Unverständnis: Diskussion Geburtstagsgeschenke

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Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von schullek 03.01.11 - 21:47 Uhr

Hallo,

ich hasbe es weiter unten in der Diskussion um die Geburtstagsgeschenke schon geschrieben, aber das Thema beschäftigt mich nun und daher mache ich eine neue Diskussion zum Thema auf.

Ich verstehe nicht, wieso einige derart wenig Verständnis dafür haben, wenn Kinder nützliche Dinge bzw. andere Dinge als Spielzeug zu Feiertagen bekommen. Meine ganze Kindheit langt habe ich immer auch nützliche Dinge bekommen udn fand das völlig normal udn auch in Ordnung. Noch heute, wo ich ja sehe, das es andere anders handhaben.

Unser Sohn bekommt meist seinen größten Wunsch erfüllt. Allerdings dazu auch nützliche Dinge. Beim letzten Geburtstag einen Gutschein zum Schwimmkurs von der Oma an ein Cars Auto getaped. Er hat ohnehin genug Spielzeug und ich sehe den Sinn darin nicht ihm nun alle Wünsche zu erfüllen. Irgendetwas muss er sich ja später auch noch Wünschen. ich sehe keinen Sinn darin sein Kizi mit Spielzeug anzuhäufen, was dann einfach nur da ist. Im ersten Moment freut er sich drüber, aber zu schätzen weiß er es dann nicht mehr. Wie gesagt, er hat genug.

Zu seinem Geburtstag nächstes Jahr vor der Einschulugn wird er den Schukranzen bekommen. Und nat. auch einiges, was er sich wünscht. Nstürlich ist der ranzen etwas, was er sowieso bräuchte. Aber das widerspricht doch nicht dem Gedanken es ihm zu schenken. Er soll Dinge schätzen lernen und soweit ich das beurteilen kann funktioniert das gut so bei uns. Zu seinem letzten Geburtstag bekam er eine neue Wandgestaltung. Als er im Bett war haben wir das alte alles abgemacht (viele Wandsticker) und das neue in tatsächlich stundenlanger Arbeit als Überraschung angebracht. Er war regelrecht überwältigt am nächsten tag. Ihm das so einfach zu machen wäre sicher möglich gewesen. Aber ih fand es als Gerschenk sehr schön. Ebenso, sollte er irgendwann neue Möbel brauchen, wird das Teil eines Geschenks sein.

Was also spricht so dermaßen dagegen, dass man anderen Eltern Geiz etc. vorwerfen muss?

lg

Beitrag von sonne_1975 03.01.11 - 21:52 Uhr

Ihr macht es doch so, dass er beides bekommt. Spielzeuge bzw. Wunschgeschenke plus sinnvolle Geschenke.
Das finde ich vollkommen in Ordnung.
Schlimm wäre es, wenn man sagen würde, jetzt bekommst du ein teures Bett, das sollte reichen an teuren Geschenken, es gibt kein Geld mehr für Playmobil/Lego/Barbie oder sonstiges.

Mein Grosser hat mit 4 zum Geburtstag eine große Decke bekommen (135x200, vorher hatte er noch 100x135). Er hat sich sehr darüber gefreut, er wusste es auch vorher. Aber natürlich hat er auch Spielzeug usw. bekommen.

Einen Schreibtisch wird er, denke ich, auch zum 6.Geburtstag bekommen (er hat im Mai). Aber halt zusätzlich.

Wir kaufen allerdings auch viel zwischendurch, ich bin nicht der Meinung, dass man nur an Geburtstag/Weihnachten Spielzeug schenken darf.

LG Alla

Beitrag von schullek 03.01.11 - 22:00 Uhr

wir sehen es scheinbar ähnlich.
allerdings ist es mir nicht nur bei untenstehender diskussion, sondern bereits öfters hier aufgefallen, dass es einige eltern gibt, die es rundweg ablehnen ihren kindern nützliche sachen zu geburtstag und weihnachten zu schenken. möbel, kleidung und schulbedarf ist da reine elternsache udn eltern die geburtstagsgeld für möbel udn andere dinge, wie bei usn en schwimmkurs nutzen geizig. das ist es, was ich nicht verstehe.

lg

Beitrag von sonne_1975 03.01.11 - 22:12 Uhr

Ich nutze Geburtstagsgeld tatsächlich nur für Spielzeug. Es ist aber nicht soooo viel bei uns, meist ca. 30 EUR von Urgrosseltern und 50 EUR von Grosseltern. Sie gehen ruckzuck auch für Spielzeug weg.
Wären es z.B. 200 EUR oder so, würde ich sie natürlich nicht ganz für Spielzeug ausgeben.

Aber warum kann man kein Schwimmkurs schenken? Es ist doch kein Möbelstück oder Kleidung, an dem das Kind keine Freude haben würde (ein Bett ausgenommen, darüber freuen sich die Kinder häufig, über einen Schrank z.B. aber bestimmt eher nicht).

Ich denke, es geht darum, am Geburtstag/Weihnachten soll sich das Kind über jedes Geschenk freuen. Und über Kleidung ist es eher keine Freude (ausser es ist z.B. ein lang ersehnter Hello Kitty Pulli oder was weiss ich, wir haben zum Glück nur Jungs, da ist es sehr einfach). Oder Möbel...

Beitrag von schullek 03.01.11 - 22:17 Uhr

wenn ich das geburtstagsgeld nur für spielzeug nutzen würde bzw. jeder würde spielzeug schenken, dann hätte mein sohn bald wohl keine wünsche mehr. wir haben viele schenkende udn ich habe immer wieder meine mühe alle davon zu überzeugen weniger zu schenken. ich sehe es nicht so, dass ein kind sich nun über alles riesig freuen muss. dazu bekommt es ja das ein oder andere ersehnte geschenk. nicht alles muss riesen jubelstürme hervorrufen. und das tut bei uns der pullover oder was auch immer auch nicht. aber es ist bei uns und in unseren familien ein ebenbürtiges geschenk. ich meine, er bekommt ja nicht, wie wir früher bettwäsche oder handttücher als aussteuer....

ich nehme sein geburtstags bzw. das geschenkte geld momentan noch häufig für anschaffungen, wi dann einen schreibtisch oder letztes jahr einen skianzug. wie gesagt, ich hab dann später kein proboem ihm den führerschein zu bezahlen, wenn andere kinder ihre wohlbehüteten sparbücher zücken.
;-)
lg

Beitrag von sonne_1975 03.01.11 - 22:23 Uhr

Juri hat nicht wirklich Wünsche bzw. will er immer alles haben, wenn er ein Prospekt sieht. Ich bin diejenige, die alles auswählt und es fällt mir wirklich schwer mich zurückzuhalten, es gibt so viel schöne Sachen für Jungs (zum Bauen usw).
Wir haben nicht viele Schenkende, einmal Grosseltern, 2 Mal Urgrosseltern, seine Tante und wir. Seine Tante hat letzte beide Male einen Besuch im Vergnügungspark und jetzt Besuch im Technikmuseum geschenkt. Bleiben nur 4 Schenkende, da kann man das Spielzeug noch gut unterbringen.

Ich würde aber Kleidung tatsächlich nie zum Geburtstag usw. schenken, es ist für mich kein Geschenk. Ich kaufe allerdings alles gebraucht auf Kinderbasaren, von daher hat er sowieso genug.

Beitrag von schullek 03.01.11 - 22:28 Uhr

ja, so schön eine große verwandtschaft ist, bei sowas bringt es probleme mit sich. wir haben zwei tanten, einen onkel, 2 großelternpaare, ein uroma, eine großtante und dann noch wir. da kommt einiges zusammen...

die aktionsgeschenke finde ich toll. so handhaben wir das auch.
den allergrößten teil seiner kleidung bekommt er sowieso so. aber eben immer ein teil zum geburtstag oder zu weihnachten. eben weil ich es wichtig finde, dass er sieht, dass auch diese dinge von wert sind und geschätzt werden sollten. gerade als junge.

Beitrag von zahnweh 04.01.11 - 01:34 Uhr

"aber eben immer ein teil zum geburtstag oder zu weihnachten. eben weil ich es wichtig finde, dass er sieht, dass auch diese dinge von wert sind und geschätzt werden sollten. gerade als junge. "

für meine ist dabei der größte wert oft, von WEM die kleidung kommt :-)
selbst als ihre oma ihr mal was vom basar mitbrachte (ich kaufe da auch öfter). sie liebte den pulli, bis sie nicht mehr rein passte, weil "von Oma".

ich hoffe, das hält noch ein Weilchen an. ;-)

Als Kind bekam ich von meiner Tante immer schöne Kleidchen. Ich fand Kleidchen generell grässlich, ich mochte nur Hosen. Aber gefreut hab ich mich trotzdem, weil sie an mich dachte #verliebt

Beitrag von zahnweh 04.01.11 - 01:29 Uhr

Meine freut sich riesig über Kleidung. Selbst als sie in kürzester Zeit die 3. Mütze + Schal + Handschuhe Garnitur geschenkt bekam. Am liebsten würde sie alle über einander anziehen.

Über ihren Schrank hat sie sich riesig gefreut! Sie erzählt jedem, dass sie einen neuen Schrank hat (Buchenachbildung von Ikea, eigentlich aus dem Wohnzimmerbereich). Da sie aber nie ein eigenes Kinderzimmer hatte (ich also im Babyalter schon gespart hatte) und sie nur meine alten Regale hatte, die nun einfach nicht mehr dem Zweck dienlich waren und eine Veränderung sein MUSSTE bekam sie die Möbel so zwischendurch.

Allerdings gleich vorausgeplant. Schreibtisch ist schon da (ein alter ausrangierter Schultisch - diese Zweisitzer mit grüner Fläche) und passt dann rein.
Sollte sie dann Wünsche haben: das heißt einen "schöneren" Schreibtisch, der in seiner Funktion dem vorhandenen nichts nachsteht. Oder die Schrankfronten nicht mehr die angenehmste Farbe haben, darf sie sich die dann gerne als Geschenk wünschen. Da die Funktion bereits vorhanden ist und es auch vom Wohlfühlen her optisch passt.

Ich selbst habe mich JEDES Jahr an Weihnachten über einen neuen Schlafanzug gefreut. Das gehörte dazu.
Über einen Geburtstag voller Bücher konnte ich mich kein bisschen freuen, weil ich Bücher hasste. Meiner Maus, kann ich damit wiederum eine große Freude machen.

Auch ich hätte mich einst sehr über einen neuen Schrank gefreut, da der den ich "weitergereicht" bekam, zwar aus einem Kinderzimmer stammte, aber farblich grässlich war und Stauraum eine Katastrophe bot. Einen einfach so zu kaufen war finanziell nicht denkbar (war ja außerdem schon einer da) und leider wollte ihn mir auch keiner zum Geburtstag + Weihnachten schenken, weil Möbel schenkt man ja nicht :-(
Als meine Maus geboren wurde, wanderten die hölzernen Erinnerungen auf dem Sperrmüll.

Ach so, ihre Großeltern schenken übrigens nur Kleidung oder auch mal ein bisschen Geld für's Sparbuch mit der Bitte es nicht für Spielzeug auszugeben. Sie wissen schon, dass sie sehr viel hat und meine bricht in Begeisterung aus, wenn sie Kleidung geschenkt bekommt. Marken kennt sie noch nicht und Motive sind auch nicht drauf. Es ist von Opa und Oma und damit schon was besonderes. Oder von anderen Verwandten. Sie weiß noch ganz genau, wer ihr welchen Pulli geschenkt hat und erzählt es jedem, der es nicht hören will...

Beitrag von gussymaus 04.01.11 - 09:45 Uhr

kommt denke ich auch sehr drauf an, wie viel das geburtstagsgeld vom gesamt-einkommen ist..

muss ich mich schon verschulden um 100€ zusammenzukratzen ist es sicher sinnvoll u.a. möbel usw zu schnekn. tut es mir aber absolut nicht weh dem kind 300€ einzupacken sind 100€ für spielzeug kein wunder...

ich wickel KEINE 100€ ein... ich investiere lieber einen teil sinnvoll in die zukunft der kinder. ein glückliches kindergsicht ist auch mit gut verteilten 60€ zu haben! kommt natürlich auf die wünsche an...

meine kleine hat sich dieses jahr riesig über den arztkoffer gefreut - 10€ und weihnachten war gerettet. alles andere wäre für ihre glückseligkeit nicht nötig gewesen.. was ich ihr für 100 oder noch mehr hätte kaufen sollen weiß ich gar nicht...

ach ja: fahrräder usw sind bei uns zum geburtstag eh nicht wirklich möglich, die gibts im sommer (geburtstage im winter) so oder so... also ob man das dann dazurechnet oder nicht bleibt ja gleich..

Beitrag von danja1983 03.01.11 - 21:59 Uhr

#winke

Ich habe ja die Diskussion unten angeregt.

Also, meine Meinung dazu.
Jeder so wie er möchte. Ich würde auch niemandem den Vorwurf des Geizes machen. Ja, eigentlich finde ich eure Lösung sehr gut.
Aber, als Kind habe ich immer Kleidung zum Geburtstag oder Weihnachten bekommen. Ich habe es gehasst. Es waren auch keine Markensachen. Einfache Klamotten.
Meine Eltern waren nie "arm". Bis heute kann ich das nicht verstehen. Ich habe mal gefragt und meine Mama meinte das haben schon ihre Eltern so gemacht.
Ich würde nie Kleidung schenken, auch kein teures Kleid o.ä.
Auf meinem Sparkonto hatte ich kaum Geld, musste mir Führerschein, Auto selbst finanzieren.
Das möchte ich für meine Kinder nicht. Sie sollen schon ein gewisses Polster haben.
Gleichzeitig habe ich aber Bedenken das unsere Große manche Sachen gar nicht mehr zu schätzen weiß.
Für sie ist es wirklich so das viele Dinge gar keinen Wert haben.
Also so richtig haben wir das auch noch nicht raus.

LG
Dani

Beitrag von schullek 03.01.11 - 22:07 Uhr

ich musste mir führerschein etc. auch nicht erarbeiten. auch ein auto habe ich mit 19 bekommen. zwar das alte meiner eltern, aber immerhin. aber für mich war das schon etwas sehr besonderes., eben weil ich meine kindheit lang nicht überhäuft wurde.
meine schwester udn ich wussten dinge immer zu schätzen. mag sein, dass es auch daran liegt, dass ich ein wendekind bin. ich war 9 zur wende und kenne daher nat. auch die unterschiede.
ein fahrrad habe ich als ich 13 wurde zur hälfte selbst bezahlt, da meine eltern gerade ein haus geklauft hatten und so gut wie kein geld über hatten. war für mich völlig in ordnung und ich war sehr stolz auf mein rad. zu der zeit habe ich zeitungen ausgetragen, was mir das fahrrad nat. noch wertvoller gemacht hat.im ürbigen besitze ich es neben einem anderen noch heute;-)
mein kind hat im vergleich mit mir damals bereits weitaus mehr an spielzeug. aber ich denke er kann dinge rel. gut wertschätzen bzw. sich darüber freuen. sollte sich das einmal ändern, werde ich etwas ändern müssen, denn das wäre ein nogo für uns.
kleidung, ja, er bekommt immer mal ein shirt oder nen pullover. aber eben neben anderen geschenken.

wenn du jetzt schon das gefühl hast, das deine tochter wenig zu schätzen weiß, dann würde mir das zu denken geben. unten in der diskussion bin ich ja eher deiner meinung gewesen, dass sie zu neuen möbeln, die nicht nötig wären etc. etwass beitragen kann mit einem teil ihres angesparten geldes. so verschieden sehen wir es also wohl nicht.

lg

Beitrag von danja1983 03.01.11 - 22:20 Uhr

Bin ich vollkommen deiner Meinung.

Wie gesagt renovieren wäre nicht nötig. Aber selbst mir gefällt das Zimmer nicht mehr. Die Schränke sind zu groß, Farbe zu dunkel.
Und ja, der Geburstag sollte kleiner ausfallen.
Ob das nun so wird weiß ich immer noch nicht:-(

Ich war 6 Jahre zur Wende. Kenne also auch die Entbehrungen.
Spielzeug war Mangelware. Wir waren aber auch mehr draußen. Langeweile hatten wir nie;-)
Ich denke unsere Kinder werden es sehr schwer haben. Schon im Kiga werden Marken getragen, der Schulranzen muß Marke sein, die Spielzeuge sowieso.
Naja, hilft ja alles nix.

Beitrag von gussymaus 04.01.11 - 09:40 Uhr

deinen unmut kann ich verstehen...

mit 4 kindern müssen wir natürlich auch rechnen... fällt ja nicht vom himmel... außerdem haben wir gebaut usw. muss ja uach alles erstmal verdient werden...
aber deinen unmut kann ich verstehen... wenn mama und papa genug haben finde ich sollten kinder von dem wohlstand auch ihre portion abbekommen... ich gönne mir nichts großartiges. wir gehen wenig aus, sparen uns viel "überflüssigen" luxus. mein einziger luxus ist ein recht chices auto (statt des gebrauchten bullis oderso) und eben die tolle waschmaschiene statt des billigmodells... hin und wieder mal essen gehen, aber wirklich selten... alles andere kommt in unsere existenz... haus, möbel, kleider für die wachsenden kinder...

ebenso machen wir es bei den kindern. sie bekommen was sie brauchen, aber eben auch noname wenn das reicht. dafür ist auch wihnachten ein schönes spielzeug drin - 100€ hat man ja schnell zusammen wenn man nciht aufpasst

alternativ könnten wir uns mehr auf pump kaufen und hätten mehr zum verschleudern, aber das nimmt ja dann kein ende... ist doch quatsch..

so ist das haus schneller abbezahlt, und es bleibt dann mehr für ALLE... dann kommen teuire wünsche wie auto, führerschein, erste wohnung... da will ich ihnen lieber dann was mitgeben können als sie neben dem studium/der lehre jobben schicken zu müssen... wenn sie es dennoch wollen können sie es tun, aber ich will nicht dass sie es müssen...

aber meinen kinder nu mäöbel zu schenken, die sie eh brauchen um mir selber was wegzupacken fiele mir nicht ein.

meine eltern haben es ähnlich gemacht. sie haben nie viel taschengeld gegeben usw, geschenke gabs schon auch nach wunsch, aber wie ich ausgezogen bin (recht früh) gabs nichts... ein paar alte möbel durfte ich mitnehmen (die ich damals schon zu weihanchten/geburtstag beam) alles andere muste ich selber leisten während meine eltern sich teure hobbies leisten... das fand ich schon ungerecht... aber so hab ich gelernt mit meinem auszukommen... wird einem halt nichts geschenkt in der welt... nur in der familie wünsche ich mir das anders...

wenn eltern eben nicht mehr können, weils geld knappist, ist das eins. kinder werden das zumindest im nachhinein begreifen, aber den wohlstand nicht mal mit den eigenen kindern teilen fände ich schon irgendwie unfair...

Beitrag von sparrow1967 04.01.11 - 09:44 Uhr

>>Auf meinem Sparkonto hatte ich kaum Geld, musste mir Führerschein, Auto selbst finanzieren.
Das möchte ich für meine Kinder nicht.<<


Was man sich erarbeitet, weiß man eher zu schätzen als das, was man in den Hintern geschoben bekommt.

Wir haben 3 Kinder und wenn wir einem den Führerschein bezahlen, müssen wir das auch bei den anderen tun.
Unsere Große arbeitet und bezahlt sich den Führerschein selbst- sie will das auch so - so muß sie niemandem zu Dank verpflichtet sein, sagt sie.

Ob wir ihr, wenn sie den Führerschein hat, Geld im Nachhinein dazugeben, bleibt uns ja überlassen. Aber wir haben nicht die EInstellung, dass wir unseren Kindern alles in den Hintern stecken oder gar ein Sparkonto in jungen Jahren für sowas machen.
Wir möchten, dass man uns liebt, weil wir halt wir sind...und nicht, weil wir den Kindern den Führerschein oder das Auto ansparen.... ;-)



sparrow

Beitrag von donaldine1 04.01.11 - 14:00 Uhr

Hsllo,
Das verstehe ich nun nicht.
Gerade wenn man seinen Kindern nicht alles in den Hintern schiebn möchte, so wie du es ausdrückst, ist es doch gerade besonders sinnvoll, ein Sparbuch einzurichten.
Sparen lernen ist doch sinnvoll. #kratz
LG
donaldine1

Beitrag von sparrow1967 04.01.11 - 14:27 Uhr

SIE lernen das sparen ja nicht, wenn ICH immer etwas drauf einzahle ;-)

Natürlich haben alle 3 ein (Spar) Konto - der Kleine bekommt sein Taschengeld drauf überwiesen, was er dann selber am Schalter abholen kann z.b.. Wenn er Geldgeschenke bekommt ( sehr selten, da kaum Verwandschaft vorhanden) zahlt er das auch ein.

Aber ICH spare nicht für seinen Führerschein- oder für den seiner Schwestern.


lg
sparrow

Beitrag von bine3002 03.01.11 - 22:02 Uhr

Jeder macht es so wie er es für richtig hält.

Meine Tochter bekam zu Ostern ein Hochbett. Normalerweise ein viel zu großes Geschenk zu Ostern (wir würden im Normalfall etwas im wert von ca. 15 Euro schenken). Allerdings war es 1. ihr größter Wunsch und 2. brauchte sie ein neues Bett und 3. hatten wir an diesem Osterweochenende Zeit. Also passte das. Wir haben sie kurzerhgand ins Schlafzimmer umgesiedelt, in einer Nacht- und Nebelaktion dieses Hochbett aufgebaut und sie redet noch heute davon, wie der Osterhase wohl dieses Bett ins Zimmer bekommen hat. Eine gelungene Aktion.

Ebenso gelungen war das Fahrrad letztes Jahr Weihnachten, weil die Augen geleuchtet haben.

Ein super Geschenk war auch ein 6-Euro-Kuscheleinhorn zum Geburtstag, was sie sich sehr gewünscht hat. Es ist schon ganz tot gekuschelt.

Weniger gelungen war die Barbie dieses Jahr. Die hat sie sich zwar auch gewünscht, aber sie war wohl weniger beeindruckend. Sie liegt einfach in der Kiste.

Ich denke, dass Eltern am besten wissen, was sich ihre Kinder wünschen. Und wenn das ein toller Schulranzen ist, dann ist es eben so. Unabhängig davon, ob er sowieso angeschafft worden wäre.

Meine Tochter wird ihr gesamtes Schulzeug auch zum Geburtstag bekommen, weil sie am 15. Juli Geburtstag hat. Sie wird auch Spielzeug kriegen, aber ich weiß jetzt schon, dass ein lila Ranzen mit Einhörnern der Renner sein wird (sollte ihr Geschmack so bleiben).

Beitrag von schullek 03.01.11 - 22:10 Uhr

ich denke, wir liegen da auf einer wellenlänge. jetzt waret ich mal auf antworten derer, die immer vehemnt gegen möbel, bzw. nutzgegenstände zu feiertagen argumentieren. mich würden wirklich die argumente dafür bzw. dagegen interessieren.

zum einhorn (kann mich erinnern das schon mal von dir gelesen zu haben) kann ich auch was beitragen: mein sohn hat sich letztes jahr zu weihnachten ein schafsfell gewünscht. zum warmhalten udn einkuscheln. frag mich nicht warum. er hats bekommen, eins das meine eltern noch im schrank hatten (aber gut erhalten) und war überglücklich.

lg

Beitrag von 221170 03.01.11 - 22:30 Uhr

Mein Mann und ich bekamen beide als Kinder oft Kleidung geschenkt. Wir haben es beide gehasst.

Wir handhaben es heute so:
Wir verbinden es. Zumindest bei großen Sachen. Die Tochter wünscht sich ein Hochbett, schon lange. Wenn (!) wir eins kaufen würden, dann würde das ein Geburtstagsgeschenk werden. Das würden wir nicht einfach so kaufen. Dann gäbe es noch was kleines zum spielen und fertig.

ABER:
Wir Erwachsene handhaben das untereinander ganz anders. Ich hasse es, Gebrauchsgegenstände geschenkt zu bekommen, eine Küchenmaschine zum Geburtstag würde hier ein mittleres Erdbeben auslösen. Ich schenke selber niemals solche Sachen, immer nur "Nutzloses" Schönes oder ähnliches. Mag albern sein, aber ich möchte keine Haushaltsgegenstände oder Schuhe verschenken und auch keine geschenkt bekommen. Wir wissen allerdings auch was Dinge kosten und wielange man arbeiten muß um bestimmte Sachen zu kaufen. Das es eben nicht selbstverständlich ist alles einfach so kaufen zu können.

Beitrag von sonne_1975 03.01.11 - 22:40 Uhr

So unterschiedlich ist es.

Ich hasse "Nutzloses Schönes" und freue mich über nützliche Geschenke. Genau so verschenke ich nützliche Geschenke (frage vorher bzw. sagen sie es mir dann selbst, bei uns kommt es gut an).

Aber ein Kind freut sich über solche Sachen eher weniger... Und ich will, dass meine Kinder sich über ihre Geschenke freuen.

Beitrag von zahnweh 04.01.11 - 01:12 Uhr

#winke

Da sind wir genau umgekehrt. Wenn mir jemand was nutzloses "schönes" schenkt, nur um etwas zu schenken, merke ich, dass die Person mich überhaupt nicht kennt und im Grunde auch keinen Kontakt zu mir wünscht, sondern einfach irgendwas geholt hat.

Über eine Küchenmaschine habe ich sehr gefreut, weil sie mir unter's Strich etwas sehr kostbares schenkt: nämlich Zeit im Alltag.

Einer Freundin hab ich was zum Backen geschenkt. Es ist ihr allergrößtes Hobby und ich hab mich vorgetastet. Ihre Augen strahlten. Hätte ich ihr was für die Deko geschenkt, hätten wir heute vermutlich keinen Kontakt mehr, weil sie sich jedes Mal über den Platzverlust und das zustätzliche Staubwischen geärgert hätte.

Ich denke mal, ein gelungenes Geschenk ist das, was dem Beschenkten Freude macht. :-) Egal ob es einem selbst gefällt.

Meine (3) freut sich SEHR über Kleidung. Sie hat innerhalb kürzester Zeit 3!! Garnituren Mütze + Handschuhe + Schal geschenkt bekommen. Eine von mir, weil der Winter kam. Einmal von ihren Großeltern und einmal von einer Freundin. Am liebsten würde sie alle gleichzeitig anziehen.

Ja, ich habe auch schon Dinge verschenkt, die ich selbst nie kaufen würde oder die ich grässlich fand. Aber wenn die Augen leuchten und sich ein Wunsch erfüllt, warum nicht.
Joghurt kam auch schon gut an. (Pralinen gehen nicht wegen Diabetis, Obst/Gemüse wird nicht gemocht, Brauchbares ist alles da, Deko würde zu Kontaktabbruch führen ... Joghurt wird heiß begehrt...) Ich fand es ungewöhnlich, aber die Augen leuchteten :-)

Nur an einem Prinzip halte ich fest: ich kaufe und verschenke keinen Alkohol oder was für Zigaretten (Pralinen mit Alkohol sind die einzige Ausnahme dabei, wenn sie die Liebsten des Beschenkten sind).

Beitrag von lulu2003 03.01.11 - 23:01 Uhr

Hallo Schullek,

ich finde es völlig in Ordnung wie ihr es handhabt. Mir rollen sich hier auch manchmal die Fußnägel wenn ich lese wieviel Geld für Nikolaus/Geburtstage etc. pp. ausgegeben wird und drei Wochen später wird gejammert, dass das Spielzeug unbeachtet in der Ecke liegt.

Raúl hat in diesem Frühjahr ein Fahrrad bekommen. Er wollte unbedingt genau dieses und wir haben gesagt, ok, dafür nehmen wir aber 100€ von deinem Sparkonto. Es ging nicht darum dass wir es uns nicht hätten leisten können ihm genau DIESES Fahrrad zu kaufen sondern, er soll auch lernen das wenn er spezielle Wünsche hat er was dazu beitragen muß.

Und ich glaube hier nicht immer alles was ich lese. :-p

LG
Sandra

Beitrag von juniorette 04.01.11 - 08:15 Uhr

Guten Morgen,

so wie du es machst, finde ich es völlig in Ordnung.

Generell finde ich es in Ordnung, wenn Eltern sagen "wir geben an Weihnachten/Geburtstag x Euro für Spielzeug aus, zusätzlich gibt es noch nützliche Sachen".

In der von dir angesprochenen Diskussion

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=4&tid=2963453

sagen die Eltern aber "wir geben 0 (!!!) Euro für Spielzeug aus, und schenken NUR Nützliches" - und das finde ich grausam, da das Kind nur einen einzigen Herzenswunsch hat, der schon ein 3/4 Jahr besteht.

Zumal die Eltern die Kinderzimmerrenovierung zu verantworten haben. Diese Eltern geben doch echt dem Wandfarbenwunsch (lila und pink) eines damals 4jährigen (!) Mädchens nach, obwohl die Eltern wussten, dass das Zimmer in den Farben zu dunkel wirkt #klatsch

Ich habe ja schon als Erwachsene Probleme, mir vorzustellen, wie ein Raum in einer neuen Wandfarbe wirken würde (zu dunkel, zu grell, zu erdrückend, zu kalt...), wie soll das dann ein 4jähriges Mädchen wissen?

LG,
J.

P.S.: unser Sohn hat zu Weihnachten u.a. eine Jeans bekommen, und sich über diese genauso gefreut wie über die kleine Taschenlampe oder die neuen Filzstifte :-)

Beitrag von juniorette 04.01.11 - 08:18 Uhr

Okay, hab mich verlesen. Das Mädchen war 5 Jahre alt, als es sich für lila und pink entschieden hat. Macht aber auch nicht den großen Unterschied.

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