Baby schreit vorm Einschlafen

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Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie ihr Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von curly_hasi 03.01.11 - 10:19 Uhr

Hallo liebe Mamas,

ich würd gern mal eure Meinungen und -hoffentlich- Tipps zu folgendem Problem hören:

Unsere Kleine, 5,5 Monate, wird bei den ersten Müdigkeitsanzeichen wie Augenreiben und Gähnen bettfertig gemacht. Sobald sie aber in ihr Bettchen (direkt neben meinem) gelegt wird, fängt sie an zu brüllen wie am Spieß. Sie lässt sich dann kaum mehr beruhigen. Ich nehm sie dann auch wieder raus, und versuche, sie durch schaukeln oder rumtragen zu beruhigen. Sobald sie aber wieder in Richtung Bett kommt, geht das Ganze von vorne los. Sie schläft dann meist erst nach einer Stunde, völlig fertig, ein. Müde genug ist sie sicherlich, denn es wird oft 22 oder 23 Uhr, bis sie ins Bett geht.

Ich würde ihr das alles gerne ersparen und frage mich, ob wir vielleicht irgendwas tun können, um ihr die "Angst vor dem Einschlafen" (oder was immer das ist! #gruebel) zu nehmen. Habt ihr vielleicht eine Idee?

Danke und liebe Grüße,
Curly #gaehn

Beitrag von nickel-79 03.01.11 - 10:28 Uhr

Hi,

hört sich nach Mia an. Und wenn ich meinen Mann formulieren darf: du hast sie " verzogen" , Angst vorm schlafen ist das sicher nicht, sie findet es nur toller auf dem Arm als alleine im Bett.
LG Nicole

Bin aber auf gute Tipps gespannt... ;-)

Beitrag von bimmelbahn 03.01.11 - 10:50 Uhr

Hallo
ich würde es mit einem Einschlafritual versuchen bei uns hat das super geholfen. Unsere Maus nimmt das super an.

Wir haben sehr früh mit einem Einschlafritual begonnen. Ich weiß nicht wie Mobil deine Maus ist. Bei uns war bis zum ca. 6 Monat eine Babymassage das Einschlafritual. Jetzt ist unsere Maus fast 10 Monate und möchte nicht mehr Massiert werden. Jetzt wird er um 19:00Uhr Bettfertig gemacht und wir spielen in seinem Zimmer mit ihm bis er sich die augen reibt. Dann gibt es eine kleine Gutenachtgeschichte und einen Kuss. Dann verlasse ich das Zimmer.

Er schläft dann ein. Und weckt uns gegen 5:00Uhr dann gibt es eine Pulle und dann schläft er noch bis um ca. 8:00Uhr.

Viel erfolg
#winke

Beitrag von nickel-79 03.01.11 - 10:52 Uhr

Rituale finde ich auch super. Hat bei meinem Sohn auch geholfen und bei unserer Tochter hilft es eigentlich auch, immer der gleiche ablauf, gibt dem Kind Sicherheit und Sicherheit brauchen die Kiddis bei den ganzen neuen Sachen die sie im Moment lernen und verarbeiten müssen.

LG

Beitrag von angelbabe1610 03.01.11 - 12:27 Uhr

Hallo,
macht sie das schon von Anfang an so oder erst seit kurzem?
Wir hatten auch so eine Phase. Unser Sohn, der sonst immer alleine einschlief, schrie plötzlich nur noch rum sobald er im Bett lag. Wir standen daneben und wurden angeschrien. Es half kein Stillen, singen, nichts - nur Rumtragen. Wir waren echt schon am verzweifeln. Wir haben von Beginn an immer das gleiche Zubettgehritual und unsere Tage sind nicht hektisch und haben immer - bis auf wenige Ausnahmen - den gleichen Ablauf und die gleichen festen Essenszeiten. Dennoch hat das in der Phase auch nicht geholfen.
Bei uns fing es im Oktober an und dauerte bis zum 08.12. Da war Ruhe, denn plötzlich sah man unten zwei Zähnchen blitzen. Das hat Semih scheinbar extrem zugesetzt. Er hatte auch die ganze Zeit über einen wunden Po, teilweise mit offenen Stellen etc. Ich hätte nicht gedacht, dass das so lange dauert bis ein Zahn durch sein kann, aber nun sehe ich, dass die beiden in knapp einem Monat erst gut 2,5mm gewachsen sind und kann mir nun schon denken, dass es daran lag. Bei uns ist es seitdem jedenfalls viel besser. Semih schläft in seinem Bettchen ein ohne Rumtragen und stundenlanges Schreien. Er leigt da, dreht sich manchmal noch etwas hin und her und in wenigen Minuten ist er am Schlafen.
Vielleicht kommen bei deiner Kleinen nun auch die ersten Zähnchen durch.
Wenn sie solange nur einschläft, indem du sie rumträgst oder sie zu dir nimmst, ist es nunmal so. ich weiß, wie anstrengend das ist, aber viele anderen Möglichkeiten hat man ja leider nicht :-(. Ich hatte Angst, dass Semih sich daran gewöhnt und dann gar nicht mehr alleine einschläft, aber esklappt ja jetzt, von daher kann ich dir nur empfehlen so weiter zu machen.
Ich wünsche euch, dass es bald besser wird :-)
LG #winke

Beitrag von angelbabe1610 03.01.11 - 12:30 Uhr

Ach, noch eine Frage: Wie schläft sie denn tagsüber? Wir hatten tagsüber auch Probleme. Semih schlief nur, wenn ich daneben lag und da schrie er mich dann auch noch 10-15 Minuten an :-(.
Das klappt jetzt auch ohne Probleme.
Oder schläft deine Tochter unregelmäßig und tagsüber vielleicht zu wenig? Das kann auch zu einer Störung des Nachtsschlafes führen.
Nochmal #winke

Beitrag von curly_hasi 03.01.11 - 14:59 Uhr

Hallo,

danke für deine ausführliche Antwort. Tagsüber schläft sie meist beim Spazierengehen oder im Auto (MaxiCosi) ein, manchmal auch neben mit auf der Couch. Da lass ich sie dann auch, solange sie schläft. Vielleicht sollte ich sie auch tagsüber in ihr Bett legen, sobald sie schläft?

Wir hatten schon wesentlich bessere Phasen, sie ging auch schon ohne Probleme abends ins Bett. Hat noch ein paar Minuten erzählt und mit ihrem Schnuffeltier gespielt und ist dann seelig eingeschlummert. Seit ein paar Tagen ist halt alles anders.

Tagsüber macht sie vormittags ein kurzes Nickerchen, dann ihren Mittagsschlaf (ca. 1 - 1,5 Std.) und dann schläft sie spätnachmittags/abends nochmal ne Stunde. Mehr oder weniger regelmäßig, mal ne Stunde hin oder her.

Hast du noch Ideen, was es sein könnte? Die Zähne schießen auch bei ihr ein, aber ob es daran liegt?

LG, Curly

Beitrag von angelbabe1610 03.01.11 - 16:03 Uhr

So wie du das beschreibst, würde ich echt auf Zähne tippen. War bei uns ja auch so und es hört sich genauso an. Jetzt, wo die schwierige Phase ist, würde ich mich tagsüber daneben legen und abends auch oder schuckeln oder irgendwas, das ihr hilft. Wenn es vorbei ist, würde ich sie schon wieder daran gewöhnen im Bettchen alleine einzuschlafen (tags- und nachtsüber). Wir haben das auch so gemacht und es war auch gar kein Problem. Mit alleine einschlafen meine ich, nicht tragen, schuckeln, stillen oder so. Ich sitze aber im stockdunkeln daneben und bleibe solange bis mein Sohn eingeschlafen ist. Wenn er dann mal etwas unruhiger wird, hilft es, wenn ich ihm was vorsinge.

Ansonsten habe ich keine Idee, was es sein könnte, da du sagts es sei erst jetzt seit ein paar Tagen so. Sollte es sehr lange anhalten, würde ich zum Osteopathen oder Chiropraktiker gehen. Vielleciht ist was blockiert. Mein Sohn ist z.B. ein Kiss-Kind, er war von Anfang an schief, aber erst mit 5 Monaten hatte er ne Schreiphase beim Einschlafen und wachte schreiend auf. Das lag daran, dass die Vojtatherapie die Blockade noch spürbarer gemacht hat. Nach dem Besuch beim Kiss-Chiropraktiker war alles gut. Wäre also evtl auch eine Überlegung wert.

Kann aber auch an der Entwicklung liegen. Hat sie was neues gelernt? Unser Sohn beginnt grade damit, in den Vierfüßler zu gehen und heute meinte unsere Physiotherapeutin noch, dass Babys schlechter schlafen können, wenn sie was neues lernen.

Mehr Ideen hab ich aber jetzt wirklich nicht :-)

Beitrag von marysa1705 03.01.11 - 15:40 Uhr

Hallo,

sie hat ja offensichtlich ein Problem mit dem Bettchen. Also legst Du sie einfach NICHT ins Bettchen.
Nimm eine Trage oder ein Tuch und pack sie da rein, wenn sie müde ist. Lass Dir eine kleine Hausarbeit für abends übrig, bei der Du Dich viel bewegen musst (Staubsaugen, Boden wischen, ...).

Unser Sohnemann schläft regelmässig im Ergo auf meinem Rücken bei der Hausarbeit ein. Es ist ja ganz natürlich, dass ein Baby den Körperkontakt beim Einschlafen haben möchte.

Wenn Du ja schon gemerkt hast, dass sie durch Schaukeln und Rumtragen ruhiger wird, dann lass doch einfach das mit dem ins-Bett-bringen von Anfang an weg. :-)

LG Sabrina