frage zu haushaltshilfe

Archiv des urbia-Forums Kleinkind.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von lalibaby 03.01.11 - 16:32 Uhr

hallo zusammen,
kurz zu meiner situation:
ich habe eine 2, 5 jahre alte und eine neun monate alte tochter. zur zeit steht mir das wasser bis an den hals. der stress hat mich echt eingeholt und ich habe das gefühl ich schaffe es langsam nicht mehr. die kleine ist ein "schreikind" und die große fordert natürlich auch ihre rechte... ist ja auch ganz normal und verständlich aber es ist gerade echt verdammt viel und nachts schlafe ich selten mehr als eine stunde am stück.

vor zwei tagen hatte ich dann einen zusammenbruch. hatte schlimme magenkrämpfe, übergab mich mit blut und bekam einen krampfanfall und musste mit dem notarzt für eine nacht ins krankenhaus. der arzt machte eine andeutung dass ich mich beim frauenarzt vorstellen könnte und mir eine haushaltshilfe gezahlt werden würde.
hab mich dann aber nicht mehr genauer gedraut nachzufragen weils mir irgendwie peinlich war / ist... ich meine zwei kinder haben ja viele aber deswegen ne haushaltshilfe auf krankenkassenkosten? käme mir da echt blöd vor wobei es mir natürlich wirklich wahnsinnig helfen würde.
wisst ihr was einem da zusteht und wie das abläuft?

für antworten wär ich sehr dankbar,
liebe grüße

Beitrag von superschatz 03.01.11 - 17:25 Uhr

Hallo,

ich hatte eine Haushaltshilfe, weil ich nach einem Unfall mit mehrstündiger OP 6 Wochen einen Gips hatte und damit meinen Sohn nicht mal wickeln konnte, geschweige denn heben. Diese Tätigkeit hat meine Mutter übernommen (sie hat nur eine fahrtkostenerstattung bekommen), weil ich niemand fremdes bei uns zuhause haben wollte und diese verordneten 8 Stunden so oder so nicht ausgereicht hätten. Wer hätte mein Kind denn z.B. nachts versorgt?
Da meine Mom bei meinem Dad im Betrieb arbeitet, konnte sie glücklicherweise gut frei nehmen. Da ich alleinerziehend bin, kam niemand anderes in frage.

Aber mal zu deinem Problem, wäre es nicht ratsamer das Problem grundlegend anzugehen? Eine Haushaltshilfe wird dir auch nicht dauerhaft verschrieben. Hast du nicht eher die Möglichkeit deinen großen Sohn in eine Kita/zu einer Tagesmutter zu geben? Somit wäre er vormittags schon mal gut betreut.
Nebenbei würde ich dir eine Therapie empfehlen um mit diesen Stresssituationen besser umgehen zu können.

Und mal eine ganz andere frage, unterstützt dich dein freund/Mann gar nicht?

LG
Superschatz

Beitrag von snoopster 03.01.11 - 17:32 Uhr

Hallo,

ja, man kann sich eine HH ärztlich verschreiben lassen.
Warum Du grad zur FA sollst frag ich mich aber schon.
Es kann genauso Dein Hausarzt machen, wenn Du Dich überfordert fühlst. Soll jetzt kein Angriff sein, aber ne genaue Diagnose weiß ich halt nicht.
ODe rmeinte er, postpartale Depressionen??

Egal. Auf alle Fälle gehts so:
Ruf Deine KK an. Die sollen Dir nen Wisch schicken, den muss der Arzt ausfüllen. Also: Diagnose und warum Du ne HH brauchst. Und wieviele Std. er vorschlägt. Er kann die Stundenzahl und die Länge reinschreiben. Also für die nächsten vier Wochen z.B.

Dann geht das zurück an die KK. Du musst Dir selber ne HH suchen. Entweder ne Bekannte, oder ne Verwandte, oder Dein Mann bekommt unbezahlten Urlaub und dann 80% des Gehaltes von der KK zurückerstattet, oder von einem Dienst, der ne HH (FAmilienpflegerin) stellt.
Der Befund vom Arzt wird dann von der KK geprüft. Und dann wirds genehmigt. Wenn Du Dir schon eine holst in der Zwischenzeit und dann wirds nicht genehmigt bleibst Du auf den Kosten sitzen! Allerdings dauert die Genehmigung auch, da kann man der KK aber ein wenig auf die Füße treten...
Ja und dann kommt die HH für die Stundenzahl und die Länge, die die KK genehmigt hat. Das kann durchaus weniger sein wie der Arzt verschrieben hat.

Die HH ist übrigens keine billige Putze, sondern da, um Dich zu entlasten. D.h. sie spielt mit den Kindern, kocht denen essen oder holt sie vom KiGa/bringt sie, und Du kannst schlafen, Dich ausruhen, ect.
Es wird also keine Fenster geputzt, keine Dachboden ausgeräumt und kein Garten umgegraben, weil sich das aufschieben lässt. Aber die räumen auf nachm Kochen, sie räumen das Spielzeug weg, sie gehen auch einkaufen (mit den Kindern)....

JA, das fällt mir grad so ein und jetzt muss ich leider zum Kleinen und auch noch Geschenke einpacken.... falls ich was vergessen hab frag einfach. Bin später schon wieder da :-)

LG und schonmal alles Gute
Karin - die während der letzten SS ne HH hatte wegen vorzeitigen Wehen

Beitrag von tragemama 03.01.11 - 17:36 Uhr

Ein Krampfanfall und Bluterbrechen kommt aber nicht primär von Stress... Warum sollst Du zum Frauenarzt? Meinte er den Hausarzt?

Hast Du keine Unterstützung? Falls nein, hol Dir welche. Gib die Große in den Kindergarten, schaff Dir (wenn möglich) eine Haushaltshilfe an, entlaste Dich - anders würde ich hier auch nicht über die Runden kommen, wobei ich noch Vollzeit arbeiten gehe.

Alles Gute,
Andrea

Beitrag von mausmadam 04.01.11 - 00:20 Uhr

Im letzten Sommer war ich auch vollkommen überfordert.

Die Zwillinge waren ein paar Monate alt - er war ein Schreikind, hat jeden Tag und jede Nacht mehrere Stunden geschrien (ich rede nicht von nur 4,5 oder 6 Std, sondern dtl. mehr), sie war ein Spuckkind und hat sich jeden Tag mehrere male übergeben, manchmal auch auf unseren Sohn, der neben ihr lag
Meine Große war in der Trotzphase
Mein Mann auf Montage von Montags bis Freitags war ich Tag und Nacht alleine
Mein Asthma war so schlimm dass ich teilweise keine 100 m mehr laufen konnte, im EEG waren Auffälligkeiten...

Ich habe KEINE HHH bekommen, dazu hätte ich ins Krankenhaus gehen müssen oder bettlägrig sein müssen.