Plötzliche Arbeitslosigkeit und schwanger!

Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.

Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.

Beitrag von kinder-der-liebe - 27.12.10 - 14:49 Uhr

Ich hoffe ihr habt die Weihnachtstage alle unbeschadet überstanden;-)

Habe da mal eine Frage und ich hoffe ihr könnt mir helfen.
Ich bin im August schwanger geworden weil wir eigentlich Finanziell gut abgesichert waren. Anfang Dezember wurde mein Mann nach 3 Jahren Arbeitsverhältnis fristlos gekündigt. Grund: Mein Mann und sein Geselle haben die frei einteilbare Pause genutzt um sich einen Kaffee zu besorgen. Er ist Elekriker und darf die Baustelle normal ohne weiteres verlassen. Zu diesem Zeitpunkt aber hat der Chef diese besagte Baustelle aufgesucht und die beiden natürlich nicht angetroffen. Daraus folgte ein Kündigunsschreiben ganz ohne Begründung. Mein Mann hat abgesehen davon noch nie in den 3 Jahren sich was zu schulden kommen lassen geschweige denn eine Abmahnung bekommen.

Natürlich sind wir sofort erstmal zum Arbeitsamt gegangen um Arbeitslosengeld zu beantragen. Die haben uns dem entsprechend erstmal eine Sperrzeit von 3 Monaten eingeräumt da eine fristlose Kündigung normalerweise immer Eigenverschulden sei.

Das beste an der ganzen sache ist, dass wir vor 3 Monaten unsere beiden Kridite auf ein Kredit in einer anderen Bank gelegt haben und diese nun leider nicht mehr gegen Arbeitslosigkeit versichert sind.

Das nächste Problem wäre, dass wir noch Umziehen müssen, wir leben auf 38,5qm und haben heute die Zusicherung einer neuen Wohnung bekommen für diese man allerdings einen Wohnberechtigungsschein braucht. Wir haben uns natürlich sofort drum gekümmert und man sagte uns, dass uns keiner zusteht. Grund: Die Lohnabrechnungen von 2009 würden den Satz übersteigen. Und mein Mann wäre noch nicht so alt, dass er dauerhaft arbeitslos bleiben würde.

Aber wenn man sich das mal durchrechnet.
Mein Mann verdiente im diesem Jahr knapp 1.300 euro Netto.
Die Wohnung würde 480 Euro kosten (warm) Stro
knapp 40 euro. Hätten wir rein Theoretisch 780 Euro zum Leben für bald 3 Personen übrig.
Weniger Krdeit 500Euro. Und da steht uns kein Wohnberechtigungsschein zu?

Ich dreh bald durch
Danke für Antworten.

Beitrag von vwpassat - 27.12.10 - 15:25 Uhr

Habt Ihr denn keine Kündigungsschutzklage eingereicht?

Beitrag von vwpassat - 27.12.10 - 15:26 Uhr

Und was arbeitest Du?

Beitrag von kinder-der-liebe - 27.12.10 - 15:33 Uhr

Leider kann ich erst wieder nach der Schwangerschaft arbeiten.
In einer Eventgastronomie. Ist aber leider auch mit dem Umzug verbunden. Hier habe ich damals als wir beschlossen haben schwanger zu werden gekündigt.
Wir haben vielleicht etwas naiv gedacht.

Beitrag von vwpassat - 27.12.10 - 15:49 Uhr

Sorry, aber Ihr seid mehr als nur naiv!

Ihr seht Euch mit 1300 € Haushaltseinkommen als abgesichert an und kündigt wegen der Schwangerschaft mal eben Deinen Job?

Altlasten schleppt Ihr ja auch noch mit Euch rum und gegen die Kündigung wehrt Ihr Euch nicht mal und akzeptiert die Sperrzeit?

Mir fehlen echt die Worte.

Beitrag von tweety12_de - 27.12.10 - 16:05 Uhr

hallo,

etwas naiv ist noch sehr gelinde ausgedrückt.

nur weil du ss werden wolltest hast du deinen job gekündigt?? #schock

mit 1300 euro netto gut finanziell dastehen ??? #schock

und dann noch altlasten haben doppel #schock#schock

ich bin fassungslos über sooo viel .... naivität !!!! obwohl es ja echt fast schon dummheit ist !!!

kündigungsschutzklage wurde demnach auch nicht eingereicht ??

anwalt konsultiert?? ach nee stimmt, der will ja geld #klatsch

sorry ich bin echt schockiert !!

such dir nen job, und wenns nur auf 400 euro basis ist... ansonsten....

dein mann soll sich auf den hosenboden setzen und sich bewerben... und nicht nur 2-10 bewerbungen im monat!!! da geht meistens mehr...

fassungslose grüße von alex

Beitrag von windsbraut69 - 28.12.10 - 10:39 Uhr

Normalerweise gehört solches Verhalten bestraft aber bei Euch ist ein Kind im Spiel...
Beantragt ALGII, vielleicht liegt Ihr ja unter dem Satz. Ein Riesenkredit interessiert die ARGE aber nicht, deshalb solltet Ihr Bewerbungen schreiben, soviel Euch möglich ist.

Wie man bei 1300 Euro Netto, 500 Euro Kreditrate und Kinderwunsch einen Job kündigen und in eine größere/teurere Wohnung ziehen kann, ist mir völlig schleierhaft.
Allerdings wundert mich jetzt nicht mehr, warum Ihr nicht gegen die unrechtmäßige Kündigung vorgegangen seid.

Gruß,

W

Beitrag von tritratrullalala - 27.12.10 - 16:57 Uhr

Tja, das Kind ist ja schon recht tief in den Brunnen gefallen.

Ihr braucht wegen der Kündigung dringend einen Anwalt. Ich nehme mal nicht an, dass dein Mann in der Gewerkschaft ist. Aber diese Kündigung würde ich nicht einfach so geschehen lassen.

Und zum Thema staatliche Hilfe: Den Staat interessiert leider nicht, ob Ihr Euch mit Euren Krediten verkalkuliert habt. Es wird Euer Einkommen als Berechnungsgrundlage genommen, nicht Euer Verbrauch und Eure Verbindlichkeiten.

Grundsätzlich solltet Ihr Euch schon mal überlegen, wie Ihr realistisch kalkuliert. 1300 Euro für eine kleine Familie mit Krediten ist nicht so wahnsinnig üppig.

LG,
Trulli

Beitrag von vwpassat - 27.12.10 - 17:10 Uhr

Die Frist für die Klage scheint aber abgelaufen.

Beitrag von windsbraut69 - 28.12.10 - 10:35 Uhr

Ich denke, wenn die Kündigung Anfang Dezember ausgesprochen wurde, ist die 3wöchige Frist inzwischen verstrichen...

LG,

W

Beitrag von tritratrullalala - 28.12.10 - 17:12 Uhr

Na ja, Anfang Dezember ist ja recht unpräzise. Hätte ja vielleicht noch klappen können. Ich bin immer wieder fassungslos, wie ...äh ... unbedacht manche Leute sich verhalten.

Beitrag von sassi31 - 27.12.10 - 17:45 Uhr

Dein Mann wurde gekündigt, weil er sich in seiner frei einteilbaren Pause einen Kaffee gekauft hat? Und da habt ihr nicht umgehend Kündigungsschutzklage eingereicht?

Sorry, aber das ist nicht naiv, das ist einfach nur dumm.

Zu der restlichen Planung und bzgl. eurer "Altlasten" sag ich jetzt mal lieber nichts.

Beitrag von kleinehexe1606 - 27.12.10 - 18:36 Uhr

Wo bitte bekommt man einen so hohen Kredit wenn man 1300€ netto hat ? Diese Kalkulation kann ja nicht stimmen.....da hättet ihr ja 800€ im Monat zum leben und da darf nichts kommen. Zumal Du auch noch schwanger bist Und dann 480€ Miete ? Also irgendwas kann an der Geschichten nicht stimmen

Beitrag von windsbraut69 - 28.12.10 - 10:41 Uhr

Ich denke, sie hat nach Abschluß des neuen Kreditvertrages gekündigt...

Beitrag von woodgo - 27.12.10 - 19:01 Uhr

Hallo,

Anwalt suchen und gegen die Kündigung klagen, also da kann man doch selber drauf kommen#klatsch

LG

Beitrag von vwpassat - 27.12.10 - 19:07 Uhr

Wird wohl zu spät sein.

Wenn sie schon keine Ahnung haben, hätten sie sich wenigstens eher um Hilfe bemühen können.


Aber erstmal Wohnung suchen und Weihnachten feiern, während die Existenz den Bach runtergeht.

Beitrag von windsbraut69 - 28.12.10 - 10:41 Uhr

Dürfte zu spät sein, wenn die Kündigung Anfang Dezember kam...

Beitrag von zwiebelchen1977 - 27.12.10 - 19:21 Uhr

Hallo

Also 1300 als gutes Einkommen als Familienvater ist ja lachhaft. Das habe ich mit keiner vollen Stelle alleine verdient

Wenn mein Mann so weinig verdient hätte, hätte ich noch kein KInd geplnat und schon gar nicht meinen Job gekündigt.

In die Situation habt ihr euch selber gebracht.

Bianca

Beitrag von zwillinge2005 - 27.12.10 - 19:28 Uhr

Hallo,

war die Kündigung denn zulässig?

LG, Andrea

Beitrag von sassi31 - 27.12.10 - 20:10 Uhr

Hallo,

wenn es sich exakt so zugetragen hat, wie die TE schreibt, war die Kündigung sicher nicht zulässig. Aber dann muss man auch rechtzeitig Kündigungsschutzklage einreichen und es klingt nicht so, als wäre das gemacht worden.

Gruß
Sassi

Beitrag von zwillinge2005 - 27.12.10 - 21:40 Uhr

Hallo Sassi,

meine Frage war auch eher rhetorisch. Aber der TE scheint es die Sprache verschlagen zu haben..... Ist doch eher fraglich, ob sich die Geschichte wirklich so zugetragen hat.

LG, Andrea

Beitrag von sassi31 - 28.12.10 - 23:54 Uhr

Hallo Andrea,

das ist doch meistens so. Kommen Antworten, die den TE nicht gefallen, wird halt einfach nicht mehr reagiert. Oder aber sie werden pampig und ausfallend.

LG
Sassi

Beitrag von windsbraut69 - 28.12.10 - 10:34 Uhr

"Natürliche" Reaktion auf eine unberechtfertigte und formell nicht wirksame Kündigung wäre nicht der Gang zum Arbeitsamt gewesen, sondern der zum Anwalt/Gericht!

Gruß,

W