Umfrage: Unterschied zwischen Freundschaft und Liebe

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Beitrag von nightwitch 03.01.11 - 08:56 Uhr

Hallo,

aus aktuellem Anlass:

Meine Freundin und ich haben gestern über den Unterschied zwischen Freundschaft und Liebe gesprochen.

Unsere Ansichten bzgl. Liebe oder nur Freundschaft sind doch recht unterschiedlich. Daher würde ich gerne von euch wissen, was macht für euch Liebe aus?

Also wann sagt ihr: dieser Mensch, ist ein (guter) Freund oder diesen Menschen liebe ich und möchte mit ihm zusammen sein.

Also für mich ist es Liebe, wenn ich einen Mann vermisse, mich nach ihm sehne, für ihn da sein will, ihm bei seinen Problemen helfen möchte. Ihm meine Probleme, Wünsche, Sorgen anvertrauen möchte und es sexuelle Gefühle gibt. Ich mich bei ihm wohlfühle und mir keine Gedanken über die Extrakilo auf den Hüften oder die unreine Haut machen muss. Ich einfach ICH sein kann und er mich trotzdem mag. Mit all meinen kleinen Ecken und Kanten.


Vielen Dank schon mal für eure Antworten.

Lieben Gruß
Sandra

Beitrag von purpur100 03.01.11 - 09:03 Uhr

Moin,
das, was du hier unter "Liebe" angibst, betrifft die partnerschaftliche Liebe.

Es gibt viele Formen von Liebe. Und der Übergang zwischen Liebe und Freundschaft ist fließend ;-)

Beitrag von nightwitch 03.01.11 - 09:07 Uhr

Ja, genau die "partnerschaftliche" Liebe meine ich ja.

Die Liebe zu einem Menschen, mit dem man zusammen sein Leben verbringen will. Kinder bekommen (wenn dann überhaupt welche geplant sind), heiraten usw.

Natürlich gibt es viele Formen von Liebe. Auch platonischer Liebe.

Aber ich würde halt ganz speziell die Aspekte partnerschaftlicher Liebe wissen ;-)

Gruß
Sandra

Beitrag von rmwib 03.01.11 - 09:39 Uhr

Partnerschaftliche Liebe ist für mich eine Freundschaft, in der ich mich körperlich vom anderen angezogen fühle. Also "normale" Liebe wie ich sie für meine beste Freundin, meine Mama etc. empfinde plus körperliche Anziehung.

Beitrag von stubi 03.01.11 - 10:01 Uhr

Hm, ich glaub, man muss nicht alles im Leben analysieren. Liebe, Freundschaft, Gefühle usw. sind einfach da und da ist es manchmal echt mühsam, sich zu fragen, warum es so ist.

Solang die eigenen Gefühle erwidert werden, ist doch alles in Butter und man sollte genießen. Ich mach mir z.B. keine Gedanken darüber, warum ich ausgerechnet meinen Mann liebe, es ist eben so und gegen Gefühle ist man meist machtlos. 95% meines Umfeldes haben mir vor 17 Jahren von diesem Mann abgeraten und mich auch oft gefragt, warum ausgerechnet ER es sein muss. Eine wirkliche Antwort darauf hatte ich nicht, ich wusste es eben, dass ich ihn liebe und genau er der Mann ist, mit dem ich einen großen Teil meines Lebens verbringen wollte, der Vater unserer Kinder werden sollte...

Beitrag von shakira0619 03.01.11 - 10:10 Uhr

Hallo!

Das ist eine gute Frage. Ich bin der Meinung, daß ich einen Mann über alles geliebt habe. Meine Freundin sagte aber, ich war ihm schon hörig. (Ist lange vorbei.)

Von meinem ersten Freund habe ich mich nach 8 Jahren getrennt, weil ich merkte, daß er wie ein Bruder für mich ist. Also das war eine sehr gute Freundschaft ohne Streit.

Wenn ich so drüber nachdenke, war es schon ne sehr gute Beziehung. Lauter gemeinsame Interessen und in 8 Jahren NIE Streit. Nur halt keine Liebe und kaum körperliche Anziehungskraft.

Was nun Liebe ist? Ich weiß es nicht genau.

Die Liebe zu meinem Sohn ist ja eine andere Liebe, als die, die Du meinst.

Schöne Grüße, Shakira0619

Beitrag von lichtchen67 03.01.11 - 10:16 Uhr

> Also wann sagt ihr: dieser Mensch, ist ein (guter) Freund oder diesen Menschen liebe ich und möchte mit ihm zusammen sein. <

#kratz Den Menschen, den ich liebe, mit dem bin ich zusammen, teile Tisch und Bett. und davon gibts auch immer nur einen Menschen in meinem Leben.... Alle anderen sind Freunde, mit denen teile ich nur den Tisch ;-).

Lichtchen

Beitrag von nobility 03.01.11 - 14:53 Uhr

Hallo Sandra,

es gibt viele Arten von Freundschaften und viele Arten von Liebe. Z.B. Bruderliebe, Kindliebe etc. Ich habe keine Freundschaft zu meiner Mundharmonika, nein, ich liebe meine Mundharmonika. Ich liebe die Berge und das Bergsteigen. Und ich liebe meine Frau. Aber nur mit ihr habe ich Sex.

Gruß
Nobility

Beitrag von robingoodfellow 03.01.11 - 15:36 Uhr

Hallo,

ach, es gibt so viele Variationen. Ich habe Bekannte, Freunde, meine Familie.

Meinen Mann liebe ich, meine Kinder wieder anders als meinen Mann.

Und es gibt zwei Menschen die für mich mehr sind als Freunde, eher wie Brüder. Der eine sagt auch selber ich sei seine "Ersatz-Schwester" geworden.

Die beiden sind mir genauso wichtig wie meine Schwester, also liebe ich sie auch in gewisser Weise, wenn auch anders als meinen Mann.

Bei meinem Mann weiß ich es weil ich es ganz schlimm finde wenn er längere Zeit Abends nicht da ist, zum Beispiel. Ich liebe seinen Geruch, wenn er nach mir in's Bett kommt dieses "gleich-rüberrutschen und seinen Arm um mich wickeln". All diese Kleinigkeiten, die ich von "Geschwistern" eher weniger erwarte. Auch wenn ich mit denen auch schon im gleichen Bett geschlafen habe^^.

LG

Beitrag von zeitblom 03.01.11 - 15:41 Uhr

Schwierige Frage, die auch ich mir aktuell stelle. Wenn ich daran denke, dass auch sehr alte oder kranke Menschen lieben koennen, ohne eine sexuelle Anziehung oder koerperliche Liebe leben zu koennen, dann faellt es mir schwer, das Sexuelle als Unterscheidungskriterium anzuerkennen. (Zumal ich weiss, dass sexuelle Anziehung nichts mit Freundschaft oder Liebe zu tun haben braucht).

Freundschaft will Gegenseitigkeit. Liebe wuenscht sie sich, aber kann auch bestehen, wenn sie nur einseitig besteht: eine unglueckliche Liebe eben. Sie ist sehr egoistisch und gleichzeitig auf den/die Geliebte konzentriert. Ein Freund bleibt Zuschauer und Zuhoerer. Ein Geliebter ist mittendrin, leidet und freut sich unmittelbar mit der Geliebten. Liebe tendiert dazu, mehr zu geben als zu nehmen.

Beitrag von ayshe 03.01.11 - 16:01 Uhr

Das Gefühl der partnerschaftlichen Liebe hat man schon immer versucht zu beschreiben, Dichter, Sänger, viele eben und auf verschiedenste Weise von blumig-kitschig bis hin zu den chemischen Prozessen, die im Körper stattfinden.

Ich werde es deshalb nicht versuchen.



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Also wann sagt ihr: dieser Mensch, ist ein (guter) Freund oder diesen Menschen liebe ich und möchte mit ihm zusammen sein.
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Wenn ich verliebt bin, eine Gefühl der vollen Liebe habe (eben auch nach der Verliebtheitsphase), dann ist es eben Liebe und sonst nur Freundschaft, weil man sich eben versteht und sich mag.

Beitrag von pink-pearl 04.01.11 - 13:36 Uhr

Laut Platon gibt es 4 Arten von Liebe:

-Agabe: selbstlose "Nächstenliebe"
-Eros: begehrende, sinnliche Liebe
-Philia: Freundschaft
-Stoika: Interessenliebe

Ich denke das es das eine persönliche Definitionssache ist.

Also ich finde mein Partner sollte auch mein bester Freund und Kumpel sein, die gleichen Interessen sind immer gut, wir sollten aber des begehrens fähig sein und es auch ausleben und selbst die "selbstlose" Liebe muss im Spiel sein.

Ich lebe nach dem Motto:

Ein Tropfen Liebe ist mehr als ein Ozean Verstand - Blaise Pascal