Kurz die Fakten:
Chef hat mündlich der gesamten Firma morgen frei gegeben. (Schon vor Monaten und auch nach mehrmaligen Nachfragen wurde dies immer wieder bestätigt)
Urlaubsantrit morgen früh 9:00 Uhr, Flug bezahlt und gebucht.
Heute 18:00 Uhr beschließt Chef, den Urlaub zu streichen und die "Restarbeiten!" morgen erledigen zu lassen.
Muss betroffener Arbeitnehmer morgen pünktlich auf der Arbeit erscheinen? Und wenn ja, wer zahlt Stornokosten für die Reise?
LG und Danke für die Info
Urlaub streichen?
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Beitrag von taliysa - 23.12.10 - 18:23 Uhr
Beitrag von seikon - 23.12.10 - 18:46 Uhr
Gegenfrage: Wieso hat betroffener Arbeitnehmer sich den Urlaub denn nicht schriftlich bestätigen lassen, um die ganzen Ärgereien jetzt zu umgehen?
Also letztendlich ist es so, dass auch mündliche Verträge bindend sind. Das heisst, wenn der Chef nachweislich allen MA Urlaub gewährt hat (auch wenn es nur mündlich war), dann ist das auch bindend.
Anders herum kann der Chef natürlich den Urlaub wieder streichen, wenn wichtige betriebliche Gründe dagegen sprechen. Alle dadurch entstehenden Kosten (also Storno usw) muss der Arbeitgeber tragen.
Da ihr nichts schriftlich habt wird der Chef sich wohl rausreden wollen. Ihr müsst das also im Zweifel vorm Arbeitsgericht durchklagen und dann kommt es darauf an, dass alle anderen MA am selben Strang ziehen und ihr genügend glaubwürdige Zeugen zusammen bekommt. Die Chancen, dass ihr vor Gericht die Stornokosten erstreiten könnt stehen durchaus gut, aber ihr habt halt jetzt erstmal die Rennerei.
Ich würde ein Schreiben aufsetzen, dass der Urlaub mündlich genehmigt war und auf dieser Basis der Urlaub gebucht wurde und ihr jetzt die Stornokosten geltend machen wollt.
Idealerweise gleich ein Hinweis, dass ihr im Zweifel auch vors Arbeitsgericht geht und genügend Zeugen vorweisen könnt um das zu belegen. Und sammelt schon mal Unterschriften von den anderen Kollegen, denen der Urlaub auch mündlich genehmigt wurde.
Ihr könnt halt jetzt nur auf den Zusammenhalt in der Firma hoffen.
Beitrag von taliysa - 23.12.10 - 18:57 Uhr
Danke für die schnelle Antwort.
Da es sich nicht um uns handelt, werde ich die Antwort an die betreffende Person weiterleiten.

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Viele Grüße
Beitrag von susannea - 23.12.10 - 19:31 Uhr
ICh würde wohl erstmal mit Stornokosten usw. drohen, evtl. bleibts ja dann bei morgen frei!
Beitrag von manavgat - 24.12.10 - 12:18 Uhr
Falls der AN sich entscheidet, den Urlaub abzusagen, so muss der AG für sämtliche Stornokosten aufkommen.
Eine so kurze pauschale Ansage ist aber - imho - sowieso nicht rechtens.
Ich weiß nicht, ob es einen Anwaltsnotdienst gibt. Sicher wäre es vernünftig, wenn ihr rechtschutzvesichert seid, eine Anwältin zu fragen.
Gruß
Manavgat
