Hallo,
jetzt sind die 3 Monate nach Eröffnung des vorläufigen Insolvenzverfahrens bald rum, wenn bis zum 1.1. kein Käufer gefunden ist, wer zahlt dann den Lohn?
Es sollen alle weiterabeiten wie bisher, es wurde noch keiner gekündigt.

LG
Insolvenz - wer zahlt die Löhne nach den 3 Monaten Insolvenzgeld?
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Beitrag von curlysue1 - 07.12.10 - 15:58 Uhr
Beitrag von seikon - 07.12.10 - 16:16 Uhr
Niemand. Dann gehts ab zum Amt und Alg 1 beantragen.
Beitrag von curlysue1 - 07.12.10 - 19:09 Uhr
Aber wir arbeiten dann voll weiter und den Lohn bezahlt dann die Arge?
Das sind doch dann auch nur 67%, das kann ja so nicht stimmen 
Beitrag von sternschnuppe215 - 07.12.10 - 17:44 Uhr
bei Lohnausfall bis max. 3 Monate Rückwirkend, zahlt eine Stelle der Agentur für Arbeit den Lohn... (Insolvenzstelle)
Dafür hat der AG Beiträge gezahlt (so ne Art Versicherung, die nun greift)... doch wer sich nicht dort meldet, geht mitunter leer aus...
Beitrag von curlysue1 - 07.12.10 - 19:07 Uhr
Das haben wir schon, der letzte Lohn ist dann der für Dezember und dann sind die 3 Monate rum.
Beitrag von kleinehexe1606 - 07.12.10 - 19:43 Uhr
Habt ihr keinen Anwalt genommen ? Er wird wohl wenn der Insolvenzverwalter keinen Käufer findet auch kein Geld bekommen. Arbeitslosengeld1 bekommt man erst bei Kündigung. Ich wäre da schon lange beim Anwalt gewesen, der Akteneinsicht bekommt und sich beim Insolvenzgericht erkundigen kann wie es aussieht. Vom Insolvenzverwalter wirst Du nicht viel Auskunft bekommen. Es ist zumindest sicher das kein Geld kommen wird, damit müsst ihr rechnen. Was man immer beantragen kann ist ALG II.
Beitrag von curlysue1 - 07.12.10 - 20:11 Uhr
Er arbeitet doch weiter, keiner ist gekündigt.
Dann muß er doch wenigstens bis zum Ablauf der Kündigungsfrist Geld bekommen, die können ja nicht die ganze Insolvenzmasse unter den Tisch fallen lassen.
Ich denke so ein Anwalt ist doch ziemlich teuer, wenn dann eh kein Geld da ist, ist dieses Geld auch noch zum Fenster rausgeschmissen.
Beitrag von kleinehexe1606 - 08.12.10 - 06:39 Uhr
Wir haben bei beiden Insolvenzgeschichten uns anwaltlich beraten lassen. Während der Insolvenz wird wohl kein Geld fließen, solange nicht verkauft ist. Die Firma ist ja insolvent und somit Zahlungsunfähig. Lohnleistungen kommen nachher zur Masse dazu. Es kommt darauf an wieviel Geld nachher zur Verfügung steht und wieviele Gläubiger da stehen. Lohn wird vorrangig behandelt, aber dazu muß man eben auch Anforderungen stellen, hat bei uns alles der Anwalt gemacht. Mein Schwager hatte schon 6 Monate ohne Geld gearbeitet hat das ganze über ein Jahr später wieder bekommen. Aber warum sprecht ihr nicht mit dem Verwalter ? Auf Euch wird wohl niemand zukommen. Ich würde vorsorglich schon mal Hartz IV beantragen, weil das dauert schließlich auch.
Beitrag von curlysue1 - 08.12.10 - 07:14 Uhr
Also erstens ist der Insolvenzverwalter weit weit weg.
Zweitens, als das vorläufige Insolvenzverfahren beantragt wurde, gab es sofort das Insolvenzgeld, genauso als wäre es das normale Gehalt, ohne irgendwelche Anträge.
Der Januar macht uns dann Sorgen, aber sollte es da wirklich kein Geld geben oder ist unklar wer das zahlt, wenn bis dahin der Verkauf nicht 100% feststeht, ist er ab 1.1. krank.
Für was sollte ich jetzt ALGII beantragen, es ist doch noch gar nix klar, zur Not lasse ich die Raten vom Haus für ein paar Monate auf 0 setzen und einen Vorschuß vom Amt bekommt man ja jederzeit und wenn nicht nehmens wir vom Sparbuch oder Mama, Schwiegerelten oder Paten, alle haben uns Hilfe zugesagt.
Ich könnte meinen Job ab Jan auch Vollzeit ausüben wenn ich möchte, aber erstmal abwarten, wird schon werden.
Ein Anwalt kann da auch nix machen, ausser Gebühren verlangen.
Beitrag von windsbraut69 - 08.12.10 - 07:38 Uhr
"Also erstens ist der Insolvenzverwalter weit weit weg. "
Telefon???
"Der Januar macht uns dann Sorgen, aber sollte es da wirklich kein Geld geben oder ist unklar wer das zahlt, wenn bis dahin der Verkauf nicht 100% feststeht, ist er ab 1.1. krank. "
Eine AU bringt Euch doch auch keinen Lohn!
Gruß,
W
Beitrag von curlysue1 - 08.12.10 - 08:23 Uhr
Aber dann fährt er wenigstens nicht umsonst in die Arbeit, sind ja auch fast 70 km tgl, wenn er dann noch Geld bekommen würde, aus der Insolvenzmasse, ist er ja blos krankgeschrieben und hatte keine Auslagen, wenn es weitergeht, ist es dann auch kein finanz. Ausfall.
Ich hasse es wenn alles so unklar ist, bisher ga es immer Geld, wir hatten bisher noch gar keinen Ausfall.
Es sind rund 4000 Mitarbeiter, wenn da jeder den Dr. ........ ( insolvenzverwalter) anrufen würde?
Ich dachte da gibt es eine fixe Regelung, denn es wird ja viel Gewinn erwirtschaftet und die Auftragsbücher sind auch voll, irgendwo muß das ganze Geld ja hin.
Gruß
Beitrag von windsbraut69 - 08.12.10 - 09:04 Uhr
Mir wäre völllig egal, ob ich nur 3999 oder 4000 bin, die den Verwalter anruft, wenn ich wissen möchte, wie es beruflich und finanziell weiter geht. Ihr solltet auch die Krankenversicherungsfrage klären...
Ganz laienhaft gehe ich davon aus, dass Eure Forderungen mit in den Topf an Außenständen fließen und irgendwann aus der Insolvenzmasse bedient würden.
Wäre der AG so flüssig, wie Du es schilderst, hätte er sicher keine Insolvenz angemeldet.
Gruß,
W
Beitrag von curlysue1 - 08.12.10 - 11:38 Uhr
Leider doch, weil eine Heuschrecke, ein amerik. Finanzinvestor die Gewinne einfach rauszieht und nix investiert.
Seit der Insolvenz, hat aber der Investor keinen Zugriff mehr, also bleibt der Gewinn in der Firma, das war ja so auch der Plan, Sanierung durch Insolvenz.
Beitrag von kleinehexe1606 - 08.12.10 - 07:40 Uhr
Ähm warum fragst Du eigentlich hier wenn es kein Problem ist ?? Wenn ihr so lange ohne Geld leben könnt ist es doch gut. Krank kann er nicht ewig sein, ist ja auch klar. Die MÜhlen mahlen sehr sehr langsam. Denn Vorschuß bekommst Du eben nicht jederzeit vom Amt, dazu muß man beantragen und einreichen.....
Beitrag von curlysue1 - 08.12.10 - 08:46 Uhr
Es ist für mich schon ein Problem, im Januar nicht zu wissen ob Geld kommt oder nicht.
Aber es bedroht nicht unser finanziertes Haus, habe mit der Bank schon gesprochen, man könnte auch mal ein Jahr die Zahlung aussetzen ( die Zinsen werden dann auf die Darlehenssumme draufgeschlagen)
und unsere sonstigen Zahlungsverpflichtungen+Essen wären auch gesichert, aber schön ist was anderes.
Eigentlich wollte ich blos wissen, ob es da eine feste Regelung gibt, aber anscheinend nicht.
Denn die Firma erwirtschaftet sehr viel Gewinn und die Auftragsbücher sind voll, wenn das Insolvenzgeld fertig ist ( die 3 Monate enden am 31.12.), können die Mitarbeiter ja nicht umsonst die Gewinne erwirtschaften und das Geld kommt dann wo hin? Die können das ja nicht irgendwo deponieren, sondern müssen es ja verteilen, oder?
Beitrag von windsbraut69 - 08.12.10 - 09:06 Uhr
Was habt Ihr denn für eine Hausfinanzierung, wenn Ihr problemlos ein Jahr komplett die Raten aussetzen könnt?
Beitrag von curlysue1 - 08.12.10 - 11:43 Uhr
Eine sichere, normale Finanzierung, mit viel Eigenkapital.
Die Schulden sind nur noch 1/10 des gegenüberstehenden Immobilienwertes.
Beitrag von windsbraut69 - 08.12.10 - 14:10 Uhr
Ich wußte nicht, dass sowas üblich ist, wir waren noch nicht in so einer Bedrängnis. Deshalb hätte ich eher die Befürchtung, dass eine Bank eine Finanzierung als unsicher einstuft, wenn man die Raten über einen so langen Zeitraum nicht mehr aufbringen kann, weil das Einkommen ausbleibt.
Beitrag von curlysue1 - 08.12.10 - 16:43 Uhr
Üblich ist sowas mit Sicherheit nicht, aber ich habe nachgefragt, als das Problem mit Kurzarbeit angefangen hat.
Weiß auch gar noch nicht wir wir im schlimmsten Fall verfahren werden, unsere Belastung ist ja nicht höher, als die Miete die uns bei ALGII eh zustehen würde.
Kann auch sein, dass wir die Rate belassen und uns Geld von Eltern/Schwiegereltern/Paten leihen werden, oder Bausparer kündigen, oder vom Sparbuch, oder ich gehe Vollzeit ab 1.2., oder mein Mann hat einen neuen Job ab 1.2. irgendwie wird das schon werden.
Oder es geht in der Firma wie gewohnt weiter, nur mit neuem Inhaber ?!?!
Da müssen wir jetzt also abwarten und Tee trinken, mehr bleibt uns nicht übrig.
