nä wo. Polypen und Trommelfellschnitt OP - wie schlimm wirds?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von honey85 02.01.11 - 11:16 Uhr

hi mädels,

an die die es bereits hinter sich gebracht haben wie wird das nach der OP?
Ich kenne bisher nur unproblematische Fälle allerdings gabs bei meinem COusin (allerdings schon erwachsen) jetzt böse Komplikationen bei einer ähnlichen OP.

Wie ist das bei Kindern? Wie gings euren Mäusen?
Ich bin jetzt schon ganz hibbelig und am verzweifeln ehrlich gesagt.4
Haben einen kleinen Sohn vor gut 5 Wochen bekommen und mein Mann hat nur am Tag der OP frei. Was kommt auf mich zu? Wie gehts ihr nach OP direkt, wie krieg ic das dann hin mit meinen zweien?
Reicht es wenn nur ich mit zur OP geh oder muss sie dann zum AUto getragen werden? (ich darf nicht schwer heben momentan)

Könnt ihr mir bitte ein bisschen berichten und mir ein wenig Mut zusprechen??

Danke!
Schönen Sonntag!!

Beitrag von tragemama 02.01.11 - 11:24 Uhr

Hey :-)

Wir hatten die OP im Oktober, da war Kathrin genau 3 und die Kleine 1 Jahr alt. Wir hatten einen stationären Aufenthalt mit beiden Kindern geplant, aber Kathrin ging es nach der OP so gut, dass ich nach vier Stunden nach Hause gefahren bin. Sie ist völlig problemlos in die Narkose gekommen, ich habe sie selbst nach der ersten Medikation auf den OP-Tisch gelegt, dort wurde ihr ein Zugang in den Fuß gelegt und sie ist direkt eingeschlafen, dann bin ich rausgegangen. Ich bin dann frühstücken gegangen, nach einer dreiviertel Stunde haben sie mir Kathrin schlafend wieder gebracht, nach etwa einer weiteren Stunde ist sie dann richtig wach gewesen und wir sind auf Station gegangen - vier Stunden nach der OP wollte sie spielen, hatte keine Schmerzen, es hat nichts nachgeblutet - also sind wir heimgefahren. Der Schnitt hatte übrigens nicht gereicht, sie hatte Röhrchen erhalten müssen. Seitdem geht es ihr viel besser, sie hört viel besser und ist weniger krank, schnarcht auch kaum nocht. Sie hat zuhause am OP-Tag noch viel geschlafen, am nächsten Tag war sie fit wie ein Turnschuh :-)

Zum Auto musste ich sie schon tragen, das hätte sie noch nicht gepackt (ich hab sie im Ergo auf den Rücken genommen) .

AllesGute!
Andrea

Beitrag von tigerbaby1976 02.01.11 - 12:01 Uhr

Hallo,
das kommt auch auf Deine Nerven an. Ich hatte meinen damals 2jährigen auf dem Arm, als er die Narkose erhalten hat. Er ist weggesackt, das war sehr schlimm für mich, weil ich das nicht erwartet habe.
Die OP ging gefühlte 10 Minuten, wir durften dann sofort wieder zu ihm und er war schon am Wachwerden. Dabei durfte er nicht auf dem Rücken liegen und wir haben ihn zu zweit auf der Seite fixiert. Die Kleinen haben unglaubliche Kräfte. Er mußte dann was trinken und dann durften wir heim. Laufen konnte er danach nicht. Den Rest des Tages hat er viel geschlafen und zwischenduch ein Eis gegessen. Ein Tag später war er wie immer.
Ich würde Dir raten, dass Dein Mann mitgeht oder Du zuhasue bleibst mit dem kleinen Zwerg.
Alles GUte

Beitrag von cori0815 02.01.11 - 12:38 Uhr

hi Honey!

Keine Panik, es wird überhaupt nicht schlimm werden.

Mein Sohn hat bereits das dritte Mal Röhrchen bekommen, meine Kleine 1x. Meine Tochter war bei ihrer Röhrchen-OP nichtmal 2 Jahre alt, mein Sohn bei seiner ersten OP 2 Jahre und 3 Monate. Und beide haben alle Operationen sehr gut überstanden.
Deine Tochter ist 5 Jahre, oder? Dann wird sie zu Fuß zum Auto laufen können, nehme ich an :-)

Die sind wirklich hinterher vollkommen fit. Wenn mein Sohn aus der Narkose aufgewacht ist, sollte er ja immer noch liegen (und das haben wir natürlich auch durchgesetzt), aber wenn es nach ihm gegangen wäre, wäre er gleich wieder los gelaufen.

Nach 2 Stunden Ruhe nach der OP sind wir bei der letzten OP zu Fuß durchs ganze KH und dann ins Auto gegangen. 9 Uhr operiert, 10 Uhr wieder zurück auf die Tagesklinik-Station, um 12 Uhr entlassen und nach Hause maschiert. Im Auto ist er zwar nochmal eingeschlafen (wie bis jetzt immer nach den OPs), aber zuhause wollte er nach dem MIttagessen am liebsten draußen mit dem Bobbycar fahren.

Nach der ersten OP (da wurden auch seine seeehr stark gewuchterten Polypen entfernt) abends Halsschmerzen. Ich habe ihm eine Dosis Dolormin-Saft (Ibuprofen) gegeben, dann hat er 12 Stunden am Stück wie ein Baby geschlafen und war am nächsten Tag topfit.

Aber eines noch: wenn die Kinder aus der Narkose aufwachen, kann es sein, dass sie wie verrückt heulen, sich hin und her winden und wie von Sinnen sind. KEINE PANIK!!! Die Kinder haben KEINE Schmerzen (haben noch genug Schmerzmittel von der OP intus), sondern sie befinden sich sozusagen zwischen zwei Phasen des Schlafens/Aufwachens und hängen sozusagen fest wie eine Plattenspieler-Nadel zwischen zwei Rillen, wenn die Platte einen Kratzer hat. Meist ist das für Eltern ziemlich furchtbar, weil man so Sorge hat um das völlig durchgedrehte, schrill schreiende und um sich tretende und schlagende Kind. Aber das Kind ist wirklich nicht wach und schaut auch mehr oder weniger starr durch dich hindurch. Und es kann bis zu einer 3/4 Stunde vergehen, bis dieser Zustand aufhört. Meist schlafen die Kinder danach noch mal tief und fest ein oder sie dämmern nur kurz weg und wachen dann völlig gelöst danach auf.

Mein Sohn und meine Tochter hatten das beide beim ersten Mal. Mein Sohn ist nach 30 Minuten für weitere 2 Stunden eingeschlafen. Meiner Tochter haben sie kurzerhand nochmal das Narkosemittel (oder was auch immer) gegeben und sie noch in einen kurzen 15-minütigen Schlaf versetzt. Und als sie aufwachte, war alles okay.

Also lass dich bitte nicht verrückt machen. Nur viele Ärzte sagen das nicht vorher und meine Freundin (die das gleiche bei ihrem Sohn hatte) war total erschrocken und panisch. Vielleicht läuft es bei euch aber auch ohne diese "Endlosschleife" ab.

Geh davon aus, dass dein Mann den nächsten Tag wieder arbeiten kann. Klar braucht deine Tochter noch etwas Ruhe, aber du wirst sehen: sie ist schnell wieder die Alte.

Du kriegst sicher auch noch Instuktionen, was Lebensmittel angeht, die deine Tochter in den Tagen nach der OP meiden sollte (wg. Säuregehalt usw).


Lg
cori

Beitrag von schnuffel0101 02.01.11 - 12:54 Uhr

Das hatten wir auch nach Fabian´s letzter OP (Phimose). Das hat wirklich damit zu tun, ob sie schon weinend in die Narkose oder nicht. Nach so einer recht kurzen Narkose ist ja dann häufig, dass sie weinend aufwachen. Ich musste auch erst lernen, damit umzugehen. Da heisst es wirklich nur, ohne Ende beruhigen. Kann sein, muss aber nicht.

Beitrag von tragemama 02.01.11 - 13:17 Uhr

Wenn das Kind nicht durch die Nase oder die Ohren isst, braucht sie auf nichts aufzupassen...

Beitrag von cori0815 02.01.11 - 14:04 Uhr

Äh, ich hatte auch schon eine Polypen-OP und der Hals ist danach tatsächlich unter Umständen etwas gereizt am ersten Tag. Und es brennt dann schon, wenn man sich eine Orange oder Mandarine einverleibt. Darum würde ich vorsichtshalber einige Tipps, die dir die Ärzte mitgeben, doch besser beachten. Es geht ja niemand davon tot, einen Tag oder zwei Tage keine sehr säurehaltigen Produkte zu essen. Milch und milder Joghurt ging bei mir aber problemlos (obwohl bei meinem Sohn auch davor gewarnt wurde), und natürlich Eis, das rutscht immer.

Noch wichtiger ist das zugegebenermaßen bei Mandeloperationen.

LG
cori

Beitrag von schnuffel0101 02.01.11 - 12:50 Uhr

Bei uns war es recht harmlos. Das ganze hat ca. 15 Minuten gedauert, danach schlafen die Kids natürlich noch ein bisschen. Ok, jeder ist beim Aufwachen anders drauf. Einer ist unruhig, einer gar nicht. Das ist individuell unterschiedlich. Nach einer Stunde ungefähr sind wir wieder nach Hause gefahren, war ambulant gemacht worden. Fabian (damals 4) ist an meiner Hand gelaufen, war natürlich noch recht wackelig auf den Füssen. Such Dir auf jeden Fall einen Parkplatz in nächster Nähe. Ist auf jeden Fall von Vorteil.
Fabian hatte zu Hause noch 3 Tage Halsschmerzen und wir waren auch noch einmal ausserplanmässig zum Nachschauen. War aber alles harmlos und nach 3 Tagen hat der Arzt nochmal geguckt und war top zufrieden.
Im grossen und ganzen ist es keine dramatische OP. Kommt natürlich sehr auf Deine Nerven an ( ich hab vorher Baldrian genommen). Du wirst nämlich sehr wahrscheinlich bis zur Narkose dabei sein. Aber auch das kann man schaffen, auf jeden Fall.

Mach Dir nicht zu viele Gedanken, wie gesagt es ist nicht so schlimm.

Drücke Euch die Daumen.

Beitrag von sterni84 02.01.11 - 16:26 Uhr

Hallo!

Bei Leonie wurde diese OP vor genau einem Monat gemacht. Polypen raus und Paukenröhrchen rein. Die OP an sich hat 20 min gedauert, danach hat Leonie noch ca. 1,5 Stunden geschlafen. Als sie wach wurde, war sie direkt fit und gut zufrieden.

2 Stunden später durften wir nach Hause. Leonie ist selbst zum Auto gelaufen und war zuhause schon kaum noch zu bremsen.

Mach dich nicht verrückt - alles wird gut.

LG Lena

Beitrag von sandrinchen77 02.01.11 - 17:27 Uhr

Nabend,

also Tim hatte die OP 2009 mit 4 1/4, allerdings nur die Polypen. Wir haben das ambulant gemacht und sind als Familie gemeinsam hin, ich bin dann mit Julian der war dann damals 1 geblieben bis Tim wieder wach war und er musste dann bis Nachmittags um 3 drin bleiben zur Kontrolle, da war mein Mann die ganze Zeit bei ihm und dann durften wir wieder heim. Habe sie dann mit Julian abgeholt, denn es müssen, wenn du mit dem Auto fährst 2 Erwachsene sein, einer fährt und einer muß aufpassen auf das Kind, so haben die uns das damals gesagt. Soweit ging es ihm auch gut, wir haben ihn immer gefragt, ob er Schmerzen hat, aber er verneinte das und meinte immer nur Kratzen im Hals.... verkraftet hat er das super. Die Op war an einem Montag, mein Mann war auch nur Montags mnit da und dann den Rest der Woche arbeiten. So sollte er sich dann schonen, aber durfte alles machen und essen, der Arzt meinte, er hört von selbst auf, wenn er merkt, das es weh tut. Dienstags mußten wir dann noch mal in die HNO, da wurde nur geschaut wie es verheilt ist und Ende der Woche dann nochmal zur KIÄ.

LG Sandra