So jetzt gehöre ich wohl auch dazu!

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von 19prinzess87 01.01.11 - 16:03 Uhr

Hallo ihr Lieben,

mein Freund und ich haben uns jetzt getrennt. Nun stehe ich da. Meine Tochter wird 2 ich arbeite 50% im Krankenhaus und würde gern wissen in welcher Form ich Unterstützung bekommen kann. Das Geld reicht trotz Unterhalt leider nicht aus.

Lg Alena

Beitrag von kleine-georgie 01.01.11 - 16:14 Uhr

Du meinst sicherlich FINANZIELLE Unterstützung....

Ich muss gerade daran denken, wie unsere Eltern/Großeltern es früher hinbekommen haben, wenn es so mal was passiert ist.... #kratz Wenn man bedenke, dass oftmals noch nicht mal Verständnis oder Akzeptanz zu der Situation da war. Geld musste man früher, in ganzen alten Zeiten, sich selbst verdienen...

Heute zu Tage wird als erstes nach Geld gejämmert: So Trennung. Gehöre dazu. Wo gibt es geld?

Hab ich was falsch gelesen? In was für eine Welt bin ich gelandet? Was für Werte sollen den Kindern vermittelt werden?!

Kind ist zwei also Kinderbetreuung gesichert. Wirtschaftskrise überwunden. Man spricht von Vollbeschäftigung und Fachkräftemangel. Warum also nicht selbst eine Vollzeitstelle annehmen?! Was spricht denn dagegen?

Ich kann es echt nicht nachvollziehen. Ehrlich nicht. #gruebel

Beitrag von 19prinzess87 01.01.11 - 16:25 Uhr

Also ich bin bestimmt kein Mensch der nur auf das Geld aus ist aber ohne geht es nun mal nicht oder? Das ist ja das SCHLIMME. Ich hab seit dem sie 8 Wochen ist gearbeitet anfangs voll und seit einem Jahr halb. Und ich will mein Kind nicht ständig abgeben dafür hätte ich sie ja nicht bekommen müssen. Es geht mir nur darum das es ihr gut geht das sie genug zu essen hat und vernünftige Kleidung und ab und zu ein Ausflug drinnen ist. Ich verstehe dich echt nicht! Wir leben nun mal in einem Zeitalter wo GELD alles regiert!!!

Beitrag von kleine-georgie 02.01.11 - 09:26 Uhr

Es tut mir leid, dass ich so direkt war. ICH lebe auch in einer Welt, wo das Geld die Oberhand hat, doch ich sehe es nicht zu, dass nur weil es so ist, ich mich dem unterwerfen muss.

Dein Kind wird mehr brauchen als nur Geld und Klammotten. Ich kann verstehen, wenn Du sagst, Du hast ein Kind auf die Welt gebracht nicht um es bei anderen unterzubringen. Die Sache ist aber nun mal so, dass die Dinge nicht mehr so sind, wie zur Geburt Deines Kindes waren. Vorher mag alles so gewesen sein, wie Du es Dir gewünscht hast. Jetzt geht aber Dein Partner. Und spätestens jetzt müsstest Du die Kraft finden alleine damit zu Recht zu kommen.

Alg II, Wohngeld & Co... hast Du schon mal gehört und gelesen wieviele sich darüber beschwerden mit welchen Hürden etc. das verbunden ist? Hast Du Dir (und ich meine nicht nur Du, sondern uns allen) Gedanken darüber gemacht, dass wir die Kraft vielleicht in Arbeit investieren können, statt mit Behördengängen und damit verbundenen Enttäuschungen, etc?

Kein JobCenter oder ArGE wird Dir einfach so da Geld geben. Die werden genau das von Dir erwarten was ich Dir geschrieben habe: Kind in den Kindergarten abgeben und Vollzeitjob suchen.

Warum also das Risiko eigehen, sich evtl. einer negativen Erfahrung mit den Behörden aussetzen bzw. sich schon wieder unterwerfen, wenn Du so oder so das gleiche tun muss?

Was machst Du, wenn Du nicht mitspielst wie die Behörden es sich wünschen (was nicht so unoft vorkommt) und sie Dir als Strafe das Geld kürzen? Dann stehst Du schon wieder da und hast schon wieder das Geldproblem.

Ich wollte niemanden beleidigen und ich war gestern etwas rebelisch, ich gebe es zu. Es ist aber so, dass ich so ziemlich oft Fälle mitbekomme, die so enden, wie keiner es wollte und die Behörden sind aus meiner Sicht nicht immer die Lösung.

P.S Eltern und Großeltern haben ihre Kinder auch nicht auf die Welt gebracht um sie den Krieg auszusetzen. Was ich damit sagen will: als Eltern muss man mit den Umständen leben wie sie sind. Man braucht nicht die Schuld auf sich zu nehmen, wenn man sich um das Beste für das Kind bemüht hat. Ob "Hartz IV" in der Situation des Einzeln das Beste ist, möge bitte sich jeder Gedanken darüber machen. Meine Meinung habe ich und sie sieht nicht in jedem Fall gleich aus.

Beitrag von kleine-georgie 02.01.11 - 09:33 Uhr

Ach ja, noch eine Kleinigkeit: das Aufgaben eines Jobs innerhalb des Umkreises von 2 Std. Fahrtweg (hin und zurück; bei Teilzeitjob) wird bei den Behörden nicht als "wichtiger Grund" anerkannt. Es wird in der Regel mit Geldkürzung bestraft.

30 km müssten als Minimum drin sein, wenn Du nicht gerade in den Bergen wohnst.
Je nachdem, wie gut oder schlecht Arbeitsplätze in Deinem Beruf angeboten werden, wird die Behörde von Dir erwarten, dass Du den Suchumkreis sogar erweiterst.

Überleg es Dir gut, ob die Entscheidung, Dein Job auszugeben die richtige ist.

Hier bei uns sind 2,5 Stunden Fahrt alltägliches. Oft auch mehr. Ich zum Beispiel muss quer durch Deutschland. Mir werden die Fahrtkosten seitens des AG teilweise erstattet. Aber auch ich musste die Zeit mit meiner Familie opfern um genug auf den Tisch zu haben.

Beitrag von manavgat 01.01.11 - 16:55 Uhr

Du hast auch Anspruch auf eigenen Unterhalt. Kläre das mit einer Anwältin, die den Unterhalt dann notfalls beitreibt.

Du kannst entweder ergänzesdes ALG2

oder

Wohngeld + Kindergeldzuschlag


beantragen.


oder Du stockst Deine Stunden auf.

Kinderbetreuung muss der KV mindestens zur Hälfte übernehmen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von 19prinzess87 01.01.11 - 19:21 Uhr

Ich hab überlegt einen 400 Euro job noch zusätzlich zu machen da meine Arbeit 30 km weit weg ist und es sich nicht lohnt dort mehr zu arbeiten. Ich werde nächste Woche zu einer Beratungsstelle gehen und hoffen, dass ich wenigstens einen kleinen Zuschuss bekomme.
Danke
Lg

Beitrag von manavgat 02.01.11 - 10:20 Uhr

Wenn Du soziale Hilfen beantragen kannst, dann würde ich das zur Zeit - in bezug auf das Alter Deines Kindes nicht machen.

Du musst arbeiten, Fahrzeit + Pausen bist Du auch nicht zuhause. Hinzu kommt der Haushalt und ein Kind, das Mama braucht. Es gibt genug Mütter, die völlig ausgebrannt sind.

Gruß

Manavgat