Ist das wirklich so?

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von hase89 03.01.11 - 10:03 Uhr

Hallo an euch,

erst mal alles Gute für 2011.

Mich würde mal interessieren, warum folgendes wohl so ist wie es ist:

Warum gehen verheiratete Männer oder Männer in einer festen Partnerschaft eine Affäre ein, wollen aber nicht mehr, sondern nur Sex von dieser Affäre? Selbst wenn sie sich verlieben, warum fällt meist der Satz "Aber von meiner Frau werde ich mich nicht trennen!", obwohl in dieser Partnerschaft gar nichts mehr rund läuft?

Ist es Pflichtbewusstsein oder Angst?
Was denkt ihr darüber?

Beitrag von thea21 03.01.11 - 10:09 Uhr

Kann alles sein.

von Windei, über Arschloch, über Verlustangst, über Schuldgefühle, über mir alles egal, über (falsches) Pflichtbewusstsein weil zB. auch Kinder da sind, über zu wenig Sicherheit bei "Der Neuen"....

Usw usf.

Beitrag von zweiflerin 03.01.11 - 10:17 Uhr

Hallo,

eine Partnerschaft und eine Affaire können durchaus eine Co-Existenz haben. Bei einer Affaire geht es vornehmlich um Leidenschaft, aber diese muss nicht unbedingt stärker wiegen als die Partnerschaft, die man daheim mit seinem Ehepartner führt.

Abgesehen davon, dass natürlich auch finanzielle und praktische Überlegungen zu berücksichtigen sind, ist der Ehepartner optimaler Weise auch der "Partner im Geiste", mit dem man sich ein gemeinsames Leben aufgebaut hat und mit dem man sich vorstellen kann, alt zu werden.

Lg von der Zweiflerin



Beitrag von kleinemimi 03.01.11 - 11:32 Uhr

Und was ist wenn man mit der Affaire viel mehr verbindet, also weniger Sex und Leidenschaft sondern das Reden, Zukunftspläne überwiegen? Was ist das?

LG Mimi

Beitrag von zweiflerin 03.01.11 - 12:02 Uhr

Das gibt es sicher gleichermaßen. Aber dann werden die beiden Beziehungen nicht nebeneinander existieren können. Stattdessen würd man sich mehr oder weniger schleichend entlieben und die Beziehung geht kaputt.

Beitrag von kleinemimi 03.01.11 - 13:03 Uhr

Die Ehe oder die Affaire?

Beitrag von anyca 03.01.11 - 10:24 Uhr

Vielleicht, weil nicht "gar nichts mehr" funktioniert, sondern "nur" Leidenschaft, Sex o.ä. fehlt? Vielleicht funktioniert ja der Alltag mit Hauskredit abzahlen, Kinder hüten, Hemden gebügelt bekommen und gemeinsam Fernsehn schauen, aber eben nicht mehr die Liebesbeziehung. Und eine Trennung würde den funktionierenden Alltag zerstören ...

Beitrag von .roter.kussmund 03.01.11 - 11:04 Uhr

"Warum gehen verheiratete Männer oder Männer in einer festen Partnerschaft eine Affäre ein, wollen aber nicht mehr, sondern nur Sex von dieser Affäre?"

wahrscheinlich deshalb, weil sie zu arm oder zu geizig sind, dafür zu bezahlen.


"obwohl in dieser Partnerschaft gar nichts mehr rund läuft? "

wahrscheinlich deshalb, weils gar nicht so unrund läuft... er sagt halt das, was die affäre gerne hören möchte, um weiterhin für ihn zur verfügung zu stehen.

Beitrag von pati_78 03.01.11 - 11:04 Uhr

Weil man selbst in einer glücklichen und erfüllten Partnerschaft einer Versuchung erliegen kann.

Beitrag von agostea 03.01.11 - 11:43 Uhr

Weil das Fundament einer langjährigen Partnerschaft oftmals einen höheren Stellenwert hat, als eine sexuelle Hochphase mit der (austauschbaren) Geliebten.

Gruss
agostea

Beitrag von ninnifee2000 03.01.11 - 12:00 Uhr

Gefühle haben Männer schon genug zu Hause.

Die meisten gehen Affären ein, weil sie nur Sex wollen. Die wenigsten Männer verlieben sich wirklich (im Gegensatz zu Frauen).

Beitrag von gunillina 03.01.11 - 12:05 Uhr

Auch wenn du Teil dieser Dreiecksbeziehung bist, kannst du nicht unbedingt in die einzelnen Paarbeziehungen hineinschauen und sie dann auch noch verstehen.

Für dich als Affäre sieht es so aus, als sei die Ehe des Mannes, mit dem du schläfst, kaputt. Für ihn und sie kann sie okay sein. Oder eben gut genug, um nicht zu gehen.

Du fühlst dich als zweite Wahl. Als Druckabladeplatz. Als Mülleimer. Das ist dein Problem, auf das du dich höchstwahrscheinlich wissender weise eingelassen hast. Niemand sollte eine Ehe leichtfertig über Bord schmeissen. Auch kein Mann, der seine Frau "betrügt".

Letztlich muss die Affäre sich überlegen, ob es das alles wert ist. Also, das, was du von ihm erhältst, reicht das aus, um weiter mit zu machen?

L G und alles Gute
G

Beitrag von binnurich 03.01.11 - 12:13 Uhr

wieso beziehst du diese Frage nur auf Männer?

Beitrag von hase89 03.01.11 - 14:11 Uhr

Du kannst es gerne auch umdrehen, das gibt es sicher auch mit Frauen und nicht nur mit Männer.

Beitrag von sunshine1176 03.01.11 - 20:21 Uhr

Ich glaube bei vielen Männern ist es eine Art Bequemlichkeit / Gewohnheit.
Viele Männer sind richtige Gewohnheitstiere, sie wissen, dass eine Beziehung anders und besser laufen könnte, sie wissen, dass sie eigentlich unglücklich sind, dass sie vielleicht sogar eine andere Frau lieben, aber sie können nichts an der Situation ändern, weil es mit vielen Unannehmlichkeiten verbunden ist, sich zu trennen!

Klingt ziemlich einfach, ist aber (meiner Erfahrung nach) ziemlich oft so!