Das liebe Schneeproblem

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Forum: Haushalt & Wohnen

In diesem Forum haben Haushaltstipps und alle Fragen rund ums Wohnen und den Garten ihren Platz. Fragen zur Baufinanzierung sind besser bei "Finanzen & Beruf" aufgehoben". Viele Tricks und Kniffe zum Thema Haushalt findet ihr in unserem Service "Die besten Haushaltstipps".

Beitrag von lillystrange 05.01.11 - 11:27 Uhr

Hallo,
Wir haben die Wohnung meines Opas geerbt, und wohnen seit Juni darin.
In dem Haus sind alle Wohnungen Eigentum , nur zwei sind weitervermietet.
Insgesamt 16 Parteien mit dem Nebeneingang zusammen.
Wenn es bei uns schneit, dann heftig und jedesmal das selbe Spiel mein Mann geht vor und nach seiner Schicht( 6-14.30) Schneeräumen und die einzigen Helfer sind ein 85 jähriger und ein Nachbar mit tourettesyndrom!
Wir haben viele alte Bewohner , da sagt keiner was, wenn die nicht helfen, aber wir haben verdammt viele junge Leute die wohl gern ausschlafen!
Mein Mann meinte jetzt er klingelt das nächste mal den Rumänen, den Biologen, den Soldaten und die drei Studenten raus , wenn er um 6 Uhr loslegt!
(sorry für die doofen Namen aber für die bin ich die Enkelin mit dem Dackel ;))
In der Hausordnung steht alle müssen helfen, aber keiner tut es , was für Sanktionen kann man verhängen?
Wir waren vor Weihnachten mal ein Wochenende weg, danach konnte ich nicht mal zur Tür raus , weil 10 cm dick Eis vor der eingangstuer lag!
Mit dem Kinderwagen geht schon lang nix mehr:(
Nur mit Tragetuch komme ich raus, und da habe ich echt Angst !
Also was sollen wir machen?
Mein Mann packt auf Dauer den riesigen Hof nicht alleine ?
Lg Lilly

Beitrag von wemauchimmer 05.01.11 - 12:05 Uhr

Na, Du setzt es auf die Tagesordnung der Eigentümerversammlung: Entweder alle sorgen dafür, daß anteilig Schnee geräumt wird, oder Ihr beauftragt eben einen Räumdienst und legt das Geld auf alle um.

Beitrag von lillystrange 05.01.11 - 12:09 Uhr

So was gibt es leider bei uns nicht:(
Wir haben schon ein schreiben ausgehängt !
Der Räumdienst ist bei uns am Land so ne Sache , das hatten wir vor Jahren schon und es hat nie geklappt. Die kamen irgendwann um 9 Uhr und haben mehr schaden als freie Wege produziert!
Oder mein Mann stellt für jedes räumen ne Rechnung !?
Vielleicht hilft dannen wer!
Lg Lilly

Beitrag von wemauchimmer 05.01.11 - 12:48 Uhr

Also, ich fände das nicht völlig abwegig, wenn Dein Mann dazu bereit ist, daß er sich fürs Räumen von den anderen bezahlen läßt (von denen, denen es zu mühsam ist). Solche Konstellationen gibts ja öfters.
Ansonsten, ich dachte es muß immer eine Eigentümerversammlung geben. Zur Not müßt Ihr halt eine einberufen. Es gibt ja doch immer mal Fragen, die alle Bewohner betreffen, oder nicht?
LG

Beitrag von lillystrange 05.01.11 - 13:07 Uhr

Naja die hälfte der Bewohner ist uralt;) und daher fuerchte ich das da keiner kommt:(
Die jungen sch****** da wohl auch drauf;)
Wahrscheinlich sitzen da wir, der Stänkerer über uns und die beiden die helfen:(

Beitrag von wemauchimmer 05.01.11 - 13:13 Uhr

einen Versuch ists doch wert.
Dabei interessieren ja nicht die Mieter, sondern nur die Eigentümer (inkl. Vermieter).
Die Rechtslage ist doch so, daß die Eigentümergemeinschaft haftet für Unfälle durch nicht geräumte Wege. Das sollte doch ein Ansporn sein.
Und es kann ja sein, daß die alten Leutchen froh sind, wenn Ihr mit so einem Vorschlag ankommt. Die können es ja selber nicht mehr machen, haben aber Riesenangst vor Stürzen und Knochenbrüchen, und haben doch meist auch ein paar Euros übrig. Und schwuppdiwupp habt Ihr eine einfache Mehrheit für Euren Vorschlag zusammen und schon ist's beschlossene Sache...
LG

Beitrag von wasteline 05.01.11 - 13:09 Uhr

Was gibt es bei Euch nicht? Keine Eigentümerversammlungen? Dann solltet Ihr Euch mal mit dem Wohnungseigentumsgesetz auseinandersetzen.

http://www.google.de/search?q=wohnungseigentumsgesetz&ie=utf-8&oe=utf-8&aq=t&rls=org.mozilla:de:official&client=firefox-a

Es muss doch irgendwer die Verwaltung für das Haus machen und der sollte auch eine ganz klare Regelung für die Schneeräumung treffen. "Alle helfen mit" ist keine klare Regelung und u.U. würde ich mich dann auch nicht angesprochen fühlen.

Beitrag von lillystrange 05.01.11 - 14:02 Uhr

Der Vorstand ist der 85 jährige Herr der immer mithilft, es fehlt ihm langsam die Kraft ständig alle zu ermahnen.
In der Hausordnung steht drinnen alle bewohner sind verpflichtet zu helfen!
Aber nur wenige interessierts.
Die Vermieter sind meist Leute in Altersheimen , wir haben einen bomben altersdurchschnitt;)
Bald gibt der Vorstand sein Amt ab, wahrscheinlich übernehmen wir, es interessiert sonst eh keinen was!:(
Lg

Beitrag von werner1 05.01.11 - 14:40 Uhr

Hallo,

lies erst einmal in der Teilungserklärung nach, was da über Beschlussfähigkeit steht.
Spätestens beim zweiten Termin ist die Eigentümerversammlung immer beschlussfähig, egal wie viele anwesend sind.
Ein Vorstand ist etwas ganz anderes, bei einer ETG heisst es Verwalter, das hat nichts mit einem Verein zu tun.

Sucht euch lieber einen Hausmeister.

freundliche Grüsse Werner

Beitrag von wasteline 05.01.11 - 15:08 Uhr

Was ist das denn für ein Chaos bei Euch.

Wer macht die Nebenkostenabrechnungen für das Haus?

Der 85jährige Herr ist Vorstand von was?

Ich verstehe bald gar nichts mehr.

Beitrag von lillystrange 05.01.11 - 15:58 Uhr

Das Haus ist Baujahr 54 und so sind auch die Verordnungen !
Es gibt einen Eigentümervorstand der quasi für alle Kleinigkeiten zustaendig ist!
Ansonsten eine Verwaltung , die ist für alle Abrechnungen zuständig !
In Deutschland ist da alles genau geregelt, bei uns etwas lockerer , das rächt sich wohl!;)

Beitrag von werner1 05.01.11 - 16:18 Uhr

#Das Haus ist Baujahr 54 und so sind auch die Verordnungen ! #

Das WEG-Gesetz ist von 1871 und hat sich in der Zwischenzeit nur ganz geringfügig geändert.
Du solltest dir mal aus der Bücherei einige Bücher über WEG und Verwaltung ausleihen, da fehlen noch sämtliche Grundkenntnisse.
Es könnte zwar einen Beirat geben, aber von einem Eigentümervorstand habe ich noch nie etwas gehört.

freundliche Grüsse Werner

Beitrag von lillystrange 05.01.11 - 19:45 Uhr

Du sprichst vom deutschen recht, ich wohne seit 7 Jahren in Österreich , das ist etwas anders bei uns!
In Bayern war das auch anders damals stimmt!
Aber hier ist das alles etwas anders hab gerade die info vor mir, leider steht da nur jeder ist verpflichtet, wa passiert wenn es keiner macht steht nicht!
Laut Vorstand , sorry den gibt's halt bei uns seit '54 , kommt kein Dienst mehr denn wir wären die einzigen in der Umgebung !
Lg Lilly

Beitrag von werner1 06.01.11 - 07:21 Uhr

#was passiert wenn es keiner macht steht nicht! #

Das wird in Österreich auch nicht anders sein, als in Deutschland.
Von der Krankenkasse kommt ein 4-seitiger Brief zum ausfüllen (an den Geschädigten). Darin wird gefragt, wer an dem Unfall schuld ist.
Das finanzielle regelt dann die Haus-Haftpflichtversicherung, aber im Extremfall (ganz selten) gibt es eine Vorstrafe wegen fahrlässiger Körperverletzung.
Wenn jemand ausrutscht, ist das normalerweise kein völlig Fremder, sondern ein Nachbar, also jemand, mit dem man öfters zusammentrifft, das ist bestimmt immer unangenehm.

freundliche Grüsse Werner

Beitrag von loonis 05.01.11 - 17:32 Uhr




Wir haben auch eine ETW ....
Bei uns kommt ne Firma ,die den Schnee beseitigt....
Mein Vorschlag wäre auch ...auf d.nä. Eigentümerversammlung ansprechen....

Also ,ich bin echt froh ,dass wir keinen Schnee fegen müssen ....

LG Kerstin