Gewöhnung an Fingerfood...

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von babe1978 03.01.11 - 19:32 Uhr

Hallo,

ich brauche auch mal wieder einen Rat #kratz

mein Kleiner ist jetzt 8 Monate und liebt seine Breimahlzeiten...

jetzt habe ich ihn schon ein paar mal mit anderen Sachen versucht zu ködern - VORSICHTIG mit zerdrückter Banane, Brot, Babykeks, Reiswaffel, Apfel... #mampf
Obwohl er bereits 4 Zähne hat - bekommt er das Zerkleinern nicht hin, sodass er sich jedesmal sowas von verschluckt und würgt, dass ich ihn schon 2 mal auf den Kopf stellen musste, dass er alles wieder ausspuckte - der arme Kerl...

Jetzt habe ich natürlich umso mehr Angst ihm noch mal was zu geben...

Kennt das jemand von Euch und wie habt ihr Euere Kleinen ans fingerfood gewöhnt...

Danke für alle Antworten...

Liebe Grüße

Beitrag von tacosi 03.01.11 - 19:41 Uhr

Hi,

also ich glaube, dass das nur eine Sache der Übung ist. Felix hatte am Anfang auch Schwierigkeiten damit, jetzt klappt es aber prima: Birne, mehlige Äpfel, Vollkorntoast, Nudeln etc.

Einfach immer wieder anbieten und den Mini im Auge behalten! ;-)

Grüßle
Tanja

Beitrag von hardcorezicke 03.01.11 - 19:57 Uhr

Hallo

leonie 7 monate.war auch eine.. wenn es zu grob im mund war.. hat sie sich geschüttelt und auch mal gewürgt..

ich habe es immer wieder angeboten..jeden tag.. jetzt lutscht sie zumindest en halben keks... es sei der hund klaut ihr den *fg*

die kinder müssen sich noch dran gewöhnen.. weil vorher alles klein und dann auf einmal grober wurde..

Beitrag von lilly7686 03.01.11 - 20:41 Uhr

Mach das Fingerfood so, dass dein Kleiner es bequem nehmen kann. Also mind. 6cm lang und mind. 2cm Durchmesser.

Er muss es ja nicht unbedingt beißen am Anfang. Er kanns ja auch lutschen.

Meine Kleine kriegt jetzt seit knapp einem Monat Fingerfood und liebt es! Naja, sie mag aber auch absolut keinen Brei. Von daher kennt sie das nicht anders. Ich hab ihr noch nie was gefüttert oder so. Also sie kennt es nur so, dass sie selbst isst.
Also mag sein, dass dein Kleiner da durchs Füttern etwas verwöhnt ist, und daher länger braucht, bis es mit Fingerfood klar kommt.

Lass ihm also Zeit!

Beitrag von meandco 03.01.11 - 20:55 Uhr

#freu;-)

meine hatte noch nicht einen zahn und war grade 6 monate alt. da hat sie ein stück apfel erwischt beim tisch (wollte es ihr eigentlich noch gar nicht geben - wir haben ja grade erst mit fenchel angefangen zu mittag ...;-)). der wanderte natürlich diretissima in den mund. sie merkte der schmeckt nach was und schon hat sie angefangen wie wild da dran zu nagen. keine 5 min später hatte sie ein stück ab und es genüsslich weiter zermantscht ...

gib ihm weichere sachen die er leichter runterbringt würd ich mal sagen. ich denk dass er zu hastig schluckt #kratz vielleicht liegts auch grade dran dass er 4 zähne hat und die kauleisten nicht mehr ganz aufeinander gehen ... du könntest ja härtere sachen zb gedünstet anbieten?

was noch geht: hirsebällchen und maisstangerln. beides extrudiertes getreide und sehr weich - das haben noch alle runtergekriegt ... und schmecken tuts auch allen #pro

lg
me

Beitrag von marlen77 03.01.11 - 20:57 Uhr

Hallo,
genau aus diesem Grund, wird mein Kind Brei bekommen.
Hier ist es ja schon fast verpönt seinem Kind Brei zu geben. Ich hätte viel zu viel Angst, das meine Maus sich verschluckt.
Das muss aber jeder selber wissen.
Da du dein Kind aber schon mit Brei gefüttert hast, würde ich das sowieso auch weiterhin so machen und langsam die Konsistenz ändern. Es kennt ja gar nichts anderes.

LG Marlen

Beitrag von lilly7686 03.01.11 - 21:13 Uhr

Entschuldige, ich versteh das sicher falsch. Aber nachfragen will ich dennoch: du willst deinem Kind Brei geben, damit es NICHT lernt zu kauen???

Beitrag von marlen77 03.01.11 - 21:27 Uhr

Nein, ich möchte meinem Kind Brei geben, damit es sich nicht verschluckt.
Ich habe ja früher auch Brei bekommen und trotzdem kann ich kauen;-)

LG

Beitrag von seikon 04.01.11 - 11:26 Uhr

Na mit der Aussage solltest du deinem Baby am besten gar nichst mehr zu essen oder trinken geben. Denn auch an Muttermilch kann sich ein Kind verschlucken. Das gehört einfach dazu und das kann man nicht verhindern. Wenn man aber einige Punkte beachtet, dann ist Fingerfood bei so kleinen Kindern genau so sicher/unsicher wie Brei füttern.

Leider wird den Eltern erfolgreich eingetrichtert, dass ein Kind ohne Zähne absolut unfähig ist "feste" Nahrung zu verarbeiten und dass alles klein pürriert werden muss. Das stimmt aber nur bedingt.

Beitrag von marlen77 04.01.11 - 11:48 Uhr

Ich denke schon, dass es ein Unterschied ist,ob mein Kind sich an Muttermilch und Brei verschluckt oder an Gemüsestücke und Fleisch.
Ich musste meine kleine jedenfalls noch nie mit dem Kopf nach unten halten, weil sie sich verschluckt hat#kratz

Beitrag von lilly7686 04.01.11 - 12:02 Uhr

Musste ich auch nicht. Und meine Kleine isst jetzt seit einem Monat Fingerfood. Und zwar ausschließlich.

Beitrag von marlen77 04.01.11 - 12:34 Uhr

Du vielleicht nicht, aber die TE.;-)

Beitrag von seikon 04.01.11 - 13:19 Uhr

Naja technisch gesehen ist es erstmal egal, ob sich ein Kind an Brei, Milch oder eben fester Nahrung verschluckt. Denn verschlucken heisst ja nicht zwangsläufig ersticken.
Aber die Angst daran lähmt halt viele Eltern mal ein bisschen auszuprobieren und sich auf ihr Bauchgefühl zu verlassen.

Was man eben auch einfach berücksichtigen muss (und das lässt sich auch nicht wegdiskutieren) ist die Tatsache, dass bei der Breifütterung die "Essphysik" ja eine andere ist als bei fester oder halbfester Nahrung. Und Kinder die lange Zeit ausschließlich mit Breien gefüttert werden tun sich Anfangs deutlich schwerer mit stückigeren Breien oder gar Fingerfood als solche Kinder, die Fingerfood von Beginn der Beikost an kennen.
Du bewahrst dein Kind also nicht davor, dass es sich an fester Nahrung mal verschluckt. Du schiebst den Zeitpunkt nur nach hinten.

Ich verurteile niemanden, der sein Kind anfangs mit Brei füttert. Ich selbst habe das bei meiner Großen auch gemacht. Und sie hat lange lange Zeit auch nur die kleinsten Stückchen im Essen total abgelehnt. Es hat sehr sehr lang gedauert, bis sie bei Stücken nicht gewürgt hat und diese essen konnte und wollte.
Bei meinem Sohn wende ich daher bewusst die bedarfsorientierte Beikost (baby led weaning) an.

Beitrag von marlen77 04.01.11 - 15:59 Uhr

Hmm, ich verändere ja nach und nach die Konsistenz. Von daher gewöhnt mein Kind sich langsam daran und nicht von heute auf morgen.
Ich fand das Thema Fingerfood,anfangs auch interessant, habe mich dann aber aus genannten Grund dagegen entschieden.

Beitrag von seikon 04.01.11 - 16:34 Uhr

Ja, ich hatte anfangs auch bedenken. Vorallem weil man aus dem Umfeld ja auch entsprechend verunsichert wird und ordentlich Feuer bekommt.
Aber ich habe einen recht interessanten Artikel der WHO zum Thema Baby led weaning und Fingerfood und so gelesen und das hat mich bestärkt es einfach mal zu versuchen. Und wenn man sich an einige Punkte hält, dann kann da auch nicht mehr passieren als bei der Breifütterung. Aber man spart sich halt eben das füttern als Tätigkeit, das gesonderte Kochen bzw. das Gläschen kaufen. Das Baby isst das, was die Eltern auch essen (natürlich entsprechend mild gewürzt und salzarm) und es isst vorallem eben allein.
Das hat mich überzeugt.
Ich persönlich werde meinem Sohn jedenfalls keinen Brei geben. Aber wenn es für dich ok ist, dann füttere doch ruhig Brei. Wichtig ist doch, dass alle (also Familie und Baby) glücklich sind.
Aber vielleicht magst du mal ein bissl drüber lesen, und neben dem Brei dann ruhig auch mal ein Stückchen gedämpften Kohlrabi o.ä. geben.

Beitrag von brille09 03.01.11 - 23:31 Uhr

Also, mein Kleiner nagt schon seit er so gut 5 Monate ist an allem möglichen rum. Hatte auch anfangs Angst, aber er hat sich zum Glück gut angestellt. Da deiner wohl etwas "tollpatschiger" ;-) ist in diesem Zusammenhang, musst du sicher vorsichtiger sein.

Mein absolutes Highlight - wenn auch nicht so super-gesund, aber mal 1 pro Tag ist sicher nicht so verkehrt - sind diese länglichen "Eiswaffeln". Also so gaaaanz dünne Waffelchen, die mit so ner Creme oder so gefüllt sind. Das tolle dran ist, dass sie sich bei Speichelkontakt ins Nichts auflösen (hihi, stimmt wirklich). Weißt du, was ich mein? Also, mein Kleiner bekam die mal mit 5 Monaten im Wirtshaus und immer wenn wir dort hinkommen (also so einmal im Monat oder so) bekommt er halt von der Wirtin so eine. Ich würd halt sagen, lieber ein bisschen Zucker als ersticken, aber das musst du selber entscheiden.

Nicht ganz so einfach ist es, das Innere eines Brotes (oder noch weicher einer Semmel) mit etwas Frischkäse z.B. zu bestreichen und kleine Brocken draus zu schneiden. Die dann füttern. Durch den Aufstrich flutschen sie besser und sind auch nicht so "sperrig". Reiswaffeln oder Babykeks oder sowas würd ich nicht geben anfangs, die sind viel schwieriger.

Aber wirklich zerdrückte Banane sollte doch kein Problem sein, oder? Ist ja auch wie Brei.

Ich hoffe, ich konnte dir helfen. Ich würd bei deinem kleinen Verschlucker ;-) die Eiswaffel probieren.

Beitrag von seikon 04.01.11 - 11:29 Uhr

In welcher Position befand sich dein Kleiner, als du ihm das Fingerfood angeboten hast? Wichtig ist, dass die Kinder aufrecht sitzen. Nur so können sie zu große Stücke mit der Zunge nach vorne schieben und das fällt dann von selbst aus dem Mund.

Wichtig ist auch, dass man das Kind mit Fingerfood nicht füttern darf. Also nicht die Gemüsestange vor dem Mund festhalten, sondern bestenfalls dem Kind hinhalten, sodass es diese selber ergreift. Es ist unglaublich wichtig, dass das Kind das Essen allein zum Mund führt.