ARGE, Lehrgang, zw. X-Mas und Neujahr aber keine Kinderbetreuung.

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Beitrag von ajl138 - 07.12.10 - 19:04 Uhr

Hallo
habe versucht,mein Problem schonmal in der Überschrift zusammenzufassen.
Nun mal ausführlicher:
Ich war am 28.11 bei meiner Fallmanagerin und habe dort nach einem Lehrgang gefragt. (Ich dachte: es ist Dezember,ab Januar gehen da sicher einige los.)

Sie fand einen,zu dem ich ab dem 6.12. hingehe,der aber schon seit dem 1.11. läuft.Sie erzählte mir,dass dieser Lehrgang 2 Monate schulisch läuft,und man dann ein 4-wöchiges Praktikum in einem Betrieb macht.

Auf meine Fragen,ob es denn nichts gäbe was erst in Kürze startet , damit ich von Anfang an dabei wäre,meinte sie nur:
" Das wird dort alles immer wieder wiederholt,wie in einer Fahrschule,am Ende haben sie auch alles mitbekommen!"

Dann habe ich gefragt,ob dieser Lehrgang auch in den Ferien stattfindet,denn ich weiss noch vom letztem Jahr,dass es in der ersten Ferienwoche auch keine Notgruppenbetreuung gibt.

Daraufhin musste sie erstmal dort anrufen und nachfragen,mit dem Ergebnis: Ja,die kompletten Ferien wird dort weitergemacht.

Ich sagte ihr sofort,dass ich niemanden hätte der in der ersten Ferienhälfte auf meine Kinder aufpasse.
Ihre Antwort: "Man findet immer jemanden!"

Ich habe ihr mehrmals beteuert,dass dies keine Ausrede ist,ich kenne hier noch kaum jemanden,meine Geschwister wohnen in ganz Deutschland verteilt,meine Mutter wohnt 40 km weg,hat dazu noch Krebs und kann nicht zu mir kommen,und auf die Kinder aufpassen,noch kann sie die Kinder 4 tagelang am Stück betreuen.
Ich wohne nicht mit meinem Lebensgefährten zusammen,der zur Zeit jeden Tag zum Krankenhaus muß,da er Behandlungen bekommt,die er nicht absagen kann.
Da fragte sie mich,wie ich es denn nächstes Jahr machen will,zu dieser Zeit ggf ich habe dort schon einen festen Job.Worauf ich ihr antwortete,dann weiss ich aber schon länger,dass ich dann arbeiten muss,und kann mich demtentsprechend früh darum kümmern.

Daraufhin sollte ich das dann mit dem Lehrgangsdozenten absprechen.
Ich habe in der noch freien Woche,überall rumtelefoniert habe das Jugendamt angerufen zwecks Vermittlung einer "Notfall"-Tagesmutter.Nichts mehr frei,ich habe hier im Internet Babysitterbörsen gefunden,und einige Anfragen abgeschickt auf die ich alle bis jetzt noch keine Antwort bekommen habe.Ausserdem habe ich mir von Schule und Kita schriftlich geben lassen,dass keine Betreuung in dieser Zeit stattfindet.Freitag rief ich nochmal meine FA an,doch diese hat einen Krankenschein,und es wäre keine Vertretung da.

Gestern war ich also zum ersten Mal bei diesem Lehrgang,ich bin total schockiert,wie es da zugeht.Als erstes wusste niemand ob ich dort als Teilzeit oder Vollzeit angemeldet bin,den Wisch den mir meine FA mitgegeben hat,um ihn dort ausgefüllt abzugeben,bekommen die gar nicht,den muss meine FA bekommen.
In dem Bereich,in dem ich diesen Lehrgang besuche muss ich nun innerhalb von 2 Wochen einen Praktikumsbetrieb finden,nicht 2 Monate.
Dieser Kurs läuft wie gesagt seit dem 1.11. und ich werde nichts Versäumtes nachholen können.
Mir wurde von dem Kursleiter dort wortwörtlich gesagt:"Ich solle mich wegen dem Problem der Kinderbetreuung an meine Fa wenden,die wäre dafür zuständig!"

Ich konnte gestern von dort meine Fa nochmal anrufen,die aber leider immernoch einen Krankenschein hat,Ersatz gäbe es aber immernoch nicht.

Ich will mich wirklich nicht drücken,aber was soll ich in der Zeit mit meinen Kindern anfangen? Ich kann doch auch nicht einfach zu Hause bleiben....

LG Anja


Beitrag von derhimmelmusswarten - 07.12.10 - 19:41 Uhr

Ich hätte mir an deiner Stelle da gar keine weiteren Gedanken mehr drum gemacht und dieser Pute vom Amt nen Krankenschein hin geknallt. Und zwar genau in der Zeit, in der du keine Betreuung hast. Die könnte mich mal! Nachweisen kann sie dir nix. Bei sowas hält man lieber den Mund und "wehrt" sich erst gar nicht und zückt dann ab besagtem Tag den gelben Schein.

Beitrag von ajl138 - 07.12.10 - 20:00 Uhr

Mir wird wahrscheinlich wirklich nichts anderes übrig bleiben.Ich hoffe nur,dass mein Hausarzt dann auch so sieht,dass ich 4 Tage zu Hause bleiben muss.

Beitrag von jolinar01 - 07.12.10 - 19:45 Uhr

wenn es gar keine möglichkeit gibt,dann mach auf gelben schein.was anderes wird dir eh nicht übrig bleiben.

lg

Beitrag von ajl138 - 07.12.10 - 20:01 Uhr

Mir wird wahrscheinlich wirklich nichts anderes übrig bleiben.Ich hoffe nur,dass mein Hausarzt dann auch so sieht,dass ich 4 Tage zu Hause bleiben muss.

Beitrag von manavgat - 07.12.10 - 20:57 Uhr

Teil ihr schriftlich mit:

trotz erheblicher Bemühungen konnte ich keine Betreuung in der Zeit von .... bis.... organisieren.

Hinzu kommt, dass dieser Lehrgang dann und dann angefangen hat und ich den Unterrichtsstoff nicht nachholen kann.

Ich fordere Sie daher auf, einen Lehrgang für mich zu organisieren/vorzuschlagen, der mit den Betreuungszeiten meiner Kinder zusammenpasst.

Sollte die sich querstellen, dann wende Dich an eine Anwältin.

Gruß

manavgat

Beitrag von ajl138 - 07.12.10 - 21:01 Uhr

Hallo,
Danke für die Antwort.
Das ist wahrscheinlich die bessere Lösung.
Ich werde es so versuchen.

LG
Anja

Beitrag von susanne85 - 07.12.10 - 22:56 Uhr

hi

sag mal bist du aus recklinghausen?

LG

Beitrag von ajl138 - 08.12.10 - 06:17 Uhr

Hallo,
ja das bin ich,wieso?

Beitrag von imzadi - 07.12.10 - 23:38 Uhr

Soweit ich mich erinnern kann ist wenn man sich vollzeit arbeitslos meldet und den Vollzeitbetrag kassiert auch vorraussetzung das man vollzeit Zeit hat. Ansonsten stellt man sich dem Arbeitmarkt Teilzeit zur verfügung und wird auch so eingeteilt oder man steht gar nicht zur verfügung. Hat sich das in den letzten Jahren geändert?

Beitrag von ajl138 - 08.12.10 - 06:19 Uhr

Hallo,
ich mache diesen Lehrgang in Teilzeit.
Sprich:
von 8.30 Uhr bis 12:30 Uhr

Beitrag von windsbraut69 - 08.12.10 - 07:27 Uhr

Ja, Du bist doch aber nicht mehr in Elternzeit, oder?
Was machst Du denn, wenn Du kurzfristig einen Job vermittel bekommst?

Gruß,

W

Beitrag von woodgo - 08.12.10 - 15:45 Uhr

Dann solltest Du auch in der Zeit zur Verfügung stehen!!! Ich bekomme auch nicht die ganzen Ferien frei#kratz
Hättest Du heut einen Job bekommen, hättest Du in den Ferien auch keinen Urlaub nehmen können!

Beitrag von cherry19.. - 08.12.10 - 17:04 Uhr

Bei dir ändert sich die Situation aber auch nicht von heute auf morgen und du weißt, dass du die Betreuung, die du brauchst, auch zahlen kannst. Ist ja mal wirklich gar kein Vergleich.

an die TE: Nimm deine Kinder mit, wenn du niemanden findest. So kann dich keiner blöde anmachen. Kannst ja schließlich keinen Aufpasser herzaubern!
Und von heute auf morgen zu verlangen, eine Betreuung zwischen den Feiertagen zu organisieren, ist meiner Meinung nach ne absolute Zumutung.

Familie ist keine da, Bekannte auch nicht. Was soll die Frau dann bitte machen, außer die Kinder mitzunehmen. Sie hat sich bemüht. Sich auf jeglichen Seiten gemeldet und eingetragen, beim Jugendamt nachgefragt. Keine Tagesmutter mehr frei.

Wie ich bereits weiter unten schrieb, ist es mehr als unrealistisch, von jemanden, der niemanden weiter hat, zu verlangen, eine Notbetreuung vorab zu organisieren (die natürlich auch nicht kostenfrei ist), für den Fall, dass gerade da jetzt irgendetwas anbrennt.

Demnach sollte mal schnell jeder Arbeitslose, der Kinder hat, losrennen und mal schauen, dass er für jegliche Feiertage, Fenstertage oder gar schon nächstes Jahr zwischen Weihnachten und Neujahr ne Tagesmutter bekommt.. Leute, langsam wirds echt albern!

Beitrag von marion2 - 08.12.10 - 09:22 Uhr

Hallo,

falls das von Manavgat vorgeschlagene nicht funktioniert und sich auch kein Krankenschein organisieren lässt:

Nimm die Kinder einfach mit.

Du kannst darauf verweisen, dass du auf den Betreuungsausfall in dieser Zeit SCHRIFTLICH hingewiesen hast. ;-) So kann dir keiner vorwerfen, du wärst unerlaubt ferngeblieben.

Gruß Marion

Beitrag von windsbraut69 - 08.12.10 - 09:33 Uhr

Mal ganz naiv:
Wenn ich arbeitssuchend /-los gemeldet bin, Arbeitslosengeld beziehe und einen Job ab morgen bekomme, kann ich den dann auch mit Hinweis auf Schulferien ablehnen?
Ist jetzt wirklich mal ganz allgemein und ernst gemeint!

Gruß,

W

Beitrag von marion2 - 08.12.10 - 09:46 Uhr

Hallo,

sie muss nur arbeiten gehen, wenn die Kinderbetreuung gesichert werden kann. Wenn es keine Lösung gibt, muss sie sich um ihre Kinder kümmern.

Nur der Verweis auf Schulferien genügt nicht. Schließzeiten von Kinderbetreuungseinrichtuungen werden aber für gewöhnlich als Hinderungsgrund anerkannt.

Gruß Marion

Beitrag von windsbraut69 - 08.12.10 - 10:33 Uhr

Ja, muß man sowas aber nicht vorab organisieren?
Im Arbeitsverhältnis kündigt man ja auch nicht, wenn Ferien anstehen und gibt es nicht üblicherweise Notplätze in anderen Kindergärten?

LG,

W

Beitrag von marion2 - 08.12.10 - 10:57 Uhr

Ja, muss man. Man streut seinen Urlaub übers Jahr. #augen

Notplätze sind nicht "üblich". Es gibt Kindergärten, die welche anbieten. Unser Kindergarten gerade für die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr nicht. Gabs wohl mal, wurde aber nicht "ausreichend" genutzt. Pech für die drei Eltern, die keine Omas etc. haben.

Beitrag von cherry19.. - 08.12.10 - 12:26 Uhr

DAS ist jetzt mal ernsthaft von mir gemeint:

Bist du allen Ernstes der Überzeugung, dass eine arbeitslose Mutter, die zwei Kinder hat sich um eine Notfallbetreuung zwischen Feiertagen usw. kümmern muss, sofern sie noch keinen Job in Aussicht hat und ja ein Jobangebot in der Zeit kommen könnte?

Klar, kann es immer so kommen, dass man dann in der Zeit ein Jobangebot hat mit dem Vermerk, man solle morgen anfangen. Jedoch sich vorab im Oktober drum zu kümmern, dass im Dezember zwischen den Feiertagen eine Notfallbetreuung da wäre, finde ich echt übertrieben.

Im Übrigen: Wer zahlt das? Der Arbeitslose. Glaub kaum, dass man diese Kosten in irgendeiner Weise erstattet bekommt, wenn man mit der Begründung kommt, dass man in der Zeit ja ein Jobangebot bekommen könnte. Und mal einen Platz irgendwo freihalten lassen, weil es ja sein könnte, dass....

Ich lass mich da gern eines Bessern belehren, jedoch ist momentan meine Meinung, dass hier wohl schon greifen kann, dass sie eben niemanden hat für die Kinder.

Beitrag von windsbraut69 - 08.12.10 - 14:04 Uhr

Ja, das ist ernst gemeint :) und ja, ich bin der Meinung, dass ich als Arbeitssuchende Arbeitslosedie gleichen Pflichten habe wie in einem Arbeitsverhältnis stehend. Mit Job kann ich auch nicht sagen, ich kümmer mich nicht vorsorglich um eine Betreuung, weil ja die Firma vorher dicht machen könnte oder ich gekündigt werden könnte oder im Lotto gewinnen...

Vielleicht weltfremd und vielleicht hab ich auch deshalb keine 10 Kinder aber ich geh schon davon aus, dass man sich sowas vorher überlegt und auch davon, dass man in ihrem Fall die Betreuung nur bezahlen müßte, wenn man sie auch in Anspruch nimmt. Hier gibt es z. B. einen Betreuungsnotdienst, der gg. Kostenerstattung innerhalb von 2 Stunden im Umkreis von ca. 100 km Kinder Zuhause betreut. Ohne Voranmeldung, ohne Eingewöhnung, durch Fachpersonal - nur als Beispiel.

LG,

W

Beitrag von marion2 - 08.12.10 - 14:39 Uhr

nicht weltfremd, nur #schein unerfahren

Das kleinere Kind der TE ist erst drei Jahre alt. Da geht "ohne Eingewöhnung" nicht. Das könnte soweit nach hinten losgehen, dass das Kind hinterher nicht mehr Kitatauglich wäre.

Beitrag von windsbraut69 - 09.12.10 - 10:19 Uhr

Du, ich kenn durchaus Kinder, bei denen das "geht".
Ob das Kind der TE jetzt ein relativ Unkompliziertes ist, dass "wechselnde Fremdbetreuung" kennt oder nicht, wissen wir ja beide nicht.
Man sollte als alleinerziehende Mutter, die auf das Jobcenter angewiesen ist, aber m. M. schon Vorarbeit in der Richtung leisten. Was ist denn, wenn sie von heute auf morgen ins Krankenhaus müßte?

LG

Beitrag von marion2 - 10.12.10 - 12:42 Uhr

"Was ist denn, wenn sie von heute auf morgen ins Krankenhaus müßte?"

Gute Frage. Ich hätte dann auch ne Versorgungslücke.#zitter

Beitrag von cherry19.. - 08.12.10 - 15:06 Uhr

Na wenn es sowas bei dir gibt, dann ist das ok und dann ist das natürlich eine Möglichkeit. Bei ihr gibt es aber sowas nicht. Und im Oktober nen Platz für die Zeit bei einer Tagesmutti zu reservieren, falls was anbrennt ist wohl eher unsinnig. Wer weiß, ob es überhaupt ne Tagesmutti gibt, die so einen Platz dann auch gibt.

Klar hat man die gleichen Pflichten in einem gewissen Rahmen. Aber für eine Kinderbetreuung zwischen den Feiertagen zu sorgen, weil da was anbrennen könnte???? Nee, wie soll das gehen???? Vorausgesetzt so eine Notbetreuung ist nicht vorhanden. Gibt es sowas, ist dies durchaus eine Alternative, obwohl ich irgendwo dann auch die Gefahr sehe, dass das nach Hinten losgeht, denn eine Betreuung eines Dreijährigen bedarf eigentlich einer Eingewöhnung. Aber das mal so nebenbei. Wenns gar nicht anders geht, wird das Kind selbstverständlich auch das "überleben" und ohne größeren Schaden überstehen.

Ich finde man sollte alles irgendwo schon aus der Situation heraus betrachten und nicht immer so pauschal. Sie hat def. niemanden, der aufpasst. Es gibt keine Notbetreuung in ihrer Umgebung. Babysitterseiten hat sie auch geschaut und nix gefunden. Manchmal ist es einfach so, dass eben keine Betreuung da ist.

Ihr Kind ist 3. Und sofern die Betreuung des Kindes nicht gewährleistet ist, darf sie dankend ablehnen, denn Gott sei Dank gibts dieses Recht für Mamis, die eben keine Hilfe finden.

Meiner Meinung hat sie alle erdenklichen Hebel in Bewegung gesetzt und leider keine Betreuung gefunden. Sich vorab darum bemühen, obwohl noch gar nichts in Aussicht ist, geht eben in dem Fall nicht. Das Kind ist normal im Kiga angemeldet, jedoch hat der Kiga in der Zeit eben geschlossen. Demnach ist keine Betreuung gewährleistet und sie kann eben dann den Kurs nicht machen.

Eine andere Möglichkeit - und das hätte ich evtl gemacht: Sie nimmt die Kinder mit. So wird der Wille gezeigt und irh kann rein gar nichts vorgeworfen werden. Ob dann der Kurs allerdings in Ruhe den Stoff aufnehmen kann, ist fraglich.

Kurz: Kinderbetreuung zwischen den Feiertagen im Voraus zu organisieren, wenn keine Familie vor Ort ist, man keine Bekannten hat und eben diese Notfallbetreuung nicht vorhanden ist, geht nicht. Und einen normalen Babysitter würde ICH garantiert für MEINE Kinder nicht organisieren. Also jemanden, der keine Ausbildung in dem Bereich hat und dies nur macht, um sich was dazuzuverdienen. So jemanden könnte sie vielleicht finden... Jedoch hätte ich als Mutter da gar keine Ruhe.