Kann mir jemand dieses Fiepen erklären?

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von cocopet 04.01.11 - 17:30 Uhr

Hallo,

meine Jagdhund-Mischlingshündin fiept ja ziemlich viel. Auch - so dachte ich bisher - wenn sie sich über etwas freut (gutes Essen). Gibt es das überhaupt?

Ich stehe gerade total hilflos da, weil ich einfach nicht weiß, was sie (sagen) will:

lecker für sie selbstgekochtes Essen, aufgegessen, ich gebe ihr noch mehr davon > dann trägt sie ein Stück davon (z.B. eine Kartoffel) auf ihren Platz und fängt dann total an zu fiepen.

Das hatten wir jetzt schon 3 mal.

Ich kenne es ja, dass Hunde ihre Vorräte horten wollen. Gibt sie dazu einfach nur Laut?
Ist es zu viel essen und sie "leidet", weil sie es nicht schafft? (Naja, das wäre doch sehr menschlich gedacht...???)
Hier gibt es keine anderen Hunde, die ihr irgendwas streitig machen, und das Essen darf so lange im Napf liegen oder auf ihrem Platz, wie sie mag.

Trotzdem hört sich Fiepen für mich natürlich nach Leiden an... Vor lauter Verwirrung habe ich sie in den Garten gelassen, aber sie musste offenbar nicht.
Kennt sich jemand mit Hundeverhalten aus bei Rassen, die eher fiepen statt bellen?
Was will mir meine Süße sagen?

Seufzend, manchmal würde ich gern Gedanken lesen können,
Cocopet

Beitrag von germany 04.01.11 - 18:05 Uhr

Hallo,

was das heißt weiß ich auch nicht, aber meine zwei (Bordeauxdogge-Boxer Mischlinge ) würden nie, nie, niemals etwas essbares horten oder liegen lassen,dazu sind sie zu verfressen. Auch jaulen oder fiepen tun sie nie. Nur bei Schmerzen.

Die Bordercollie-Münsterländer Mix Hündin meiner Kusine fiept allerdings auch ständig. Das macht einen Irre!

Und auch die Schäferhund-Bordercollie Mischlingshündin von meiner Freundin hat immer gefipet wie blöde. Ohne Grund.

Wahrscheinlich war es bei den beiden die totale Unterforderung, denn bei ihrem neuen Besitzer ist die Schäferhündin total ruhig und ausgeglichen.


Meine Hunde sagen aber was sie wollen. Also wenn die nerven frag ich ob sie hunger haben oder Pipi müssen und wenn sie hunger haben rennen sie zur Kammer und wenn sie raus müssen zur Tür.



lG germany

Beitrag von cocopet 04.01.11 - 18:32 Uhr

Genau - meine ist auch ein Bordercollie-Münsterländer Mix #freu#freu#freu

Ausgelastet ist sie - wir sind nach langer Waldtour und einer Stunde intensivem Hundetraining erst zurückgekommen.

Eine verfressene war sie nie - da bleibt schon mal was liegen.

Und eben - wenn sie so dringend raus muss, dass sie sich melden würde, dann geht sie normalerweise auch zur Tür und fiept dabei auf eine bestimmte Weise. Normalerweise erkenne ich das, wobei es selten vorkommt, weil sie genügend Auslauf hat (also nur bei Durchfall oder so).

Ach - jaulen tut sie tatsächlich "aus Freude", nämlich wenn sie aufgeregt ist und mein Mann und ich uns beide richten für eine lange Tour und sie schon weiß, dass es gleich losgeht (oder das ist dann so ein Rudel-Heulen), dann kommt das mal vor. Das ist aber eher lustig.

Dann lese ich mal ein wenig über Bordercollies - wenn die sich auch mal über Fiepen mitteilen...

Danke für Deine Antwort.

Beitrag von kitty1979 04.01.11 - 20:00 Uhr

Hallo Cocopet!

Unser Ben hat das als Welpe gemacht. Eigentlich hat er auch ständig gefiept. Am Anfang habe ich mir auch Gedanken gemacht, aber irgendwann habe ich es so hingenommen.

Inzwischen hat sich das aber gelegt und er fiept nur noch, wenn ihn irgendwas langweilt. Wenn ich z.B. Donnerstags zum Kaffeetrinken fahre und dem Hund das zu langweilig ist nur in der Gegend rumzusitzen, fängt er an zu fiepen....

Tja, eine große Hilfe war ich Dir wohl nicht, hab grad gesehen, dasss Deine Hündin schon 5 Jahre alt......Vielleicht findest Du ja noch eine Lösung für Dein "Problem".

Lg Nicole

Beitrag von cocopet 04.01.11 - 20:24 Uhr

Macht doch nix... :-)

Vielleicht ist es auch gerade das, ich reagiere dann darauf. Ich "antworte" also. Damit verstärke ich es ja nur... Mal sehen, ob ich, wenn es mich nervt, die Klappe halten kann. :-p

Beitrag von biestsusi 05.01.11 - 02:20 Uhr

Wiegst du dein Essen ab ???
Also ich kenns zwar von mein Welpen der hatte das auch mal gemacht aber dann gleich gefressen......
Habe aber Kontakt zu vielen Tierärzten, Tierheimen und eine gut Freundin die sich super auskennt, die werd ich mal fragen.......vielleicht kommt ihr das bekannt vor....

Beitrag von cocopet 05.01.11 - 10:37 Uhr

Hallo,

ja, ich wiege das Essen ab. Also auch wenn was stehen bleibt oder später gefressen wird, weiß ich, dass sie ihre Tagesration bekommt.

Sie macht es ja nach dem Fressen - nicht davor aus Hunger! - , wenn sie quasi "fertig" ist und sich etwas aufbehält (1 Stück Karotte, 1 Stück Kartoffel oder so).

LG
Cocopet

Beitrag von aussiegirl600 05.01.11 - 10:05 Uhr

Manche Hunde sind einfach gesprächiger als andere ;-)

Ich kenne das ständige Fiepen unter anderem auch von einem Border Collie Mix, der fiept wenn er sich langweilt, gestresst ist, sich freut...

Je nachdem wie oft dein Hund das macht und wie sehr es nervt, würd ich versuchen es zu unterbinden - wie bellen. Sprich: Hund fiept, du sagst "Nein", "Aus", oder was auch immer dein Abbruchsignal ist. Wenn Ruhe, dann Lob.

Beitrag von cocopet 05.01.11 - 10:40 Uhr

Das klingt doch sehr nach ihr. Dann gehört das wohl zu allen Aktionen dazu. :-) Auch wenn ich jetzt am Ende vom Essen noch nicht weiß, heißt das:

Toll, das horte ich jetzt. oder
Mist, das war so gut, und jetzt ist es alle.

#kratz

Ansonsten nervt das Fiepen (noch) nicht. Ich darf mir nur keine Sorgen darum machen, dann ist es völlig okay.

Beitrag von aussiegirl600 05.01.11 - 11:55 Uhr

Nja es KANN schon auch was anderes sein. Du kannst vorsichtshalber auch beim nächsten TA-Besuch schauen lassen ob im Maul alles ok ist, zB Zähne.

Beitrag von cocopet 06.01.11 - 21:31 Uhr

Danke, aber die Zahnbehandlung haben wir erst hinter uns, deswegen weiß ich ganz sicher, dass es das nicht ist - ist zum Glück alles wunderbar verheilt! :-)

Beitrag von pepelope 05.01.11 - 23:30 Uhr

Meine Podenca ist jetzt 11, sie fiepst seit 6 Jahren, so lange habe ich sie. Sie ist nicht unterfordert! Sie läuft bei Regen sogar schnell wieder rauf, wennich mit den Anderen gehe, damit sie nicht mit muss, sie bekommt Futter ;-), wird gekrault, wir haben es mit ignorieren versucht, mit Aufmerksamkeit, mit Pheromonen, mit Globuli, Seude ( sprich Zude) fiept . Nun denn! Eine Freundin meinte mal, vielleicht singt sie ja nur?! :-) Ich denke, sie hat durch ihre Vorgeschichte in Spanien einen kleinen "Dachschaden" erlitten . Manchmal könnte ich sie auch irgendwo hintreten, aber wenn man ein Tier hat, hat man dafür zu sorgen..auch, wenn es mal nicht so läuft, wie erträumt. . Zum Glueck haben wir eine große Wohnung und ich/ oder sie kann dann den Raum wechseln, bis sie sich wieder eingekriegt hat.

Beitrag von cocopet 06.01.11 - 21:34 Uhr

Gestern beim Gassi im Wald hat sogar jemand zu mir gesagt, Deine Hündin weint ja! Und Hundebesitzer anderer Rassen sind manchmal sehr erstaunt, was für Töne sie erzeugen kann.

Ich erkläre dann immer, dass sie einfach sich nur mitteilt... #gruebel

Na gut, dann haben wir eben eine fiepende Kleine - ich liebe sie trotzdem. #verliebt

Beitrag von kaso24 07.01.11 - 06:50 Uhr

Guten morgen,

Um Auszuschließen ob es zuviel Futter ist solltest du das Futter abwiegen. Ich würde dir auch davon abraten das der Napf immer gefüllt ist . Ein Hund sollte feste Fütterungszeiten haben. Es muss natürlich nicht immer punkt 18 Uhr sein aber z.B immer abends. Sonst entwickeln sie sich häufig so schlechten fressern weil halt immer was da ist. Kochst du immer für sie oder bekommt sie auch mal trockenfutter? Wann war sie denn zulest Läufig oder ist sie Kastriert?

Beitrag von cocopet 07.01.11 - 08:40 Uhr

Hallo,

ja, ich wiege das Futter immer ab. Der Napf ist nicht ständig gefüllt, sondern so lange voll, wie ihre Tagesration noch da ist - sie frisst nicht immer alles auf einmal auf. (Wenn was über Nacht übrig bleibt, tue ich es weg.)

Die festen Fütterungszeiten, in denen ich ihren Napf fülle, sind Vormittags nach dem langen Spaziergang und Abends nach dem 2. langen Spaziergang. (Also nicht auf die Minute genau.) Sie war noch nie eine Verfressene, und im Tierheim (dort war der Napf immer voll) musste sie sich gegen alle anderen durchsetzen und wurde oft unterdrückt, hatte noch bei uns ne Weile ziemliche Nervosität am Napf - deswegen nehme ich ihn nicht nach der berühmten Viertelstunde weg, sondern lasse sie in Ruhe essen. Wenn es dann eben so ist, dass sie eine Hälfte nach dem Spaziergang verputzt, dann ne halbe Stunde schläft, und dann die andere Hälfte isst, ist das für mich okay. Wichtiger war mir, dass Stress und Angst nicht mehr mit dem Essen verknüpft werden.

Sie bekommt immer Trockenfutter. Wenn ich etwas koche, das sie auch essen kann (ne gedünstete Kartoffel oder so) bekommt sie das als Goodie, und ganz selten koche ich ihr mal eine ganze Mahlzeit.

Sie ist seit 3 Jahren kastriert.