@Hedda

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Forum: Hochzeit

Wer eine Hochzeit vorbereitet, hat viel Spaß, eine Menge Arbeit und noch mehr Fragen. Was kostet eine Hochzeit? Wer hat Deko-Tipps für die Festtafel? Wo gibt es die allerschönsten Brautkleider? Empfehlenswert für eine gute Vorbereitung ist eine durchdachte Checkliste

Beitrag von bini31 03.01.11 - 23:16 Uhr

Hallo Hedda,
ich habe eine Frage an Dich. Wir haben in einem Brautmoden-Geschäft (bei uns sehr bekannt) ein Brautkleid von Tre`s Chic gekauft. Wir haben dafür € 798,- (vor 2 Jahren) bezahlt. Nun habe ich mir das Kleid vor ein paar Tagen noch einmal angesehen und habe ein Schild gefunden, wo drauf steht, Made in China! Ist es Gang und Gebe, dass auch Brautmoden-Läden Kleider aus China importieren? Ist das Kleid nun auch Billigware? Ich kenne mich leider auf diesem Gebiet überhaupt nicht aus.#kratz

LG Bini

Beitrag von missflz 03.01.11 - 23:21 Uhr

Hallo Bini,

bin zwar nicht hedda, aber ich habe im Geschäft einfach mal gefragt wie die lange Lieferzeit von 4-6 Monaten zu stande kommt.....weil ich dachte, na kommt sicher aus China....


und die Verkäuferin hat mir das bestätigt:( macht den Aspekt ein Kleid für 800 € zu kaufen irgendwie bitter. Sie sagte fast alle Firmen aus Belgien, Holland etc. würden dort fertigen lassen......


LG :-(

Beitrag von bini31 03.01.11 - 23:32 Uhr

Hallo missflz,
danke für Deine Antwort. Da bin ich irgendwie platt. Das Kleid sieht allerdings sehr hochwertig aus, dicker fester Stoff, ist bestickt mit Blumen und Pailletten. Aber darf dann auf dem Preisschild "von Tres Chic" stehen?

LG Bini




Beitrag von hedda.gabler 04.01.11 - 01:28 Uhr

Hallo.

Es ist absolut nichts ungewöhnliches, dass die Designer/Marken in Fernost fertigen lassen (schau mal in die Etiketten Deiner Alltagsklamotten, es wird nur noch wenig in Europa gefertigt) ...

... aber es ist natürlich ein Unterschied, ob eine renommierte Marke in seinen hauseigenen Nähereien mit entsprechenden Kontrollen und vor allem mit den hochwertigen Grundstoffen fertigt oder irgendeine Näherei neben Lacoste-Shirts, Ralf-Lauren-Hemden, Rolex-Uhren und Chanel-Handtaschen auch noch unkontrolliert Designer-Brautkleider nachnäht (fälscht).

Gruß von der Hedda.

Beitrag von kati-mia22 04.01.11 - 10:04 Uhr

das Problem ist aber
dass man nicht weiss aus was für eine Näherei die Kleider kommen
was glaubst du denn warum die Designer ihre Kleidung, ob Kleider oder Hosen, in China nähen lassen?
weil die Arbeiter billiger sind und sie dann mehr Geld in die eigenen Taschen stecken können
sonst könnte man die doch auch hier anfertigen lassen

nur mal so aus interesse Hedda:
Hast du eigentlich achon mal ein ("gefälschtes" wie du es nennst) Kleid in der Hand gehabt oder gesehen??

ich bin der Meinung und da steh ich auch dahinter
dass die Sachen die China angefertigt werden meistens aus den gleichen Nähereien kommen und auch dort dann Lewis, C&A, Ed Hardy, Pimky oder sonst was hinten rein genäht bekommen
die einen werden als teuer verkauft und die anderen dann halt als billig Klamotte für den gering Verdiener

Beitrag von hedda.gabler 04.01.11 - 14:08 Uhr

Hallo.

>>> was glaubst du denn warum die Designer ihre Kleidung, ob Kleider oder Hosen, in China nähen lassen? <<<

Du musst mir jetzt nicht die Wirtschaft und das Problem der hohen Lohnnebenkosten in Deutschland erklären ... mir ist schon klar, warum so viel in Asien und Osteuropa gefertigt wird.
Und dabei geht es nicht vornehmlich darum, dass sich die Hersteller die Taschen vollstopfen wollen, sondern die Kleider, würde sie man in Europa herstellen, kaum noch bezahlbar wäre ... und es gibt nur sehr wenige Unternehmen, die es sich leisten können, nur wenige Kleider an einen exklusiven Kundenkreis zu verkaufen.

>>> Hast du eigentlich achon mal ein ("gefälschtes" wie du es nennst) Kleid in der Hand gehabt oder gesehen?? <<<

In der Hand hatte ich bisher nur andere gefälschte Kleidung und Accessoires ... und die waren durch die Bank schlecht. Bei den Kleidern sehe ich es auf den Fotos.
Nur mal so aus Interesse: Den Unterschied siehst Du doch auch, oder nicht?

>>> dass die Sachen die China angefertigt werden meistens aus den gleichen Nähereien kommen und auch dort dann Lewis, C&A, Ed Hardy, Pimky oder sonst was hinten rein genäht bekommen <<<

Das mag bei Massenware so sein, vor allem bei den billigen Kleidungsstücken ... dennoch gibt es je nach Auftraggeber unterschiedliche Qualitätskontrollen und vor allem Rohmaterialien (und darauf kommt es ja auch an). Und die Kleidungsstücke, die nach Feierabend in diesen Nähereien genäht werden (und sind dann die Teile, die als Fälschungen auf den Markt kommen) unterliegen überhaupt keiner Qualitätskontrolle und werden vor allem aus anderen Materialien gefertigt (die Arbeiter können ja schlecht solche Stoffmassen aus der regulären Produktion entwenden) ...
... und Designer und Markenhersteller haben in der Regel ihre eigenen Nähereien, in denen dann auch nur die eigene Kollektion genäht wird.

Und abgesehen davon, finde ich Produkt-Piraterie eine Sauerei, die einen großen wirtschaftlichen Schaden verursacht, den schlußendlich der Endkunde wieder zu tragen hat, sei es durch den Preis oder den Imageverlust und damit die Verramschung einer Marke.

Wenn Du Dir überlegst, wie viel Arbeit und Geld in der Entwicklung einer Kollektion steckt, sollte keine Braut das unterstützen.

Von der Pronovias-Website:

>>> INDUSTRIALISIERUNG
Das Betriebszentrum befindet sich in El Prat de Llobregat, wenige Kilometer von Barcelona entfernt. Ein Gebäudekomplex, der eine Fläche von 55.000 m2 beherbergt, wo der Prozess der Kreierung des Kleides, ausgehend von einem vertikalen Blickwinkel der Arbeiten des Schnitts, der Konfektion, Finissage und Qualitätskontrolle unserer Kleider und Accessoires entwickelt wird.
Das Know-How der Gruppe ist verknüpft mit unserem Technischen Büro in Barcelona, das befähigt ist, die gesamte Kreativität des Designteams in die herrlichsten Kleider mit der besten Finissage zu verwandeln. Das Industrie-Team, gestützt auf die modernsten Designwerkzeuge, und assistiert durch CAD, entwickelt alle Schnittmuster und Spezifikationen unserer Produkte, um eine optimale Herstellung zu erzielen. <<<

Und mal abgesehen davon, gibt es auch immer noch Unternehmen, die in Europa fertigen lassen ... und die Designs werden von den Asiaten auch gefälscht ... wenn man sich dann so ein Kleid aussucht, wäre das "Wird ja eh alles in China" Argument gar kein Argument mehr.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von 20carinchen04 04.01.11 - 12:58 Uhr

Huhu

Ich habe auch nachgefragt, da ich 1700 EUR schon teuer fand und nicht wollte, dass es aus China kommt.

Mein Kleid kommt von Russland. Mein Brautgeschäft ist ne Art Direktvertrieb (eigenes Label) und sucht sich die Schneiderinnen gezielt aus. Habe auch gut nachgehakt. Bei sowas bin ich genau und "nervig".:-p


LG
Carina

Beitrag von bini31 04.01.11 - 20:09 Uhr

Hallo,
ein Danke an Hedda und allen anderen für Eure Antworten.

LG Bini #winke