Wie krieg ich sie nur ruhiger im Umgang mit Baby?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von nineeleven 02.01.11 - 16:13 Uhr

Hallo,

meine Tochter ist 4 1/2 und mein Sohn ist knapp 6 Wochen alt.

Von Anfang an, eigentlich schon seit der SS, ist meine Tochter voll miteinbegriffen in das Thema Baby. Seit unser Sohn da ist benimmt sie sich wie eine kleine Mutti, ist ständig in Sorge um ihn, rennt nach dem Spucktuch wenn er sabbert, will ihn ständig knutschen, drücken, waschen usw. Sie genießt aber auch ihre Freiheit, sich von ihm zurückzuziehen und in ihrem Zimmer oder draußen allein zu spielen. Von Eifersucht ist bis dato keine Spur. Wir könnten eigentlich sehr zufrieden sein, denn sie erwartet weder von uns mehr Aufmerksamkeit noch von ihm dass er mit ihr schon spielen kann. Sie ist ne richtig tolle große Schwester.

Und jetzt kommt das ABER: sie ist schon immer ein sehr wuseliges Kind, stillsitzen ist nicht ihr Ding. Ihre Finger sind immer in Bewegung bei Dingen wie essen oder beim Vorlesen. Aber sie puzzelt auch gerne, malt viel und kann sich dabei dann schon konzentrieren. Wenn sie nun mit ihrem Bruder spricht, ruschelt sie ständig hin und her. Grad zB, er liegt im Stillkissen auf dem Boden und schaut neugierig in die Welt. Sie setzt sich vor ihm und will mit ihm sprechen, hampelt dabei aber ständig rum oder geht so nah an ihn ran dass er sie gar nicht ansehen kann. Sie kraucht ihm fast ins Gesicht rein. Hab ihr mehrmals schon gezeigt dass sie ruhig mit ihm reden soll, nicht laufend vor seinem Gesicht hin und her ruscheln soll weil er seinen Kopf und seine Augen nicht so schnell bewegen kann, und wenn er sie nicht sofort anguckt versucht sie mit etwas mehr Kraft seinen Kopf in ihre Richtung zu drehen. Dann will sie ihm auch ständig knutschen wenn er viell grade dabei ist sie zu fixieren. Oder sie fummelt an ihm rum wenn ich ihn stille. Ich weiß ja dass sie es nur gut meint aber sie nimmt einfach auch keine Lehre bzw keinen Rat an. Wenn ich was sage ist sie beleidigt und geht.

Ich möchte ja dass sie sich mit ihm beschäftigt und dass er sie kennenlernt, sich ihr Gesicht einprägen kann, weil ihre Stimme kennt er schon zu Genüge, aber mit ihrer Hampelei ist das nicht so einfach. Ich setz mich schon mit dazu, erkläre und zeige ihr wie weit sie gehen darf, aber sie ist so ungeduldig, so unruhig. Dass das in 4-5 Monaten anders aussieht will sie auch nicht verstehen. Und sie sollen sich ja nicht erst dann "kennenlernen". Ich sage ihr schon immer dass sie doch genug Ausgleich hat, sie kann in ihrem Zimmer toben, kann draußen im Schnee bis zum Umfallen rennen und toben, aber wenn sie sich mit ihrem Bruder befassen will muss sie eben mal ne Minute oder zwei ruhiger sein, oder sehe ich das zu eng?

Habt ihr viell nen Tipp für mich?

LG und für alle noch ein gesundes Neues!
nineeleven

Beitrag von tragemama 02.01.11 - 16:54 Uhr

Ich glaube, Du musst entspannter werden. Der Kleine wird das in ein paar Wochen superlustig finden, was die Schwester da macht. Ich greife nur ein, wenn sie zu grob wird, aber selbst da sind die Grenzend fließend...

Andrea

Beitrag von sonne_1975 02.01.11 - 17:05 Uhr

Ich kann mich anschliessen. Mein Grosser (jetzt 4,5) ist auch so, solange der Kleine (jetzt 1 Jahr) nicht weint, sage ich nichts. Natürlich soll er ihn beim Stillen nicht stören, das habe ich sofort schon unterbunden.

Und ja, ich habe es immer wieder gesagt, aber gebracht hat es nicht wirklich was.

LG Alla

Beitrag von nineeleven 02.01.11 - 17:14 Uhr

Hallo, danke euch zweien erstmal für eure Antworten. Das Ding ist nur, dass er schnell quengelich wird wenn sie ihn so bedrängt. Dadurch wird sie nur noch aufdringlicher weil sie meint nur so könne sie ihn "beruhigen". Aber da werd ich dann wohl die nächsten Wochen durch müssen.
Danke nochmal! #winke

Beitrag von sonne_1975 02.01.11 - 17:17 Uhr

Wenn er quengelig wird, würde ich ihr jedes Mal sagen, dass er deswegen so schlecht drauf ist, weil sie ihn verschreckt hat. Nur aufhören wird es nicht sofort, aber einen Feedback würde ich auf jeden Fall geben.

Beitrag von nineeleven 02.01.11 - 18:10 Uhr

Ja, das tue ich auch. Aber wie ich anfangs schon geschrieben habe ist sie dann beleidigt und geht. Dabei ist es wurscht ob ich es ihr vernünftig erkläre und ihr anbiete ihr es zu zeigen wie sie es besser machen könnte (sollte) oder ob ich sie anranze. Naja, wie gesagt werd ich wol durchmüssen und geduldiger werden #schein

Beitrag von hopsi2005 03.01.11 - 23:00 Uhr

Ja, das kenne ich auch und das wird auch noch eine ganze Weile so bleiben, aber: Im Grunde ist es so, dass du nur die Möglichkeit hast, die beiden zeitweise räumlich voneinander zu trennen. Für den Rest der Zeit kann ich dir versprechen, dass dein kleines Baby auch nicht ewig so hilflos bleiben wird. ;-)
Und natürlich versucht die große Schwester das Baby zu beruhigen, aber sie weiß natürlich noch nicht, wie so ein Baby tickt. Das ist ein Lernprozess, bei dem du gebetsmühlenartig versuchen musst, dem großen Kind immer wieder zu sagen, was es denn tun kann. Einfach leise sein, damit können die Kinder nicht viel anfangen, das hält 30 Sekunden und dann sprechen sie wieder normal weiter. Ich hatte mir am Anfang ein paar ruhige Dinge überlegt, die ich mit meiner großen Tochter geübt habe, z. B. die Hand oder die Füße streicheln, ein Gedicht aufsagen, ein kurzes Schlaflied singen oder zum x-ten Male aufzählen, wie sie den Tag der Geburt erlebt hat (Wie ich eine große Schwester wurde...).
Beim Wickeln sollte sie dann ihre Puppe oder ihren Kuscheltierhund wickeln. Und beim Stillen habe ich tatsächlich währenddessen ein Buch vorgelesen, wobei ich ja nur eine Hand frei hatte. Dabei hatte meine Tochter dann die Aufgabe, die Seiten auf Kommando umzublättern.