Ich bin eifersüchtig auf mein eigenes Kind!

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Forum: Geburt & Wochenbett

Die Geburt deines Kindes rückt näher und es tauchen immer noch neue Fragen auf? Du hast gerade entbunden und ganz spezielle Fragen in dieser besonderen Situation? Hier ist der Ort für alle Fragen rund um Geburt und Wochenbett.

Beitrag von moechtegernmatka 01.01.11 - 23:07 Uhr

Hallo ihr Lieben,

ich hoffe es kann mir irgendjemand einen Ratschlag geben, denn ich weiss langsam echt nicht mehr was ich machen soll.

Bin vor 3 Wochen das erste Mal Mama geworden. Vier Jahre haben wir hart und mit vielen Tränen auf dieses Wunschkind hingearbeitet. Mein Mann und ich waren 7 Jahre unzertrennlich, haben alles zusammen gemacht und jeder um uns herum sah uns immer als das perfekte Liebespaar. Unsere Beziehung war so was besonderes, wir hatten keine Geheimnisse voreinander, konnten zusammen lachen und weinen. Ich dachte immer ein Baby würde unserer Liebe die Krone aufsetzen.

Nun sitze ich hier und verstehe die Welt nicht mehr. Jetzt bin ich Mutter und nichts fühlt sich so an wie ich gedacht hatte es würde sich anfühlen. Stattdessen bin ich voller Traurigkeit, fühle mich fremd in meinem eigenen Haus, mein Mann ist mir fremd (er ist jetzt nur noch der Über-Vater) und mein eigenes Baby ist mir ebenfalls fremd. Ich tue mich so hart damit mich in die neue Rolle und Situation einzufinden. Ich habe das Gefühl unsere Partnerschaft ist jetzt zu Ende. Wir sind nur noch Mutter und Vater und es bleibt nichts Inniges mehr zwischen uns übrig. Wie kann das gehen? Eifersüchtig aufs eigene Baby sein? Ich fühle mich so schlecht und schäme mich dafür. Wird es sich je besser anfühlen? Ich liebe doch meinen Sohn - warum kann ich es nicht zeigen bzw. warum ist trotzdem noch alles so neu und so fremd?

Ging es jemandem ähnlich? Was geht nur mit mir ab?

LG,
Matka

Beitrag von claerchen81 01.01.11 - 23:34 Uhr

Hi,

sprich bitte mit deiner Hebamme oder deinem Hausarzt darüber. Die Ursache deiner Gefühle könnten in den Hormonen nach der Schwangerschaft begründet sein, in dem Chaos der ersten Tage mit Kind (man muss sich als Paar und Familie ganz neu finden, das dauert einfach ein paar Wochen). Es könnte sich aber auch um Wochenbettdepressionen handeln, die man behandeln kann.

Könnte. Es kann auch etwas anderes sein. Die Beschreibung eurer Beziehung lässt mich stutzig machen, ich finde es etwas "schwülstig" und unrealistisch. Vielleicht liegt es auch an dem "Fluch" eines erreichten Ziels, dass eure Sohn nun da ist. Das kann nur ein Profi - s.o. - sagen.

Fakt ist: du brauchst Hilfe, vielleicht auch ihr beide als Paar. Es ist schön Mutter bzw. eine Familie zu sein. Du hast das Recht, dies auch fühlen zu dürfen und man kann dir helfen dabei.

Gruß, C.

Beitrag von rabenschnabel 01.01.11 - 23:50 Uhr

Wochenbettdepressionen, Geduld, das vergeht und dann wird alles wunderschön und Du lachst über Deine jetztigen Gefühle...

Beitrag von maisonne05 02.01.11 - 03:18 Uhr

ich denke auch, dass das die Wohcenbettdepression sein könnte. aber versuch dennoch mal mit deiner Hebi oder so darüber zu sprechen. und auch deinem Mann solltest du sagen was dich bedrückt. ich weiß, es ist schwer, wenn afu einmal alles anders ist. unglaublich schön, aber anders. und es braucht eben seine Zeit, bis man sich an alles gewöhnt hat. da ist jeder anders.

auf alle Fälle: Glückwunsch zum Nachwuchs! und Kopf hoch, das wird wieder!

Beitrag von hippogreif 02.01.11 - 07:32 Uhr

Google mal nach "Baby-Blues", "Heultage" und "Wochenbettdepression". Für Deine Gefühle gibt es einen Namen. Ich kann Dir nur raten, die Sache ernst zu nehmen. Oft verschwinden diese Gefühle nach kurzer Zeit von allein, wenn Dein Körper die gewaltige Umstellung von "Nur-Frau" auf "Mutter" vollbracht hat. Aber eine richtige Wochenbettdepression ist sehr ernst zu nehmen und muß behandelt werden!!! Rede mit Deinem FA und Deiner Hebamme darüber. Da gibt es gar nichts, weswegen Du Dich schämen müßtest. Eine Wochenbettdepression ist eine bekannte Krankheit, die häufig bei Frauen auftritt nach der Geburt - sogar oft bei Frauen, die lange auf die Schwangerschaft warten mußten und/oder komplizierte Schwangerschaften/Geburten hatten.
Bitte nimm die Sache ernst und rede über Deine Gefühle und Deine Situation! Deine Hebi und Dein FA werden Dir helfen können.
Alles Gute.

Beitrag von hebigabi 02.01.11 - 07:46 Uhr

Du hast die gleiche heile Welt erwartet wie sie vorher war- mit Kind ist ALLES anders, auch eine Partnerschaft.

Man muss sich auch da erst mal viel Zeit geben bis sich alles neu arrangiert hat.

Sprich allerdings mit deiner Hebamme über deine Gefühle, ich habe so das leichte Gefühl, dass da nicht nur der Baby Blues sondern die gesteigerte Form dahinter stecken könnte und dann solltest du dir Hilfe holen.

Und ehrlich- du bist damit NICHT alleine nur frau redet nicht gerne darüber.

Ich hab immer wieder mal Frauen, die dann in Gesprächstherapie gehen und denen es super gut tut.

Nimm Unterstützungsangebote deiner Familie an, versuch nicht alles alleine zu managen und schau mal hier : http://www.schatten-und-licht.de/:

Liebe Grüße und alles Gute wünscht dir

Gabi

Beitrag von hebigabi 02.01.11 - 07:48 Uhr

http://www.schatten-und-licht.de/main.html

Der Link geht wegen dem blöden Doppelpunkt dahinter nicht

Gabi

Beitrag von ck78 02.01.11 - 13:43 Uhr

oh, der text hätte von mir sein können....
ich hab meinen mann die ersten 2-3 wochen als partner sehr vermisst und dachte ich übersteh das nicht...
aber kopf hoch,, das geht vorbei und dann is alles super schön...
Aber sprich mit deiner hebi drüber, könnte auch vom babyblues in die wochenbettdepression übergehen und das is weniger schön..

alles gute
liebe grüße natalie