Umgang mit Sohn der Freundin

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von manderin 03.01.11 - 21:14 Uhr

Hallo!

Ich habe ein echtes Problem, welches mich zunehmend belastet. Vielleicht kann mir hier jemand einen hilfreichen Tipp geben...

Es geht um folgendes:
Eine gute Freundin von mir hat - ebenso wie ich - einen 3jährigen Sohn. Wir kennen uns seit etwa 2,5 Jahren. Nun ist es so, dass ihr Sohn recht temperamentvoll ist. Er ist ziemlich wild, redet wie ein Wasserfall, alles muss nach seiner Nase gehen, schlägt gerne auf sein Spielzeug ein, hört mehr schlecht als recht auf seine Mutter und hat des Öfteren Phasen, in denen er auch mal haut. Für ihn scheint das alles ein Spiel zu sein: er lacht und findet es witzig.
Meine Freundin versucht, dagegen an zu gehen; ihm beizubringen, dass es kein Spaß ist usw. Sie tut wirklich viel dafür. Leider mit wenig Erfolg.

Nun weiß ich natürlich, dass es in diesem Alter aufgrund der Entwicklung schon mal solche Phasen geben kann. Natürlich weiß ich auch, dass alle Kinder unterschiedlich sind und es doch auch bitte sein sollen.
Und dennoch stecke ich nun in einem echten Dilemma. Ich muss leider zugeben, dass mich ihr Junge seit geraumer Zeit richtig nervt. Ich habe deswegen ein echt schlechtes Gewissen, aber ich kann nicht dagegen an. Ich finde sein Verhalten teilweise einfach unmöglich.

Ich weiß absolut nicht, wie ich mit dieser Situation umgehen soll. Es geht mir nicht darum, das Verhalten des Jungen oder auch den Erziehungsstil meiner Freundin hier zu analysieren. Das tun meine Freundin und ich sowieso schon zu genüge... Aber ich weiß nicht, was ich machen soll. Ich mag den Jungen kaum noch um mich haben, möchte aber meine Freundschaft nicht aufs Spiel setzen...

Immerhin bin ich schon so weit, dass wir uns nicht mehr bei mir zu Hause treffen (Es ist schon so manches Teil zu Bruch gegangen. Einmal hat er meinem Ficus fast alle Blätter abgerupft), sondern ich ihr immer anbiete, zu ihnen zu kommen - was ihr i.d.R. wegen der Fahrerei sehr entgegen kommt. Aber ich kann ihr doch nicht sagen, dass ich ihren Jungen nicht in meiner Wohnung haben will oder gar, dass ich sie am Liebsten nur noch alleine treffen würde...
Außerdem bin ich eigentlich der Überzeugung, dass ein Kind nicht ausgegrenzt werden darf. Aber genau das tue ich ja. Was soll ich nur tun??

Vielleicht kennt jemand ein solch verfahrene Lage und kann mir einen Tipp geben?!

Beitrag von jule2801 03.01.11 - 21:27 Uhr

Hallo,

ich kann dich verstehen! Ich habe sowohl die Erfahrung mit Kindern von Freunden gemacht als auch andersherum (also das Freunde von meinen Kindern angenervt waren).
In den meisten Fällen hat es geholfen, wenn nicht die Mutter sondern der andere etwas gesagt hat. Vielleicht hilft es ja, wenn du dem Sohn deiner Freundin mal ganz klar sagst dass er z.B. deinen Ficus in Ruhe zu lassen hat.

lg Jule!

Beitrag von manderin 03.01.11 - 22:00 Uhr

Hallo Jule!

Danke für Deine Antwort!
Das haben wir auch schon versucht... Das ist natürlich auch ok, wenn es um einzelne Situationen geht. In unserem "Fall" ging es aber so weit, dass ich anstatt ihrer ständig etwas sagte. Aber weil er auf mich aus welchen Gründen nun auch immer wesentlich besser hört, bekam ich das "Zepter" - meiner Ansicht nach - viel zu häufig in die Hand gedrückt. So nach dem Motto: "Sag Du mal was, auf Dich hört er ja!"
Das kann auf Dauer auch keine Lösung sein - ich bin ja nicht seine Erziehungsberechtigte. Zum einen finde ich es nicht in Ordnung, dass sich jemand so massiv in die Erziehung einmischt und zum anderen bin ich nicht bereit, die Verantwortung zu übernehmen - zumindest, wenn es zum "Dauerprogramm" wird...
Wie gesagt: in einzelnen Situationen ist das etwas anderes...

Vielleicht magst Du erzählen, wie es bei Euch weiterging?

Beitrag von claerchen81 03.01.11 - 22:53 Uhr

Hi,

wenn ich mich mal einmischen darf: das klingt ja doch so, dass es am Erziehungsstil deiner Freundin hakt - richtig? Ich persönlich würde die Erziehung nie aus der Hand geben, deine Freundin tat es wohl nur zu bereitwillig: kein gutes Zeichen. Ich befürchte, die Situation mit dem Kleinen wird sich zwangsläufig verschlimmern. Du wirst zum Erhalt der Freundschaft nicht drum herum kommen, dich mit ihr OHNE Kinder zu treffen.

Es ist sehr, sehr selten, dass es mit Eltern UND Kindern passt, daran muss man sich gewöhnen, denke ich. Wenn ihr wirklich befreundet seid und du es etwas diplomatisch ausdrückst, solltest du ggf. mit ihr drüber sprechen.

Übrigens: ich bin in einer ähnlichen Situation. Aber das Kind, das mich nervt, ist meine Nichte #schock. Das ist ein echtes Dilemma, dabei ist an der Erziehung meiner Schwägerin gar nichts auszusetzen, es ist das Umfeld, in dem das Kind aufwächst.... und ich ertrage sie schwer und schäme mich unendlich dafür ;-( Wie du schon sagst: man darf Kinder nicht verurteilen..... Ich kann dich also wirklich verstehen. Nur in diesem Fall ist es unmöglich, sich ohne Kinder zu treffen (da Familie).

Gruß, C.

Beitrag von jule2801 04.01.11 - 00:07 Uhr

Nein da hast du natürlich recht, das funktioniert nicht.

Bei meinen Kinder schaue ich immer ganz konkret wo ich hin will - wenn ich zum Beispiel zu einer Freundin gehe, die nur Kinder im Alter von den Mädels hat, sehe ich zu, dass die Jungs woanders sind (meine Mädels sind 1 1/2 und 3 die Jungs 9 und 5) - aber das hilft dir leider grad mal so gar nicht.

Ansonsten habe ich leider keinen Rat für dich, bei uns hat es eigentlich immer gefruchtet wenn der andere die Kinder EINmal zur Raison gerufen hat.

Ich würde dann tatsächlich dabei bleiben, dass du dorthin gehst und deine Wohnung nicht verwüsten lässt.

lg Jule!



Beitrag von rmwib 04.01.11 - 07:16 Uhr

Du sollst ihr Kind ja nicht permanent mit erziehen, aber bei uns ist es so: Besuchskinder haben sich in meiner Wohnung meinen Regeln unterzuordnen, genau wie mein Kind woanders auf die Regeln der anderen achten muss.
Und wenn sich ein Kind da grenzüberschreitend verhält und die Mutter nichts sagt, dann mach ich das, bevor ich mir hier die ganze Hütte von einer wilden Horde 2-4 Jähriger auseinander bauen lasse ;-)

Der permanente Zustand sollte das natürlich auf keinen Fall sein #schwitz

Beitrag von rmwib 04.01.11 - 07:13 Uhr

Ich hab das auch mit einer Freundin #schwitz GENAU die selbe Situation.
Wir gehen zu ihnen oder treffen uns wenn es mal zeitlich passt, an Tagen, wo die Kinder in der KITA sind #schein
Ich bin fix und alle, wenn die hier waren, der ist soooo laut und unangenehm #schwitz
SAGEN mag ich ihr das auch nicht, sie gibt ihr Bestes und merkt sicher auch selber, dass das mit ihm nicht so ganz hinhaut und kann ja nix dafür, ist halt eine Wesenssache. Er hört eigentlich auch ganz gut auf mich, also Sachen kaputt oder so macht er nicht, wenn ich ihm sage XY sei bitte etwas vorsichtiger mit den Spielsachen oder ich möchte nicht, dass Du wie ein Irrer durch meine ganze Wohnung fegst und im Schlafzimmer auf unserem Bett springst (das darf nicht mal mein Kind #rofl) dann klappt das auch gut. Aber er kommuniziert nur kreischend oder brüllend. AN STRENG END!

Beitrag von mindgames 04.01.11 - 07:26 Uhr

Huhu
Da alles ja nur eine Phase ist, wuerde ich voruebergehend weniger zu der Freundin gehen, um die Kinder zusammen spielen zu lassen. Also, wenn Ihr Euch bis jetzt z.B. woechentlich gesehen habt, dann nur noch alle 2 Wochen. Dann nervst Du Dich auch weniger oft. Gleichzeitig kannst Du Deiner Freundin vorschlagen, alleine mit Dir auszugehen (Kino, einkaufen, Cafe..), einfach alles nett verpackt rueberbringen ;-)
Bei uns ist es meine Schwester, die ein momentan "wildes" Kind hat. Wir schraenken den Kontakt einfach etwas ein, und sie hat Verstaendnis. Ich hoffe, dass meine Kinder mit ihren Kindern auch irgendwann wieder "normal" spielen koennen :-)

Beitrag von engel2405 04.01.11 - 07:37 Uhr

Guten Morgen.

Ich stecke in genau der gleichen Situation wie Du, nur dass die Tochter meiner Freundin nicht so extrem ist wie der Sohn Deiner Freundin. Sie wird allerdings schon 6 diesen Monat.

Bei mir ist es so, dass ich den Kontakt stark eingeschränkt habe. Es war mir einfach zu nervig, immer ein dazwischen redenes Kind um mich zu haben bei unseren Treffen. Meine Kinder kommen natürlich auch an und fragen mich zwischendurch etwas und ich antworte. Aber ihre Tochter fragt und redet ununterbrochen - meine Freundin ging auch jedes Mal darauf ein, man konnte sich zuletzt kaum noch vernünftig unterhalten. Außerdem hing sie ihrer Mutter nur noch am Rockzipfel, wollte nicht mal mit meinen Kindern spielen - obwohl sie sich so sehr darauf gefreut hat, bevor sie losgefahren sind."Ich will nur mit Mami spielen!" - in Babysprache - und Mami spielte dann mit ihr oder saß am Tisch und malte mit ihr, während ich auf dem Sofa saß und in die Luft guckte. Sie hält sich auch nicht wirklich an Regeln. Bei uns z.B. darf nicht mit den Lichtschaltern gespielt werden. Sie schaltet das Licht an und aus und wenn man sie "ermahnt", dann grinst sie und macht weiter, wenn man aus dem Raum geht. Sie stellt die Füße auf den Tisch, ob man ihr sagt sie soll es bitte unterlassen oder Peng. Sie hüpft auf dem Sofa rum, obwohl sie weiß, dass es bei uns verboten ist. usw., usw., usw.

Ich finde, sie ist ein verzogenes Einzelkind.

Wie gesagt, ich habe den Kontakt stark eingeschränkt weil es mich nur noch genervt hat - obwohl ich es natürlich auch sehr schade finde!

Liebe Grüße, Ina

Beitrag von nina_1981 04.01.11 - 08:44 Uhr

Huhu,
ich habe die Erfahrung auch gemacht und festgestellt: genauso, wie ich einige Erwachsene nicht mag und ihnen aus dem Weg gehe, gibt es auch Kinder, die ich schlicht nicht leiden kann. Das tut mir echt leid, das Kind kann ja nix dafür, dass es so ist, aber ich kann es auch nicht ändern.
Ich kann mich zusammenreißen und das Kind merkt es hoffentlich nicht, aber allzu oft mag ich dieses Kind dann nicht sehen.

Ich hatte es leider auch, dass eines dieser Kinder, die ich leider überhaupt nicht leiden kann, das Kind einer guten Freundin war. Es hat sich etwas relativiert, als die Kinder in unterschiedliche Kindergärten gingen und wir Mütter wieder arbeiten waren. Wir sahen uns mit Kindern nur noch ca. 1x im Monat und haben uns dafür mal abends getroffen (Kino, Café o.ä.). Damit konnte ich gut umgehen und war wesentlich entspannter.
Vielleicht auch für Dich eine Möglichkeit?

LG
Nina

Beitrag von juniorette 04.01.11 - 09:14 Uhr

Guten Morgen!

Du schreibst

"Meine Freundin versucht, dagegen an zu gehen; ihm beizubringen, dass es kein Spaß ist usw. Sie tut wirklich viel dafür"

und weiter unten schreibst du

"In unserem "Fall" ging es aber so weit, dass ich anstatt ihrer ständig etwas sagte. Aber weil er auf mich aus welchen Gründen nun auch immer wesentlich besser hört, bekam ich das "Zepter" - meiner Ansicht nach - viel zu häufig in die Hand gedrückt. So nach dem Motto: "Sag Du mal was, auf Dich hört er ja!""

Das widerspricht sich für mich. Zuerst sagst du, deine Freundin versucht alles, um ihren Sohn zu erziehen, dann sagst du, dass sie selbst nichts macht und dich machen lässt.

Es ist die Aufgabe deiner Freundin einzuschreiten, wenn ihr Sohn was anstellt und Konsequenzen zu ziehen, z.B. ihr Sohn muss neben ihr sitzen bleiben.

Ich hatte mal eine recht nette Nachbarin, die leider ihren Sohn überhaupt nicht erzogen hat. Leider kam sie auch nicht damit klar, wenn ich ihren Sohn mal gemaßregelt habe und sie hat sich von mir zurückgezogen.

"Aber ich kann ihr doch nicht sagen, dass ich ihren Jungen nicht in meiner Wohnung haben will oder gar, dass ich sie am Liebsten nur noch alleine treffen würde..."

Das musst du ihr ja auch nicht sagen in Anbetracht der Tatsache, dass du ihr mit deiner Fahrerei sehr entgegen kommst #gruebel

"Außerdem bin ich eigentlich der Überzeugung, dass ein Kind nicht ausgegrenzt werden darf. Aber genau das tue ich ja."

Inwiefern grenzt du das Kind aus? Und warum darf ein Erwachsener nicht sagen "du, ich treffe mich mit dir lieber ohne Kinder"? #kratz

Im Übrigen bin ich schon der Meinung, dass ich für mich das Recht habe, die Kinder anderer Leute "auszugrenzen". Ob und wie die Eltern der von mir ausgegrenzten Kinder damit klar kommen, steht auf einem anderen Blatt.

Natürlich hätte ich ein Problem damit, wenn meine Freundinnen mir deutlich zeigen oder sagen würden, dass sie meinen Sohn überhaupt nicht mögen.
Allerdings habe ich keine Probleme damit, wenn meine Freundinnen (oder sonstwer) mit Missbilligung auf nerviges oder ungezogenes Verhalten meines Sohnes reagieren.

Übrigens:
wenn mein Sohn bei irgendwem die Blätter einer Pflanze ausrupfen würde (so passiert bei einer Blume, die in einem Blumenbeet unserer Dorfgemeinschaft stand), würde ich anbieten, diese Pflanze zu ersetzen (haben wir bei besagter Blume angeboten, unser Angebot wurde freundlich dankend abgelehnt).

Hat dir deine Freundin die von ihrem Sohn zerstörten Sachen jemals ersetzt bzw. das Angebot gemacht?

LG,
J.

Beitrag von snoopster 04.01.11 - 10:09 Uhr

Hallo,

ich kann das sooo nachvollziehen, und mir gehts genauso, allerdings haben wir schon das "Treffenproblem".
Bei ihr hat der Sohn ein Hochbett, und - wie ich in dem Hochbettthread schon beschrieben hab - h ab ich echt Angst, dass er meine Kleine da mal runterschubst. Er hat es schon mal probiert, und als es nicht funktioniert hat (er hat sie in die flasche Richtung geschoben, da stand noch ein Fuß vom Bett), ist er auf sie drauf gestiegen, auf beide Oberschenkel, obwohl sie eh schon geschrien hat.... Als ich zu ihm gesagt hab, dass es so nicht geht, meinte er nur "sie war aber im Weg!"....
Zu seiner Schwester ist er auch mehr als brutal, seine Mutter sagt öfter, dass er sich auf sie draufsetzt, wenn sie krabbeln will (also damals war sie noch kein Jahr), dass er sie schubst, haut und rumträgt. Als wir neulich da waren hat er sie, als sie im Vierüfßlerstand war mehrmals mit dem Kopf in die Matratze gedrückt... Sorry, aber ich muss das mal rauslassen, ich schweife eigentlich ab.
Naja, und bei mir hab ich ihn auch nicht gerne. Da ich meinen Kindern beigebracht habe, wie man mit Stiften und Scheren umzugehen hat liegen die bei uns oft zugänglich im Schrank, und wir hatten wegen ihm schon bunte Wände und andere Sachen angemalt, und ich seh es nicht ein, wegen ihm erstmal die ganze Wohnung nach gefährlichen Sachen zu durchforsten. Er nimmt auch Spielzeug und haut damit auf meine ein, also alles kann ich eh nciht wegräumen...
Wir haben uns schon mal zum Frühstücken getroffen, als die Großen im KIGa waren, aber da sie arbeitet geht das jetzt auch nicht mehr.

Auf alle Fälle hat ja meine Kleine heute Geb. und sie kommen wieder. Ich wollte seine Schwester dabei haben, und ihn konnt ich nicht ausladen.
Ich hab aber jedesmal echt schiß, dass er meinen Kindern was antut. Blöd, ich weiß, aber es ist so.
Ich weiß auch nicht genau, wie ich damit umgehen soll, ich glaub auch, dass die mutter schon weiß, wie er oft drauf ist, aber im Grunde genommen denkt "er ist halt ein Junge". Außerdem hat sie grad extrem viel durch (Trennung vom Vater, dauernde GErichtsverhandlungen und Drohungen...) da würden Tips oder Ratschläge von mir auch eher doof kommen.... Ich will ja auch nicht mit dem Zeigefinger kommen und raushängen lassen, dass ich alles perfekt mache, weil meine das alles nicht tun...

Ist echt schwierig.
Aber Eure Kinder sind doch auch bald im KiGa Alter, dann trefft Euch ohne Kinder. Ist immer stressfreier auch wenn die Kinder eigentlich lieb sind :-)

LG Karin

Beitrag von nanny38 04.01.11 - 14:05 Uhr

Kenne ich auch, fast die gleiche Situation. Der Sohn meiner sehr guten Freundin, kenne sie seit über 12 Jahren ist genau 13 Tage nach Meinem auf die Welt gekommen. Auch er ist total unerzogen, er haut, schubst und ärgert. Er kann nicht spielen, sondern steht in der Ecke und schubst, wenn jemand vorbeikommt. Er hatte sich zum Ziel gemacht unseren Kleinen, der gerade laufen gelernt hat umzuschubsen.
Meine Freundin macht nichts dagegen, sondern meint, dass das bei Jungen normal ist und dass ich mich albern habe. Jungen müssen sich prügeln um ihre Kräfte zu messen.
Nach dem ich ein paar Mal was gesagt habe, meinte sie, dass wir uns halt nicht mehr treffen können, ihr Sohn haut und schubst halt.
Nun haben wir uns schon seit 4 Monaten nicht mehr gesehen, eigentlich traurig, wir kennen uns schon soo lange.

Keine Ahnung was man da machen kann????

lg

Beitrag von luka22 04.01.11 - 16:50 Uhr

Ich kann nur sagen, dass ich Treffen mit Freundin + Anhang im Kleinkindalter immer anstrengend finde. Auch das liebste Kind wird selten 2 Stunden am STück alleine spielen. Wenn meine Freundin da ist, dann will ich doch aber in Ruhe mit ihr reden und nicht ständig meinen eigenen Kindern oder ihren hinterher sind. Auch mit wenig anstrengenden Kindern ist so ein Besuch -zumindest für mich - nicht entspannend. Mit einem wilden Kind geht es gar nicht. Als mein großer Sohn in der wilden Phase war, habe ich mit meiner Freundin in der Regel telefoniert :-). Mit meinem Sohn zusammen habe ich mich selten getroffen. Dabei war er nicht einmal so ein Megarabauke, aber länger als 15min hat er alleine auch nicht gespielt. Mein jüngster Spross ist zwar ein süßer Knuddel, er hat aber gerade auch so üble Anwandlungen...aus heiterem Himmel patscht er anderen ins Gesicht, gerne auch mit Gegenständen, die gerade in seiner HAnd sind. Deshalb wird gerade wieder gehäuft telefoniert ;-).
Lange Rede kurzer Sinn: Ich würde die Zeit bis dieser Zwerg in den Kindergarten kommt mit Telefonieren überbrücken oder sich eben abends treffen. :-D

Grüße
Luka