Meine Tochter will nicht in Ihrem Bett schlafen ,was kann ich tun?

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von felija08 04.01.11 - 10:58 Uhr

Hallo :-)

Meine Tochter ist 2 und ich lebe mit Ihr alleine,aber bin mit dem Papa noch zusammen...haben uns wohnlich getrennt!Ich glaube meine Tochter hat das nicht so gut verarbeitet.Die letzten Monate will sie einfach nicht mehr in Ihrem Bett schlafen sondern neben mir und benötigt auch sehr viel Nähe von meiner Seite dabei, z.B. muss ich Ihre Hand kraulen oder festhalten beim einschlafen sonst weint sie,was ja auch kein Problem ist,nur das geht dann eine halbe stunde oder länger so....
Ich habe schon abends mich ans Bett gesetzt und Ihr was vorgelesen und gesungen,ebenfalls bestimmt eine halbe stunde,aber sie kommt einfach nicht damit klar das ich aus dem Zimmer gehen könnte!Wenn ich es denn nach einem langen hin und her geschaft habe,was bis jetzt nur 1 mal vorkam,kommt sie entweder nachts oder spätabends noch zu mir in mein Bett.
Wenn mein Mann hier ist und er Morgens früh hoch muss ist es ziemlich anstrengend zu 3. in meinem 1,40er Bett zu schlafen.
Ich weiß einfach nicht mehr was ich tun soll.damit sie gerne in Ihrem Bett schläft und nicht mehr aufsteht.


Kann mir jemand vielleicht helfen aus Erfahrung?


Liebe Grüße

Beitrag von lady_chainsaw 04.01.11 - 11:08 Uhr

Hallo,

sie scheint große Verlustängste zu haben, das ist doch nur verständlich, oder?

Lass sie bei Dir - sie braucht die Nähe zur Zeit halt extrem, die Sicherheit, dass Du für sie da bist (und zwar IMMER!!) #liebdrueck

Und in Dein Schlafzimmer könntest Du vlt. eine Gästematratze für sie legen oder ihr Bett neben das große Bett stellen.

Gruß

Karen

Beitrag von ayshe 04.01.11 - 11:30 Uhr

Unterschreibe ich voll.

Gerade weil der Vater nun auswärts ist, muß sie die Gewißheit bekommen, daß Mama immer da ist.

Beitrag von scura 04.01.11 - 12:07 Uhr

Hallo,
ich denke das Verhalten Deiner Tochter ist altersgemäss und normal. Verlustängste müssen nicht unbedingt etwas mit der räumlichen Trennung zum Vater zu tun haben. Sie entstehen auch mit der Entdeckung der eigenen Selbstständigkeit und der Erkenntnis, das auch die Eltern eigene Personen sind. Zum Beispiel kann auch die Regelmässigkeit eines Kindergartens, auch wenn der Spass macht, Verlustängste auslösen. Wichtig ist, das man das Selbstbewusstsein des Kindes stärkt.

Meine Tochter legt gerade ein ähnliches Verhalten an den Tag. Wenn man sie fragt, wo sie denn schläft, läuft sie ins Schlafzimmer und sagt zwischen Mami und Papi. Dabei darf sie mein Mann nachts nicht anfassen, sondern sie schläft nur in Löffelchenstellung in meinem Arm. (Ich bin jeden morgen also sehr einseitig zerquetscht, unser Bett hat auch nur 1,40m) Ich bringe sie jeden Abend zum einschlafen in ihr Bett, jedesmal mit Diskussionen, aber da bleibe ich konsequent. Ich begleite sie in den Schlaf. Das ist manchmal anstrengend, aber für mich die einfachste Lösung, da sie ohne Schreierei verläuft. Ich habe die Gitterstäbe im Bett entfernt, das sie Nachts ohne schreien aufstehen kann und zu uns kommen kann. Meisstens passiert das schon so gegen elf Uhr.
Der Rest der Nacht verläuft ruhig, da sie bei uns einfach ruhiger schläft. Wir haben auch versucht, sie im Bettchen zum weiterschlafen zu bewegen, aber da wird sie jede Stunde wach.
Unser Kinderarzt sagte uns, das Kinder mit dem dritten Lebensjahr anfangen, allein schlafen zu wollen und dann auch durchschlafen.
Nun ja, bis dahin haben wir uns sicher ein grosses Bett gekauft, damit wir alle zusammen, bis zu Sankt Nimmerlein, zusammen schlafen können. Denn eigentlich finden wir es wirklich schön. Die Zeit in der sie die körperliche Nähe brauchen, wird sehr schnell vergehen.

Beitrag von chrisi81 04.01.11 - 12:27 Uhr

dem ist nichts hinzuzufügen!

Beitrag von marion2 04.01.11 - 12:37 Uhr

Hallo,

ich würde ein größeres Bett kaufen.

Gruß Marion

Beitrag von knueddel 04.01.11 - 14:05 Uhr

Hallo,

ich würde ihr auch irgendwie die Möglichkeit geben, bei Dir im Zimmer zu schlafen, stell ihr doch ein Reisebett hin oder leg eine Matratze auf den Boden.
Haben wir gerade gsetren nacht auch für unsere Tochter gemacht, eigentlich schläft sie immer in ihrem Bett in ihrem Zimmer, bis auf gelegentliche Phasen, die alle paar Monate mal vorkommen.
Mit ihr in unserem Bett schläft eigentlich nur sie so richtig, wir fallen nämlich beide fast aus dem Bett, weil sie soviel Platz braucht ( und wir haben 180cm Bett).
Gestren wollte sie unbedingt in unser Bett, wir haben ihr dann eine Matrtaze neben Mamas Seite angeboten, sie hat sich hingeleht und ist fast sofort wieder eingeschlafen und schlief bis heute morgen viertel vor acht. So konnten wir alle schlafen, ist die einfachste Lösung.

LG Cindy

Beitrag von zahnweh 04.01.11 - 20:58 Uhr

Hallo,

meine ist inzwischen fast 3,5 J. von der Trennung bekam sie nichts mit. Sie kennt ihren Papa nur von Fotos.

Sie hatte schon immer Phasen, in denen sie meine Nähe brauchte und nur bei mir schlafen wollte und Zeiten, da schläft sie auch allein in ihrem Bett in ihrem Zimmer.

Je schneller und intensiver/verständnisvoller ich auf sie eingehe, desto schneller entspannt sie und wird lockerer..

mit 2 Jahren (Entwicklungsschub) war es am ärgsten. Dann entspannte es sich wieder. Zur Zeit teilen wir uns ein 90 cm, da sie einen Infekt hat.

Was soll's. Spätestens beim ersten Freund schmeißt sie mich sowieso raus.
Wir hatten auch eine Zeit, da durfte sie bei mir im Wohnzimmer schlafen und wenn ich auch ging, nahm ich sie einfach mit ins Bett.

Wichtig ist, sich selbst dabei zu entspannen. Meine hat bsp. mehr davon, wenn ich mich auf eine Stunde bei ihr liegen einstelle, so lange lese und entspanne, als wenn ich zwar daneben sitze, aber mit den Gedanken immer beim Aufstehen oder "wann schläft sie endlich bin" ... bei letzterem kann sich das leicht bis nach Mitternacht ziehen. Meine hat extrem feine Antennen dafür!

Da deine jetzt auch noch unter der Trennung leidet, versuche ihr die Nähe zu geben. Falls euch die 140 cm zu knapp sind, legt noch eine Matratze in den Raum. Entweder schläft sie auf der Matratze oder einer von euch. Gib ihr das Gefühl, dass sie jederzeit zu dir kommen kann und du da bist. Je mehr sie diese Sicherheit und Geborgenheit spürt, desto mehr wird sie darauf vertrauen und besser schlafen können. So lange sie unsicher ist, wird sie es immer wieder ausprobieren oder resignieren.

Das sich von dir Lösen wird sie von selbst tun. Je weniger sie es muss/soll, desto eher wird sie es von sich aus wollen und können ;-)

Beitrag von stumpi2 07.01.11 - 11:42 Uhr

mein großer ist jetzt 6 und seit einem halben jahr schaffen wir es, dass er 2-3 tage pro woche in seinem bett durchschläft!!!

mach dir keinen stress!

die ersten drei jahre waren so heftig, dass wir auf dem zahnfleisch daherkamen. in dieser zeit war ich auch wieder schwanger habe dadurch eh schon wenig geschlafen.

wir haben dann ein größeres bett angeschafft 2x2 m und es ging!

über die jahre wurde es immer besser mit dem schlafen. es kommt jetzt auch mal vor (nicht oft, die kleine hat ganz andere schlafgewohnheiten ;-) ) dass wir zu 4. in dem bett schlafen. klappt auch wunderbar. wird halt ein bißchen kuschliger!!! ;-)


irgendwann wollen sie auch nicht mehr bei mama und papa im bett schlafen (glaube und hoffe ich ;-) )

mittlerweile ist es sogar so, wenn mal gar kein kind mit im bett liegt, dass der papa morgens sagt er hat so schlecht ohne eines der kinder geschlafen ;-)