Wegen Krippe-Kindergarten U3,immer Diskussionen!!!! Im Forum

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von antjes27 05.01.11 - 15:21 Uhr

Hallo

Lese hier immer wieder in diesem Forum das,das thema hier stark Diskutiert wird.
Da werden Mütter zu faulen Müttern,oder werd nicht arbeitet hat kein anspruch auf U3 u.s.w.

Ich wollte es mal aus meiner Sicht schildern,ich bin ein DDR kind geboren 1978 im Februar,mit genau 8 wochen kam ich in die Krippe:-[,aber nicht weil meine Mutter oder Vater es so wollten sondern weil es so üblich war,nach der Geburt hatte man 8 wochen frei sozusagen,danach gings wieder zur arbeit.
Allso ich das kleine Würmchen von morgens 8-16 Uhr in die Krippe,ich bekam dort alles,meine Windeln,meine Flasche u.s.w
So ging es bis ich 6 Jahre alt war und ich muss sagen es war nicht schön als Kind für mich so früh in den Kindergarten-Krippe zu sein,es war schlimm.

Man muss sich das so vorstellen,wenn Du als Kind den ganzen Tag in den Kindergarten bist,fand ich das jedesmal so blöd wenn mich meine Eltern abholten,weil da kam nicht mehr viel,ein wenig spielen,Abendbrot und dann ins Bett.

Ich habe jetzt zwei Kinder lebe jetzt in NRW und ich für mich würde meine Kinder nicht unter 3 oder noch früher in die Krippe-Kindergarten geben.
Meiner Meinung reicht das 3. lebensjahr für ein Kind aus,gerade die ersten Jahre ist für eine Familie das wichtigste mit Bindung u.s.w,alles was die kleinen bis dahin wissen müssen,können wir als Eltern genau so gut wie im Kindergarten.
Ich habe mit meinen Kindern,Spielgruppen, Turnen und anderes besuch das der KOntakt zu anderen Kinder eben da war.

Wenn ich jetzt von Bekannten hören die noch in der ehemaligen DDR wohnen und Ihre kleinen eben auch so früh reingeben,denke ich schon ja warum?? Gut wer arbeit hat keine Frage,aber ich als jetzt Erwachsende kann sagen wo ich Kind war habe ich micht dort nicht wohlgefühlt und ich weiss mich jetzt auch bestättigt weil ich selber Kinder habe und ich weiss wie wichtig es ist das ich mich und mein Mann um unsere Kinder kümmern in der ersten 3 Lebensjahre.

Im übrigen ich geh auch teilzeit arbeiten trozdem ist es mir wichtig das Ole erst mit 3 in den Kindergarten kommt.
Nele ist jetzt 5 Jahre und ich sehe nicht negatives an Ihr weil sie erst mit 3 in den Kindergarten gekommen ist.


Ich wünsche allen einen schönen Tag und über erfahrugen würde ich mich freuen.

LG Antje#winke

Beitrag von michi0512 05.01.11 - 15:26 Uhr

Hallo Antje,

Ich verstehe genau was Du meinst. Ich bin auch in der ehemaligen DDR aufgeboren und aufgewachsen.

Nach der Krippe gings zur Schule. Wir kamen teils 12 Uhr nach Hause, machten uns ein Brot, die Hausaufgaben und gingen spielen bis 15:30 oder gar noch später die Eltern kamen. Wir waren eigentlich immer irgendwie auf uns gestellt - wenn man keine Großeltern hatte.

Ich selbst bleibe auch zu Hause bis meine Kleinere 3 ist.

Wenn ich mich zurück erinnere weiß ich nicht, WANN meine Eltern mal intensiv Zeit hatten...

Mein Paps ist nun wegen schwerer Krankheit Frührenter... 100% geschädigt. Er sagt heute: "Alles was ich bei Euch nicht machen KONNTE wollte ich mit meinen Enkeln nachholen. Jetzt bin ich ein Krüppel."


Zwar wird Dein Post an den Ansichten nicht viel ändern, aber ich kanns nachvollziehen und möchte dass meine Kinder Erinnerungen an schöne Nachmittage haben.

GlG

Beitrag von sternchen373 05.01.11 - 15:27 Uhr

Hallo!

Ist zwar jetzt kein Beitrag zu dem Thema an sich, aber mir stellte sich beim Lesen Deines Postings eine Frage:

wie haben das denn die stillenden Mütter in der DDR gemacht, wenn sie nach 8 Wochen alle wieder arbeiten mussten??? #kratz

Würd mich einfach nur mal interessieren...

VG,
Anja. #winke

Beitrag von michi0512 05.01.11 - 15:29 Uhr

Auch in der Zone gabs Milchpumpen :-P

Und meine Mutter sagte immer das Stillen in der DDR nicht so als "wertvoll" betrachtet wurde und die meisten Kinder die Milchnahrung aus der Packung bekamen. Milasan :-P

Beitrag von antjes27 05.01.11 - 15:34 Uhr

Meine Mutter hat mich eben nur 8 wochen gestillt,und dann abgepummte michl mitgegeben,so war eben das System dort,ich kann mich das auch schwer vorstellen,aber der Staat hat die Kinder als teil der DDR angesehen und wollte eben in der erziehung so früh wie möglich eingreifen.

Beitrag von sternchen373 05.01.11 - 15:46 Uhr

Schon krass irgendwie... #augen

Für uns schwer vorstellbar heute... #cool Schön dass es jetzt anders ist.

Und ich würde meine Kinder übrigens auch nicht vor 3 Jahren in den Kiga geben (ausser, wenn ich tatsächlich arbeiten "müsste"). :-)

#winke

Beitrag von fruehchenomi 05.01.11 - 16:24 Uhr

Hat nicht nur mit der DDR zu tun...ich musste bei beiden Kindern nach 8 Wochen wieder arbeiten, Erziehungsurlaub gabs nicht - da wurde abgestillt und Ruhe war. Das ging allen arbeitenden Müttern so. Es wäre in den 70er Jahren nicht möglich gewesen, zum Stillen von der Arbeit wegzugehen und zur Tagesmutter zu marschieren in aller Ruhe.
LG Moni

Beitrag von woodgo 05.01.11 - 16:31 Uhr

Hallo,

hier war es wohl üblich, 6 Wochen zu stillen und die letzten beiden Wochen wurde abgestillt. So hat es mir meine Mutter immer erzählt.

LG

Beitrag von amma1211 05.01.11 - 21:59 Uhr

hallo,

bereits meine oma (85) hat meine mutter über sechs monate gestillt. sie war lehrerin und ist in bestimmten pausen zur tagesmutter meiner mutter gefahren. auch das gab es in der ehemailigen ddr.
ab 1979, dem jahr des kindes von der una, gab es auch ein jahr elternzeit.
meine schwester ging mit acht wochen in die krippe, ich mit einem jahr.

gruß

Beitrag von schweinemoeppel 05.01.11 - 15:40 Uhr

Hi,

auch ich wurde in der DDR geboren, 1976.

Ich würde nicht sagen, dass es unbedingt üblich war, die Kinder mit 8 Wochen in die Krippe zu geben. Meine mutter blieb mit mir 1 1/4 Jahr und bei meinem Bruder 3 Jahre zu Hause.

Mein Mann, geb. 1973, hat weder Krippe noch Kindergarten länger als eine Woche von innen gesehen. Er war die ganze Zeit zu Hause bei seinen Eltern.

Was üblich war, ist also relativ zu sehen. Richtig ist allerdings, dass es die MÖGLICHKEIT, die Kids schon so zeitig in die Betreuung zu geben.

Meine eigene Tochter hatte den Luxus 1 3/4 Jahre zu Hause zu bleiben, da wir früher keinen Krippenplatz hier im Schwabenländle bekommen haben. Im Osten wäre sie bereits mit einem Jahr in die Krippe gekommen. Für meine tochter war es auch höhcste Zeit, dass sie in die Kita kommt, denn ihr war allein mit Mama langweilig (obwohl wir sehr viel mit ihr spielten) und sie wollte und brauchte andere Kinder zum Spielen. Eltern können nunmal keine gleichaltrigen Kinder ersetzen und nur einmal pro Woche in einen Mutter/Vater - Kind - Treff gehen, ist meiner Meinung nach zu wenig, damit ein Kind lernt, mit anderen Kindern umzugehen etc.

Vlg.

Beitrag von zwillinge2005 05.01.11 - 15:48 Uhr

Hallo,

über die Situation in der ehemaligen Ostzone kann ich nichts sagen. Aber das ist jetzt 20-40 Jahre her - vielleicht kann man ienfach davon ausgehen, dass die pädagogischen Konzepte eines Stasistaates mit modernen Kinderkrippen im aufgeklärten Westen nicht viel gemein haben, oder?

Zwischn Fremdbetreuung ab der 9. Lebenswoche von 8-16 Uhr und einem Kitaplatz nach dem 2. Geburtstag, damit ich als Frau auch wieder meinem Beruf zumindest in Teilzeit nachgehen kann sehe ich auch noch einen großen Unterschied.

Es ist schön für Dich, dass Du arbeiten und zeitgleich Dein Kind 24Std/Tag betreuen kannst - ich kann das nicht. Aber ich habe eine lange AUsbildung hinter mir und keine Lust erst lange aus dem Beruf auszusteigen und später zu jammern nicht mehr "gebraucht" zu werden.

Wer gerne Nur-Hausfrau und Mutter über 18 Jahre ist - bitte. Wer es sich leisten kann und selber keine beruflichen Ziele hat - bitte. Aber bitte kein gejammer, dass Kindern die Fremdbetreuung so sehr schadet. Dem ist nicht so.

LG, Andrea

Beitrag von waldfee_78 05.01.11 - 18:49 Uhr

dem kann ich nur zustimmen#pro

Beitrag von bine3002 05.01.11 - 15:50 Uhr

Ich denke, man sollte nicht pauschalisieren und Eltern das Recht zugestehen, für ihre Kinder eine Entscheidung zu treffen.

Unsere Entscheidung war, dass ich 3 Jahre lang zu Hause für meine Tochter sorge. Und damit das nicht so langweilig ist, haben wir einen großen Freundeskreis aufgebaut und waren fast täglich einen ganzen Nachtmittag mit anderen Kindern zusammen, entweder bei irgendwelchen Gruppen (erst PEKiP und Babyschwimmen, dann Mini-Treff, Musikgarten) oder zu Hause oder auch mal auf irgendwelchen Ausflügen. Ich würde behaupten, dass meine Tochter ein abwechslungsreiches Programm hatte und wir beide diese Zeit genossen haben, wo man eben morgens einfach noch etwas "gammeln" konnte. Seit sie 3 ist geht sie in den Kindergarten und im Nachhinein war das auch OK so.Früher wäre sie einfach noch nicht bereit dafür gewesen, weil sie ein sehr anhängliches und schmusebedürftiges Kind ist.

Beitrag von vonni80 05.01.11 - 15:56 Uhr

Hallo,


ich bin auch in der DDR großgeworden und bin mit 8 Wochen in die Krippe gekommen. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals das Gefühl hatte abgeschoben zu werden bzw. es mir damit schlecht ging. Ich habe meine Kindheit in sehr glücklicher Erinnerung!

Meine Tochter geht übrigens von 07.00 Uhr bis 16.00 Uhr seit dem sie 18 Monate alt ist zur Tagesmutter bzw. in die Kita und es geht ihr gut dabei.

Jeder wie er mag. Ich habe z. b. nicht studiert um dann 3 Jahre lang zu Haus zu bleiben bzw. sollte man die finazielle Seite ebenfalls bedenken!

LG

Beitrag von glueck2005 05.01.11 - 16:20 Uhr

Hallo,

ich komme auch aus der DDR und habe noch drei Geschwister, welche auch in dieser Zeit geboren sind. Meine Mutter ist mit uns jeweils ein Jahr zu Hause geblieben und meine Eltern waren alles Andere als Gut-verdiener.

Aktuell:
Ich habe eine Tochter von fünf Jahren.
Vor ihrer Geburt habe ich immer gesagt: "Ab in die Betreuung. Ich möchte wieder arbeiten. Krippe hat den Kindern im Osten auch nicht geschadet."
Nach ihrer Geburt war ich 18 Monate zu Hause und konnte mir nicht vorstellen mein Kind schon in die Betreuung zu geben.
MIt 18 Monaten kam sie für 9 Stunden / Woche zur Tagesmutter weil ich einen Job auf 400,00 €-Basis angenommen habe.
Ab 3 Jahre für 25 Stunden / Woche im Kiga. Mein Mann betreut die Kleine, da ich 30 Stunden / Woche + Fahrzeit tätig bin. Mein Mann arbeitet an den Wochenenden.
Ich bin glücklich mit unserer Aufteilung.

Ich habe jedoch den größten Respekt vor Eltern, welche ihre Kinder schon früh in den Kiga geben und dann noch ganztags, um den Lebensunterhalt zu verdienen.

Ich habe wenig Respekt vor Eltern, welche die Kinder in den Kiga schicken (auch wenn es nur für 25 Stunden ist) und arbeitslos sind, weil sie einzig und allein für ihre Kinder dasein wollen.

Diana

Beitrag von woodgo 05.01.11 - 16:27 Uhr

Hallo,

das ist Deine Sicht der Dinge. Nur kann ich mir kaum vorstellen, daß Du es im Alter von 8 Wochen so empfunden hast, ja selbst mit 1 bis 2 Jahren wirst Du Dich kaum an die Krippenzeit erinnern können. Ich kann es nicht#kratz
Wenn Du die Möglichkeit hast, Deine Kinder länger zu Hause zu behalten, dann gut.
Meine Tochter kam mit 17 Monaten in den Kiga und sie war von da ab viel ausgeglichener, sie hat es genossen. Also nicht alle über einen Kamm scheeren;-)
Was machst Du mit Deinem Kind, wenn Du arbeitest? Wird es von der Oma betreut? Das ist im Übrigen nicht das Ideale für ein Kind, ideal sind andere Kinder. Aber auch das ist Ansichtssache.
Aber Deine Behauptung kann ich wirklich nicht nachvollziehen, denn an die Krippenzeit kann man sich ja wohl kaum so erinnern, wie Du es beschreibst#kratz

LG

Beitrag von silbermond65 05.01.11 - 16:38 Uhr

Meiner Meinung reicht das 3. lebensjahr für ein Kind aus,gerade die ersten Jahre ist für eine Familie das wichtigste mit Bindung u.s.w,alles was die kleinen bis dahin wissen müssen,können wir als Eltern genau so gut wie im Kindergarten.

Das ist deine Meinung.Anderen Müttern solltest du allerdings auch ihre Meinung zugestehen.
Ich komme auch aus der ehemaligen DDR und war in keiner Krippe ,erst mit 3 Im Kindergarten.
Mein Sohn ( 87 geboren) kam mit einem Jahr in die Krippe ,von morgens 7 -16 Uhr. Es hat ihm nicht geschadet ,ganz im Gegenteil.
Und oh Schreck......meine Tochter hab ich doch tatsächlich vorletztes Jahr mit ca. 2 1/2 in die "böse" Krippe gesteckt ,weil mir zu Hause die Decke auf den Kopf gefallen ist und ich kein 3.Jahr mehr zu Hause hocken wollte.
Die Alternative "Spielkreis" habe ich vorher auch ausprobiert ,aber sorry ......das sind für mich Tratschtreffen für die Mütter,weniger für die Kinder.Ich war einmal da und das hat mir völlig gereicht.
Meine Tochter hat ebenfalls keinen Schaden erlitten.....im Gegenteil......sie ist ein aufgewecktes,fröhliches und freundliches Kind .
Und wenn ich die Möglichkeit gehabt hätte,wäre sie noch früher in die Krippe gegangen. Nicht,weil ich keinen Bock habe mich mit ihr zu beschäftigen ,sondern weil sie dort unter vielen Kindern ganz andere Möglichkeiten hat.

Beitrag von antjes27 05.01.11 - 16:54 Uhr

Sicherlich kann ich mich nicht daran erinner als ich 8 wochen alt war und in der Krippe war,aber danach so mit 4-5 Jahren und ich war ja bis zu diesem Alter und bis zum Schulalter Voltags in den Kindergarten.

Allso wie gesagt ich finde die Erinnerung daran oder die Vorstellung das ich meine Kinder hätte so früh in die einrichtung geben müssen schrecklich.


Und meinung hin oder her,ich finde wenn man die Möglichkeit hat seine Kinder bis zum 3 Lebensjahr zu erziehen,wie es eignedlich in der Natur so vorgesehen ist,den wir sind ja Eletern geworden um für unsere Kinder da zusein und sie nicht schon so früh in fremde betreuung zu geben.
Und wie gesagt wer berufstätig ist und keine andere Wahl hat der muss diese Angebote annehmen,ich hatte das Glück das es bei mir mit der Arbeit so klappt und das ich mit meinem Mann mir die Arbeit teile,sprich ist er arbeiten bin ich da und umgekehrt.


Und ob für Kinder das richtig oder falsch ist früh oder spätere Betreung hängt denk ich auch von den Kindern ab,wir hatten damit nie Probleme

Beitrag von silbermond65 05.01.11 - 17:21 Uhr

ich finde wenn man die Möglichkeit hat seine Kinder bis zum 3 Lebensjahr zu erziehen,wie es eignedlich in der Natur so vorgesehen ist

Ist DAS jetzt dein Ernst?

wir sind ja Eletern geworden um für unsere Kinder da zusein und sie nicht schon so früh in fremde betreuung zu geben.


Dann streich doch bitte auch den Kindergarten für deine Kinder und laß sie bis zum Schulanfang zu Hause.Schließlich willst du ja für sie da sein,da brauchen sie keine Fremdbetreuung.
Von mir aus soll jeder leben wie er will ,meinetwegen auch als Hausfrau und Mutter......aber dann doch bitte nicht den anderen vorhalten ,"die Natur hat es so vorgesehen ",daß man seine Kinder mindestens bis 3 selbst betreut.
An der Stelle wirds für mich ehrlich gesagt albern.

Beitrag von michi0512 05.01.11 - 18:18 Uhr

Tja, genauso albern war es für mich als ich im Forum Stillen angepöbelt wurde weil ich NICHT gestillt habe. Denn DAFÜR hat die Natur meinen Busen ja vorgesehen #aha

Wenn man es gaaaaaaanz flach betrachtet hat Antje mit der Natur gar nicht soooo unrecht.

Eher denke ich dass die Evolution wohl sehr rasant an einigen vorbei gerannt ist *ggggg*


Vlt. Meinte sie auch nur, dass gerade die ersten 3 Jahre die Prägezeit sind in denen sich Bindungen festigen, das Urvertrauen etc...

Zum Anderen was die Erinnerung angeht:

Ich erinnere mich sehr wohl an die Krippenzeit! Ich habe sehr viele Erinnerungen daran!

Zb.: Vor 8 Wochen brachte ich meinen SOhn in die KiTa. Da war eine Frau - die "neue" Erzieherin. Ich schaute in Ihre Augen, so warm, liebevoll und vertraut. Ich kannte diese Augen - habe mich einfach sauwohl gefühlt! Dann find die Nette ältere Dame an: "Na sag mal, Dir hab ich auch schon den Hintern sauber gemacht!" - Ja, es war MEINE Erzieherin... und ich habe sie etwa 28 Jahre nicht gesehen :-D

Es gibt also tatsächlich frühkindliche Erinnerungen die sich einprägen. Und ich als Kind habe meine Eltern oft vermisst.. denn wie schon jemand sagte: Nach Kiga war nicht mehr viel: waschen essen bett.

GlG

Beitrag von mabo02 05.01.11 - 18:40 Uhr

Ich habe auch Errinnerungen die bis ins Alter von etwa 2-3 Jahren zurückreichen. Ich war auch bei einer Tagesmutter aber ich habe es nicht als schlimm empfunden und bin meinen Eltern eigentlich dankbar, dass sie mir so eine gesunde Einstellung der Arbeit gegenüber vermittelt haben.

Beitrag von michi0512 05.01.11 - 22:01 Uhr

Also willst Du sagen, dass Eltern die bis zum 3. Vollendeten LJ zu Hause bleiben eine schlechte Einstellung zum Arbeiten haben?

Solange Eltern sich selbstfinanzieren (und die Kinder... also kein ALG"2) ists doch total legitim.

Beitrag von mabo02 05.01.11 - 18:38 Uhr

Was von der Natur vorgesehen ist willst du jetzt bitte nicht ernsthaft als Argument anbringen??
Das ist lächerlich.

Aber du wiederspriechts dir ja selber.
Du sagst du kannst dich erst errinnern als du so 4-5 Jahre alt warst, und nach deiner Ansicht nach gibst du deine Kinder auch erst ab 3 in den KiGa.
Also noch ein Jahr bevor auch sie sich daran errinnern werden....

Ausserdem bin ich nicht Mutter geworden weil ich 3 Jahre zu Hause bleiben will.

Beitrag von rina1982 05.01.11 - 17:35 Uhr

Hallo Antje!

Ich bin auch in der DDR geboren. Trotzdem habe ich damals nie eine Krippe von innen gesehen, auch wenn meine Mutter mit 8 Wochen wieder arbeiten gegangen ist. Ich denke nicht das es üblich war, aber es war normal. In der DDR hatten die Eltern die Möglichkeit ihre Kinder ab zugeben aber es war kein muss. Somit haben sich deine Eltern schon dafür entschieden (ich glaube nicht das sie gezwungen wurden). Nur damals war es normal, da wurde nicht so ein Theater drum gemacht wie heute.
Heute wird man schief angeguckt wenn man sein Kind in die Krippe geben MÖCHTE! Ich bin der Meinung, das man das auch aus deinem Posting raus lesen kann! Aber warum? Weil du "schlechte" Erfahrungen gemacht hast? Gut, kann ich verstehen aber das heißt ja nicht das es deinem Kind genau so ergehen muss. Schließlich hat sich in den "letzten" Jahren ja doch einiges getan. Die pädagogischen Kenntnisse haben sich weiter entwickelt.

Ich bin Erzieherin in einer Krippe und ich bin es mit Leib und Seele. Ich stehe voll und ganz hinter meiner Arbeit und ich bin der Überzeugung, dass es den meisten Kindern (und vielen Eltern) gut tut, wenn das Kind in die Krippe geht. Das sagt mir meine Erfahrung und wurde auch schon mehrfach wissenschaftlich bewiesen.
Natürlich heißt das im Umkehrschluss nicht, dass Kinder sich nicht richtig entwickeln können, wenn sie die ersten 3 Jahre zu Hause sind.
Aber eine gute Kita ist eine Bereicherung.
Wie die Eltern die (verbleibende) Zeit mit den Kindern gestalten ist ja wohl ihre Sache. Entscheident ist nicht die Quantität sondern die Qualität.

Du würdest dein Kind nicht vor dem 3. Lebensjahr in die Kita geben? Musst du ja auch nicht! Ich würde mein Kind nie 3 Jahre zu Hause lassen!!! Warum? Weil ich ihm damit so viele Erfahrungen nehmen würde, die ich für wichtig halte und die ich ihm nicht geben / bieten kann. Ausflüge, Treffen mit anderen Kind, Musikgarten und und und kann man trotzdem machen (wenn man das will). Aber allein das breite Spektum an Spielmaterialien (und ihren Erfahrungen) kann (und will ;-) ) ich zu Hause nicht auffangen. Von dem Erlebnis ein Teil einer Gruppe zu sein, ganz zu schweigen.
Für mich geht es dabei weniger um Wissen als um Erfahrungen. Klar kannst du deinem Kind bei bringen wie man die Schere richtig hält und welche Farben es gibt aber du kannst deinem Kind zum Beispiel nicht die Erfahrung bieten ohne den Eltern aber mit allen "Freunden" in der Kita zu schlafen und am nächsten Morgen mit allen auf zu stehen, zu Frühstücken und sich super stolz zu fühlen weil man es "geschafft hat". Oder etwas alleine zu basteln, für Mama, und es dann ganz stolz zu zeigen.
Kitas sind heute keine "Aufbewahrungsstationen" mehr und der pädagogische Wissenstand hat sich in den letzten Jahren weiter entwickelt, besonders im Krippenbereich! Von daher kann man damals und heute schlecht miteinander vergleichen.

Ich finde Krippen gut und wichtig, von daher finde ich es schade, dass es viel zu wenige Krippen (und gute Krippenerzieherinnen) gibt und das Eltern immer noch blöd angeschaut werden, wenn sie freiwillig wieder arbeiten gehen und ihr Kind in einer Krippe betreuen lassen.

Liebe Grüße Rina

Beitrag von ratpanat75 05.01.11 - 17:43 Uhr

Hallo,

ich finde, man sollte das alles nicht so dogmatisch sehen.
Zum Glück haben die heutigen Betreuungseinrichtungen nicht merh viel mit den Aufbewahrungsanstalten aus den DDR- Zeiten zu tun und zum Glück haben viele Mütter heutzutage selbst zu wählen, was sie tun möchten.
Wer zu Hause bleiben will und es sich einigermaßen leisten kann, der kann dies tun und wer früh wieder arbeiten möchte, der hat meist eine gute Auswahl an Betreuungsmöglichkeiten und kann sein Kind ruhigen Gewissens dort lassen.
Und wer zu Hause ist, und sein Kind trotzdem mit 2 Jahren oder früher in die Kita gibt, der soll es halt tun, solange es genug Plätze gibt.
Wenn die Betreuung qualitativ gut ist, auf die emotionalen Bedürfnisse eingegangen wird, dann ist die frühe Fremdbetreuung m E auch nicht schlecht für das Kind.

Merkwürdig finde ich nur, dass manche Eltern die "Verantwortung" für bestimmte Dinge lieber den Einrichtungen übergibt. Das Kind soll früh in den Kiga, weil es so weit ist oder weil es eben nicht so weit ist #kratz (ich meine damit keine Kinder, die wirklich aufgrund von diagnostizierten Auffälligkeiten einen speziellen Förderbedarf haben).
Oder dass jemand nicht in der Lage ist, seinen Alltag mit einem Kleinkind zu gestalten #kratz (wenn man keine Lust dazu hat, dass ist es etwas anderes, in dem Fall ist die Krippe sicherlich sinnvoll, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ein gesunder Mensch nicht in der Lage ist, sich angemessen mit seinem 2jährigen Kind zu beschäftigen.
Ich verstehe auch nicht, warum manche deken, dass Kinder, die nicht in eine Kita gehen, keinen regelmäßigen Kontakt zu anderen Kindern haben.

LG

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