Eingewöhnung klappt gar nicht

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von sabrinchen22 03.01.11 - 13:05 Uhr

Hallo,

ich bin selbst Erzieherin und weiß, wie eine Eingewöhnung funktioniert.
Mein Sohn geht seit dem 1.Dezember in den Kiga. Er hat dort eine Bezugserzieherin. Leider war die oft nicht da und ich saß in der Gruppe und habe mit ihm und den anderen Kids gespielt. Dann waren ja Ferien. Also Eingewöhnung im Dezember klappte gar nicht. Super Kigabeitrag umsonst bezahlt. Dann war es so, dass ich ihn soweit hatte, dass er mit den anderen Kindern gespielt hatte und ich mich etwas zurück ziehen konnte. Dann hieß es die eine Stunde ist vorbei, wir müssten nun heim gehen.
So heute war der neue Start. Mein Sohnemann natürlich nur geweint, die Eingewöhnung beginnt von vorne. Wir kommen heute morgen in den Kiga, die Bezugserzieherin ist wieder nicht da, hat Urlaub. Ich also wieder mit meinem Kleinen da gesessen. Dann kam eine andere Erzieherin aus der Gruppe zu uns und hat angefangen mit meinem Sohn zu spielen. Als er dann warm wurde und anfing mit ihr zu reden, steht sie auf und geht ins Orgateam. Na super, also waren wir wieder allein.
Wie soll das denn funktionieren? Er kennt die Erzieherinnen nicht und hat keinen Bezug zu ihnen. Ich werde garantiert nicht mein weinendes Kind bei für ihn fremden Erzieherinnen lassen.
Ich habe mir schon überlegt, mit den Erzieherinnen zu sprechen, habe aber etwas angst, dass es jetzt grad am Anfang blöd rüberkommt.

LG Sabrinchen

Beitrag von capri 03.01.11 - 13:14 Uhr

Hallo Sabrinchen,

gerade da du je auch Erzierhin bist, solltest du ein Gespräch suchen! Es wird deinem Sohn ja nur unnötig schwer gemacht so wie es jetzt läuft.

Unsere Eingewöhnung hat gerade mal 2 Woche gedauert, allerdings sind meine beiden in einer Kita-Gruppe zusammen. Ich fand es auch sehr wichtig, dass sie beide eine Bezugsperson haben dort.

LG Capri#sonne

Beitrag von schwarzesetwas 03.01.11 - 13:14 Uhr

Was ich mich grad frage: Warum spielst Du mit Deinem Kind während der Eingewöhnungszeit?
Wie soll er denn das verstehen?

Ich kenne es so und habe nur so erlebt, dass die Mutter dort quasi als Möbel rumsitzt, auch kein Trösten geschweige denn Bespielen übernimmt.

Vielleicht solltest Du das mal einstellen.

Lg,
SE

Beitrag von sabrinchen22 03.01.11 - 13:22 Uhr

In den anderen Gruppen in dem Kiga ist es ja auch so.
Aber würdest du dein Kind einfach so da lassen? Er kennt kein Kind dort und keine Erzieherin. Wäre mal eine Erzieherin für ihn da, würde ich garantiert nicht mit ihm spielen.

lg sabrinchen

Beitrag von schullek 03.01.11 - 13:34 Uhr

und wie bitte soll es das kind verstehen, dass die mutter da ist, aber es nicht tröstet oder ähnliches? das ist ja mehr als kontraproduktiv!

ideal wäre eine erzieherin, die ein verhältnis zum kind aufbaut, dem das kind vertraut und die mutter es immer mehr in dessen obhut übergibt. und zwar dann, wenn es sich von dieser person auch trösten lässt. und erst dann.

Beitrag von sabrinchen22 03.01.11 - 13:44 Uhr

genau so meinte ich es ja auch. Wenn er eine Bindung zu der Erzieherin hätte, würde ich nicht die ganze Zeit dort sitzen und mit ihm spielen. Ich versuche ja nur, dass er wenigstens zu den Kindern Lontakt bekommt.
Aber egal was manche sagen, ich würde niemals ihn dort abliefern und gehen, weil ich genau weiß, dass dort jeder für ihn fremd ist und das tue ich ihm nicht an.

Beitrag von babylove05 03.01.11 - 13:16 Uhr

Hallo

Ich hätte die eingewöhnung schon garnicht im dez. begonne , war ja klar des Ferien sind ...

Ansonsten sprech malmit der leitung , sag des du es blöd findest das du so im stich gelassen wirst , und das du dann erst beginnen willst wenn eine FESTE Erzieherin in der gruppe ist ( spich sie aus den Urlaub da ist ) ....

Lg Martina

Beitrag von sabrinchen22 03.01.11 - 13:24 Uhr

Hallo Martina,

im Januar wäre mir auch lieber gewesen, aber laut Kiga musste es im Dezember sein.

Meine Bedenken sind halt, wenn ich jetzt mich schon beschwere, dass wir schon blöd dastehen.

lg sabrinchen

Beitrag von judith81 03.01.11 - 13:17 Uhr

Hallo,
unsere Tochter war im Dezember nur 1 Tag mal schnuppern, blieb ohne großes Tamtam von 8.30 bis 11 Uhr dort - ohne mich. Ab 10.1. geht sie tägl. von 7 - 12 Uhr rein. Eingewöhnung sollte laut Kindergarten so laufen, dass wir sie um 9 Uhr bringen u. um 12 Uhr holen. Ich werde sie um 7 Uhr bringen u. ggf. um 11 Uhr holen, denn Johanna ist immer ab 6 Uhr wach, wenn ich sie bis 9 Uhr daheim lassen soll, habe ich nur gequengel. Ich bin gespannt, wie die Erzieherin reagiert. Ab 7 Uhr ist Freispielzeit bis 9 Uhr, da muss sie sich natürlich mit unserer Tochter abgeben, denn sie hat ja noch keine Freunde, aber ich denke das wird schon klappen.
Ich würde an deiner Stelle einfach mal die Erzieherin fragen, ob es denn nicht möglich wäre, dass du gleich gehst ...das Kind wird sich doch sicherlich wieder beruhigen, oder? Und wenn nicht, dann rufen sie dich doch sicherlich an, oder?
LG
Judith mit Johanna *22.01.08 u. Jonathan *19.08.09

Beitrag von sabrinchen22 03.01.11 - 13:26 Uhr

Diesen Versuch hatten wir schon, aber er hat die ganze Zeit nur geweint und ließ sich einfach nicht beruhigen.

lg sabrinchen

Beitrag von lieka 03.01.11 - 13:18 Uhr

Bei uns hat mein Mann die Eingewöhnung übernommen das hat super geklappt. Bei uns war aber auch (fast) immer seine Bezugsbetreuerin da und sehr schnell hat sich mein Sohn von ihr (Am Anfang NUR von ihr) trösten lassen.
Versuche mal mit den Erziehern zu reden (in einem vernünftigen Ton) so wie du wolltest das eine Mutter mit dir redet wenn was nicht passt.

Beitrag von sabrinchen22 03.01.11 - 13:33 Uhr

Das habe ich mir auch überlegt. Die Bezugserzieherin weiß, dass ich auch Erzieherin bin.
Ich hatte da halt etwas bedenken, schließlich ist sie 32 Jahre im Beruf und ich erst 6 Jahre.
Aber es wird mir nichts anderes übrig bleiben, denn ich möchte nicht, dass mein Sohn leidet.

Beitrag von sunflower.1976 03.01.11 - 13:26 Uhr

Hallo!

So ähnlich läuft die Eingewöhnung bei meinem kleinen Sohn auch ab :( Anfangs lief allerdings alles super, er ließ mich problemlos gehen usw. Aber nachdem er ein paar Tage mit hohem Fieber zuhause war, ging gar nichts mehr. Den ersten Tag nach dem Infekt war es morgens noch okay. Aber dann fing er an zu weinen und ließ sich nicht mehr beruhigen. Er hat so sehr geweint, dass er würgen musste (habe ich im Nachhinein erfahren). Ich wurde nicht angerufen, obwohl ich mehrfach darum gebeten habe, ihn nicht zu lange weinen zu lassen. Und er durfte noch nicht mal mit einer Erzieherin kurz zu seinem großen Bruder in die andere Gruppe gehen. Das hätte schon gut geholfen.
Ab dann ließ mich mein Sohn nicht mehr weg. Also haben wir mit der Eingewöhnung neu begonnen. Dort spielen fand er toll, aber eben nur mit mir. Ich habe dann morgens mit ihm kurz die Gruppe besucht, bin aber nach einer Stunde wieder mit ihm nach Hause gegangen. Ich habe nichts forciert wegen der Weihnachtsferien und der vierwöchigen Sprachheilreha meines großen Sohnes(ab nächste Woche), zu der mein kleiner Sohn mitkommen muss. Wenn wir danach wieder zuhause sind, beginnen wir wieder mit der "richtigen" Eingewöhnung.

Die Erzieherinnen in der Gruppe meines kleinen Sohnes sind leider nicht wirklich fähig. Nur ein Beispiel: Mein großer Sohn wurde in seiner Gruppe von der Erzieherin sehr herzlich begrüßt, sie hat ihn in den Arm genommen, nach den Ferien gefragt usw. Die Erzieherinnen in der Gruppe meines kleinen Sohnes brachten nur ein "Hallo J." über die Lippen, sind nicht vom Tisch, an dem sie sich über ihre Silvestererlebnisse austauschten aufgestanden usw. Mein großer Sohn, der kurz mitgekommen ist, wurde wie Luft behandelt.
Wenn ein Kind weint, gehen zwei der drei Erzieherinnen kaum drauf ein usw.

Sprich das Problem freundlich und ohne Vorwürfe an. Sonst wird es mit der EIngewöhnung nicht besser.

LG Silvia

Beitrag von clautsches 03.01.11 - 14:41 Uhr

Hallo!

Ich versteh nicht ganz, warum du dich nicht "traust" mit den Erzieherinnen zu sprechen? Selbstverständlich braucht dein Kind jeden Morgen jemanden, der es abholt und in die Gruppe integriert.

Das mit dem Spielen versteh ich auch nicht. ;-)
Ich habe meinem Sohn von Anfang an gesagt, dass der Kindergarten kein Mutter-Kind-Spielplatz ist. Ich bin zwar anfangs dageblieben, habe mich aber komplett im Hintergrund gehalten.

Als Erzieherin weißt du bestimmt, dass die Eingewöhnung bis zu einem Jahr dauern kann. Und ihr habt heute damit angefangen - die Zeit vor den Ferien kann man getrost vergessen.
Also Gespräch suchen und Geduld haben. Und selbst konsequent sein und die Grenzen nicht verwischen.

LG Claudi

Beitrag von sabrinchen22 03.01.11 - 14:57 Uhr

Hallo,

das mit dem spielen ist ganz einfach, weil er sonst komplett allein dastehen würde. Ich weiß, dass das falsch ist, aber wenn doch niemand da ist, soll ich ihn dann einfach allein da stehen lassen?
Ich werde ein Gespräch mit der Erzieherin suchen, wenn sie mal wieder da ist.

lg sabrinchen

Beitrag von woodgo 03.01.11 - 16:59 Uhr

Hallo,

vielleicht mußt auch Du lernen, loszulassen. Du überträgst Deine Ängste auf Dein Kind.
Warum mußt Du die ganze Zeit dabei sein? Hier bei uns läuft das anders ab, da gehen die Eltern nach spätestens einer Woche schon die ersten Stunden weg. Klar weint mal ein Kind, aber es hört in den meisten Fällen dann auf, wenn die Eltern um die Ecke sind.

LG