Name nicht eingetragen...

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Forum: Baby-Vorbereitung

Die Zeit vor der Geburt ist die Zeit des Nestbauens. Hier könnt ihr gemeinsam überlegen, wie ihr das Kinderzimmer einrichten möchtet, wo das Baby schlafen soll, welche Kleidungsstücke in die Erstausstattung gehören und vieles mehr... 

Beitrag von woelkchen1 04.01.11 - 21:34 Uhr

Mädels, vielleicht könnt ihr Licht in mein dunkles Hirn bringen. Durch die Feiertage sind wir dann doch heut endlich zum Standesamt gekommen, um Marelie´s Geburtsurkunde zu holen.

Irgendwann kamen wir zu dem Namen des Kindes, und die Beamtin sagte: "Na mal sehen, ob wir den überhaupt nehmen können." Wie erwartet, stand er nicht in dem schlauen Buch dort, und sie legte uns ans Herz, hinten ein "n" dran zu hängen.#schock Da wir den Namen ja aber deutsch aussprechen, so wie er geschrieben wird, ging das für uns gar nicht.
Ich hab auch sehr bestimmt gesagt, dass da nix dran gehängt wird, das Kind heißt jetzt seit 3 Wochen so. Dann sollten wir einen weiblichen 2. Namen geben- auch das haben wir abgelehnt. (Wär es nicht anders gegangen, hätten wir einfach meinen Namen mit dran gehängt.)

Dann hat die Dame einige Sekunden mit sich gerungen und dann kurzerhand beschlossen, sie findet den Namen auch schön und vergibt ihn jetzt einfach so.

Wir waren sehr erleichtert und darum haben wir nicht weiter nachgehackt.

Verstehen tu ich es aber nicht. Wieso dürfen die- wenn ein Name nicht eingetragen ist, selber bestimmen, ob sie ihn zulassen oder nicht? Und wird der Name jetzt automatisch eingetragen?
Was wäre gewesen, wenn sie NEIN gesagt hätte?

Beitrag von sarah2810 04.01.11 - 21:41 Uhr

Ich denke das es ihn Ihrer Hand liegt.
Ist ja wie ein Richter der entscheidet ja auch alleine.
Meist geht es ja um das Problem das Namen nicht eindeutig Weiblich oder Männlich sind aber der Name ist ja gut erkennbar.
Wenn sie nein gesagt hätte gute Frage mit dem Vorgesetzten reden ob er es auch so sieht und gegebenenfalls einen Zweitnamen vergeben.


Liebe Grüße

Beitrag von kati543 04.01.11 - 21:59 Uhr

Nein, der Name wird nicht automatisch eingetragen. Wenn sie NEIN gesagt hätte, hättest du nachweisen müssen, dass es diesen Namen schon einmal irgendwo gibt. Manche Standesämter interessiert es überhaupt nicht, welche Namen ein Kind bekommt und manche passen da auf wie sonstetwas. Ich hatte mal eine Frau getroffen, die hat ihr Kind Medina genannt - wie die Stadt - ist durchgegangen.

Beitrag von wirsindvier 04.01.11 - 22:04 Uhr

Hallo

Medina ist aber auch ein Mädchenname ;-)

http://www.baby-vornamen.de/Maedchen/M/Me/Medina/

lg

Beitrag von wirsindvier 04.01.11 - 22:08 Uhr

Hallo

Marelie gibt es als Namen.
Vielleicht nicht gerade in Eurem Standesamt.

http://www.babynology.com/meaning-marelie-f18.html

Ansonsten "kann" sie selbst entscheiden, wenn sie die Befugnis hat

Falls das Standesamt sich quergestellt hätte, einfach aus dem internet den Namen googlen ( am besten von mehreren Personen die so heißen ) oder an die Botschaft wenden wg Namens & Geschlechtsbestätigung.

lg

Beitrag von lachris 04.01.11 - 22:38 Uhr

Hi,

ich bin Standesbeamtin, zwar nicht für Geburten, aber man bekommt ja auch aus den Nachbarabteilungen so einiges mit.

Ein Name kann nur vergeben werden, wenn es den bereits gibt.

Es gibt ein spezielles Namensbuch für Standesbeamte, welches aber so teuer ist, dass es sich nicht alle Gemeinden leisten (die wissen, dann aber in welchem Standesamt sie anrufen müssen ;-) ).

Wenn der Name nicht in den Handelsüblichen Büchern steht kann man auch im Internet nachschauen, oder als letztes Mittel bei der Uni Leipzig nachforschen (die sind auf dem Gebiet die absoluten Spezialisten).

Der Standesbeamte handelt eigentlich gegen seine Vorgaben, wenn er einen ihm unbekannten Namen nicht prüft.

Ich kenne z.B. Rosalie, Coralie und Isalie. Wenn ich jetzt Marelie höre, kenne ich den Namen zwar nicht, er reiht sich für mich aber gut ein und wäre für mich eindeutig weiblich. Um sicher zu gehen, dass es den Namen gibt, hätte ich im Internet nachgeschaut.

Zu sagen, man vergibt den Namen jetzt einfach so, ist also nicht korrekt. Der Standesbeamte ist zwar weisungsfrei (d.h. der Chef darfs ihm jetzt nicht mehr verbieten, wenn er den Namen einmal anerkannt hat), aber der Standesbeamte muss doch immer noch nach Recht und Gesetz handeln.

Wahrscheinlich war das nur so flapsig dahergesagt.
Ich habe jetzt mal nicht nachgeschaut. Aber aus dem Bauchgefühl würde ich auch sagen, dass es den Namen gibt. Ich hätte mich halt nochmal im Internet vergewissert. Aber vielleicht hat die Standesbeamtin ja kein Internet auf der Arbeit.

Aber spätestens jetzt ist der Name ja offiziell existent ;-)

Ein sehr schöner Name übrigens :-)

VG lachris

Beitrag von woelkchen1 05.01.11 - 13:49 Uhr

Danke an alle- aber ganz besonders an Lachris! Hast mein Hirn etwas erhellt!#aha!

Natürlich gibt es Marelie als Namen- allerdings haben wir ihn aus Spanien- und auf deutschen Seiten nichts dadrüber gefunden!
Gut, wir sind dankbar, dass die Beamtin so reagiert hat, und uns den Namen erlaubt hat, obwohl sie ihn nicht kennt.
War vielleicht auch etwas hilfreich, dass sie aus dem Sachgebiet Sterbefälle kam und nur aushilfsweise den Bereich Geburten übernommen hat- vielleicht wäre die spezialisierte Beamtin strenger gewesen!

Danke sehr, auch wir haben uns auf Anhieb in den Namen verliebt!#verliebt

Heißt das denn übrigens, dass der Name in der nächsten Auflage dieses Vornamen-Buches erscheint?

liebe Grüße von Sandra mit Scarlett und Marelie!