Ich benötige Infos dazu, unter welchen Voraussetzungen ich Krankengeld bekommen kann. Der AG zahlt ja nur 6 Wochen den Lohn fort. Ich war nun 2 Wochen wegen einer Sache krank geschrieben. Da ich schwanger bin, mein Chef mich mobbt und es mir schlecht geht, ich aber kein BV erhalte, möchte ich mich natürlich wenn möglich weiter krankschreiben lassen. Da die "Sache" wegen der ich nun 2 Wochen krank war, aber vorbei ist, frage ich mich, wie sich das nun mit dem Krankengeld verhält. Wenn ich nun wegen etwas anderem krank geschrieben werde, laufen dann 6 "neue" Wochen für den Arbeitgeber? Oder bekomme ich, egal wegen was ich krank geschrieben war, nach 6 Wochen automatisch Krankengeld?
Es ist auch so, dass ich nun zu einem anderen Arzt gehen möchte, da mein Hausarzt mich nicht weiter krank schreiben wird, sondern "verlangt", dass ich selbst kündige. Auch meine FÄ stellt sich bekanntlich quer. Fest steht, dass ich definitiv dort nicht mehr arbeiten kann, da es nicht auszuhalten ist. Leider hab ich noch 4 Monate vor mir bis zum Mutterschutz. Erst kurz vor Weihnachten konnte ich einen Termin bei einer Psychologin erhalten, wo ich versuchen will, entweder an eine längere Krankmeldung oder an ein BV zu kommen.
Wie erfährt denn der Arbeitgeber, ob er zahlen muss?! Er erfährt doch nicht die Diagnose, oder?
Frage zu Krankengeld
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Beitrag von derhimmelmusswarten - 08.12.10 - 11:11 Uhr
Beitrag von ovumama - 08.12.10 - 11:15 Uhr
Ich kenne es so, dass sobald man eine neue Diagnose auf dem gelben Schein stehen hat, bei der KK eine neue 6 Wochen-Periode anfängt.
Beitrag von 4mone - 08.12.10 - 11:16 Uhr
Hallo!
Krankengeld erhält derjenige, der länger als 6 Wochen wegen ein und derselben Sache krankgeschrieben ist.
Wie der AG davon erfährt, ist mir nicht bekannt.
Aber auf den gelben Zetteln gibt es ja dieses Diagnosefeld - wenn da was unterschiedliches drinsteht.....?!
Gruß
Simone
Beitrag von schneggal08 - 08.12.10 - 11:23 Uhr
Auf dem neuen gelben Zettel muss der Arzt "Erstbescheinigung" ankreuzen, damit weiss dein AG, dass neue 6 Wochen laufen.
Die Frage ist, wofür du denn 6 Wochen krank geschrieben werden willst, wenn du doch gar nichts hast? Schwangerschaft ist nunmal keine Krankheit... und wenn dich eine Psychologin krankschreibt - ich bin mir nicht mal sicher, ob die das überhaupt darf - dann weiss dein AG doch auch bescheid?
LG
Veronika
Beitrag von derhimmelmusswarten - 08.12.10 - 11:27 Uhr
Es handelt sich um Mobbing. Zwar war ich jetzt wegen was anderem 2 Wochen krank, aber das ändert ja nichts an meiner Situation auf der Arbeit.
Beitrag von kati543 - 08.12.10 - 12:32 Uhr
Wenn du die Krankmeldung bekommst, sind das ja 2 Zettel. Einen mußt du an die KK senden und einen bekommt der AG. Der für den AG ist kleiner als der für die KK. Auf dem für die KK steht die Diagnose in diesem Code (http://www.dimdi.de/static/de/klassi/diagnosen/icd10/) drauf. Der AG erfährt die Diagnose nicht.
Für die 6 Wochen... Es zählt immer das ganze Jahr. Also wenn du diesmal wegen einer Krankheit zu Hause bist (schau auf den Code) und danach nochmal aber eben eine andere Krankheit (Code!!!), dann zählen die Wochen neu. Auch wenn es fortlaufend ist. Wenn du nun anfangs des Jahres schon mal die selbe Erkrankung hattest, zählt die allerdings mit (es zählt eben das ganze Jahr zusammen - ob es Unterbrechungen gab, ist völlig egal). Der AG hat allerdings das Recht, dich zum Amtsarzt zu schicken, wenn er den Verdacht hat, dass du nur nicht arbeiten willst und eigentlich könntest.
Für das Elterngeld ist eine Krankmeldung sowieso sehr nachteilig. Aber das weißt du ja sicher.
Beitrag von kleinehexe1606 - 08.12.10 - 12:41 Uhr
Es sei dazu gesagt, daß die KK bei längerer und immer wieder AU`s den Kontakt zum behandelnden Arzt aufnimmt. Sollte rauskommen das Du das absichtlich machst obwohl Du nicht krank bist, kannst Du das Geld nachzahlen. Der Arzt muß Auskunft geben bei solchen Sachen.
Beitrag von kruemlschen - 08.12.10 - 13:20 Uhr
wenn Du gemobbt wirst dann hast Du arbeitsrechtliche Schritte einzuleiten und Dich nicht krankschreiben zu lassen!
Ich finde sowohl das Verhalten Deines Hausarztes, wie auch das der Gyn ![]()
Beitrag von derhimmelmusswarten - 09.12.10 - 09:43 Uhr
Ist klar. Du kennst schließlich die Hintergründe nicht. Und gegen den vermeintlich schlimmsten Arbeitgeber der Region, der noch dazu Anwalt ist und wo man keinen Kündigungsschutz genießt etc. ARBEITSRECHTLICH vorzugehen, ist ja mal ein ganz schlechter Witz!
Beitrag von windsbraut69 - 09.12.10 - 09:54 Uhr
Du bist doch hier auch nicht auf den Mund gefallen oder sonderlich zart besaitet.
Es fällt schon schwer, sich vorzustellen, dass Du im Job ein armes gemobbtes Mäuschen bist :)
Gruß,
W
Beitrag von kruemlschen - 09.12.10 - 09:55 Uhr
Arbeitsrechtlich kannst Du angeblich nicht gegen ihn vorgehen, sowohl Deine Gyn. als auch Dein Hausarzt wissen von der angeblich so schlimmen Situation, wollen Dir aber weder ein BV ausstellen, noch Dich krank schreiben.
Ja ne, is klar... "alle doof, außer mich" oder wie war das noch gleich?
Beitrag von derhimmelmusswarten - 09.12.10 - 11:00 Uhr
Sei froh, dass du nicht in dieser Situation bist. Klar, bin ich nicht auf den Mund gefallen.
Aber: Mein Chef ist Anwalt. Allein in den letzten 18 Monaten haben 13 (!!!), das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, Angestellte angefangen und freiwillig wieder selbst gekündigt. Die Kündigungen habe ich selbst gesehen und eine Kollegin an einem anderen Standort (die den Chef aber so gut wie nie sieht) hat das auch bestätigt.
Er schikaniert, wo er nur kann, fast jeden Tag hagelt es Arbeitsanweisungen und Abmahnungen und schon mehrfach hat er verhaltensbedingte Kündigungen ausgesprochen (wo ich ja auch in der Schwangerschaft nicht vor gefeit wäre) mit erfundenen Gründen. Und im Büro hat er dann selbst noch gesagt, dass er das extra macht, um den Leuten eins auszuwischen.
Es ist schwer zu glauben, dass es solche Chefs gibt, aber es ist leider so. Und richtig. Sowohl die FÄ, als auch der Hausarzt wissen von der Situation. Aber sie stellen kein BV aus. Warum, weiß ich nicht. Wie ich schon mehrfach geschrieben habe, sagen die einfach, ich solle kündigen. Einer Schwangeren sowas zu raten, ist ja wohl total daneben. Mein Chef setzt mich so unter Druck, dass ich schon die vorgefertigte Kündigung in der Tasche hatte und die Ärzte helfen einem auch nicht. Was soll man denn dann tun?! Selbst kündigen? 3 Monate Sperre. Weniger Elterngeld. Ganz toll. Und das nur, weil ich nach einem Jahr wieder ARBEITEN WOLLTE, mein Kind in die Kita gebe und DANN an so einen Idioten gerate.
Beitrag von kruemlschen - 09.12.10 - 11:07 Uhr
Wenn die Verhältnisse so sind wie Du sie beschreibst, dann bekommst Du doch überhaupt keine Sperre wenn Du selbst kündigst.
Du musst lediglich beweisen können, dass eine Arbeit für Dich dort nicht mehr tragbar ist.
Beitrag von derhimmelmusswarten - 09.12.10 - 11:12 Uhr
Wie soll man das beweisen? Mein Chef würde das doch niemals zugeben. Und wem glaubt das Arbeitsamt? Einem Anwalt oder einer Angestellten?
Beitrag von myimmortal1977 - 09.12.10 - 14:41 Uhr
Du weißt aber sicherlich, dass Du Dir das Elterngeld kaputt machst, wenn Du mit anderen Diagnosen krank geschrieben wirst, als welche die SS bedingt sind!?
Also wenn Du jetzt tatsächlich einen Arzt finden solltest, der Dich weiter krank schreibt und es ist nicht eine SS bedingte Erkrankung und Du fällst ins Krankengeld, werden die Wochen/Monate mit 0 angesetzt werden. Und das merkt man beim EG.
Übrigens ist auch der AG berechtigt, Dich zu einem Vertrauensarzt zu schicken und zu gucken, ob Du "wirklich" krank bist. Der AG hat wie die KK das Recht dazu, Dir in dem Falle, Du wirst nicht als wirklich krank erklärt, das Geld zu streichen und Dich aufzufordern, wieder Deiner Arbeit nachzugehen.
Ich wäre damit ganz vorsichtig, zu versuchen, mit immer neuen Diagnosen die Zahlung des Krankengeldes der KK zu umgehen.
Dir alles Gute, Janette
