11 Monate kein Schlaf. Fühl mich steinalt. Suche Überlebenstipps

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Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie ihr Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von sukaya 02.01.11 - 19:44 Uhr

Hallo

Ich habe einen kleinen Jungen 11 Monate und es gab noch keine einzige ruhige Nacht.
In den ersten Lebensmonaten war er halb bis Stündlich an der Brust. Inzwischen sind wir bei einer Flasche in der Nacht, aber dennoch wird er, wenn er allein im Bett liegt alle halbe Stunde bis Stunde wach und wenn ich dann auch bei ihm im Bett bin schafft er auch 2-3 Stunden.

Wie rettet ihr euch durch diese Zeit? Ich fühl mich körperlich wie nen Schrotthaufen. Dauermüde, ständig erkältet, schlapp, appetitlos,......

Eigentlich wollt ich mal 3 Kinder. Ich bin froh wenn ich eins groß kriege :-(

Beitrag von honigbienchen78 02.01.11 - 19:57 Uhr

bin gespannt auf die tipps... fühl mich genau sowie du!
habe seit 8 monate kein schlaf, keine normale nacht gehabt...

Beitrag von fittine 02.01.11 - 20:04 Uhr

Hallo Sukaya,

das ist ja der Wahnsinn, was Du da durchmachst!!!

Mein Sohn ist jetzt auch elf Monate alt und ich bin sehr verwöhnt!

Ich weiß ja nicht, wie bei Euch so der Tagesablauf ist!?
Wir haben von Anfang an einen Rhythmus eingehalten. Vielleicht brauchst Du da ein paar Tips, dann schreib mich doch einfach über VK an.

Vielleicht hat er Ängste oder Hunger? Hast Du mal Kinderarzt oder Hebamme gefragt?

Ansonsten kann Homäopathie helfen!!!

Liebe Grüße und wenn Du magst, dann meld Dich doch einfach!

Conny und Felix

Beitrag von bimmelbahn 02.01.11 - 20:08 Uhr

Hallo,

darf ich dir ein Paar fragen stellen? Ich hoffe ja ;-)

Also wo schläft euer Baby? Bei euch im Zimmer?

Ist es dunkel? oder hat er ein Schlaflicht?

Habt ihr ein Einschlafritual?

Schläft euer Baby wieder schnell ein oder schreit er dann?

Nimmt er den Nucke?

#winke
Bei uns hat das Einschlafritual super geholfen.

Beitrag von sukaya 02.01.11 - 20:23 Uhr

Also, er schläft bei uns im Schlafzimmer. Bis Mitternacht in seinem Bett und dannach im Elternbett. Ich versuch ihn langsam an sein Bett zu gewöhnen.

Hab schon mit meiner KiÄrztin drüber gesprochen, hab Bücher dazu gelesen. Es ist eigentlich mein Dauerthema.

Den Schnuller hab ich ihm letzten Monat mit Erfolg abgewöhnt. Das war nämlich auch ein sehr großer Schlafstörer.
Unser Einschlafritual ist ehrlich gesagt jeden Abendnicht nicht exakt gleich, nur ähnlich. Vielleicht muss ich da echt stur ein Programm einhalten.
Einen festen Tagesrythmus hab ich schon eingerichtet.

Das alles hilft aber hat noch nicht den Erfolg gebracht. Wenn er merkt er ist allein, quakt er gleich los und wenn er nachts wach wird und ich lieg neben ihm wälzt er sich und krabbelt dann schließlich auf meinen Bauch. Ist ja schon ganz süß, aber ich muss doch endlich mal richtig schlafen können.

Ich versuch ihm gerad beizubringen nicht auf meinem Arm sondernauf der Matratze liegend einzuschlafen. Der 1. Abend hat schon geklappt. Vielleicht hilft das ja auch......

Beitrag von kleine_kampfmaus 02.01.11 - 20:29 Uhr

Hi,

oh wie gut kann ich mich noch an diese Zeit erinnern. Maxi ist heute 4,5 Jahre und schläft seit ungefähr einem halben Jahr durch (von ca. 21:00 bis ca. 05:00). Er schläft bei uns im Bett, in seinem eigenen Bett wär daran nicht zu denken. Auch er hat nicht geschlafen, wenn ich 2 Stunden Schlaf pro Nacht hatte war das viel und das waren dann immer minutenweise mal eingedusselt und sofort wieder hoch und zum Kind gelaufen weil er geschrien hat. Nächtelang, tagelang.

Auch wir wollten mal min. 2 Kinder - heute sagen wir beide, es bleibt bei einem. Nochmal schaff ich das nicht.

Was hab ich nicht alles versucht, was hab ich nicht alles für Tipps, Ratschläge und Ideen bekommen. Ganz ehrlich?! Es hat nichts geholfen, alles Blödsinn egal ob "Jedes Kind kann schlafen lernen", Globuli's, Osteopathie, Entspannungstechniken, Einschafhilfen, ohne Einschlafhilfen - alles Blödsinn und JEDER weiß es besser und Jedem seine Methode ist die Beste.

Mein Tipp: Ihr müßt euren eigenen Weg finden!!!! Vergesst die Ratgeber, schlauen Bücher, Ärzte, Verwandten u. Freunde, lasst euch nicht von gängigen Erziehungsmethoden blenden (z. B. Familienbett ist schlecht fürs Kind, Einschlafstillen darf nicht sein, er muß alleine einschlafen nur so klappts etc. etc.) Maxi schläft nunmal am besten in meinem Bett. Ok, dann machen wir das so, egal was die Leute sagen. Dieses Jahr bekommt er ein neues Zimmer mit einem lang ersehnten Hochbett, dann versuchen wir es nochmal. Irgendwann zieht er von allein in sein Bett ;-)

Und ansonsten, schlaf wann immer es geht! Wenn Dein Kleiner tagsüber ne Stunde schläft, renn nicht z. B. im KiWa mit ihm durch die Gegend sondern stell den KiWA in den Flur und hau dich auch aufs Ohr. Egal wann Dein Kleiner die Augen zumacht, mach es auch. Lass Haushalt Haushalt sein und gönn Dir ne Pause!

Ich habs leider nicht so gemacht, und als kleine Warnung an Dich: Meine Quittung hab ich vor einem Jahr bekommen mit einem akuten Burnout und heftiger Depression. Lass es nicht auch soweit kommen :-)

Ich wünsch Dir ganz viel Kraft und schick Dir ein bisschen Hoffnung - Jedes Kind schläft, irgendwann. Bei meinem hats 4 Jahre gedauert, aber heute macht ers (trotz Einschlafstillen, Familienbett etc. :-p)

Viele Grüße
Kleine Kampfmaus

Beitrag von sukaya 02.01.11 - 20:40 Uhr

Boah, krass was du durchgemacht hast. Was so Schlafmangel ausmacht, wahnsinn.
Das diese Ratgeber alle nichts taugen hab ich auch schon gemerkt. Osteopathietermine haben wir auch seit einem Monat. nutzt alles nix.

4 Jahre ist echt heftig. Nee, da käm bei mir auch defintiv kein 2. Kind in Frage. Obwohl mich diese Vorstelung auch bisschen traurig macht, aber im Moment kann ich mir das auch überhaupt nicht vorstellen.

Das du Burnout mit Depries bekommen hast ist echt kein Wunder. Mich hat meine Ärtzin auch schon auf Johanniskraut gestellt und eine Mutterkind Kur hat ich auch schon. Das hat mich erstmal gerettet...kurzfristig.

Beitrag von klaerchen 03.01.11 - 20:10 Uhr

"Mein Tipp: Ihr müßt euren eigenen Weg finden!!!! "

Stimmt, aber wenn andere ihre Wege schildern, kann ich entscheiden, ob ich sie auch als möglichen Lösungsweg probieren möchte. Man muss ja nicht jeden gut gemeinten Tipp als bösartige Unterstellung werten.

Beitrag von kleine_kampfmaus 06.01.11 - 18:41 Uhr

Hi,

sorry, dass ich erst heute wieder reingeschaut habe, komm nur noch sehr unregelmäßig an den PC.

Wer hat denn was von "bösartiger Unterstellung" geschrieben #kratz Da hast Du was mißverstanden. Es mag durchaus Mütter geben, die sich mit Tipps und Ratschlägen eindecken können und denen das nichts ausmacht. Zu denen scheinst Du zu gehören. Glückwunsch!

Aber es gibt auch eben Mütter, bei denen ist das nicht so. Und eben diese Mütter, wie auch ich, nehmen sich jeden Ratschlag, jeden gelesen Artikel, jedes Wort vor, analysieren, grübeln und versuchen dann alles in die Tat umzusetzen. Ein Beispiel: "Lassen Sie ein Baby NIEMALS schreien. Ihr Baby will Ihnen mit Schreien etwas mitteilen. Ihr Baby kann nicht abschätzen ob es nur eine Minute oder zehn geschrien hat. Die Bindung, das Urvertrauen, etc. leiden wenn Sie Ihr Baby schreien lassen." Also habe ich mir bereits zu Beginn der SS vorgenommen, dies nie nie nie zu tun. Nun versuche doch mal bitte 4 Jahre lang ein durchschnittlich 18 Stunden/Tag schreiendes Kind zu beruhigen, umherzutragen, rauszufinden was das Baby dir so verzweifelt versucht mitzuteilen und ganz nebenbei noch Haushalt und Job unter einen Hut zu bringen. Und dass alles mit einem extremen Schlafdefizit und von sämtlichen (angeblichen) Fachleuten die man w/des beschriebenen Problems aufsucht als überforderte, hysterische Mutter dargestellt. Was zieht eben so eine Mutter für eine Schlussfolgerung aus diesem Ratschlag? "Ich bin eine schlechte Mutter. Ich verstehe mein Baby nicht. Ich bin nicht gut für mein Baby."

Außerdem habe ich feststellen müssen, dass es in der Erziehung eines Babys grundsätzlich nur zwei Meinungen gibt und die sind absolut gegenläufig.

Aus diesem Grund habe ich gesagt, dass man seinen eigenen Weg finden muß. Mit Ratschlägen wird man überschüttet, aber man sollte nicht auf jeden o. eben auch auf keinen hören und sich daran messen bzw. kaputtmachen lassen.

Gruß
Kleine Kampfmaus

Beitrag von blobundbohne 02.01.11 - 20:48 Uhr

Hallo, Du Arme,
ich leide mit Dir mit. #liebdrueck
Bei uns war es auch nachts sehr lange so, dass meine Tochter halbstündlich wach wurde. Das geht zwar jetzt besser, aber dafür ist sie seit sechs Wochen krank und kriegt Zähne... baaah!
Gebe meiner Vorrednerin Recht: Du musst Deinen eigenen Weg finden. ;-) Ich sag Dir aber trotzdem, was bei uns (bis zu den Zähnen) geholfen hat.
Wir haben den Tagschlaf reduziert, vor dem Nachtschlaf mindestens vier Stunden Wachzeit gehabt und sie ordentlich müde gemacht.
Zur Müdigkeitsbehandlung: Tagsüber mal 10 Minuten dösen können, wenn Dein Zwerg schläft, rettet Dich erstmal über die nächsten 2-3 Stunden. Ansonsten ernähr Dich gesund, viel Obst essen, frische Luft, Kaffee(!), warme Klamotten und öfter mal kühles Wasser ins Gesicht. #augen
UND: Hol Dir jede Hilfe, die Du kriegen kannst: Partner, Freunde, Verwandte, Babysitter, evt. Betreuungsangebote von sozialen oder kirchlichen Einrichtungen wahrnehmen und Dir Gleichgesinnte suchen, mit denen Du mal jammern kannst (denn nichts ist ätzender, als nur frische, strahlende Mütter um sich herum, die Dir nur erzählen, wie toll alles ist, wenn Du selber eigentlich nur noch umfallen möchtest.)
Wünsche Dir alles Gute!
LG,
die Bohne

Beitrag von sukaya 02.01.11 - 20:57 Uhr

Danke für deine Tipps.
Klingt gut. Mal schauen was ich schaffe umzusetzen!

Beitrag von binnurich 02.01.11 - 22:09 Uhr

meine Tochter (5,5 Jahre):
9 Monate nix anderes außer Mamas Brust, Stillabstände 2 Stunden Tag und auch Nacht, Nachtschlaf von 23 - 5, ohne Nuckel, Schlafzimmer ganz finster

wir haben ein sehr breites Bett gekauft,
ich habe sie in den Schlaf gestillt, d. h. wir haben beide gelegen, sie an meiner Brust. Wurde sie nachts munter hab ich die Brust gegeben und hab einfach weiter geschlafen. Nachts habe ich nicht gewickelt.

Mit einem knappen Jahr hat sie angefangen und hat gelegentlich in ihrem Zimmer geschlafgen.
Mittagsschlaf immer in ihrem Zimmer.
Irgendwann hat sie länger geschlafen, dann auch durchgeschlafen.

Je entspannter wir wurden mit dem Thema um so besser wurde es mit ihr.
Sie schläft nach wie vor viel bei uns, kann aber auch allein und im eigenen Bett, mag das aber überhaupt nicht.

Beitrag von margarita73 03.01.11 - 08:29 Uhr

Hallo,

ich HABE 3 Kinder! :-) Wenn die ersten Beiden nachts so anstrengend gewesen wären, dann hätte ich vielleicht nur 1 oder 2... ;-) Meine Kleine ist 7,5 Monate alt und wird nachts auch suuuuperoft wach. Ich habe von abendlichem Baden, Massieren, Ritualen und Melissentee eigentlich schon alles durch. #augen Mittlerweile lege ich sie wieder jedesmal an, weil sie dann am besten wieder einschläft. Bei meinem Großen (heute 10 Jahre) hab ich "Jedes Kind kann schlafen lernen" praktiziert, als er 10 Monate alt war. Das hat zwar gewirkt, war aber schrecklich und ich mag es nicht nochmal machen. Der Mittlere war irgendwie nicht so anstrengend und hat mit einem Jahr mehr oder minder von allein durchgeschlafen. Tja, mir hilft es manchmal, wenn ich nachts an die anderen Urbiamütter denken, die hier so posten. Dann fühle ich mich nicht so allein auf weiter Flur mit meinem Schlafmangel... #gaehn

LG

Beitrag von babybine 03.01.11 - 10:54 Uhr

Hallo,
das kenne ich auch. Meine Kleine wird auch sehr oft wach (ist 10 Monate alt), wenn sie nach dem Einschlafen mal zwei Stunden schläft sind wir schon froh.
Weiss auch nicht, was man da machen kann und bin auf der Suche. Wir haben einen Tagesablauf, abendritual, lange wach am nachmittag, tags schläft sie eh nur 2 mal so ca. 30 minuten bis 1 Stunde....hilft alles nix.

Kann denn dein Mann den Kleinen auch zum Einschlafen bringen?
Was mir als erste Hilfe gut getan hat war Schichtschlafen: d.h. mein Mann und ich haben uns abgewechselt mit dem Aufstehen und in den Schlaf schaukeln. Einer hat immer im anderen Zimmer geschlafen und der andere beim Baby. So habe ich wenigstens mal 3 Stunden richtig schlafen können, dann 3 STunden mit Unterbrechungen, wieder 3 STunden richtig etc. Nach drei Stunden haben wir uns jeweils abgelöst.
Kann ich sehr empfehlen, das hilft ein bisschen.

und " ich muss aber arbeiten gehen" würde ich als Ausrede nicht zählen lassen. Muss er halt bisschen mehr Kaffee trinken;-)
Wir sitzen ja auch nicht den ganzen Tag auf dem Sofa und ruhen uns aus.
LG.

Beitrag von kati1981 03.01.11 - 12:52 Uhr

Hallo!

Tips habe ich Leider keine,suche selber danach nur kann ich dir sagen das Ganze mache ich Jetzt schon seit 16 Monate mit, mein Kleiner hatte auch noch nie eine ganze ruhige Nacht,immer war oder ist was ob er den Nuckel nicht mehr findet,ob er Krank war/ist,ob er einfach nur schlecht geträumt hat,jede Nacht ist irgendwas und Glaub mir auch ich fühle micht mittlerweile steinalt! Und wie Du schreibst hättest du gerne mal 3 Kinder,ich habe 3 Kinder und es schlaucht zur Zeit sehr weil man einfach mal wieder richtig Schlafen will! #gaehn Um einfach mal wieder Kraft zu tanken!
Liebe aber trotzdem meine 3 überalles! #herzlich Nicht das es Falsch verstanden wird!
Meine letzte Nacht war Heute um 4 Uhr vorbei,er wollte einfach nicht mehr schlafen,liegt aber zur Zeit an den Zähnen!
Achso zu unserm Ablauf er schläft in seinem eigenen Zimmer und geht Abends immer gegen 19 Uhr ins Bett,somit hat er ein festes Ritual!
Tagsüber schläft er fast garnicht,wenn mal ne halbe bis Stunde mehr aber nicht!
Kann nur Hoffen das sich das Ganze mal legt und die Nächte mal ruhiger werden!
Wünsch Dir viel Kraft und stake Nerven das Ganze durchzustehen!#liebdrueck

LG
Kati