrigen Einkommen (und Kindern) mit Riester für sehr wenig Geld hätte tun können und dann knapp über der Grundsicherung leben darf.
Weil man deinen Argumenten gefolgt ist, dass man ja eh ein niedriges Einkommen hätte und es sich daher nicht lohnen würde...
Wie gesagt, die Anrechnung betrifft auch andere Varianten der Altersvorsorge.
Speziell bei Riester (weil das eben gerade für niedrige Einkommen, besonders mit Kindern - also gerade für DIE, die später wenig Rente bekommen so attraktiv ist) war übrigens immer mal wieder im Gespräch, das genau DAS nicht oder nicht voll auf die Grundsicherung angerechnet wird.
Da das durchaus eine gewisse Logik hat und als Motivation für die private Altersvorsorge dienen könnte würde ich nicht wetten, dass sich in den nächsten 30 Jahren da nicht etwas in diese Richtung hin entwickeln könnte.
Deine Grundannahme, dass es nur die Riester-Rente betrifft ist halt einfach falsch. Deine Argumente wären eben genau das: gegen JEDE Altersvorsorge bei Menschen, die - evtl, wer weiß das schon heute für die nächsten 30, 40 Jahre - so niedrige Einkommen haben, dass sie später nur die Grundsicherung bekommen würden.
Viele Grüße
Miau2
Beitrag von ppg - 07.12.10 - 10:28 Uhr
Hand aufs Herz:
Wieviel Rente, meinst Du, spring bei einem Miniriester heraus???
Ich tippe mal so 20 - 30 € / Mon. Ich finde das nicht besonders attraktiv.
Ute
Beitrag von miau2 - 07.12.10 - 13:00 Uhr
Hi,
umgekehrt wird ein Schuh draus, finde ich.
Selbst wenn es "nur" 20-30 Euro werden sollten wäre das zu sehr großen Teilen geschenktes Geld. Wobei du bei deiner Vermutung weder weißt, wie viel ich bisher eingezahlt habe, noch wie lange ich das schon mache...ich rechne mit mehr.
Für andere Altersvorsorgemodelle müsste ich das Geld selbst aufbringen.
Warum geschenkt:
Ich zahle einen Eigenanteil von aktuell 60 Euro. Ich erhalte ca. 640 Euro im Jahr an Zulagen.
Wenn ich wieder arbeite müsste ich für diese vollen Zulagen 4% vom Vorjahresbrutto investieren. Da aber die Zulagen verrechnet werden müsste ich ein Brutto von über ca. 16.000 im Jahr haben. Um auch nur einen Euro SELBST investieren zu müssen (zumindest, so lange beide Kinder kindergeldberechtigt sind).
Das wäre schon ein schönes Einkommen für einen Teilzeitjob. Selbst wenn ich mehr hätte und ein paar Euro selbst investieren müsste für die vollen Zulagen wäre das eine Förderung, die ich woanders nicht bekomme.
"Miniriester" ist relativ. Um woanders 600 Euro im Jahr in die Altersvorsorge investieren zu müssen muss ich dieses Geld nämlich selbst aufbringen. Ausnahme Entgeldumwandlung mit einer teilweisen Förderung.
Warum soll ich also dieses Geschenk verfallen lassen? Ich sage ja nicht, dass es sinnvoll ist, das als einzige Vorsorge zu betreiben. Ich sage auch nicht, dass ich damit reich werde.
WAS ich sage ist, dass ich dieses Geschenk gerade bei niedrigen Einkommen und Kindern für durchaus überlegenswert halte. Wenn man eben die volle Förderung schon mit sehr wenig (oder gar keinen) Eigenleistungen erhält. Bei hohen Einkommen sieht das anders aus - für meinen Mann ist Riester nichts.
Und: ich habe immer noch die Wahl, mir mit Renteneintritt ich glaube 30% auf einen Schlag auszahlen zu machen. Um die letzte Rate fürs Eigenheim zu bezahlen und dann schulden- und mietfrei zu wohnen. Oder um sie in irgend etwas dann sinnvolles umzuwandeln - wer weiß schon, was dann sinnvoll ist.
Und - im Gegensatz zu vielen anderen Anlageformen: das, was ich einzahle und die staatlichen Zuzahlungen sind sicher. Macht gerade bei niedrigen Einkommen unabhängig von der Anlagevariante eine ziemlich gute, sichere "Rendite".
Viele Grüße
Miau2
Beitrag von ppg - 07.12.10 - 17:23 Uhr
Verkaufst Du Riester?
Ute
Beitrag von miau2 - 08.12.10 - 09:18 Uhr
Nö.
WENN würde ich nicht so ausdrücklich sagen, dass es für Menschen mit höheren Einkommen i.d.R. bessere Anlageformen gibt
. Und wenn würde ich dir natürlich versprechen, dass du für 60 Euro im Jahr in der Ansparzeit als Rentner später reich bist
.
Viele Grüße
Miau2
Beitrag von grafzahl - 06.12.10 - 18:58 Uhr
Ganz wichtig ist es auch, jeden Cent auszugeben.
Niemals sparen. Weil es passieren kann, dass die Ersparnisse gegengerechnet werden. Bei der Grundsicherung. Oder wenn man mal pflegebedürftig wird. Oder wenn die Eltern pflegebedürftig werden.
Niemals einen Cent auf der hohen Kante liegen haben.
Falls du das Gefühl hast, ich schreibe Unsinn oder ich verarsche dich - könnte durchaus stimmen...
Beitrag von mirakulix - 06.12.10 - 20:34 Uhr
wer lesen kann ist klar im Vorteil.
Ich hab nie gesagt, dass man nicht sparen soll. Was wir hier wegsparen und vorsorgen ist schon unnormal.
Mir gehts speziel um das Thema Riester. Nicht um das Vorsorgen im Allgemeinen.
Wenn ich jahrelang riestere und am Schluss die Grundsicherung bekomme (und Riester für die Katz ist) hätt ich es gleich beim Fenster rauswerfen können.
Da ist doch eine andere Form der Altersvorsorge besser.
Einfach mal auf eine Userin einkloppen die nur nen guten Rat geben wollte, ist arg kindisch. Anscheinend hast Du nicht viel Ahnung von dem was Du schreibst.
Beitrag von bob-andrews - 06.12.10 - 21:05 Uhr
Andere Formen der Altersvorsorge werden doch genauso auf eine mögliche Grundsicherung angerechnet. Gerade während der Baby-Pause ist der Riester-Vertrag sinnvoll.
Beitrag von katjafloh - 06.12.10 - 19:24 Uhr
Nein, mir ging es nicht um die Grundsicherung oder ähnliches. Meine Frage bezog sich nur auf meinen schon länger bestehenden Riestervertrag. Und auf die Frage, ob ich den irgendwie in der Zeit, wo ich Hausfrau bin verändern sollte/muss.
Natürlich will ich irgendwann wieder arbeiten, wenn ich wieder eine Arbeit finde, aber jetzt bin ich erstmal für die Kinder da. Und das kann jeder sehen wie er will. Jeder soll so leben, wie er es für richtig hält. Da muß ich mir hier nicht solche sinnlosen Kommentare anhören, die nix mit meiner eigendlichen Frage zu tun haben.
LG Katja
Beitrag von mirakulix - 06.12.10 - 20:38 Uhr
??? sinnlos?
Dann halt nicht. Ich habs jetzt echt nur gut gemeint mit dem was ich sage. Ich hab erst kürzlich nen Bericht gesehen, wie viele Menschen blind in Riester vertrauen und das wohl nicht sooooo das Gelbe vom Ei ist.
Warum fühlst Du dich da angegriffen?
Beitrag von katjafloh - 06.12.10 - 20:44 Uhr
Also, bist Du der Meinung ich könnte meinen Riestervertrag jetzt einfach kündigen. Oder? Wenn er eh nix bringt.
Klar wird es für mich auf eine Grundsicherung rauslaufen + das was ich mir bis dahin zurücklege. Denn die paar Jahre, die ich dann bis zur Rente noch an Arbeit finde, wenn überhaupt, werden meine Rente nicht in die Höhe schießen lassen.
LG Katja
Beitrag von mirakulix - 06.12.10 - 20:49 Uhr
so pauschal kann ich Deinen Fall nicht beurteilen. Aber es wär doch echt schade, um nicht zu sagen blöd, wenn man ein Leben lang spart und am Ende bringt es EVENTUELL nichts. Ich kann ja Deinen Fall nicht beurteilen. Aber frag doch einfach mal bei Deinem Versicherungsmenschen.
Man könnt dann ja was anderes machen.
Ich finds echt komisch hier. Da antwortet man auf eine Frage. Denkt sich nichts böses dabei (ganz im Gegenteil) und alle fallen wie die Hyänen über einen her.
Beitrag von katjafloh - 06.12.10 - 20:53 Uhr
Hast Dich nur bischen komisch ausgedrückt.
Ich musste mir jetzt auch erst nochmal deinen Beitrag genau durchlesen, bis ich kapiert habe, was Du eigendlich wolltest. Habe mich im ersten Moment angegriffen gefühlt auf meine Entscheidung hin Hausfrau zu sein. 
LG Katja
Beitrag von mirakulix - 06.12.10 - 20:57 Uhr
so ein Schmarrn. Ich war jetzt selbst jahrelang Hausfrau mit 400 EUR Job und arbeite erst seit kurzem wieder 25 Std. die Woche.
Warum sollt ich Dich da angreifen?
Ich wollt nur mal darstellen, wie die Realität oftmals ausschaut. Egal ob jetzt bei Dir oder anderen Müttern, Hausfrauen..... all denjenigen, die nicht 40 Jahre lang jeden Monat 5000 EUR verdienen und eine gute Rente bekommen.
Sodele, kann jetzt nicht mehr weiterdiskutieren. Meine Dusche ruft.
Guts Nächtle
Beitrag von katjafloh - 06.12.10 - 21:00 Uhr
Danke. Hat sich im ersten Moment so angehört durch deinen ersten Satz.
LG Katja und schwimm nicht so weit raus
Beitrag von frauimbestenalter - 06.12.10 - 16:32 Uhr
also zu dem ersten Beitrag kann ich nur sagen: wenn du jetzt den Rest deines Lebens nur noch Hausfrau sein möchtest und damit keine weiteren Rentenansprüche in die Kasse einzahlst, stimmt die Aussage natürlich. Aber normalerweise wollen die meisten Frauen irgendwann auch mal wieder arbeiten. Und wie sich das in den nächsten (bei mir sind es noch 35 )Jahren bis zur Rente alles ergibt, weiß doch sowieso niemand.
Da find ich die Kopf in den Sand Methode echt nicht sinnvoll, von wegen "ich weiß eh nicht, ob ich dann noch was bekomme, also mach ich einfach gar keine eigene Vorsorge"
Nun zu deiner Frage:
wenn du noch in der Elternzeit bist, dann reicht der Mindestbeitrag für die volle Zulage. Solltest du danach weiterhin Hausfrau bleiben, dann müsste dein Mann den vollen Beitrag in seinen Riesterplan einzahlen (4% vom Bruttoeinkommen), und du bist dann quasi durch ihn auch förderberechtigt. Du brauchst dann auch nur den Mindestbeitrag dafür einzahlen, weil du ja selber kein Geld verdienst.
Das müsstet ihr mal prüfen.
Beitrag von bob-andrews - 06.12.10 - 20:59 Uhr
Wenn Dein Mann 4% seines sozialversicherungspflichtigen Vorjahres-Einkommens spart (abzüglich aller Zulagen) kommen auf Deinen Vertrag Deine eigene Grundzulage und die Kinderzulage. Wenn Du möchtest, kannst Du mit Deinem Beitrag aussetzen.
Beitrag von katjafloh - 06.12.10 - 21:13 Uhr
Und wie ist das mit dem mittelbar und unmittelbar zulageberechtigt sein? Die RV-Angestellte meinte, ich müsste das ändern.
Beitrag von miau2 - 07.12.10 - 08:08 Uhr
Hi,
frag noch mal genau nach.
Zu deiner Ausgangsfrage:
Es hängt m.W. nach davon ab, ob du rentenversicherungspflichtig beschäftigt bist.
Darunter fällt auch ein wegen Elternzeit ruhender Arbeitsvertrag (und ebenfalls darunter würde ein 400 Euro-Job mit freiwilliger Einzahlung in die Rentenversicherung fallen).
Wenn du einen ruhenden Arbeitsvertrag wegen Elternzeit hast kannst du in dieser Zeit deinen eigenen Riester-Vertrag weiterführen (wenn ich mich nicht irre ist das dann die unmittelbare Form).
Es zählen auch weiterhin die Vorjahreseinkünfte, wenn es da keine gibt kannst du den Vertrag mit einem MIndestbeitrag von i.d.R. 60 Euro/Jahr weiterführen und erhältst die vollen Zulagen (natürlich solltet ihr nicht vergessen, die Zulagen fürs Kind zu beantragen!).
Wenn du keinen ruhenden Arbeitsvertrag hast, keinen MInijob, wo du freiwillig in die Rentenkasse einzahlst, keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, dann kannst du nicht mehr mit deinem eigenen Vertrag "riestern", sondern könntest es nur über den Vertrag deines Mannes.
Viele Grüße
Miau2
Beitrag von katjafloh - 07.12.10 - 10:20 Uhr
Das Letztere trifft ja dann auf mich zu, als Hausfrau ohne Bezüge. Also, müsste ich das der Versicherung melden, das ich dann nur noch mittelbar zulageberechtigt bin über meinen Mann. Oder?
Wie ist das dann rückwirkend? Bis jetzt läuft er ja auf unmittelbar. Aber ich bin ja seit 2005 Hausfrau.
Werde mich auf jeden Fall nochmal bei der Vers. informieren.
LG Katja
Beitrag von miau2 - 07.12.10 - 12:50 Uhr
Hi,
also, ich schließe jetzt mal, dass du nicht mehr in Elternzeit bist.
Das musst du melden, denn dann kannst du keinen eigenen Vertrag haben, sondern nur den über deinen Mann.
Wie das rückwirkend ist weiß ich nicht, könnte davon abhängen, ob du in Elternzeit warst (Elternzeit heißt: ruhender Arbeitsvertrag) oder nicht.
Viele Grüße
Miau2
