Wieder raus nehmen aus dem Kindergarten?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von tanni07 04.01.11 - 10:23 Uhr

Eigentlich nicht wirklich...
Aber habe mal eine frage!
Fiona ist im Juli 2 geworden und geht seit August in den Kiga! Generell geht sie auch sehr gerne hin, aber Tage wo sie mal keine lust hat, gibt es natürlich auch...
Im März kam unsere zweite Tochter zur Welt, ich hatte aber schon den Kiga Platz da ich eigentlich wieder arbeiten gehen wollte, wenn Fiona 2 ist! Da sie sehr sehr quirlig, wissbegierig und immer Action will, haben wir uns aber entschieden den Kiga Platz zu behalten, auch wenn ich ja nun doch noch zu Hause bin!
Jetzt mein Anliegen!
Obwohl es ihr ja gut geht und sie meißt gern hingeht... bin ich oft am zweifeln, ob es nicht doch zu früh war....
Geht es jemanden ähnlich?
Habe im Sommer hin und her überlegt, und irgentwie hören die Zweifel nicht wirklich auf! Aber sie jetzt raus nehmen und in einem halben Jahr wieder hin zu bringen, wäre ja völliger Schwachsinn!!?
Sorry ist ganz schön lang geworden...

Beitrag von espirino 04.01.11 - 10:32 Uhr

Hallo,

ich an deiner Stelle würde sie auf jeden Fall im KiGa lassen. Zum einen ist es für sie echt ungünstig, wenn du sie jetzt rausnimmst und später eh wieder hinbringst. So hat sie sich jetzt einmal dran gewöhnt.

Warum meinst war es zu früh? Wegen der paar Tage, die sie nicht gehen will? Diese Tage hat sie auch mit 5 Jahren oder später in der Schule noch oder sogar wir, wenn wir mal keinen Bock auf Arbeit haben. Gehen tun wir trotzdem. Alternativ kannst du sie ja als Mittagskind abholen. Da habt ihr beide was davon. Du einen ruhigeren Vormittag und sie einen spannenden.

Kinder lernen so unheimlich viel im KiGa, was man ihnen auf diese Weise zuhause gar nicht vermitteln kann.

LG Jana

Beitrag von kruemlschen 04.01.11 - 10:39 Uhr

Hallo,

ich kann Euer Verhalten absolut nicht nachvollziehen.

Im März kam Euer 2. Kind zur Welt weil Du eigentlich wieder arbeiten gehen wolltest hattest Du schon den Krippenplatz den Du aber erst seit August nutzt, da war aber bereits klar dass Du nicht wieder arbeitest wenn Fiona 2 ist, denn da war ja schon Kind Nr. 2 seit einem halben Jahr auf der Welt und jetzt fällt Dir plötzlich ein dass es zu früh ist für Fiona in den Kiga zu gehen?

Nein, ich habe definitiv kein Verständnis für Mütter die Ihre Kinder U3 in Kinderbetreuung geben obwohl sie nicht arbeiten!

Wenn es nach mir gehen würde würde ich jeden U3 Platz an ein aktives Arbeitsverhältnis knüpfen.

Wie Du schon fest gestellt hast ist es schwachsinnig für Deine Tochter wenn Du sie jetzt wieder raus nimmst und dann in 6 Monaten wieder startest obwohl sie jetzt bereits komplett eingewöhnt ist. Wo soll da jetzt der Sinn für Deine Tochter sein?

Nein, ich bin keine dieser Gluckenmütter die etwas gegen U3 Betreuung haben, aber für mich gehören Mütter die Ihre Kinder U3 in eine Krippe/Kita geben obwohl sie selbst zuhause sind in die Kathegorie "faule Mutter" sorry, mein Eindruck.

K.

Beitrag von sweety03 04.01.11 - 10:45 Uhr

Hallo,

den letzten Absatz kann ich absolut unterschreiben.

Sweety

Beitrag von jamey 04.01.11 - 10:56 Uhr

das ist doch käse?! mal davon abgesehen dass ich auch der meinung bin, dass betreuungsplätze für unter 3 jährige denen vorbehalten sein sollten die arbeiten.... aber wenn man eben doch einen platz bekommt, und kein anderer mit job dafür zurückstehen müsste,warum sollte man den platz nicht annehmen?

was hat es mit faule mutter zu tun, wenn ich meinem kind eine frühzeitige sozialisierung angedeien lasse, oder ihm erlaube, viel mehr input und förderung zu genießen, als ich es ihm daheim bieten kann.... vor allem fühlen sich tatsächlich viele 2 jährige richtig wohl unter "ihresgleichen" . nun ist es bei ihr ja auch so, dass sie ein weiteres baby hat, und da ist die kleine in der kita einfach viel besser aufgehoben als daheim zwischen stillen, windeln und geschrei. die mutter kann sich vormittag auf das baby konzentrieren und hat am nachmittag noch ganz andere nerven um auf ihre große einzugehen. kein fehler, finde ich.

na gut...für die "zu früh" debatte im kontext habe ich allerdings auch kein verständnis :-), da gebe ich dir recht.

Beitrag von sweety03 04.01.11 - 11:02 Uhr

Hallo,

ich gehöre sicher nicht zu der "Hausfrau-Mutter-Fraktion, denn ich habe recht schnell bei meiner Großen (7) TZ gearbeitet, da wurde sie von meinen Schwiegereltern betreut.
Als sie 2 war, kam ihre Schwester zur Welt und wäre nie darauf gekommen, sie weiter von meinen Schwiegereltern oder im Kindergarten betreuen zu lassen, wenn ich eh mit Baby zu Hause bin. Wozu auch?
Gefördert wurde sie genug, indem wir gemeinsam in einer Spielgruppe waren und uns nachmittags mit Müttern und deren Kindern getroffen haben. Das reicht doch für eine Zweijährige völlig aus!
Und sie war zu Hause trotz Stillen und Wickeln prima aufgehoben :-).

Sweety

Beitrag von kruemlschen 04.01.11 - 11:17 Uhr

Es ist für mich persönlich ganz einfach ein Armutszeugnis als Mutter wenn ich es nicht schaffe NUR 2 Kindern gerecht zu werden und es darum für das ältere Kind besser sein soll bereits mit 2 Jahren oder sogar noch früher in eine Fremdbetreuung gehen zu müssen.

Mein Sohn geht in die Krippe seit er 16 Monate alt ist. JA, er geht gerne in die Krippe aber wenn ich ihm die Wahl lasse, was glaubst Du wo er lieber ist?

Ebenso empfinde ich es als meine HAUPTAufgabe als Mutter mein Kind zu "sozialisieren" wenn mit "sozialisierung" das Heranführen an gesellschaftliche Werte und sozialverhalten gemeint ist, wenn Du damit die Integration in das Normensystem der Gesellschaft meinst, so finde ich dass einem Kind da ruhig etwas mehr Zeit gelassen werden kann als 2 Jahre.

Damit sich mein Kind "richtig wohl" unter Seinesgleichen fühlen kann, kann ich mein Kind auch mit gleichaltrigen Kindern zusammen bringen in dem ich mich regelmäßig auf dem Spielplatz/in der Spielgruppe einfinde oder Verabredungen mit anderen Müttern bzw. deren Kindern treffe.

Gruß K.

Beitrag von nana141080 04.01.11 - 12:52 Uhr

Absolut!!!#pro

Beitrag von gingerbun 04.01.11 - 14:29 Uhr

Falsch! Ein Kind wird sozialisiert in dem es sich in einer Gruppe behauptet, in einer Gruppe seinen Platz findet. Kann sich Dein Kind mit Dir um ein Spielzeug streiten? Wohl kaum? Kann Dein Kind mit Dir auf Augenhöhe spielen? Nie im Leben - selbst wenn Du Dich noch so bemühst.
Sorry, aber Deine Ausführungen sind etwas weltfremd. Und Fremdbetreuung ist kein böses Wort sondern eine super sinnvolle Einrichtung von der sehr viele Beteiligte nur profitieren.

Beitrag von sini60 04.01.11 - 15:45 Uhr

Falsch. Um sozial denken und handeln zu können braucht es auch die nötige Reife. Unter drei sind die wenigsten Kinder in der Lage richtig miteinander zu spielen. Für ein Kind darf doch die ersten drei Jahre seines Lebens die Mutter das Wichtigste sein. Alles andere kommt nach und nach.

Beitrag von gaia-70 04.01.11 - 15:59 Uhr

völliger Unsinn - ein Kind ist mit 3 Jahren bereits ein psychisch fast kompletter Mensch. Zumindest könnte er es sein wenn Mutti ihn nicht behindert.
Meine Tochter ist genau 3 und sie spielt schon lange Rollenspiele (Vater Mutter Kind, o.ä.) mit anderen, verabeitet hochkomplexe Situationen, hat emotional das komplette Spektrum drauf und sogar schon Einsicht in das was sie tut und kann so ziemlich alles sprachlich ausdrücken.
Das wovon ich rede ist ein kontinuierlicher Prozess, der wesentlich VOR 3 Jahren beginnt.
Ich denke du sprichst deinem Kind ne Menge Fähigkeiten ab indem du das da behauptetst.

Beitrag von kruemlschen 04.01.11 - 16:05 Uhr

und ich denke Du hältst Deine Tochter für den Maßstab.

Mein Sohn ist noch nicht mal 3 und kann das von Dir beschriebene auch, 80% der anderen Krippenkinder im selben Alter oder älter allerdings nicht.

Woher nimmst Du denn Deine Weisheiten?

Beitrag von gaia-70 04.01.11 - 18:02 Uhr

meine Tochter ist völlig normal entwickelt und kein Wunderkind. Ich bin auch nicht stolz auf mich, daß ich/wir das so toll hinbekommen haben. Wir haben eigentlich garnichts gemacht, lediglich auf ihre Bedürfnisse sind wir eingegangen. Im ersten Jahr war das Bedürfnis Liebe, Wärme, Zärtlichkeit, Brust.
Mit ziemlich genau 1,5 Jahren bedurfte sie nach Kindern, spielen und nochmal Kindern.
Ich fühle und beobachte, handle, meine Frau ebenso... mehr Weisheit steckt nicht dahinter

Beitrag von nana141080 04.01.11 - 21:39 Uhr

Na und? Das tun so viele 3 Jährige!!!Und ich kann dir noch zig andere Beispiele nennen!

Meine 2 JUNGS taten dies bzw. tun dies auch BEVOR sie 3J. waren und nicht in Fremdbetreuung.

Diese Diskussion hier ist schon wieder sowas von unsinng#augen

Beitrag von gingerbun 04.01.11 - 20:38 Uhr

Gut Deine Meinung. Meine Erfahrung zeigt deutlich etwas anderes.

Beitrag von kruemlschen 04.01.11 - 15:50 Uhr

http://de.wikipedia.org/wiki/Sozialisation

Ist ein bisschen umfangreicher als das Bisschen was Du gerade geschrieben hast, darum meine ""

2. Tipp:

lesen und zwar genau das was geschrieben wurde, nicht irgendwelche imaginären Sätze dazufügen

Beitrag von gaia-70 04.01.11 - 16:07 Uhr

wir reden hier ja nicht von "der Sozialisierung" - logo das schau ich mir lieber im Lexikon an. Hier geht es doch konkret um die Entwicklung eines Kindes in der Gruppe Gleichaltriger und um die Wichtigkeit der Kindergruppe für das Kind.
Ich streite nicht ab das die Eltern erzieherisch einwirken müssen - logo. Aber ich denke das ist ein anderes Thema. Genauso wie Werte und Normen ein weiteres Thema sind.

Beitrag von gingerbun 04.01.11 - 20:41 Uhr

Ich brauch kein Wikipedia um Nachzulesen was ICH unter Sozialisierung meine. Es ist ganz einfach mit meinem Beispiel: Miteinander Spielen auf Augenhöhe. Wenn Du das Deinem Kind bieten kannst: HUT AB!

Beitrag von gaia-70 04.01.11 - 15:40 Uhr

Leider Falsch, eine Mutter kann ihr Kind nicht sozialisieren - wie denn?
Die Sozialisierung ist ein Vorgang der aktiv vom Kind und der umgebenden Gruppe dynamisch angeleiert wird und kontinuierlich und wechselseitig stattfindet. Die Mutter hat die Aufgabe dem Kind in der Frühphase (Säugling) Ur/ Selbstvertrauen zu geben. Dies tut sie am besten durch absolute Liebe. Ein Kleinkind hat dann bereits dieses Urvertrauen und will raus in die Welt... selbstverständlich mit dem Gefühl und Wissen, daß Mutti immer da ist, wenn sie gebraucht wird, aber auch immer mit dem Gefühl, daß sich Kind entfernen kann und darf, wenn in der Gruppe gespielt oder sonstwas gemacht wird.
Sozialisierung ist übrigens nicht gleichbedeutend mit Normierung...

Beitrag von kruemlschen 04.01.11 - 15:52 Uhr

auch für Dich gilt:

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&tid=2964458&pid=18754925&bid=4

Beitrag von dessimedschi 04.01.11 - 14:12 Uhr

Hallo,

ich bin auch mit meinen beiden U3 Kindern zu Hause, aber das tut mir sehr leid.
Mein Großer ist jetzt 2,5 und ging in die Krippe seit dem er 1 Jahr alt war, weil ich wieder arbeiten ging. Dann kam vor vier Monaten der Kleine und er ist weiter hin gegangen. Er hatte da soo einen Spaß, Freunde, Action usw. all das was ich ihm zu Hause nicht bieten kann. Jetzt sind wie leider umgezogen und haben hier keine Aussicht auf einen Platz für ihn, leider.
Jetzt ist er mit mir und dem Kleinen zu Hause und wir dingeln morgens vom Krabbelcafe zum Kindersingen zum Kinderturnen usw., dass er den Kontakt zu anderen Kindern nicht verlier. DAs kann doch nicht der Stein der Weisen sein, oder?
Ich finde mit der U3-Bereuung muss es jeder selbst wissen, aber schädlich für die kinder ist das bei einer guten Betreuung auf keine Fall!

Beitrag von kruemlschen 04.01.11 - 15:58 Uhr

Völlig andere Voraussetzungen die Du da beschreibst.

Solange es aber nicht ausreichend U3 Plätze gibt, kann auf solche Fälle wie Deinen nun mal keine Rücksicht genommen werden.

Eine betreute Spielgruppe wäre hier eine super Alternative.

Beitrag von gingerbun 04.01.11 - 14:22 Uhr

"Nein, ich habe definitiv kein Verständnis für Mütter die Ihre Kinder U3 in Kinderbetreuung geben obwohl sie nicht arbeiten!"
Na dann solltest Du auch mal die Sichtweise des Kindes betrachten. Kinder werden im Kindergarten ja nicht einfach nur aufbewahrt. Du glaubst ja nicht wieviele Kinder und Mütter ich kenne die gegenseitig genervt sind da sie "nur" zuhause sind. Mal Spielkreis hier, mal Krabbelgruppe dort. Das bedingt sich doch. Wie bitte kann denn eine Mutter die mit ihrem Kind zuhause ist dem Kind einen schönen Tag gestalten? Jede Woche? Kind schaut beim Hausputz zu oder wird gar integriert? Ich verstehe Deine Einstellung leider gar nicht, auch wenn ich zu der Spezies gehöre die sehr wohl dann wieder arbeiten gegangen ist. Ich finde es sollte aber eben doch auch geschaut werden was das Kind möchte und braucht. 3 Jahre mit Mama daheim? Kann es das sein? Nee - bei aller Liebe nicht.
Britta

Beitrag von ratpanat75 04.01.11 - 15:09 Uhr

So schwierig kann es doch wohl nicht sein, den Alltag mit einem Kleinkind zu gestalten #kratz.
Mein Sohn war die ersten 4 Jahre zu Hause, abwechselnd mit meinem Mann und mit mir) und das war alles andere als langweilig (und er ist ist wirklich ein Kind, das viel Input braucht).
Man hat doch so viele Möglichkeiten....und wir sind garantiert nicht von einem Kurs zum nächsten gerannt.
Den Hausputz muss eine arbeitende Mutter übrigens auch genauso erledigen wie eine Hausfrau, in den meisten Fällen, wenn das Kind zu Hause ist, ich sehe da keinen Unterschied #kratz.
Ich sehe das alles nicht so dogmatisch. Wer sich wohler fühlt, sein Kind fremdbetreuen zu lassen, obwohl er zu Hause ist, der soll das ruhig tun, wenn es genügend Betreuungsplätze gibt.
Aber dass jemand nicht in der Lage isein soll, mit einem Kleinkind den Alltag zu gestalten, finde ich schon reichllich merkwürdig.

Beitrag von nana141080 04.01.11 - 18:54 Uhr

"Aber dass jemand nicht in der Lage isein soll, mit einem Kleinkind den Alltag zu gestalten, finde ich schon reichllich merkwürdig. "

Ich finde das voallem fragwürdig! Da kommen mir Familienszenen wie von der Supernanny oder "We are family" in den Sinn, wo die Mütter den ganzen Tag drin hocken und nichts anzufangen wissen.....
Mir ist es im Endeffekt auch völlig egal was wer macht. Aber dieses dogmatische denken ala`: "Kinder die bis 3 und länger, zuhause sind, sind nicht sozialisiert und langweilen sich" etc. geht mir voll auf den Senkel. Das sagen Mütter die einfach nichts mit sich anzufangen wissen und sich nur über ihren Job definieren.M.M.

VG

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