Mittelohrentzünung - Schmerzmittel,Antibiotikum,Nasenspray,Rotlicht?

Archiv des urbia-Forums Kleinkind.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von sonnenkind09 04.01.11 - 02:15 Uhr

Hallo,

mein Sohn (19 Monate) hat eine Mittelohrentzündung. Er hatte 6 Tage lang Fieber (meistens um die 38,5 Grad, selten höher, ein Mal ganz am Anfang knapp über 40 Grad), seit gestern nicht mehr (heute früh hatte er sogar nur 36,1 Grad, ist das nicht ein bisschen wenig?)
Mit Fieberzäpfchen sind wir letzte Woche recht sparsam umgegangen.
Heute waren wir endlich beim Arzt.

Nun sagte die Kinderärztin, ich soll ihm doch wieder Nurofen geben, und zwar ruhig 3 Mal täglich, weil er sicher Ohrenschmerzen hat. Die will ich ihm natürlich ersparen. Außerdem bekommt er AB. Nachdem ich ihm heute mittag das AB und das Schmerzmittel gegeben hatte, schlief er 4 Stunden. Danach ging es ihm prima, endlich war er mal wieder fröhlich. Aber weil das Schmerzmittel ja irgendwann aufhört zu wirken und ich ihm eine erholsame Nacht wünsche, habe ich sozusagen präventiv kurz vor 21 Uhr noch eine Spritze Fiebersaft gegeben. Nun frage ich mich, ob ich das so weiter machen soll, obwohl es ihm augenscheinlich gut geht?
(In der letzten Nacht hat er zum ersten Mal seit einer gefühlten Ewigkeit mal wieder durchgeschlafen, ganz ohne Medikamente. Aber er hat sich am Abend manchmal selbst mit beiden Händen gegen den Kopf gehauen, und er sagt auch Aua, aber nicht, wo es wehtut, es wäre soviel einfacher, wenn er schon mehr sprechen könnte.)

Außerdem habe ich jetzt überall gelesen, dass bei MOE zusätzlich Nasentropfen (geht auch Spray, welches?) verabreicht werden sollten. Davon hat die Ärztin nichts gesagt, obwohl ich ihr mitgeteilt hatte, dass mein Kind unter Schnupfen leidet.
Nun möchte ich morgen nochmal in die Apotheke gehen. Auch habe ich von dem homöopathischen Mittel Otovowen gelesen. Ist das ergänzend zum AB sinnvoll oder nur stattdessen? Meine Schwiegermutter empfiehlt zudem Rotlicht - macht man das heutzutage noch?

Danke für Ratschläge! Caro

Beitrag von maja-willi03 04.01.11 - 07:01 Uhr

Kenn ich, der arme kleine Kerl.

Nasentropfen oder Spray ist ganz wichtig. Wir lassen uns das immer aufschreiben, sonst einfach in die Apotheke und Altersgerecht holen. Ich würd einfach sagen wofür. Ich würde ihm das Schmerzmittel immer nach Bedarf geben (Zeitabstände natürlich nicht vergessen).

Wir machen das immer so:

Nasenspray sofort wenn die Nase nur anfängt zu laufen (bei uns geht es immer auf die Ohren!) und Rotlicht.

Mein Großer trinkt morgens und abends noch Milch aus der Flasche und da klappt das super. Ich könnte mir vorstellen das Fernsehen auch geht, das sie stillsitzen. Ist ja ne Ausnahme. Wärme hat uns um Paukenröhrne drum herum gebracht.

LG



Beitrag von truller 04.01.11 - 07:04 Uhr

Es ist schon merkwürdig das dir deine KÄ kein Nasenspay verschrieben hat.

Nehme ein abschwellendes Nasenspay,lass dich in der apopeke wegen der Stärke beraten.

Ohne das abschwellen kann das Ohr von innen nicht richtig belüftet werden.

Beitrag von schubi3 04.01.11 - 07:57 Uhr

Guten Morgen,

Rotlicht und Wärme tut den Kindern meist sehr gut. Unser alter HNO-Arzt hat immer gesagt, am besten hilft etwas angewärmtes Öl (dieses ins Ohr einträufeln). Das haben wir bei unserem ganz Großen (der ist allerdings schon 20 und war sehr geplagt von Mittelohrentzündungen) mit großem Erfolg ausprobiert.

liebe Grüße Sylke

Beitrag von lexa8102 04.01.11 - 08:57 Uhr

Hallo Caro,

ich gebe auch Nurofen bei MOE, da Paracetmol da irgendwie nicht hilft.

3 x täglich Nasentropfen (sind besser als als Spray) solltest du schon bei Schnupfen geben - das kann der MOE quasi vorbeugen. Wir haben da Otriven.

Deinem Kleinen geht es bestimmt auch durch die Anitbiotika jetzt besser.

Ich würde Nurofen geben, wenn er Schmerzen hat (also unerklärlich schreit) oder nachts nicht schlafen kann deswegen.

Rotlicht kannst du auch machen - meiner würde da aber nicht still sitzen bleiben. Es gibt noch weitere Hausmittel: Kartoffelwickel, Zwiebelwickel usw.

Viele Grüße,
Lexa

Beitrag von eva1082 04.01.11 - 09:50 Uhr

Hi Caro,

Nasentropfen gaaanz wichtig unbedingt geben!! In dem Alter gibt es nur Tropfen das Spray für Kleinkinder ist erst ab 2 Jahren zugelassen und ausserdem reicht die Säuglingsdosierung dicke. Für die Schleimhäute sind diese Tropfen und Sprays ja nicht so dolle.

Was ich dir noch empfehlen kann, das Du ihm nen Zwiebelwickle auf Ohl legst-Zwieblen ganz klein schneiden in ein Mulltuch geben und drauflegen. Wenn er sich Tropfen ins Ohr machen lässt kannst du die Zwiebel auch in ganz wenig Wasser konzentriert auskochen und ihm das dann ins Ohr geben. Wirkt sehr gut Entzündugshemmend.

Ich glaube ich würde ihm den Nurofesaft zum Schlafen noch geben wenn er sich an den Ohren rumfummelt. Nurofen wirkt übrigens auch gut entzündungshemmend ( Paracetamol gar nicht!!) und bei uns zumindest wesendlich besser geben Schmerzen und Fieber wie Paracetamol.

Ototvowen kannste gut als Ergänzung zum AB geben das ist homöopathsch. Achte bitte noch drauf ob dien Kleiner in den nächsten Tagen Durchfall oder so bekmmt das kann vom AB kommen. Dann muss man die Darflora mit speziellen Mitteln wieder aufbauen weil die Dann vom AB geschädigt wurde.

alles gute und LG

Beitrag von miau2 04.01.11 - 10:11 Uhr

Hi,
wir behandeln - mit vollem Einverständnis unseres Kinderarztes - Ohrenschmerzen eigentlich immer sehr erfolgreich mit

- abschwellenden Nasentropfen (wenn der Arzt die nicht verschreibt - die gibts ab ca. 1,50 in der Apotheke, das Alter vom Kind dazu sagen)...Sprays gibts für etwas mehr Geld (meine ich) für ältere Kinder, keine Ahnung - das kann dir die Apotheke sagen

- Otovowen - bei akuten Schmerzen wirklich alle halbe Stunde gegeben, das sind unsere "Zaubertropfen" (und beide Kinder machen dabei keine Probleme)

- bei Bedarf (!) mit Schmerzmitteln, vorzugsweise Nurofen, zur Not haben wir auch Paracetamol da

Kinder sind eigentlich schon in der Lage zu äußern, ob sie Schmerzen haben oder nicht - und einfach prophylaktisch eine Dauerbehandlung mit einem Schmerzmittel finde ich (und auch mein KiA) überflüssig.

Unser Großer hat damit leider sehr oft zu kämpfen, wir sind mit diesem Weg meistens prima klargekommen.

Viele grüße
Miau2

Beitrag von sailing08 04.01.11 - 12:00 Uhr

Hi Caro,

ich kann mich meinen Vorschreibern nur anschließen: Ganz wichtig mit abschwellenden Nasentropfen für Kleinkinder abschwellen. Das ist notwendig zum Entlüften.
Meine Kleine (jetzt 21 Monate) hatte das im Oktober/November, kurz nach Start der Kita 2 x im Abstand von 5 Wochen. Ätzend für die Kleinen. Wir hatten es auch erst ohne AB probiert (Nasenspray, inhalieren, hom. Tropfen, Globolis etc.), aber bei beiden Malen kamen wir irgendwann mit unserer KIA an den Punkt, wo wir AB geben mussten. Fieber hatten wir nur über 40 abgesenkt. Beim 2. Mal hatte sie solche Schmerzen, dass sie auch nicht in Ruhe zum Mittagsschlaf kam. Da hatte ich dann auch eine Paracetamol gegeben. Meist kamen die Schmerzattacken so ca. 1-2 Tage nach Beginn mit AB. Ich persönlich würde Nurofen oder Parcetamol nur geben, wenn Du merkst das dein Kind quengelig ist oder schreit. Dann nicht leiden lassen.

Mir hatte mein HNO übrigens bei einer sehr sehr sehr starken Nasennebenhöhlenentzündung für die ersten Tage auch Ibuprofen gegeben. Aber ich wollte es nicht, da die Schmerzen "erträglich" waren.
Bei den Kleinen würde ich aber bei den Schmerzen was geben.

Ich bin erst einmal froh, dass wir die 2 x hinter uns haben.

Gute Besserung,

lg

sailing08

http://www.netdoktor.de/Krankheiten/Mittelohrentzuendung/Therapie/Mittelohrentzuendung-bei-Baby+-8193.html