Motivationsproblem

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Forum: Baby

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Beitrag von usen 03.01.11 - 20:54 Uhr

Guten Abend alle zusammen,

ich hab folgendes Problem. Meine Kleine ist jetzt 5 Monate alt und sie war in den ersten 3 Monaten sehr anstrengend ( Schreibaby). Ich hab in die ersten 3 Monate meine ganze Kraft und Liebe gesteckt und bin jetzt am Ende meiner Kräfte.

Bei ihr ist echt das Problem, sie nimmt jeden Wachstumschub voll mit, nach jeder Impfung geht es ihr schlecht. Sie ist ein sehr aufgewecktes Baby, sehr neugierig, leider auch sehr anhänglich. Sie weint viel, wenn sie mich nicht mehr sieht, dann schreit sie so sehr. Nachts schläft sie ganz schlecht ( Krank ist sie nicht) Sie ist einfach sehr launisch.

Jetzt bin ich irgendwie an dem Punkt, wo ich langsam nicht mehr weiß, wie ich mich motivieren kann. Ich hoffe ihr versteht was ich meine. Ich hab es schon versucht mit tief einatmen, aber irgendwie wird das nichts. Ich hab einfach angst, dass ich mal zu sehr genervt bin, dass ich einfach nicht weiter weiß. Ich fühl mich auch schlecht, wenn ich sie kurz im Zimmer lass und dann einfach in einen anderen Raum geh. WIe macht ihr das? Ich mein ich biin ja hoffentlich nicht die einzige der es so geht.

Wäre schön wenn ihr mir helfen könntet bzw. mir erzählt wie ihr es angeht.

Danke und noch einen schönen Abend

Beitrag von littlesnail 03.01.11 - 21:44 Uhr

Oh DANKE!! Mir gehts ähnlich!!

Ich war die ersten 4 Monate mit unserer Maus völlig auf mich allein gestellt. Meine und die Eltern meines Mannes wohnen 400km weit weg. Mein Mann war 4 Monate im Ausland und das war eine HARTE Zeit.

Unsere Püppie ist auch sehr aufgeweckt. Alles muss sie sehen und anfassen. Ich kann sie nicht einfach so mal auf ihre Krabbeldecke legen SOFORT geht das Geschrei los! Ich habe sie 24h am Arsch (nicht böse gemeint).
Es gab Tage da habe ich mich echt gefragt ob es wirklich das war was ich mir sooo sehr gewünscht hatte. Nur heulerei den ganzen Tag Geschrei etc.
Mittlerweile habe ich mich soweit das ich sie in die Manduca packe wenn ich merke das sie quengelig wird.
Versteh mich nicht falsch aber auch damit schaffe ich absolut nichts im Haushalt.
Mittlerweile schaffe ich mein Bad zu putzen in 20min.wenn sie mal schläft...
Sie wird am Donnserstag 26 Wochen und kommt nachts alle 3 Stunden...und ich kann es nicht mehr hören wenn mir Leute erzählen das ihre Kinder mit 3 Wochen durchschlafen...
Du bist nicht allein!! Schau dir dein Kind an und ziehe deine Kraft und deine Motivation aus einem Lächel oder einer Berührung!! Lg und ALLES GUTE!!!

Beitrag von maria2012 03.01.11 - 22:05 Uhr

Hi du,

mir gehts auch so ähnlich wie euch. Samuel wird übermorgen 6 Monate alt, ist sehr aufgeweckt und zappelig, will ständig beschäftigt werden ... wobei ich sagen muss, dass es mittlerweile schon viel besser geworden ist.

Nachts kommt er alle 3 Stunden und ist dazwischen drin auch noch wach ... ich habe mich inzwischen damit arrangiert, gehe untertags mit ihm schlafen, damit ich halbwegs durchhalte. Auch ich sauge meine Kraft mittlerweile aus seinem Lächeln ... war nicht immer so, da ich eine postpartale Depression hatte und Medikamente nehmen muss. Mit dieser Depression dazu war ich teilweise schon sehr hart an der Grenze, hatte nicht immer so tolle Gedanken und hab meinen Sohn auch angeschrien.

Man muss einfach lernen, sich damit zu arrangieren. Es klingt so einfach, ist irrsinnig schwer aber machbar. Und die Liebe zum Kind gibt einem die nötige Kraft dazu! #verliebt

Beitrag von hoffnung2011 04.01.11 - 10:25 Uhr

Es ist schwer anzuerkennen, dass ich auch als Mami nicht weiterkomme, dass ich auch als Mami ein MENSCH bin und auch eigene Bedürfnisse habe (das Zimmer zu verlassen). Diese Erfahrung verändert einen aber auf Dauer ist sie nur von Vorteil. Du kannst, wenn du richtig daraus gelernt hast, neue Sachen nie so verbissen sehen, weil dann alles relativ ist.

Jo, ich hatte ein Schreikind über eine erheblich kürzere Zeit als du und mit dem Motivieren kenne ich es auch. Das einzige, was mir damals half, sich nicht verplichtet zu fühlen, rund um die Uhr für die Zufriedenheit des kindes zu sorgen oder eher zu akzeptieren, dass man es nicht schaffen kann. Durchaus mehr hat aber die Luftveränderung was gebracht. Immer wenn ich es satt hatte, fuhr ic h zu meinen Eltern. Man konnte das Kind abgeben und dann auch was anderes sehen. Man konnte beobachten, dass andere menschen mit dem kind entspannt umgehen können und man schöpfte vllt die hofnnung, man schafft es alleine. Man kam dann ,,neu´´ zurück.

Jetzt ist es so, dass meine Große an sich sehr lieb ist. Wenn sie aber ihre Phasen hat oder wenn man einfach das mit der Motivation merkt, zu müde ist.. ist doch egal, was los ist. Fahre ich hin. Jetzt kam ein zweites Kind dazu, ich hatte am Anfang eine diagnostizierte Schwangerschaftsdepression, die gott sei dank weg ist aber wenn nicht, wäre ich schon längst gefahren.

vllt hat jede von uns ein eigenes Rezept, nur muss man darüber nachdenken. Du denkst nicht in dem Moment an das Kind aber an DICH und dann hilfst du auch dem Kind..

Ich halte dir die Daumen!