Abtreibung

Archiv des urbia-Forums Ungeplant schwanger.

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Forum: Ungeplant schwanger

Was ist, wenn eine Schwangerschaft überraschend und ungeplant kommt? Hier kannst du fragen, wie andere diese Situation bewältigt haben. Grundsatz-Diskussionen um das Thema Schwangerschafts-Abbruch sind allerdings besser im Forum "Allgemeines" aufgehoben.

Beitrag von ich654321 04.01.11 - 00:00 Uhr

Also, ich hab folgendes "Problem". Ich bin ca in der 4. Woche schwanger, kann das Kind aber ABSOLUT nicht bekommen. Bin alleinerziehende Mutter eines (fast) 8-jährigen Sohnes und verlege in 1 Monat in den Auslandseinsatz Bundeswehr. Ich will und kann das Kind nicht bekommen. Kann mir jemand sagen, ab wann man die Kosten selbst übernehmen muss und wie hoch diese sind? Im Internet finde ich viel zu viele verschiedene Antworten auf diese Frage. Ich möchte hier keine Moralpredigten zum Thema Abtreibung lesen, meine Entscheidung steht fest! Danke schon mal im Voraus.

Beitrag von astrida 04.01.11 - 00:41 Uhr

Hi,

das sind ca. 400-500€ genau kann ich dir das nicht sagen. Am besten rufst du bei deinem FA an.
Du kannst vielleicht, wenn du dich beeilst diese Tablette bekommen, das du blutest.
Erkundige dich bitte beim Frauenarzt oder bei Pro Familia.


Alles gute für dich!

Gruß

Astrida

Beitrag von goldengirl2009 04.01.11 - 06:02 Uhr

Guten Morgen,

mach einen Termin bei Deinem Frauenarzt,dieser wird alles weitere mit Dir klären und auch in die Wege leiten.
Die Kosten richten sich soweit wie ich es mitbekommen habe wohl nach dem Einkommen,aber zu 100% genau kann ich es nicht sagen.
Ein Anruf bei der Krankenkasse sollte wohl Klarheit bringen.

Da Du aber scheinbar beim Bund bist kann es sein,dass andere Regeln gelten.

Gruß

Beitrag von hoffnung2011 04.01.11 - 10:35 Uhr

Hi du,

darüber entscheidet die KK (ruf da an), es wurde aber geschrieben, dass bei euch (bundeswehr) anders sein kann. Die Kosten beliefen sich zumindest bei uns auf etwa 900 Euro.
Du musst so oder so zu der beratung und da erfährst du nicht nur, wer es bei euch in der Region macht aber auch wie viel es kostet!

eins aber und da kenne ich mich null aus. Ist es in der 4.Woche nicht möglich noch mittels eine Pille abzutreiben ? Dann wären die kosten erheblich geringer!

Ich wünsche dir sehr, dass es deine Seele gut verarbeitet und dass du von deinem Auslandseinsatz heil zurückkomst!!

LG und viel Gück

Beitrag von bibi.d 04.01.11 - 11:01 Uhr

Ja du könntest noch mit der Myfgen es abgehen lassen dann wären die Kosten geringer und es wäre wie eine abbruch Blutung!

Glg Bibi

Beitrag von kyra97 04.01.11 - 11:44 Uhr

guten morgen dir,
dein neues jahr fängt nicht leicht an ...
aber du bist mutig - bei "auslandseinsatz" fallen mir keine orte ein, die einen ruhig sein lassen.
wo ist dein sohn in der zeit deines einsatzes? und beziehung lässt sich unter solchen bedingungen auch nicht gut leben.

finanziell scheint es eher eng zu sein bei dir - das macht alles noch schwerer ...

ich hoffe, du findest gute hilfe!

liebe grüße von kyra

Beitrag von sonnenkind1977 04.01.11 - 11:54 Uhr

Ich bin auch Soldatin. Soweit ich weiß werden die Kosten für einen legalen Abbruch sogar übernommen, das weiß Dein TrArzt aber genauer. Ich kann erst Dienstag wieder in die entsprechende ZDv schauen... Wenn Du das aber nicht bekannt werden lassen willst, wirst Du selber zahlen müssen. Soweit ich weiß, liegen die Kosten um die 300 Euro.

Du solltest Dir aber gut überlegen, ob Du wirklich einen Einsatz über das Kind stellst. Ich würde einen Einsatz für mich persönlich nie als Grund für eine Abtreibung sehen. Wenn das Deine Hauptbegründung ist, fürchte ich, dass Du dann zur Einsatzbelastung auch noch in den ruhigeren Stunden den Abbruch verarbeiten musst... plus die Trennung von Deinem Kind... das stelle ich mir sehr anstrengend vor, je nachdem auch, wie Du unten eingesetzt wirst, mit was Du sonst noch umgehen musst!

Wenn der Abbruch und der Einsatz die Entscheidung ist, die sich für Dich richtig anfühlt und Dein Weg sein soll, rate ich Dir, Dich dem Truppenpsychologen oder Militärpfarrer im Einsatz anzuvertrauen, wenn die psychologische Belastung doch zu viel wird. Oft hilft es schon, jemanden zu haben, mit dem man offen sprechen kann! Wenn Du magst, kannst Du mir auch gerne eine PN schreiben!

Alles Gute für Dich, vor allem auch für den Einsatz,

Sonne

Beitrag von w36 05.01.11 - 21:15 Uhr

hallo ich654321,
ich bin genauso weit wie du mit der ss und habe auch den selben entschluss gefasst wie du ,da ich selbständig bin und ich auch schon zwei kinder habe im alter von 15, 8 habe .
ich war gestern bei pro familia da wurde ich über alles aufgeklärt und unter anderen auch wie hoch die einkommensgrenze liegt. und da du noch ein kind hast zählt es auch in die berechnung mit rein. bei mir lag es um die 1500,- euro die bleiben müssten mallerdings mit zwei kinder. und definitiv zählt auch nur dein einkomm ob du ein partner oder nicht hast.aber das erfährst du bei deiner kk da du von der ein kostenübernahmebescheid mit zum arzt bringen musst bevor der abbruch statt findet. danach bin ich zum entsprechnen arzt gefahren um die termine ab zu sprechen wann ich mit der tabletten einnahme beginnen kann. da ich es so schnell wie möglich auch hinter mich bringen möchte, fangen wir noch an diesem samstag an, genau dem gesetz nach dem gespräch mit pro familia 3 tage später.
ich hoffe ich konnte dir etwas weiter helfen.
viel glück w36;-)

Beitrag von helen0014 06.10.14 - 16:46 Uhr

Du bist in einer schwierigen Situation - das ist echt nachvollziehbar. Trotzdem: überstürze Deine Entscheidung nicht. Du hast noch Zeit, und Du solltest sie Dir nehmen. Ein Schwangerschaftsabbruch ist kein "kleiner Eingriff", wie man so gerne glauben möchte. Du weißt nicht im Voraus, wie Deine Seele darauf reagiert. - ich kenne - leider - sehr viele Frauen, die hinterher sagen: "Es ging alles viel zu schnell. Ich hätte viel mehr Zeit gebraucht, hätte Pro und Contra sorgfältig abwägen müssen." Und nicht selten höre ich den Satz: "Warum hat mich keiner aufgehalten? Nun muss ich damit leben..." Das sagen nach der Abtreibung auch Frauen, die sich ganz sicher waren. Sie wollten eine schnelle Lösung - und müssen irgendwann feststellen, dass die Lösung zum Problem wird.
Ja, ich würde Dich gerne aufhalten. Dir sagen: Tu`s nicht! Belaste Deine Zukunft nicht durch einen Schwangerschaftsabbruch! - Du sprichst von Deiner beruflichen Zukunft bei der Bundeswehr. Und willst dafür das Leben Deines Kindes opfern. - Ist es das wirklich wert? Hat die Bundeswehr kein Konzept, wie sie mit schwangeren Frauen umgeht? Gibt es dort weniger "Mutterschutz" als in anderen Berufen? Immerhin haben wir eine Verteidigungsministerin, die selbst sieben Kinder hat und im Blick hat, dass es Frauen wie Dich gibt - sonst würde sie nicht den Krippenausbau bei der Bundeswehr so vorantreiben.
Wenn Du Gesprächspartner suchst, die alles nochmal mit Dir durchdenken: es gibt eine unabhängige Beratungsstelle "Aus-WEG?!" in Pforzheim. Du kannst eine Mail dahin schicken oder anrufen...
Kleine Frage noch: Was meint eigentlich der Vater Deines Kindes?

helen0014