Wie richtig verhalten, bitte schnelle Hilfe !!!! Danke

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von kalimero05 04.01.11 - 10:55 Uhr

Hallo zusammen,

bei uns ist momentan absoluter Ausnahmezustand.

Wenn mein Sohn (wird bald 3) was verboten bekommt, hat er mir
bisher 2x versucht ins Gesicht zu spucken. Wie würdet ihr euch da verhalten.
Nein sagen, den Raum verlassen oder ignorieren. Ihm eine Auszeit im Flur auf der Bank geben ?????
Ebenso schlägt er seit neuestem mir auf den Arm, wenn es nicht so läuft wie er will.
Und wie verhaltet ihr euch, wenn euer Kind andere Kind haut oder schubst ???
Es ist mir aufgefallen, dass viele Mütter auch verschiedene Methoden haben.
Hoffe die sinnvollste mal anwenden zu können.

LG eine verzweifelte Mama:-(

Beitrag von fbl772 04.01.11 - 11:13 Uhr

Hallo,

da gibt es kein Patentrezept. Du musst herausfinden, worauf dein Kleiner reagiert. Reagiert er auf "Traurigkeit", dann würde ich dies nutzen. Ist er eine Klette (will also möglichst ständig bei dir sein), dann hilft vielleicht die klare Ansage, dass du unter den Umständen nicht mehr mit ihm spielst und ihn dann für eine Zeit links liegen lässt - natürlich genau dann, wenn er was von dir will.

Wenn er sich dann später bei dir entschuldigt hat, und das sehe ich als ganz wichtig an, nochmals sagen, dass das was er tat wehtut und du das nicht möchtest.

Und insgesamt gilt "steter Tropfen hölt den Stein" :-)

VG
B

Beitrag von christianeundhorst 04.01.11 - 13:02 Uhr

Hallo Du,
ich halte nichts von "Auszeit" oder ignorieren und auch nichts von dem doofen Satz:" Ich bin jetzt sehr traurig" oder so.......Ich finde das ist emotionale Erpressung und da ich persönlich nicht so behandelt werden möchte gehe ich mit meinem Kind so auch nicht um. Klar ist ins Gesicht spucken total daneben, aber ich denke wenn dem viel Aufmerksamkeit beigemessen wird dann wird es noch öfter geschehen. Das heißt: Ich würde es besonders deutlich sagen, daß es nicht ok ist und zwar in ICH-Form: "Ich finde es schlimm, daß Du sowas tust! Wenn Du wütend auf mich bist könntest Du das auch anders zeigen. Zum Beispiel: ( Alternative anbieten, die bei großer Wut hilfreich sein kann ). Schliesslich spucke ich Dir auch nicht ins Gesicht wenn ich wütend bin" oder so. Ich würde - sobald die Wut bei Deinem Sohn vorbei ist - mit ihm darüber reden. Ihm erklären, wie man mit Wut umgehen kann. Zusammen überlegen wie es sich anfühlt wenn man selbst die Wut eines anderen spürt und Verhaltensunterschiede besprechen. Gemeinsam überlegen wie man die Situation verbessern kann.
Zum Beispiel: Ist das Verbot nötig? Warum ist die Wut so groß? Welchen Kompromiss könnte man schliessen?
Mir helfen da immer wieder die Bücher von Jesper Juul: "Grenzen, Nähe, Respekt" "Nein aus Liebe" und "Das kompetente Kind" kann ich da wärmstens empfehlen! Dort wirst Du gute Denkanstöße finden andere, bessere Wege mit Deinem Sohn zu gehen:-)
Ich hoffe ich konnte Dir helfen.


Liebe Grüße,
Chris mit Frieda Lina 30 Monate