Ist es nachts wirklich noch Hunger?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von angelbabe1610 02.01.11 - 15:43 Uhr

Hallo zusammen und ein frohes neues Jahr :-)
Ich habe eine Frage: Nachdem unser Sohn etwa 6-8 Wochen beim Einschlalfen und nachts stundenlang geschrien hat trotz rumtragen und auch gar nicht an die Brust wollte ist es nun so, dass er super alleine einschläft (tagsüber wie nachts). Abends bekommt er um 20.00 seinen Milch-Getreide-Brei, dann wird er bettfertig gemacht, es folgt ein Ritual und um 21.00 liegt er spätestens im Bett und schläft auch recht schnell ein. Zwischen 1-2 und 4.30/5.30 wacht er auf und lässt sich nicht beruhigen. Tragen hilft nicht, sondern nur die Brust. Kann das wirklich hunger sein oder ist das mehr Beruhigung, weil er tagsüber mehr wahrnimmt, motorisch grade den Vierfüßler lernt oder evtl. kommen dioe nächsten Zähne. Abends läuft es bei uns immer gleich ab und die Tage sind auch nicht hektisch.
Ich frage deshalb, da er von der 12-24 Woche ca. 10 Std. durchschlief, danach zwischendurch wach wurde, aber der Schnuller reichte. Von Mitte Oktober bis Anfang Dezember war es dann nachts katastrophal, da die unteren beiden Schneidezähne durchbrachen, er operiert wurde, Krupphusten hatte etc :-(. Seitdem klappt es wie gesagt, mit dem Ein-, aber nicht mit dem Durchschlafen (bis auf eine Nacht mit 10 Stunden :-D). So wie es jetzt läuft, find ich es super - alles ist besser als die Zeit von Oktober bis Dezember, den da war es einfach nur ein Kampf. Jetzt trinkt er 2x nachts 2-3 Minütchen, ich lege ihn wieder hin, er dreht sich auf die Seite und schläft weiter. Ich bin halt nur unsicher, ob es hunger ist, denn ich möchte nicht, dass er sich zur Beruhigung an mir festsaugen muss :-D. Und es heißt ja immer, dass Babys ab dem 6. Monat theoretisch nachts nichts mehr brauchen. Naja, Theorie und Praxis ist ja immer was anderes :-D.
Ich bin auch deshalb do unsicher, da seine Essenzeiten tagsüber größere Abstände haben:
9.00 Stillen
13.00 Gemüse-Kartoffel-(Fleisch)-Brei
16.30/17.00: GOB
20.00: Milch-Getreide-Brei.
Zwischen 9-13.00 will Semih nichts essen. Er kam schon seit dem 4 Lebensmonaten nur noch alle 5 Stunden zum stillen und dann kamen wir nur auf 4 Mahlzeiten, ab und zu mal 5 am Tag. Aber da er gut zunimmt, sagten mir Hebi und Kiarzt es sei ok so.
Vielleicht könnt ihr da was zu sagen.
Danke im Voraus und noch einen schönen Tag #winke
Alexia und Semih (fast 9 Monate alt)

Beitrag von haruka80 02.01.11 - 15:48 Uhr

Huhu,

also unser Ki.Arzt sagte damals, 15 Monate wäre so die Grenze, wann man den Kindern nachts die Flasche/Milch abgewöhnen sollte. Mit nem Jahr brauchen Kinder keine Milch mehr nachts, das sei kein Hunger, er sagt den Müttern aber immer, dass sie dann versuchen sollen, die Milch/das Stillen nachts ab dem 1. Geb abzugewöhnen und Wasser anzubieten.

Mein Sohn hat bis zum 1. Geb. ganz unterschiedliche Schlafgewohnheiten gehabt, mal hat er 10 Wo durchgeschlafen, dann brauchte er nachts wieder 2 Flaschen. Eingependelt hat es sich tatsächlich mit 13-14 Monaten, als es so heiß war letzten Sommer, da hab ich ihm Wasser angeboten und seitdem reicht ihm nachts Wasser wenn er was möchte.

L.G.

Haruka

Beitrag von kathrincat 02.01.11 - 15:52 Uhr

bist zum 2 geb. ist nacht flasche normal, selbst später kommt es immer mal vor (kenne genug erwachse, die nachts aufstehen und was essen). den kind hört alleine damit auf wenn es nachts nichts mehr braucht.

Beitrag von marysa1705 02.01.11 - 16:50 Uhr

Hallo,

warum ist Hunger ein "legitimes" Bedürfnis, aber Nähe, Geborgenheit, Beruhigung, etc. nicht?
Weil es ein körperliches Bedürfnis ist?

Stillen stillt alle Bedürfnisse, Hunger ist nur eines davon.

LG Sabrina

Beitrag von angelbabe1610 02.01.11 - 17:06 Uhr

Ich habe nicht gesagt, dass Nähe, Geborgenheit und Liebe keine legitimen Bedürfnisse sind. Ich wollte nur wissen, ob es wirklich nur Hunger sein kann. Ich habe meinen Sohn 7 Monate voll gestillt und weiß daher sehr wohl, dass stillen nicht nur Hunger stillt. Ich möchte aber trotzdem nicht auf Dauer als Beruhigungssauger herhalten und ich denke, dass das auch legitim ist. Ich kuschel sehr viel mit meinem Sohn und schuckel ihn stundenlang nachts, wenn er es braucht. Und ich stille ihn auch, wenn er es braucht.

Beitrag von marysa1705 02.01.11 - 17:19 Uhr

Ach, hast Du nicht?

Warum dann die Frage, ob es WIRKLICH noch Hunger ist?
Wenn es Hunger wäre, DANN wäre es okay, aber wenn es kein Hunger ist, dann wollen wir ja schliesslich nicht "auf Dauer als Beruhigungssauger herhalten".
Wenn es Hunger ist, dann kann man das ja nun mal nicht abstellen, aber wenn es NUR das Bedürfnis nach Nähe ist, dann kann man das ja abstellen und lieber einen Ersatz suchen.

Warum diese Unterscheidung?

>>Und ich stille ihn auch, wenn er es braucht.<<

Wenn er es nicht mehr braucht, dann wird er ganz von alleine damit aufhören. Aber sicher nicht mit knapp 9 Monaten... ;-)

Beitrag von angelbabe1610 02.01.11 - 17:40 Uhr

Nein, ich habe das nicht gesagt. Ich werd jawohl wissen dürfen, ob es Hunger ist. Ich lege ihn an sooft er nachts will Und wenn es 10x wären, aber man wird ja wohl mal fragen dürfen. Ich lasse mir auf jeden Fall nicht unterstellen, dass ich die Bedürfnisse meines Söhnen nach Nähe und liebe nicht ernst nehme. Er kommt in unser Bett, wenn er allein nicht schlafen kann, ich trag ihn an meinem Körper etc. Ich wollte es nur wissen, da überallsteht und auch mein kiarzt sagt, dass ab 6 Monaten nachts nicht mehr gefüttert werden muss. Vielleicht hättet ihr ja auch andere Tipps für mich außer direkt anlegen.
Hättest du richtig gelesen, hättest du gesehen, dass hinter meinem Satz mit dem Bruhigungssauger ein ;-) ist, was ja darauf hindeutet, dass wenn es so wäre ok ist. Ich muss das aber nicht mehr haben, wenn er 2 ist, sondern finde, dass dann das Kind fähig sein sollte sich selbst zu beruhigen. Mit 9 Monaten wohl kaum.

Beitrag von marysa1705 02.01.11 - 17:55 Uhr

Woher soll denn bitte irgendeiner in einem Forum wissen, ob Dein Kind Hunger hat - wenn nicht mal DU als Mutter es weisst? ;-)

Dass Kinder nachts aufwachen und gestillt werden möchten, ist einfach natürlich. Prof. Dettwyler ist Anthropologin und beschreibt das hier recht gut:
http://www.uebersstillen.org/kdnotted.htm

Warum willst Du lieber auf das hören, was jemand in einem Forum oder ein Kinderarzt Dir sagt, als auf das, was Dein Baby Dir sagt bzw. zeigt. Wie gesagt, Dein Kind wird von ganz alleine damit aufhören, wenn es das nächtliche Stillen nicht mehr braucht.

>>Ich muss das aber nicht mehr haben, wenn er 2 ist, sondern finde, dass dann das Kind fähig sein sollte sich selbst zu beruhigen.<<

Tja, wenn DU das findest, dann ist das eine Sache. Aber vielleicht empfindet Dein Kind nicht so?
Und wenn Dein Kinderarzt Dir sagt, dass Dein Kind mit 1 Jahr nicht mehr so viel umarmt werden muss, weil es das rein körperlich für eine gute Entwicklung nicht mehr so dringend nötig hat?

Beitrag von angelbabe1610 02.01.11 - 18:46 Uhr

"Und wenn Dein Kinderarzt Dir sagt, dass Dein Kind mit 1 Jahr nicht mehr so viel umarmt werden muss, weil es das rein körperlich für eine gute Entwicklung nicht mehr so dringend nötig hat?"
Das ist ja totaler Quatsch.
Und würde ich auf meinen KIArzt hören, würde ich ihn nachts schon lange nicht mehr stillen - so einfach ist das. Tu ich aber, obwohl ich nicht sicher bin, ob er wirklich hungrig ist.

Beitrag von marysa1705 02.01.11 - 19:12 Uhr

Klar ist das Quatsch! Aber durch diese Übertreibung wollte ich Dir deutlich machen, dass es noch oft vorkommen wird, dass Dein Kinderarzt oder die Nachbarin oder die Verkäuferin im Supermarkt oder Deine Schwiegermutter oder oder oder dies oder jenes sagen wird.

DU musst aber auf Dein Kind hören und SEINE Bedürfnisse achten. Ob es nun Hunger hat oder einfach die Nähe beim Stillen braucht - solange das Kind das Stillen braucht, solltest Du es ihm geben.

Deutlich geworden?

Beitrag von schnee-weisschen 02.01.11 - 18:25 Uhr

Wenn Du seinen Bedürfnissen ohne Ausnahme nachkommen würdest, wäre es Dir völlig egal, aus welchem Grund er gerade stillen will.

Für mich hört sich das danach an, dass Du Ausreden dafür suchst, "das Ganze" nachts beenden zu können (weil es kein Hunger ist... da stopft man halt nen Schnuller rein, oder experimentiert mit Wasser-Fläschchen o.ä.)
"Der KA hat gesagt..."
Ich sch.... darauf, was der KA bezüglich der Bedürfnisse meines Kindes sagt, denn SO gut wie ich kennt es keiner.

Ich stille allerdings auch ein fast einjähriges Kind seit mehreren Wochen nachts ca. 4-5x.

Beitrag von angelbabe1610 02.01.11 - 18:42 Uhr

Ich suche keineswegs Ausreden, ihn nicht mehr zu stillen. Ich habe das Stillen immer genossen und tue es nach wie vor. Ich habe ja auch gefragt, ob es daran liegen kann, dass er so viel lernt zurzeit und deshalb nachts unruhiger ist und mehr Kuscheln will.
Auf die Idee, Wasser in ihn reinzuschütten bin ich übrigens noch nie gekommen.
Wenn er öfter kommen würde, wäre es halt so. Denkst du, ich würde ihn dann nicht mehr anlegen? Ich wollte nur wissen, ob es wirklich hunger ist oder ob andere Dinge auch in Betracht kommen.
Ich finde es aber immer schön, wie schnell einem hier was unterstellt wird Z.B, dass ich seinen Bedürfnissen nicht nachkommen will. Dann könnte ich ihn ja einfach nachts schreien lassen, wenn dem so wäre!

Beitrag von marysa1705 02.01.11 - 19:16 Uhr

Es geht nicht um irgendwelche "Unterstellungen".

Es geht ganz einfach darum:
Warum ist es für Dich überhaupt relevant, was der Grund für das nächtliche Stillen ist?

Für mich war das nie wichtig, ob mein Kind jetzt aus Hunger, Nähe, Durst, oder was auch immer gestillt werden möchte. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, hier im Forum deshalb zu fragen.

Was bringt es Dir denn, wenn Du nun "wüsstest", dass es NICHT der Hunger ist, sondern "nur" ein Nähebedürfnis?
FAKT ist, Dein Kind will gestillt werden. Punkt.

Ob es Hunger oder sonst etwas ist, wirst Du nie zu 100% wissen. Deshalb ist die Frage völlig irrelevant, wenn Du - wie Du schreibst - immer auf die Bedürfnisse Deines Kindes eingehst.

Beitrag von angelbabe1610 02.01.11 - 19:57 Uhr

Ich dachte, dafür gibt es diese Foren....

Ich dachte, dass mir jemand sagt, ob es evtl an auch an der Entwicklung liegen kann oder so. Ich wollte es haltwissen, ob auch andere Dinge in Betracht kommen. Das heißt nicht, dass ich Semih dann nicht anlegen würde, solange ihm in der Situation nur das hilft.
Bislang habe ich in vielerlei Hinsicht nicht auf meine KiÄrztin gehört, sonst hätte ich zb schon nach vier Monaten mit Beikost angefangen.
Ich habe das mit dem nachtsnicht mehr essen nur oft gelesen und gehört und wollte auch gerne wissen, wer hier seine Babys, die älter sind auch noch stillt. Ob das bei vielen Babys so ist. Erfahrungen halt! Ich habe nicht gedacht, dass hier angenommen wird, dass ich die Bedürfnisse meines Kindes nicht ernst nehme und unterdrücken will. Denn dem ist nicht so!

Beitrag von marysa1705 02.01.11 - 20:15 Uhr

Genau, und deshalb sagt Dir hier jemand (ich ;-) ):
Nein, es liegt nicht an der Entwicklung oder sonstigem. Wie Du in dem verlinkten Artikel lesen konntest, ist es ganz normal, dass bei der Mutter schlafende, gestillte Kinder nicht durchschlafen bis sie 3 oder 4 Jahre alt sind, sondern nachts gestillt werden möchten.

Dies entspricht einfach nicht dem, was wir uns kulturell bedingt so vorstellen. Von Natur aus ist es aber so eingerichtet und wichtig.

Mein Sohn ist 15 Monate alt, wird komplett nach Bedarf gestillt und stillt nachts mindestens 3-6 Mal. Genau weiss ich es nicht, weil wir das einfach im Halbschlaf so nebenbei machen.

Wie gesagt, es will Dir hier niemand etwas "unterstellen". Es ging nur um die Fragestellung.
Ich wollte Dir gerne zeigen, dass es ganz egal ist, WARUM. Entscheidend ist nur, dass Dein Kind dieses Bedürfnis hat. Hör einfach auf Dein Kind!

Genauso ist es auch bei der Beikostfrage:
Ein Kind holt sich selbst das Essen vom Familientisch, wenn es dafür reif ist. Wir haben unserem Kleinen nie Brei gegeben, denn das ist nicht das Essen, das wir essen und das er braucht. Er durfte selbst den Zeitpunkt bestimmen, zu dem er dazu bereit war.

:-)

Beitrag von sannchen82 02.01.11 - 17:34 Uhr

nein ich glaube nicht das es noch hunger ist wenn er vorher schon so lang durchgeschlafen hatte.
als mein spatz nachts wach wurde hab ich auch immer gestillt. mit 7 monaten wollte er dann einfach nur noch bei mir sein,er hat ohne zu trinken neben mir im bettl weitergeschlafen. als er dann früh fröhlich ohne sofort nach der brust zu brüllen aufwachte wußte ich das es kein hunger war. seitdem wird er auch nachts nicht mehr gestillt,ich nehm ihn dann früh wenn er schreit mit zu mir und er ist glücklich und schläft sofort weiter.
das problem,ob er nachts ans stillen gewöhnt ist oder dran gewöhnt ist mit in dein bettl zu kommen...#schein rum wie num! alles ne schlechte angewohnheit aber ich möchte meinem kleinen auch die nähe gönnen,sie werden von ganz alleine 18 und dann möchten sie das eh net mehr...:-p

Beitrag von angelbabe1610 02.01.11 - 17:45 Uhr

Danke für deine Antwort. Das zu mir legen haben wir auch schon versucht, aber er braucht wohl echt noch das Saugen zur Beruhigung. Den Schnuller will er dann nicht.
Vielleicht ist das jetzt nur ne Phase, in der er es besonders braucht. Wer weiß das schon so genau ;-). Ich find es ja auch ok so und gebe ihm die Nähe (ich genieße das ja auch), aber ich möchte halt auch, dass er irgendwann lernt, sich selbst zu beruhigen.

Beitrag von helmchen 02.01.11 - 22:27 Uhr

Ehrlich gesagt finde ich manche Antworten hier ganz schön aggressiv.
Die TE hat doch lediglich nach Gründen für das nächtliche Aufwachen ihres Kindes gefragt und das sollte in so einem Forum doch legitim sein.

Sie ist ja nach wie vor bereit ihr Kind zu stillen, wenn es danach verlangt, aber selbst wenn sie dazu nicht mehr bereit wäre, wäre es doch auch in Ordnung, denn beim Stillen handelt es sich immerhin um eine StillBEZIEHUNG, mit der sich beide Seiten wohl fühlen müssen - also auch die Mutter. Da sollte man sich auch von keinem ein schlechtes Gewissen einreden lassen.

Ich selbst stille meinen Sohn (auch fast 9 Monate) auch noch. Momentan ist das ziemlich anstrengend, weil er wohl gerade ne schwierige Phase hat, krank ist und wohl auch noch zahnt. Habe die letzten beiden Wochen kaum geschlafen deshalb und merke, wie es mir an die Sustanz geht.
Dass er da häufiger aufwacht, ist klar und ich würde auch nie auf den Gedanken kommen, ihn da nicht stillen zu wollen.

Davon abgesehen gibt es aber schon Gründe, warum es einen interessieren könnte, ob das Kind tatsächlich Hunger hat oder nicht.
Z.B. möchte man (zumindest ich und ich denke da bin ich nicht die einzige), auch abends mal was unternehmen (mit Freundinnen, dem Ehemann oder auch alleine - und ich rede jetzt nicht davon, abends um die Häuser zu ziehen oder sich die Nächte um die Ohren zu schlagen, sondern einfach von Sport treiben, mal in die Therme oder Sauna, ins Kino oder Konzert zu gehen). Da ist man dann natürlich schon relativ unentspannt, wenn man damit rechnen muss, dass das Kind dann daheim aufwacht und ohne Brust nicht mehr ruhig zu kriegen ist. Wenn es nur ein Bedürfnis nach Nähe wäre, könnte das ja auch durch den Papa oder die Oma (jemand anders kommt bei uns bis jetzt als Babysitter sowieso nicht in Frage) befriedigt werden könnte.

Aber die Supermamas, die allen anderen, die es nicht genauso machen wie sie selbst, suggerieren eine schlechte Mutter zu sein, haben so profane Bedürfnisse wahrscheinlich nicht, weil sie ihre Mutterrolle ja so ausfüllt, dass sie niemals auf die Idee kämen, sich der Vergnügungssucht hinzugeben ;-)

So, das musste jetzt mal raus, weil es mich einfach aufregt, wie manche hier permanent mit erhobenem Zeigefinger unterwegs sind.

Beitrag von angelbabe1610 02.01.11 - 23:34 Uhr

Danke für deine Antwort/Meinung. Ich habe mich schon echt mies gefühlt, da es scheinbar nicht legitim ist, zu hinterfragen, ob es tatsächlich nur Hunger ist.

Natürlich stille ich Semih, wenn er es möchte und nichts anderes hilft, aber ich will nicht, dass er von mir abhängig wird um Ruhe zu finden. Ich weiß auch nicht, warum es dann gleich heißt, dass ich Ausreden Suche um nachts nicht mehr zu stillen etc.
Für mich persönlich kommt auch nicht in Frage ewig zu stillen, aber das muss auch jeder selber für sich entscheiden. Da fahr ich ja auch keinen an.
Manchmal weiß ich echt nicht mehr, ob es sich lohnt hier im Forum überhaupt was zu schreiben. Man liest ja in vielen Threads, wie aggro manche werden. Dabei fand ich damals im Frühchenforum immer alles sehr entspannt. Auf Fragen wurde freundlich geantwortet, keine war zu blöd oder zu überflüssig. Naja, kann man nicht ändern.
Ich danke dir auf jeden Fall für deine Rückdeckung! Vielen Dank!
LG, Alexia