Frage zu potentiellem Erbe

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Beitrag von paddelboot-neu 04.01.11 - 22:22 Uhr

Hallo!

Ich habe mal eine Frage, die jetzt hier vielleicht auf Unverständnis trifft, aber trotzdem, ich weiß nicht, wo ich sonst mal fragen soll....

Also: Ich habe vor ca. 20 Jahren (aus "guten" Gründen :-() den Kontakt zu meinem "Vater" abgebrochen, da war ich gerade volljährig.

Nun war "unsere Familie" damals schon wohlhabend, da er gut verdiente. Ich weiß, dass er mittlerweile noch besser verdient, mehrere Immobilien und Autos besitzt.

Ich weiß auch, dass er Alkoholiker und Kettenraucher ist (war er auch früher schon) und stark übergewichtig ist. er hat keine Freunde, keine Hobbys (hatte er auch früher schon nicht).

Jetzt hat mir eine Bekannte, die ihn vor kurzem gesehen hat mir erzählt, dass er ziemlich krank aussieht.

Ich weiß, dass er mich enterbt hat (weil ich den Kontakt abgebrochen habe).

Fragen:
Was passiert, wenn er stirbt? Werde ich informiert? Muss ich mich um die beerdigung kümmern? Werde ich über meinen Pflichterbteil automatisch informiert?

Was passiert, wenn er zum Pflegefall wird? Muss ich mich dann um ihn kümmern? Muss ich was zahlen?

Kurz zu Info für die, die meinen, das wäre unglaublich, den Kontakt abzubrechen und erben zu wollen: Ich habe in meiner Kindheit Dinge erlebt, über die ich wahrscheinlich Bestseller-Erfahrungsberichte schreiben könnte. Will ich aber nicht, ich bin einfach froh, da weg zu sein. Und ich musste trotz seines Vermögens während meines gesamten Studiums immer wieder einen ANwalt aufsuchen, damit er regelmäßig Unterhalt zahlt und mich nicht mehr belästigt und verfolgt.

Beitrag von jolin80 04.01.11 - 22:59 Uhr

Hallo ,

soweit ich weiß wirst du automatisch informiert .
Dein Pflichtteil steht dir ja zu , auch wenn du enterbt wurdest .

Das du ihn pflegen "mußt" denke ich nicht , anders sieht das aus wenn er z.B. in ein Pflegeheim soll , dann könnten sie dich zur Kasse bitten .

Mach doch mal ein Info Gespräch bei einem Anwalt , die können dich am besten beraten !

LG

Beitrag von mm1902 04.01.11 - 23:07 Uhr

Hallo!

Er hat ja aber wohl Vermögen, da wird sie für ein Pflegeheim nicht zahlen müssen.

LG, m.

Beitrag von jolin80 04.01.11 - 23:43 Uhr

Da hast du Recht !
So lange genug Geld da ist braucht sie nicht zahlen .

Falls es dazu kommen sollte das das aufgebraucht ist muss sie ran falls sie zahlen kann oder evtl. auch vermögend ist .

Beitrag von leopoldina1971 04.01.11 - 23:15 Uhr

"Enterbt" hat er dich nur, wenn ein entsprechender Wille seinerseits, dich von der gesetzlichen Erbfolge auszuschließen, in Form eines Testamentes oder Ervertrages vorliegt. Der Pflichtteilsanspruch ist ein Anspruch auf Zahlung eines bestimmten Geldbetrages. Der Pflichtteilsberechtigte wird also nicht Erbe, sondern hat gegen die Erben nur einen Anspruch auf Auszahlung seines Pflichtteils. Die Höhe bestimmt sich nach dem Wert des Nachlasses und beträgt die Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbteils. Grundsätzlich bist du als Abkömmling gegenüber deinem Vater unterhaltsverpflichtet, wenn dieser bedürftig und du leistungsfähig bist. Beerdigungskosten: http://www.focus.de/finanzen/recht/erbschaft/familienstreit_aid_69683.html
Es gibt keine automatische Information an die Erben eines Verstorbenen. Man sollte sich diesbezüglich durch Dritte auf dem Laufenden halten.

Gute Nacht.

Beitrag von mm1902 04.01.11 - 23:15 Uhr

Hallo!

Mein Mann hatte zu seinem Vater auch keinen Kontakt mehr seit über 20 J. und von seinem Tod erfuhren wir 3 Mon. später durch eine Erbschaftspflegerin vom Gericht.

Er hinterließ einige tausend Euro, die mein Mann dann erbte.

Gruß, m.

Beitrag von pieda 05.01.11 - 00:18 Uhr

Für mich bist Du TROTZDEM gierig,tut mir Leid.

habe null Verständnis und hoffe,du bekommst NICHTS am Ende....

ja,meine Meinung und dazu stehe ich mit meinem Namen!!!!

P.
Pieda!!!!!

Beitrag von jabberwock 05.01.11 - 00:57 Uhr

Wat bist'n du für ein Neidhammel?
Kannst du das nicht ausstehen, wenn jemand vielleicht was bekommt, was ihm rechtlich zusteht, während du darbst?

Nachdem was die TE oben angedeutet hat, wäre es nur recht und billig, wenn sie quasi eine Entschädigung bekäme.
Andererseits hat sie sich gleichzeit nach evtl. entstehenden Pflichten erkundigt - das geschah wohl auch aus GIER? Die pure Gier danach für evtl. Pflegekosten aufzukommen?

Deine Mißgunst zeugt jedenfalls von einem ziemlich niederen Charakter - und für diese Behauptung stehe ich mit meinem "Namen" !!!

J.
Jabberwock!

:-p

Beitrag von docmartin 05.01.11 - 09:36 Uhr

Gierig??? Das war doch gerade definitiv nicht die Frage. Ist es wirklich sooo schwer, einfach nur auf eine Frage zu antworten ohne zusätzlich zu bewerten (oder wie bei dir, die Frage nichteinmal zu beantworten und NUR zu bewerten)?
Will mir wirklich nicht in den Kopf...

Beitrag von schullek 05.01.11 - 10:40 Uhr

ich bin generell de meinung, das kinder per se nicht das recht haben sollten ihre eltern zu beerben. ausser, die eltern sind ihrer pflicht sich ordentlich emotional und sozial um das kind zu kümmern nicht nachgekommen. dann sollte das kind jedes recht aufn ein erbe haben. udn das scheint mir hier der fall zu sein.
warum meinst du sie sei gierig?

lg

Beitrag von hauke-haien 05.01.11 - 11:01 Uhr

Du meinst also, das Erbe soll so eine Art späte Rache sein?
Sozusagen ein Schmerzensgeld für vernachlässigte Kinder?
Und auch nur für die?
Warum nochmal sollten Kinder, die in behüteten Verhältnissen aufgewachsen sind, kein Recht auf ein Erbe haben?

Beitrag von schullek 05.01.11 - 11:13 Uhr

Das ist mein persönliches Empfinden, wie ich schon geschrieben habe. Dementsprechend die Gegenfrage: Warum sollten Kinder per se das Recht haben ihre Eltern zu beerben. Meine Eltern haben mir alles ermöglicht um im Leben zu betsehen. Deshalb sollten sie auch über ihr Geld verfügen können, wie sie wollen. Das heißt, sie sidn mir kein Erbe schuldig.
Aber Eltern, die ihre Kinder in jedweder Hinsicht vernachlässigt haben haben meines Erachtens ein emotionales udn wenn es nach mir ginge rechtliches Recht ein Erbe einzufordern, wie es ja auch geregelt ist.

Beitrag von hauke-haien 05.01.11 - 11:34 Uhr

So, wie du es möchtest, ist es zum Glück nicht geregelt!

Das Erbrecht macht keinen Unterschied zwischen behüteten und vernachlässigten Kindern. Wer soll das auch beurteilen?
Sollten Kinder behaupten können, ihre Eltern wären immer in der Kneipe gewesen und hätten sie deswegen vernachlässigt, nur um an das Erbe zu kommen?

Beitrag von schullek 05.01.11 - 11:38 Uhr

wie ich nun zum dritten mal schreibe, ist es bei mir ein emotionales empfinden. ich habe weder behauptet, dass das ganze umsetzbar wäre, noch, dass es rein echtlich bestand hätte.
ich fände auch eine welt ohne waffen besser, habe aber wohl wenig mitspracherecht;-)

Beitrag von sonntagsmalerin 05.01.11 - 12:36 Uhr

In zahlreichen Fällen wäre das Geld sicher besser aufgehoben, man würde es sozialen Einrichtungen oder Hilfsorganisationen zukommen lassen. Bei einer solchen Erbregelung bestünde sicher ein wenig mehr Gerechtigkeit auf der Welt.

Beitrag von schullek 05.01.11 - 12:46 Uhr

eben. aber leider kaum umsetzbar.

lg

Beitrag von wolke151181 05.01.11 - 14:26 Uhr

Absolut meine Meinung!
Wenns so wäre, dann gäbe es laut Aussage der Kinder nur noch "Rabeneltern", um etwas vom Erbe zu erhaschen.
Wer beurteilt dann, wer was bekommt und wieviel? Wird das dann an Hand der Vernachlässigung verteilt?

Eltern haben Kinder geboren, um für sie da zu sein. Mit allen Rechten und Pflichten. Sowas weiß man, bevor man den Kinderwunsch in die Realität umsetzt. So sollte es zumindest sein. Bei der TE ist es wohl leider nicht so gewesen. Aber warum dann die Kinder bestrafen, für die auch so gut gesorgt wurde?

Nur wegen der Kinder baut man sich doch was im Leben auf! Man schafft sich Kapital, Eigentum und Sicherheiten an, damit es später die Kinder leichter haben.

Liebe Grüße,

Claudia

Beitrag von donaldine1 05.01.11 - 14:53 Uhr

"Warum sollten Kinder per se das Recht haben ihre Eltern zu beerben. "

Weil sie z.B. auch die Pflicht haben, finanziell für ihre Eltern aufzukommen,w enn die z.B. in soziale Notlagen kommen. Warum dann nicht auch Rehcte haben?

Beitrag von schullek 05.01.11 - 19:46 Uhr

auch das finde ich völlig ungerechtfertigt.

lg

Beitrag von hauke-haien 05.01.11 - 13:13 Uhr

Dann sind wir ja schon zwei! ;-)

Beitrag von rmwib 05.01.11 - 15:06 Uhr

Ähm FRAGEN kann man jawohl mal oder wie oder was #kratz

Beitrag von _nicki_ 05.01.11 - 02:07 Uhr

Hallo,

erstmal vorweg: ich kann Dich gut verstehen #liebdrueck
Mir ging es nicht viel anders. Und zu dem allen kam noch das mein Vater uns eingetauscht hat:-[
Mein Vater ist vor etwas über einem Jahr verstorben.
Wir haben es erfahren, weil er vor seinen Tod ein total unpersönlichen Brief geschrieben hat, wo es eigentlich nur hintenrum darum ging, das er nicht´s hätte und wir seine Frau doch in ruhe lassen sollten, es wäre ja eh nichts da.
Klar das hat er ja auch vorher gut alles verschwinden lassen können, da er ja länger krank war.
Wir wurden zudem vom Gericht benachrichtig, das ein Testament & Ehevertrag vorliegt und davon haben wir später automatisch eine Kopie bekommen. Da wir ja auch enterb waren, sind wir zum Anwalt gegangen und forden grade unseren Pflichteil ein.
Welcher bei 1/8, der ganzen Summe liegt, für Jede.

Wenn Dein Vater keine Neue Familie hat und er kein ordentliches Testament
gemacht hat, mit anderen Erben, Bist Du ja automatisch Erbe!

Zwingen kann Dich keiner, Dich um ihn zu kümmern. Dann kommt er ins Pflegeheim!
Wenn er ein Pflegefall wird, wird erst sein Vermögen eingesetzt. Sollte das nicht ausreichen, bist Du Unterhaltspflichtig. Aber nur wenn Du über ein Bestimmt Höhe an Einkommen verfügst.

Bei den Beerdigungskosten, das selbe. Erst sein Vermögen und wenn da nichts ist, müssen die Erben zahlen. Ob du Dich um die Beerdigung direkt kümmern musst in dem Fall weiß ich leider auch nicht.

So, hoffe ich konnte Dir etwas helfen.

LG & alles Gute Nicki

Beitrag von windsbraut69 05.01.11 - 06:42 Uhr

Erkundige Dich doch mal, ob Du das Erbe des Pflichtteils schon im voraus offiziell ausschlagen kannst.
Dann brauchst Du nciht auf eine Benachrichtigung warten.

Warum solltest Du ihn pflegen oder für seine Pflege zahlen müssen, wenn er so vermögend ist?

Um die Organisation der Beerdigung kommst Du m. E. auch durch Erbausschlagung nicht herum aber das ist ja - da genug Vermögen vorhanden ist - max. ein Anruf beim Bestatter.

Gruß,

W

Beitrag von bezzi 05.01.11 - 09:32 Uhr

"Erkundige Dich doch mal, ob Du das Erbe des Pflichtteils schon im voraus offiziell ausschlagen kannst. "

Wieso sollte sie das tun ?

Sie WILL doch erben, so wie ich es verstanden habe...


Beitrag von hauke-haien 05.01.11 - 10:09 Uhr

Mich wundert doch immer wieder, wie sehr Menschen über die finanziellen Verhältnisse anderer, zu denen sie keinen Kontakt haben, Bescheid wissen #kratz

Weiß du, ob das alles, was er "besitzt" auch bezahlt ist?
Weißt du, ob er nicht sein gesamtes "Vermögen" längst verschenkt hat?
Weißt du, ob er nicht etwas in die Wege geleitet hat, dass dich auch von dem Pflichtteil ausschließt? (Ja, das gibt es!)

Schon komisch, dass dein einziges Begehr das Erbe ist, nachdem du vom Hörensagen (!) weißt, dass er vielleicht (!) nicht mehr lange lebt...

Mir ist das zuviel Spekulation!

Aber manchmal ist das Leben ja doch gerecht. Vielleicht hast du ja seine schlechten Gene geerbt oder wirst vom Laster überfahren, bevor du deine Gier stillen kannst... :-p

KG, H.H.

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