Obstruktive Bronchitis und keine Medikamente bekommen?

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Beitrag von sarah05 02.01.11 - 17:58 Uhr

Guten Abend.
Meine Maus ist 23 Wochen alt und hat eine Obstruktive Bronchitis,wir waren gerade im Krankenhaus.
Der Arzt hat jedoch gesagt sie müsste keine Medikamente nehmen,ich könnte ihr Abends Prospan Zäpfchen geben und sollte Quarkwickel machen.
Sie hat nun schon seit einer Woche diesen husten und erhöhte Temperatur und hustet so doll,dass sie manchmal erbricht :-( .
Ich war am 2. Weihnachtstag mit ihr beim Notdienst und letzte Woche zweimal beim Kinderarzt und es wird nicht besser,im Gegenteil.
Bin ich vielleicht zu ängstlich?
Ich dachte bei einer bronchitis müssten sie Kinder Medikamentös behandelt werden?
Liebe Grüsse sarah

Beitrag von janiki020305 02.01.11 - 18:02 Uhr

Hallo,
unser Kleiner (heute 9 Monate) hat zunächst Salbubronch Tropfen zum Einnehmen bekommen. Anschließend leihweise einen Pari Boy zur Inhalation von NaCL plus jeweils einem Tropefen Salbubronch (4x täglich 10 Minuten Inhalation). Letzteres hat ihm sehr gut geholfen.
LG

Beitrag von helmchen 02.01.11 - 18:11 Uhr

Mein Kleiner hatte das mit 7,5 Monaten auch das erste Mal, auch mit Husten bis hin zum Erbrechen und fast 4 Wochen lang erhöhter Temperatur.

Zunächst hat er Hustensaft bekommen: Spasmo Mucosolvan. Hat aber nix geholfen. Eine Woche später haben wir dann angefangen zu inhalieren und zwar mit Salbutamol und Kortison. Daraufhin wurde der Husten sofort besser, nur die Temperatur blieb. Das Inhalieren haben wir dann schrittweise reduziert und schließlich abgesetzt.

Jetzt ist er fast 9 Monate und hat es momentan schon wieder. Hat natürlich Silvester angefangen, wo kein Arzt greifbar war. Hab jetzt wieder mit Inhalieren angefangen und werde morgen wieder zum Kinderarzt gehen.

Wofür die Prospan-Zäpfchen genau sind, weiß ich nicht, deshalb kann ich nix dazu sagen. Die Quarkwickel sind sicher nicht schlecht.

Wir machen unterstützend täglich zweimal Thymian-Wickel. Hilft meiner Ansicht nach auch gut. Weg geht es davon allerdings nicht bzw. hab ich Angst, dass es ohne Medikamente schlimmer wird. Beim letzten Mal war der Arzt sehr besorgt, dass ne Lungenentzündung draus werden könnte.

Ich bin zwar kein Freund von so Hammer-Medikamenten, wie sie mein Sohn momentan bekommt, aber so ganz ohne bei ner spastischen (obstruktiven) Bronchitis - ich weiß auch nicht.
Wenn Du doch bei verschiedenen Ärzten warst (KiA und Krankenhaus) - hatten die denn dieselbe Meinung?
Würde zur Not nochmal woanders hingehen.

Viel Glück und gute Besserung
helmchen

Beitrag von sarah05 02.01.11 - 18:28 Uhr

Danke für eure Antworten.
Also der Kinderarzt hat letzte Woche nichts von einer Bronchitis gesagt,nur der Arzt eben und wenn ich so im Internet nachlese,dann muss man es ja behandeln.
Nun bin ich natürlich total unsicher und weiss nicht was ich machen soll #schmoll#gruebel.
Liebe Grüsse Sarah

Beitrag von emma0 02.01.11 - 18:47 Uhr

Hallo Sarah!

Mein Kleiner 8 Monate hat momentan auch mit einer Bronchitis zu kämpfen. Wir haben auch mit Hustensaft angefangen, hat aber leider nicht viel gebracht. Jetzt bekommt er Salbubronch-Tropfen und es ist innerhalb von zwei Tagen so gut wie weg. Ich habe immer zusätzlich Brustwickel gemacht und bin mit ihm viel an die frische Luft. Er hatte allerdings auch kein Fieber.

Gute Besserung

Liebe Grüße Emma mit Emil#verliebt

Beitrag von kisrett 02.01.11 - 18:59 Uhr

Hi, die Prospanzäpfchen sind schon ganz ok. Prospan ist aus Efeuextrakt hergestellt und fördert das abhusten, bzw lösen des Schleims.

Zur Unterstüzung kannst du, wenn du einen Pariboy hast mit NaCl inhalieren, ich würde sagen 3-4x tägl für 2 min, einfach den Nebel vors Gesicht halten.
Oder pack dein Kind warm ein und mach mal nen Spaziergang. Die momentan etwas feuchte Luft ist sehr gut bei einer Brochnchitis!!!!

Da dein Kind noch sehr klein ist, würde ich auf Ambroxol verzichten, und wenn du es nutzen willst, würde ich im KH anrufen und nachfragen,ob du das geben kannst / darfst, da es bei Kindern unter 1Jahr nur unter ärztl. Aufsicht verabreicht werden darf.

Ansonsten kannst du Babix auf ein Taschentuch geben und z.B. auf die Heizung legen, die entstehenden Dämpfe fördern auch das abhusten.
viel trinken ist auch wichtig, und nicht zu trockene Heizungsluft (viell. feuchten lappen auf die Heizkörper legen??) Fenster mal aufreissen, wenn die kleine nicht im Raum ist.

Gruß Kisrett

Beitrag von aryssa0405 02.01.11 - 19:01 Uhr

Huhu

unseren Zwerg hat es richtig mit Bronchitis erwischt. Er hängt seit einer Woche durch. Die ersten Tage mit Fieber und nun mit stark verscheimten Husten.
Wir haben die ersten Tage auch SalbuBronch genommen und Amboxolhustenbsaft

Nun muss er 3x Tägl inhalieren
mit Cordisoon und Salbutamol :-(

Aber es wird zum Glück langsam besser ;-)

Beitrag von polarsternchen 02.01.11 - 19:07 Uhr

Hallo sarah,

gerade bei Hustenanfällen, die bis zum Erbrechen gehen, sollte auch an Keuchhusten gedacht werden (unabhängig, ob das Kind geimpft ist oder nicht!)! An Deiner Stelle würde ich auf die Diagnostik bestehen! Eine Antibiotikagabe ist dann nämlich angebracht, um Komplikationen möglichst zu vermeiden! Auch solltest Du Dich von anderen Säuglingen, Kindern und Schwangeren fern halten, solange Dein Baby so heftig hustet und Keuchhusten nicht ausgeschlossen wurde!

LG und gute Besserung!

Beitrag von sarah05 02.01.11 - 20:06 Uhr

Der Arzt hat doch gesagt,dass es Bronchitis ist.
Oder meinst du man kann das schlecht Auseinanderhalten?

Beitrag von helmchen 02.01.11 - 21:46 Uhr

Sollte man schon können, zumindest beim Abhören sollte ein erfahrener Arzt das feststellen.
Bei meinem Sohn wurde auch ein Blutschnelltest gemacht (weiße Blutkörperchen und Entzündungswert). Beides war i.O. und deutete nicht auf eine bakterielle Infektion, sondern er auf einen viralen Infekt hin.

Keuchhusten ist aber eine bakterielle Infektion, schied damit also aus.

Wenn's tatsächlich ne Bronchitis ist, sollte die, denke ich, schon medikamentös behandelt werden. Würde dann leiber nochmal zum Arzt, ggf. zu einem anderen gehen.

Alles Gute,
helmchen

Beitrag von polarsternchen 03.01.11 - 07:54 Uhr

Im Anfangsstadium ist es schwer, den Keuchhusten zu unterscheiden. Man kann durch einen Rachenabstrich testen, ob das Kind erkrankt ist! Viele ÄrzteInnen gehen bei geimpften Kindern davon aus, dass es kein Keuchhusten sein kann, was jedoch nicht richtig ist! Es gibt Impfversager, Kinder, die noch nicht genügend Immunität aufgebaut haben und Kinder, deren Immunität nach kurzer Zeit wieder abnimmt! Oftmals vergehen wichtige Tage in der Therapie, da erst nach Wochen an Keuchhusten gedacht wird! Ich würde auf einen Abstrich bestehen!

Beitrag von sarah05 02.01.11 - 20:08 Uhr

Danke für eure Antworeten.
Also wie ich lese habt ihr alle Medikamente bekommen,warum wir nicht?
Ich habe echt Angst,dass sie es verschleppt.
Soll ich morgen nochmal zum Kinderarzt gehen?

Beitrag von trinity1974 03.01.11 - 00:33 Uhr

Hallo,

ich will ja eigentlich keine Pferde scheu machen, aber ich finde das schon komisch.
Meine Mittlere hatte seitdem sie 5 Monate alt war Bronchialasthma und immer wieder obstruktive Bronchitis.

Dabei verengen sich die Bläschen in den Bronchien- so wurde es mir erklärt. Dafür muss man unbedingt ein Bronchien erweiterndes Medikament geben. Salbutamol zum Beispiel.
Cortison kommt in schweren Fällen dann auch ins Spiel um die Entzündung in den Bronchien in Schach zu halten.

Aber Prospansaft?
Sorry, mein KiA hat mir quasi nen Vogel gezeigt als ich gefragt hab ob ich den geben soll/ kann. Bei "normalem" Husten ja, aber bei ner Obstruktion hilft das garnicht, war seine Aussage. Und der ist Spezialist für Lungengeschichten...

Bei meiner Tochter entstand das Asthma übrigens damals erst nach so einer falschen Bronchitis- Behandlung. GSD ist sie nach jahrelanger Kortisoninhalation mittlerweile weitestgehend gesund.

Also hol Dir bitte lieber noch eine 2te Meinung ein.

LG
Trinity

Beitrag von nudelmaus27 03.01.11 - 13:16 Uhr

Hallo!

Meine Kleine (knapp 7 Monate) hat auch ne fiese Bronchitis und wir waren gestern auch beim Notfalldienst (die dürfen übrigens nur bestimmte Sachen verschreiben!!!) und heute dann nochmal beim Kinderarzt.

Wir haben einen Pariboy bekommen und verschiedene Tropfen zum Inhalieren und ich glaube ihr geht es besser, zumindest schläft sie endlich wieder mal.

Du solltest nochmal zum Kinderarzt gehen und auf einen Pariboy bestehen. Den habe ich bei meiner Großen auch immer benutzt und es hat immer geholfen. Nicht das dein Kind die Sache nachher noch verschleppt und du dann zu Antibiotika greifen musst.

LG, Nudelmaus