Mache mir Sorgen wg. Essverhalten meiner Tochter!

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von missmind 01.01.11 - 21:58 Uhr

Guten Abend und ein frohes neues Jahr!

Schon seit langem mache ich mir oft Gedanken um das Essverhalten meiner Tochter. Erst jetzt schlägt es in Sorge um nachdem ich gerade mit meiner Mama telefoniert habe. Lara hat von gestern auf heute bei meinen Eltern geschlafen und auch meiner Mama ist es aufgefallen. Sie ist einfach soooooo wenig.

Beispiel:

Heute morgen beim Frühstück. Sie beißt zweimal ins Wurstbrötchen, sagt dann ich mag nicht mehr. (Das ist hier auch immer morgens so) Bei meinen Eltern heute morgen hat sie etwas merkwürdiges gesagt: "Jetzt tut der Bauch weh, wenn der Bauch nicht mehr weh tut kann ich wieder essen". #kratz Das hat sie bei mir noch nie gesagt... Vielleicht sollte ich das mal abklären lassen.

Jedenfalls hat sie mittags NICHTS gegessen, nachmittags einen Joghurt und heute abend eine halbe Wurst. Meines Erachtens viiiiiieeeeel zu wenig, aber ich kann sie ja auch nciht zwingen.

Sie wird im März 3 Jahre alt, ist 86 cm groß und wiegt 11 kg. Sie ist total quirlig, aktiv und schläft nachts 12-14 Stunden, dafür mittags nicht mehr. Alles in allem ein ganz normales Kind dass allerdings seeeehr wenig isst.

Würdet ihr zum KiA gehen? Hab Bedenken dass er mich wieder wegschickt mit der Begründung, sie spielt normal, geht normal zum Kiga, was soll sie haben?

#danke

LG

Beitrag von mellimausie 01.01.11 - 22:14 Uhr

Huhu,

also meine Maus wird im Mai 3 und ist 8 cm größer als Deine und wiegt genauso. Ich mache mir auch manchmal Sorgen, wie sie isst, denn es is eigentlich genauso wie bei dir. Aber es geht ihr gut. Ich mache es halt so, dass ich ihr dann als Zwischenmahlzeit Obst hinstelle und sie sich selber bedienen kann, damit wenigstens dass Wenige was sie isst, nahrhaft ist. Und dass sie gut trinkt, darauf achte ich auch.

Und was sie manchmal sagen, muss man nicht auf die Goldwaage legen. Leni hat auch oft "Bauchweh". Und wenn ich frage, ob ich mal pusten soll oder massieren, ist es auch meistens schon weg.

Ich glaube, es gibt sehr viele Kinder, die schlechte Esser sind. Wenns nach Leni gehen würde, würde eh nur Schokolade und Gummibärchen auf dem Tisch stehen.

Gruß
Melanie

Beitrag von pollerkermit 01.01.11 - 22:17 Uhr

Hallo,
natürlich würde ich immer grundsätzlich abklären lassen, ob aus ärztlicher Sicht alles ok ist....

Unsere Maus isst aber auch so wenig. Unser Arzt sieht das ganz entspannt. Er sagt bei einem ausreichenden und abwechslungsreichem Nahrungsangebot sei noch kein Kind verhungert!

Das hat mir geholfen, etwas zu entspannen.
Aber oft machen mich auch meine Eltern verrückt. Meine Kids sind aufgrund meiner Berufstätigkeit öfters dort und meine Eltern sind auch der Meinung, dass "das Kind doch was essen muss"! Sie bieten ihr dann alles mögliche zu Essen an, bis sie irgendetwas zu sich nimmt:-[, zur Not wird sie bestochen (Süßigkeiten, Fernsehgeschichte...)!!!

Das gibt es bei uns nicht.
Ich versuche schon, die Dinge zu kochen, die sie auch mag, aber dann isst sie, oder halt auch nicht....sie hat im Kiga z.B. nie ihr Brot gegessen, nun nimmt sie einen Apfel mit. Das klappt. Brot morgens mag sie auch nicht, also gibts Müsli.
So fahren wir einigermaßen gut.
Auch wenn sich essenstechnisch viel nach ihr richtet. Aber ich selber war früher auch kein guter Esser und esse heute fast alles.

LG
Doro

Beitrag von julia_25 01.01.11 - 22:33 Uhr

uih!

meine wird im feb 2 und ist 86 cm und wiegt 13 kg....#kratz

aber mal zu dir, ich find auch dass das sich sehr wenig anhört. wenn ich bedenke was meine futtert.

frag doch einfach deinen kia


julia

Beitrag von zahnweh 02.01.11 - 02:21 Uhr

Hallo,

zum KiA würde ich nur, wegen der Bauchschmerzen. Alles andere: lass sie wie sie is(s)t

Meine (3) hatte ca. 90 cm mit 11 kg. Das Gewicht hielt sie sehr lange. Egal was sie gegessen hat. Kinderarzt war sehr zu frieden, weil sie sich prima entwickelt und fit ist. Inzwischen wiegt sie 14 kg bei 93 cm. Den zwei-Kilo-Schub machte sie in einer ein-Löffelchen-Phase (innerhalb von zwei Wochen zwei Kilo drauf, aber nicht gewachsen in der Zeit).

Sie hat Phasen, da isst sie bei drei Mahlzeiten max zwei Löffelchen. und Phasen, da isst sie bei fünf Mahlzeiten drei Erwachsenenportionen. Ich lasse sie, weil sie selbst am Besten weiß, wie viel Hunger sie hat.


"Jedenfalls hat sie mittags NICHTS gegessen, nachmittags einen Joghurt und heute abend eine halbe Wurst. Meines Erachtens viiiiiieeeeel zu wenig, aber ich kann sie ja auch nciht zwingen."


Zwingen kann dazu führen, dass sie das Essen ganz verweigert...
oder noch weniger essen.

Deines Erachtens... mal abgesehen vom Bauchweh, das ich wie gesagt, abklären lassen würde, weiß SIE am Besten, wie viel und wie wenig sie braucht.

Ob du es glaubst oder nicht. Bis ich ca. 8 Jahre alt war kam ich mit etwa 1 Bissen Butterbrot bis zum Nachmittag aus. Da zwei Löffel vom Mittagessen (wenn überhaupt) und abends vllt. noch mal ein Bissen.
Ja, ich war klein, ich war sehr leicht, aber ich war top fit
ABER das glaubte mir keiner. JEDER achtete auf JEDEN Bissen
"das kann doch nicht alles sein" "probier doch noch mal" "noch ein Bisschen" "beiß noch einmal" "du isst wie ein Spatz" ... jede Bewegung bei Tisch wurde genau beobachtet ob ich auch wirklich nicht zu wenig essen würde. War ich satt, wurde auf mich eingeredet. Aß ich mal eine halbe Scheibe Brot, wurde gejubelt und gleichzeitig wieder kommentiert #schock#heul
ich hab es gehasst. Später hab ich den Erwachsenen einen Gefallen getan, brav gegessen und ging in die Breite. Natürlich wieder nicht recht.

Lust am Essen oder Appetit hatte ich schon ewig nicht mehr.

Irgendwann ging ich dazu über, wieder so zu essen, wie ich Hunger habe. Mal reicht mir eine Scheibe Brot am Morgen bis zum späten Nachmittag. Mal esse ich 3 Portionen und noch Nachtisch.
Ich esse exakt so viel, wie mein Bauch verträgt. Am liebsten sehr kleine Portionen gut über den Tag verteilt. ....

außer jemand kommentiert oder verfolgt meine Gabelbewegung mit den Blicken. Dann lass ich alles stehen und gehe. JEDER meint, ich würde zu wenig essen, wäre zu dünn (egal wie viel ich esse, ich nehme nicht zu), ich müsse dringend mehr essen, solle einen Kochkurs machen. aber im Grunde weiß ich selbst am Besten, wie viel mein Körper braucht. Es war ein langer Weg, bis ich mir dessen bewusst wurde. Meine Eltern haben es bis zuletzt nicht verstanden :-(

Von daher:
- schaffe eine ANGENEHME Atmophäre bei Tisch (kein Streit, keine Konflikte, keine kommentare oder Erbsenzählerei, ab und zu! was sie gerne isst, aber im Grunde nichts besonderes)
- gemeinsames Essen
- Essen sollte Freude machen. Nicht immer isst man mehr, wenn es einem gefällt. Aber wenn es einem nicht gefällt, kann das sehr schnell auf den Magen schlagen
- bedenke: bei Infekten aller Art (auch bei den noch nicht ausgebrüteten) kann die Menge stark sinken
- traue ihr zu, so viel zu essen wie sie braucht. Ggf. biete ihr an öfter kleinere Portionen zu essen. Meinem Kreislauf tut das sehr gut. Wenige große machen mich träge, schlapp und Übelkeit.

und ganz wichtig: lass das Bauchweh abklären

Beitrag von smr 02.01.11 - 11:34 Uhr

Hallo!
Ißt sie denn Süßigkeiten zwischendurch, sodaß sie vielleicht zu den Hauptmahlzeizen satt ist?
LG Sandra