Sportverein: Verhalten nach Beziehungsende

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von zeitblom 05.01.11 - 10:44 Uhr

In meinem Sportverein passiert folgendes: das mehrjaehrige Verhaeltnis einer Sportlerin mit dem Trainer ist kurz vor Weihnachten von seiner Frau aufgedeckt worden. Der Trainer entscheidet sich gegen die Geliebte und fuer seine Familie. Der Trainer fordert seine ehemalige Geliebte auf, den Verein zu verlassen. Sie weigert sich, weil sie damit auch einen Teil ihres sozialen Lebens aufgaebe.

Wuerdet Ihr als betrogene Frau darauf bestehen, dass ihr Mann diese Sportlerin nicht mehr trainiert bzw. dass sie den Verein verlassen muss?

Wuerdet Ihr als ExGeliebte dieser Aufforderung Folge leisten oder versuchen, „neutral“ weiterhin am Training teilzunehmen?

Beitrag von binnurich 05.01.11 - 10:53 Uhr

als betrogene Frau hätte ich schon Probleme, wenn die beiden weiterhin so regelmäßig aufeinander treffen. Zumal sie nicht freiwillig das Verhältnis beendet haben.

Von der Geliebten verlangen den Verein zu verlassen halte ich für unangebracht.

Vom Mann zu verlangen, dass er da irgendwas ändert fände ich passender.


Ich denke, als Exgeliebte würde ich Abstand suchen. Weil der Schlappschwanz vor seiner Alten kuscht und ich als "Verliehrerin" dastehen würde, ich würde mich nicht wohl fühlen.

Als Mann würde ich mich da in dieser Situation auch nicht wohlfühlen.

Vermutlich sollten sich die beiden Affärenhaber mal zusammensetzen und überlegen, wie es vernünftig weitergehen kann ;-) also nicht mit der Affäre (oder vielleicht auch damit) sondern eigentlich mit dem Training

Beitrag von zeitblom 05.01.11 - 10:58 Uhr

"Vom Mann zu verlangen, dass er da irgendwas ändert fände ich passender"

Die Alternative, seinen Trainingsjob zu beenden, scheint undenkbar, da ihm dieser Verein (tatsaechlich ein Club) gehoert.

Beitrag von binnurich 05.01.11 - 11:01 Uhr

hm... dann entweder miteinander auskommen... (Ist man in der Affäre doch auch) oder gehen, weil es mir zu blöd wäre, wenn er sich jetzt wie der letzte Arsch verhält

Beitrag von blonde.engel 05.01.11 - 10:53 Uhr

Hallo...

Natürlich ist das für alle Beteiligten keine schöne Situation, aber von der Geliebten zu velangen, dass sie den Verein verlassen soll, find ICH nicht sehr gut!

Wenn es die betrogene Ehefrau dermaßen stört (was ja auch zu verstehen ist), warum verlässter der Ehemann nicht den Verein? Auch Trainer können ersetzt werden...

BEIDE haben Mist gebaut und nur der Ex-Geliebten jetzt ihre "sozialen Kontakte" im Verein absprechen zu wollen ist nicht ok.

Aber - es bewahrheitet sich nun mal immer wieder:
" Never f*** the "company"!"

LG
Jenny

Beitrag von nicht unbedingt 05.01.11 - 10:58 Uhr

#kratz

auf der einen seite kann ich die sportlerin verstehen, da sie ja auch sicher gute bekannte/freundschaften durch den verein geknüpft hat und sich wohl fühlt, aber auf der anderen seite hätte ich (erstmal) kein bock den ex-geliebten dann immer zu sehen. aber das macht ja jeder mit sich anders aus.

von der frau vom trainer bzw. vom trainer selber würde ich mir aber nichts vorschreiben lassen, dass ich mir einen anderen verein suchen sollte.

entweder käme ich damit irgendwo klar, dass ich den ex immer sehen müßte und er und seine frau haben "pech gehabt", dass ich noch da wäre oder ich käme da nicht mit klar. dann würde ich VON MIR aus gehen, aber nicht nur weil mir das jemand sagt.
dann soll doch der trainer gehen, wenn er oder seine frau was dagegen hätten. das es irgendwann mal rauskommt, dürfte ja auch klar geswesen sein und dann sollte man mit den konsequenzen leben können.

Beitrag von silbermond65 05.01.11 - 10:58 Uhr

Schon witzig.Der Trainer fordert ,die ehemalige Geliebte auf,den Verein zu verlassen.Seine Frau hätte das auch gern.
Wieso schmeißt der Kerl nicht seinen Trainerjob? Schließlich ist er genauso ein A....... wie die Geliebte oder nicht? Warum soll bzw. muss SIE das Feld räumen?
Vielleicht treibt der Typ es ja bald mit der nächsten ,dann ist der Verein irgendwann leer.
Wenn das alles erwachsene Leute sind könnte man dieses Training ja eventuell tatsächlich "neutral" weiterführen.
Schwer vorstellbar,aber zumindest könnte man es versuchen.

Beitrag von leopoldina1971 05.01.11 - 11:01 Uhr

Wuerdet Ihr als betrogene Frau darauf bestehen, dass ihr Mann diese Sportlerin nicht mehr trainiert bzw. dass sie den Verein verlassen muss?



Ist der Mann Wiederholungstäter? Wenn ja: nein. Ich würde dann auf andere Sachen bestehen.
Ist es ein einmaliges Ausscheren: Ja. Denn Größe zu zeigen und den Dingen ihren Lauf zu lassen, wäre doch bei dieser zeitlichen und räumlichen Nähe im Sportverein doch etwas zu viel verlangt.




Wuerdet Ihr als ExGeliebte dieser Aufforderung Folge leisten




Nein, sofern das Verhältnis tatsächlich als beendet anzusehen ist.
Vielleicht Ja, wenn das Verhältnis "außerhalb" fortgesetzt wird.#zitter





oder versuchen, „neutral“ weiterhin am Training teilzunehmen?





Ja. Was dann sicherlich aber zum Scheitern verurteilt ist.

Beitrag von zeitblom 05.01.11 - 11:16 Uhr

"Ist der Mann Wiederholungstäter? Wenn ja: nein. Ich würde dann auf andere Sachen bestehen. "

Er ist es, aber offenbar ist der Ehefrau der auessere Zusammenhalt der Familie wichtiger....

Ein Gutes Neues.....

Beitrag von leopoldina1971 05.01.11 - 11:32 Uhr

...Er ist es, aber offenbar ist der Ehefrau der auessere Zusammenhalt der Familie wichtiger....



Dem Trainer scheinbar auch....;-)
Wie haben sich denn die Parteien nun jeweils entschieden, in dieser prekären Angelegenheit zu reagieren bzw. zu agieren?




Dir auch ein Gutes Neues....

Beitrag von zeitblom 05.01.11 - 11:39 Uhr

Sie will mindestens Zeit und nicht einfach beim naechsten Trainingsbeginn (naechste Woche) fernbleiben. Er beginnt zu drohen... alles sehr unschoen. Auch, dass aus Solidaritaet und Freundschaft andere (wie ich) gehen koennten, scheint ihn nicht umzustimmen... naja, ein paar Tage fuer weitere Ueberlegungen bleiben ja noch.

Beitrag von binnurich 05.01.11 - 11:59 Uhr

sag ich doch, er ist ein Arsch.. von so einem Menschen möchte ich mich nicht trainieren lassen, da hätte ich keinen Respekt mehr

Beitrag von leopoldina1971 05.01.11 - 12:05 Uhr

Inwiefern sollte er sich denn umstimmen lassen?
Scheinbar drohte die Ehefrau derart (womit auch immer), dass er jetzt mit radikalen Maßnahmen durchgreifen muss (vielleicht auch will?)
Tennis, Golf oder Squash nehme ich mal an. Da ist der Kontakt mit dem Trainer intensiv, so dass das zukünftige Trainieren für alle durchaus problematisch sein könnte; je nachdem, für welche Seite man Partei ergreift. Die Lager sind gespalten und ihr steht dazwischen. Unschön für alle. Wofür benötigt sie denn Zeit? Womit sollte er denn drohen? Nicht die feine englische Art für einen langjährigen Geliebten. Würde fast behaupten, reinster Kindergarten. Zeugt nicht gerade von Größe bzw. Diskretion und Taktgefühl. Von der Persönlichkeitsstruktur eher zu bedauern. Neutrales Verhalten der Dritten ist scheinbar auch nicht (mehr) möglich. Im Endeffekt wird der Trainer seinen Willen durchsetzen bzw. ihr das zukünftige Training schon zu vermiesen wissen. Ist schließlich sein Laden. Die Drohung, dass weitere Mitglieder mitziehen und kündigen?... wird ihn nicht davon abhalten, seine Interessen durchzusetzen....



Wie wirst du dich entscheiden?

Beitrag von zeitblom 05.01.11 - 12:11 Uhr

"Zeugt nicht gerade von Größe bzw. Diskretion und Taktgefühl"

Absolut nicht und enttaeuschender, umso mehr ich darueber nachdenke, zumal es sich um eine Sportart handelt, die Ethik ganz gross auf seine Fahne geschrieben hat (Judo).

Ja, so wird es enden.... ich werde auch nicht bleiben.

Beitrag von leopoldina1971 05.01.11 - 12:25 Uhr

Ein Fernbleiben würde Größe darstellen. Sicher aber nicht gewollt von ihr.
Dass alle geschlossen und demonstrativ weiter machen, ist bei diesem Sport wohl nicht möglich, wie du schon sagst. Die dojo-Atmospäre ist jedoch langzeitig gestört...von einem kachi kann auch keine Rede sein....eine kleine Genugtuung für allle....;-)



Rei....

Beitrag von zeitblom 05.01.11 - 12:27 Uhr

jetzt hast Du mich aber beeindruckt... ;-)

Beitrag von zeitblom 05.01.11 - 12:34 Uhr

"Ein Fernbleiben würde Größe darstellen"

aber warum "Größe"? Waere es nicht ein Zeichen von Gehorsamkeit, Unterwuerfigkeit, auch von "Schuldeingestaendnis"?
Sicher, weiterhin kommen zu wollen, kann auch als Trotz gelesen werden.... ich habe ihr dennoch dazu geraten, zumindest fuer ein, zwei Wochen, und so den Zeitpunkt zu gehen, selber zu bestimmen.

Beitrag von leopoldina1971 05.01.11 - 12:42 Uhr

Ich meinte dein Fernbleiben....

Ansonsten schrieb ich ja, dass ich als Geliebte nicht einfach so das Feld räumen würde bzw. mich abservieren lassen würde. Aus Trotz. Aber das Gefühl, mich lächerlich zu machen bzw. mich zu erniedrigen, wäre trotz allem da. Ist schon so lange her, dass ich einmal Geliebte war#hicks#schwitz Wüsste nicht, ob und wie ich heute agieren bzw. reagieren würde bzw. ob es so weit heute noch käme...Geliebte zu sein, meine ich#zitter#schein

Beitrag von yulunga 05.01.11 - 11:03 Uhr

Ich denke nach einer mehrjährigen (!!!!!) Affäre hätte ich wohl meinen Mann verlassen. Da scheint ja nicht wenig passiert zu sein...

Als Ex-Geliebte würde ich dem Mann eher freiwillig aus dem Weg gehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man nach so einer langen Affäre einfach so in ein normales Trainer/Sportler Verhältnis wechseln kann. Trotzdem kann der Trainer nicht einfach verlangen, dass sie den Verein verlässt, er könnte ja auch gehen.

Es kommt sicherlich auch darauf an, wo das ganze stattfindet. In einer größeren Stadt und einer allgemein beliebten Sportart ist es einfacher wieder einen passenden Verein zu finden. Bei einem Mannschaftssport kann das wiederum sehr schwer sein, weil man mit der eigenen Mannschaft gut zusammen passt.

Beitrag von 88lovve 05.01.11 - 11:11 Uhr

ich würde als betrogene frau garnicht mehr mit diesem mann zusammen sein ;-)
aber ich denke mal um... wenn ich mit ihm zusammen bleiben würde...
würde ich darauf bestehen das wenn er nur hobbymässig dem beruf nachgeht kündigt...aber das sollte er auch ohne meinen tritt machen...wenn es sein hauptberuf ist..wird es schwer...
er kann nicht verlangen das sie aus dem verein austritt...dieses recht hat er garnicht soetwas überhaupt zu verlangen.
er wusste worauf er sich einlässt!
als frau würde ich es so aber nicht akteptieren können, denn ausschliessen das nichts mehr läuft kann man ja auch nicht als erst betrogene!

an der sportlerin ihrer stelle würde ich auch nicht aus dem verein wenn ich den sport gerne ausübe und nicht nur wegen ihm da war!

Beitrag von tjaaaaaaaaaaaaaaaa 05.01.11 - 12:22 Uhr

Wenn ja wohl einer geht, dann der Typ.

ich weiß nicht, ob ich als Ex-Geliebte Bock hätte, mir so etwas reinzuziehen.

Mit dem, was die betrogene Ehefrau will, muss sich der Typ herumschlagen.

Habe in meinem Sportverein auch immer wieder zerbrechende Beziehungskisten erlebt, die allerdings halbwegs mit Anstand gelöst wurden. Alle sind geblieben und alle haben sich am Riemen gerissen.

Beitrag von ballballa 05.01.11 - 12:30 Uhr

nach einem mehrjährigem verhältnis, würde ich als ehefrau keinen wert mehr darauf legen, das dermann sich noch für mich entscheidet, wäre ich als ehefrau nicht dahintergekommen, wäre es wohl noch ein paar jahre so gelaufen. okay, sie will ihn immernoch, unverständlich, aber ihre sache.

und als geliebte wäre es mit peinlich , weil alle anderen sicherlich auch über mich reden , egal ob offen oder hinter dem rücken.
ich würde freiwillig als geliebte gehen. ganz klar.

und als ehefrau würde ich mir ein schönes buch kaufen und mich in die halle setzen und beim trainig zugucken:-p
geb ihr mal den tip.:-p
spätestens dann wird die geliebte irgendwann schon gehen.
aber ehrlich mal. soviel anstand hätte ich dann schon und würde gehen.

und ganz klar, Ja, als betrogene ehefrau würde ich darauf bestehen, das eienr von beiden den verein verlässt.
grüßle

Beitrag von silbermond65 05.01.11 - 12:49 Uhr

spätestens dann wird die geliebte irgendwann schon gehen.
aber ehrlich mal. soviel anstand hätte ich dann schon und würde gehen.


Warum sollte sie denn? Da der Kerl ja anscheinend schon wiederholt fremdgegangen ist,sollte ER seinen Posten an den Nagel hängen.Soviel Anstand sollte ER dann doch wohl besitzen.
Schuld ist nicht nur die Geliebte.Eventuell ist sie ja sogar Singel,kann also tun und lassen was sie will. (nein,ich finde es nicht okay,eine Affäre mit einem verheirateten Kerl einzugehen).
ER ist verheiratet,hat Familie und geht trotzdem fremd.ER ist in diesem Fall für mich der Riesenarsch und sollte gehen.

Beitrag von ballaball 05.01.11 - 12:55 Uhr


..nach kurzem nachdenken, hast du recht !

ganz klar.
ist er auch seiner ehefrau gegenüber schuldig !

Beitrag von stubi 05.01.11 - 15:09 Uhr

Deinen Schilderungen zufolge stellt sich für mich eher die Frage, ist es wirklich die Ehefrau, die das Fernbleiben der Geliebten fordert? Oder soll die Geliebte nicht vielleicht Platz machen, weil er schon die nächste Geliebte im Blick hat? Wenn er Wiederholungstäter ist, mussten bisher alle Geliebten gehen oder wie haben die das geregelt?

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