Wir halten dieses Gekreische nicht mehr aus...

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von lilith78 01.01.11 - 14:42 Uhr

...

unser sohn (3,5) ist nur noch am "Kreischen".
Egal, was passiert: unser Großer schaltet die Sirene an.
Etwas klappt nicht, etwas läuft nicht nach seinen Willen (und sein wille ist momentan grundsätzlich ein anderer als unserer...), er stolpert, haut sich an...
es ist dann kein weinen, sondern ein nervenaufreibendes lautes Kreischen.

Frustratinstoleranz geht bei unserem Sohn gen null.
Sobald etwas anstrengend wird geht das Genöle los.
Egal was wir ihm sagen, er möchte das Gegenteil.
Er ist nur noch am einfordern - letzthin ist er mir im supermarkt amok gelaufen: "Ich will noch mehr Geld, ich will noch etwas kaufen..."

Wir haben das Gefühl, gar keine schöne Zeit mehr mit ihm verbringen zu können.
Egal was man ihm gutes tut, er will immer mehr, mehr, mehr.

Seine wutanfälle gehen soweit, dass er eine halbe Stunde lang schreit wie am Spieß - und da ist es egal, wir ihn auf dem Schoß haben, um ihn zu beruhigen, oder er auf sein Zimmer geschickt wurde - er rastet einfach aus und ist nicht mehr ansprechbar ...

Wir sind ratlos und frustriert, weil wir das Gefühl haben nur noch falsch zu reagieren und alle - auch unser Sohn - leiden schrecklich unter der situation :-(

Gibt es eine Lösung???

Prost neujahr,

Lilith

Beitrag von momplonoel 01.01.11 - 15:09 Uhr

Hallo,das hört in der Tat sehr,sehr anstrengend an#schwitz

Ich denke,es liegt einfach an diesem "doofen"Alter.Mein Kleiner ist auch ca.3,5 und macht dafür den ganzen Tag Blödsinn.Rennt oft die Wohnung,stiftet meinen Großen mit an,weint sehr schnell...Da müssen wir wohl durch.

Am Donnerstag war ich noch mit meinen beiden was einkaufen.Da ist uns 2x ein Junge aufgefallen,der sich einfach mitten in der Fußgängerzone auf den Boden warf und schrecklich schrie.Er wollte getragen werden...Seine Mutter stand ratlos daneben.

Du siehst-es geht Dir nicht alleine so.Und spätestens in einem halben Jahr ist diese Quickphase auch vorbei.

LG Mompi

Beitrag von schnuffel06 01.01.11 - 16:22 Uhr

Hallo

meine Maus ist jetzt 2,5 Jahre. Wir hatten diese Phase auch schon. Besonders die mit den Wutanfällen. In solchen Momenten war sie nicht ansprechbar. Wie ein anderes Kind. Gott sei dank waren diese Anfälle bisher nur zu Hause#schwitz. Sie kann sich schon ziemlich gut ausdrücken. Da kamen Sprüche wie: ich hau ab#schock, geh weg, lass mich in ruhe. Meist ging es um Kleinigkeiten. Sie konnte richtig ausrasten. Habe damals in meinen Club auch nachgefragt, was ich machen soll. Bei uns kam hinzu das alles nur ich machen durfte. Papa war total abgeschrieben. Bzw. wenn er doch was machen wollte, hat sie gebrüllt, als würde man sie umbringen. Es war richtig nervig.
Tja was haben wir gemacht? Ich habe versucht, viele Dinge dann doch selber zu machen. Also in der Zeit habe ich sie ins Bett gebracht, Bücher vorgelesen usw.
Wenn sie einen Bock hatte, habe ich sie links liegen lassen. In dem Moment konnte man eh soviel reden wie man wollte, wurde eher schlimmer. Ich habe ihr klipp und klar gesagt, das sie so ihren Willen nicht bekommt. Ab und an habe ich sie ins Zimmer geschickt. Ich habe ihr mal ein kleines Kissen gegeben und ihr gesagt, wenn sie ganz doll wütend ist, darf sie das auf den Boden hauen. So habe ich ihr ein Ventil gegeben sich abzureagieren. Wenn ich das Gefühl hatte, sie hat sich beruhigt, bin ich rein ins Zimmer und habe sie in den Arm genommen und mit ihr über den "Anfall" gesprochen. Habe ihr oft gesagt, das ich verstehen kann, das sie gerade wütend ist. Aber man so nicht weiter kommt. Meist hat sie es verstanden.
Die Phase hat von alleine aufgehört. Ich denke du kannst ihn nur begleiten, ein Rezept gibt es dafür nicht. Und immer wenn ich dachte, jetzt geht gar nichts mehr, hat es aufgehört. Also meisten nachdem ich hier um Rat gefragt habe.;-)

Beitrag von -0815- 01.01.11 - 18:33 Uhr

Durchhalten. Er lernt gerade mit Frust umzugehen.


Versuche ihn zu unterstützen. In die Knie gehen, ihm erklären. Nicht irgendwelche Ausreden oder ein "geht jetzt nicht basta", sondern erklären.

Beitrag von erstes-huhn 01.01.11 - 19:48 Uhr

Ich würde ihm erklären, das es sich ja durchaus ärgern darf, aber ohne dieses Gekreische. Das geht auch anders.

Vielleicht eine Liste machen mit Geärgert, aber nicht geschrieen, da gibt es einen Aufkleber, bei xx Aufkleber gibts eine Kleinigkeit, oder 10min fernsehen oder so.

Ansonsten ist das auch eine Phase, die irgendwann ein Ende hat und umso mehr ihr darauf reagiert, umso länger wird diese Phase anhalten.

Dicke Nerven.