hat jemand Erfahrung mit "Schönlein Henoch" ?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von lena2912 01.01.11 - 13:02 Uhr


Als erstes wünsche ich Euch allen "Ein frohes neues Jahr" !!!

Si, nun zu meiner Frage.

Bei unserem Sohn wurde vor einiger Zeit oben genannte Krankheit diagnostiziert. Gott sei dank hatte er nur eine ganz schwache Form dieser Krankheit. Es hat auch nicht all zu lange gedauert (8 Wochen) bis es endlich wieder weg war.

Nun wollte ich mal wissen, ob es wieder kommen kann? Oder besteht eine Immunität, wenn es einmal durchgemacht wurde?

Durch die große Sorge zu der Zeit habe ich diese Frage vergessen unserer Kinderärztin zu stellen, momentan ist sie im Urlaub!

Kennt sich jemand aus?

Ganz liebe Grüße
Lena

Beitrag von polarsternchen 01.01.11 - 14:32 Uhr

Hallo Lena,

Du weisst ja bestimmt, dass es sich bei Schönlein Henoch um eine Autoimmunerkrankung handelt, welche Ursachen noch nicht geklärt sind! Auch nach Jahren kann es zu einem Rezidiv kommen! Schulmedizinisch werden nur die Symptome behandelt, aus diesem Grund rate ich Dir, begleitend einen erfahrenen Heilpraktiker aufzusuchen, um die Ursache zu finden. Diese können u.a. Viren, Lebensmittelunverträglichkeiten und auch Impfungen sein! Ich kopiere Dir hier mal einen Text rein:

Vermutlich wird die Purpura Schönlein-Henoch durch eine so genannte Immunkomplexablagerung ausgelöst. Immunkomplexe werden gebildet, wenn bestimmte körpereigene oder körperfremde Eiweisse, Antigene genannt, mit dem Immunsystem des Körpers reagieren und sich zu grösseren Einheiten zusammenballen. Ihre Ablagerung in Gefässen und Organen, beispielsweise in der Niere, lösen die Krankheitssymptome der Purpura Schönlein-Henoch aus.
Die auslösenden Antigene treten meist im Zusammenhang mit einer Infektion des oberen Atemtraktes in den Körper über. Seltener gelangen sie als Bestandteile von Medikamenten, Nahrungsmitteln, Insektenstichen oder Impfstoffen in den Körper und werden vom Immunsystem als körperfremd erkannt. Deshalb beginnt anschliessend eine Abwehrreaktion mit der Bildung von Immunkomplexen.

LG und ein gesundes und glückliches neues Jahr!

Beitrag von lena2912 01.01.11 - 21:39 Uhr

lieben Dank für Deine Antowort.

Ja, wir sind sowieso bei einer anthoprosophischer Kinderärztin, die vorzugsweise homöopathisch behandelt.

Da sie gerade im Urlaub ist, steht es momentan still. Der nächste Termin steht aber und meine Frage hat mich doch schon interessiert, konnte nicht warten :-)

Danke nochmal und einen lieben Gruß
Lena

Beitrag von kajulju 01.01.11 - 17:55 Uhr

hallo, leider kann es immer wieder kommen. Jamie hatte eine schwere Form mit inneren Blutungen und stationärer Behandlung. Er hatte vier Rückfälle in 3 Monaten, aber seitdem er beim Heilpraktiker homöopathisch behandelt wird, kam kein neuer Schub mehr zum Glück.
Es kann, muss aber keinen neuen Schub geben. Ich wünsche euch viel Glück, aber immun wird man leider nicht dagegen.
LG,
Kathi

Beitrag von lena2912 01.01.11 - 21:43 Uhr

Danke für Deine Antwort....

habe gehofft, daß sie anders aussieht :-)

Wir sind bei einer anthoprosophischen Kinderärztin, sie behandelt vorzugsweise homöopathisch. Der nächste Termin steht und wir werden weiter schauen. Leider ist dieses Thema ja nicht mal eben geklärt.
Ich hoffe bei euch ist es mittlerweile überstanden?

Wie sah denn bei euch die Behandlung aus? Wie wurde es diagnostiziert?

Danke nochmal,

lieben Gruß
Lena

Beitrag von kajulju 01.01.11 - 22:06 Uhr

Hallo Lena,
es ist zum Glück jetzt schon fast 1 Jahr her, da war mein Sohn fast 4. Jamie konnte auf einmal ohne Vorwarnung nicht mehr stehen oder laufen, kurz danach kamen riesen Flecke an Beinen und Po, sah aus wie draufgeschlagen und sie wurden immer größer. Er schrie nur noch und konnte auch keine Hose o. ä. ertragen. Haben ihn dann in Unterhose ins Auto gesetzt, das sitzen war schon schlimm. Im Krankenhaus kam ein Arzt nach dem anderen ins Zimmer, einer redete was von Autoimmunerkrankung und verschwand bis die Chefärztin kam. Ich dachte mein Kind stirbt, das war so schlimm, ich muss beim Gedanken daran noch fast weinen. Er wurde dann stationär aufgenommen, weil er so starke Einblutungen hatte (alle fast so groß wie meine Hand) und erst wurde nur beobachtet und Schmerzmittel gegeben. Nach 2 Tagen kamen Bauchschmerzen und Blut im Stuhl dazu, was ja arg gefährlich werden kann. Deshalb bekam er hoch dosiertes Kortison, was später langsam runter dosiert wurde. Er bekam zusätzlich alle 5 Stunden Schmerzmittel und immer wenn die wirkten, wollte er rum toben, ging ihm dann ja gut und davon wurde es wieder schlimmer - dieses ihn halbwegs ruhig halten war fast am schlimmsten. Wir waren ca. 1 Woche im Krankenhaus und er ca. 2 Monate nicht in der Kita. Sollte sich schonen.
Aber er bekam trotzdem immer wieder neue Schübe, zum Glück mit aber immer kleineren Flecken und ohne Blut im Stuhl. Der letzte Schub tat ihm nicht mal mehr weh, da waren nur noch Punkte da.
Wurde dann so langsam besser. Ich habe aber dann noch 8 Monate Urin kontrolliert, weil es wohl häufig auf die Nieren geht und ich werde immer noch panisch, wenn ihm die Beine o. a. weh tun. Aber toitoitoi bisher scheint es weg zu sein. Und ich hoffe für immer. Dieses sehr starke Auftreten von Sch.-Hennoch wie bei Jamie ist aber wohl selten, also mach dir keine Sorgen und googel bloß nicht so viel, das hat mich damals ganz irre gemacht.

Was war denn bei euch?Nur Flecken?

LG,
Kathi

Beitrag von lena2912 01.01.11 - 22:41 Uhr

Hi Kathi,

mein Gott, der arme Kerl.
Wie gut, daß er bis jetzt Ruhe hat und ich wünsche euch, daß es auch nicht wieder kommen wird.
Mein Kleiner (2 Jahre) hatte wirklich das Glück, daß er nur eine ganz leichte Form hatte. Die Flecken waren nicht so groß wie Du es beschrieben hast, nach den Fotos, die ich bei google gesehen habe konnte ich es aber auch beurteilen. Er hatte auch zum Glück keine großen Probleme mit der Muskelschwäche.
Urin wurde schon untersucht, war zum Glück auch alles ok.

Ich fand es bei ihm schon schlimm, er ist noch so klein.....trotz das es nicht so schlimm war wie bei anderen. Ich hoffe nur, daß es das war und er damit nichts mehr zu tun haben wird.

Ich drücke euch auch die Daumen.

Danke Dir nochmal, lieben Gruß
Lena

Beitrag von doreenni 24.05.11 - 18:08 Uhr

Hallo Lena,
erstmal glückwunsch das dein sohn die schwächere Form hatte.
Ich selber bin nun 28 Jahre alt und hatte als siebenjährige diese Krankheit aber allerdings die schwere Form ich lag wochen lang im Krankenhaus Kinderklinik mit sogar Intensivstation mit kurzzeitigem Koma!
Da es bei mir noch eher eine unübliche Krankheit war wusste in den 90gern noch kaum ein Arzt woher es kommt und wie es verläuft.
Nun ja ich hatte soweit alles durch was die Krankheit mit sich bringen kann siehe unter Wikepedia allerdings kann ich dich beruhigen das es nicht wieder kam...
das einzige was ich seither habe ist das mir je nach wetterlage die Gelenke weh tun..aber das haben ja viele ;-)
Also ich hoffe das es nicht wieder vorkommt bei euch und wünsche dir und deinem Sohn weiterhin alles Gute...
lg Doreen

Beitrag von doreenni 24.05.11 - 18:10 Uhr

ich meinte natürlich nicht die schwere form hatte!!!!