Alternativen zu "Klapsen"

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von aletheia 05.01.11 - 20:55 Uhr

Hallo zusammen,

da ja eifrig (und auch oft unsachlich aus meiner Sicht) darüber diskutiert wurde, ob Klapse sich schädlich auswirken habe ich mir gedacht, dass es wirklich sinnvoll wäre, sich mal auszutauschen was ihr in Situationen tut, wo einem "die Hand ausrutschen könnte".
Meine Meinung dazu ist übrigens, dass ein Klaps auf die Finger ein Kind nicht traumatisieren muss, aber ich will mit solchen Methoden gar nicht erst anfangen, weil es für mich eine Grenze, eine Hemmschwelle ist die auch bleiben soll.

Ins Zimmer schicken halte ich z.B. genausowenig für eine gute Lösung wie den Klaps auf den Po/Finger.

Mein Sohn ist noch nicht mal zwei, aber es gibt durchaus Situationen, wo ich weiß, dass meine Mutter früher geklapst hätte bzw. manche es heute auch noch tun. Zum Beispiel, wenn er an den Herdknöpfen drehen will und dies nach dem dritten strengen "Nein" immer noch versucht, wenn er meint, dass ich nicht hinschaue. Oder ähnliches, er soll eben irgendetwas nicht nehmen, anfassen...
Was in solchen Situationen meistens hilft: Ich gehe auf Augenhöhen (kniee mich hin), halte seine Hand fest, schaue ihm ernst (!) in die Augen und wiederhole das strenge Nein.
Diese Kombination aus ernster Mimik, Tonfall, Blickkontakt und Handlung unterbrechen durch das Festhalten hat bisher einen guten Effekt gehabt.
Ich will natürlich, dass mein Kind (vor allem ab einem Gewissen Alter) alle Verbote nachvollziehen kann und werde später bestimmt auch eher eine demokratische "Diskutier-und-Erklär-Mutti"
Ich denke aber auch, in manchen Situationen bringt Diskutieren oder Erklären nichts. Man hat sich wirklich fest vorgenommen, NICHT zu klapsen aber das Kind reagiert einfach nicht, Hilflosigkeit und Wut kommt hoch und zack - es gab doch ein paar auf den Po. Ich kann es nachvollziehen, heiße es dennoch nicht gut.
Und dass hier sofort verurteilt wird, anstatt mal ein paar Anregungen zu geben, macht das Ganze noch viel schlimmer. Sätze wie: "Ich kann sowas nicht verstehen, ihr solltet keine Kinder sondern Puppen haben..." finde ich ziemlich daneben. Denn fast keiner traut sich, zuzugeben, dass einem doch schon die Hand ausgerutscht ist. Ich habe mein Kind z.B. auch schon angeschrien, nicht nur einmal. Ich weiß, dass das Mist ist und nicht vorkommen soll, aber ich weiß auch, dass mich das nicht zu einer schlechten Mutter macht. Ich reflektiere mein Verhalten und arbeite an mir.

Manchmal geht es hier doch nicht mehr um Austauschen und einander Weiterhelfen sondern um Selbstdarstellung und durch die Schwächen anderer selbst besser dastehen, oder?

Was tut ihr also, wenn ihr mit Reden nicht weiterkommt? Wie zeigt man seinem Kind deutlich Grenzen, ohne psychische oder körperliche Gewalt?

Ich hoffe auf eine konstruktive Diskussion, auch wenn ich das Gezicke teilweise sehr amüsant finde :-)

LG
a.

Beitrag von bine3002 05.01.11 - 21:06 Uhr

Ich unterscheide immer noch zwischen "Hand ausrutschen" und "Klaps als Erziehungsmittel bewusst einsetzen". Für ersteres habe ich ein gewisses Verständnis, letzteres finde ich arm, unkreativ und hilflos.

Eine Alternative zu jeglicher Form von Gewalt und auch "Gemütsausbrüchen" sind vor allem: Viel Zeit, Ruhe und Geduld sowie viel Humor.

In unserem Leben ergeben sich viele Streitigkeiten vor allem in stressigen Situationen: Dort klingelt der Postbote, da das Telefon, gleichzeitig ist das Essen fertig, das Kind muss aufs Klo... man hat nun mal nur einen Kopf und zwei Arme... und wenn so etwas dann am Tag häufiger vorkommt, ist abends der Kopf einfach voll und der Umgang mit dem Kind geht wesentlich unentspannter vonstatten. An solchen Tagen streiten wir mehr als an anderen. Klappse gibt es zwar nicht, aber allein schon ein genervtes "Oooooh Java, jetzt mach hin!" finde ich schon höchst unerfreulich. Was ist also die Lösung: Den Tag organisieren und möglichst cool und drüber lachen bleiben, wenn es mal nicht so läuft. Es macht so einfach viel mehr Spaß.

Na ja, manche Dinger, die Kinder so bringen, kann man auch nicht mit Humor nehmen. Es fällt z. B. schwer, wenn das Kind die Tapete der Ferienwohnung abgefetzt oder den Fußboden mit Edding verschönert hat, humorvoll zu bleiben (ist uns noch nicht passiert...). Aber ich denke, wer normalerweise cool bleibt, das Kind liebevoll behandelt und dann gelegentlich mal austickt, wird auch keinen bleibenden Schaden beim Kind verursachen.

Beitrag von emestesi 05.01.11 - 21:32 Uhr

Wie ich schon in unten genannter Diskussion schrieb: Strafe ist nie eine Lösung.

Aber welche ist es?

Darüber können Bücher geschrieben werden. Jeder löst es auf seine Art und Weise und erst in Jahren können wir fest stellen, ob unser individuelle Lösung die vermeintlich beste war.

Ich wurde körperlich gewaltfrei erzogen - leider aber noch heute darunter. Meine Mutter strafte mich mit Liebesentzug und Nichtbeachtung.

Meine Kinder erziehe ich auch gewaltfrei, werde aber gern mal laut oder eben halt sehr, sehr deutlich. Beispielsweise, wenn sie im Laden herumtoben. Dann begebe ich mich auf Augenhöhe, halte sie fest, schaue ihnen in die Augen und zische sehr ernst: SCHLUSS!!! Oder wir gehen hier sofort raus!

Aber ist das die Beste Lösung? Sicher auch nicht.

Es GIBT meines Erachtens kein Patent-Rezept. Außer, dass man seinen Kindern, egal, was sie auch immer "verbrochen" haben, immer das Gefühl geben sollte, dass sie geliebt werden. Alles andere ergibt sich von selbst.

VLG Emestesi

Beitrag von aletheia 05.01.11 - 21:45 Uhr

Ja, ein Patentrezept gibt es natürlich nicht. Aber ich habe oft das Gefühl, dass es Vielen an Lösungen fehlt (mir doch auch manchmal, vor allem bei den ersten Trotzanfällen, die er manchmal hat, davon liest man hier ja auch ständig...) und dann kommt eben die Gewalt ins Spiel. Hier bei Urbia entsteht das Bild, dass niemand mehr Gewalt anwendet, aber ich glaube, dieses Bild hat mit der Realität nicht viel zu tun. Das erlebe ich ständig in der Straßenbahn. Da werden Kinder in aller Öffentlichkeit angebrüllt, am Arm gezerrt...
Irgendwann wurde das Schlagen und Klapsen ja als gesellschaftlich anerkannte Erziehungsmethode abgeschafft. So kurz nach meiner Kindheit, habe ich das Gefühl :-). Und jetzt fehlen vielen die Alternativen, vielleicht weil sie es von den eigenen Eltern nicht vermittelt bekommen haben, da diese vielleicht viel autoritärer und mit Gewalt erzogen haben.

Und es ergibt sich oft von selbst, das denke ich auch. Aber eben nicht immer. Das erlebe ich bei mir selbst, wenn ich mich frage, ob es vielleicht auch ohne laut werden geklappt hätte oder auch bei anderen, die den Mut haben, zuzugeben, dass Erziehung auch als Elternteil ein "dynamischer" Prozess ist, der evtl nicht von Anfang an perfekt klappt.

Beitrag von emestesi 05.01.11 - 22:01 Uhr

Glaub mir und auch wenn eine Höchstzahl der Mütter es nie preisgeben würde: Keine von uns hat je eine Situation erlebt, die sie durchdacht, ruhig, gefasst und ganz bei sich durchstanden hätte.

Wenn das jemand behaupten sollte, so würde ich denken: Da wo gebellt wird, kläffe ich mal auf hohem Niveau zurück.

Erziehung IST ein dynamischer Prozess, der sehr stark vom Nervenkostüm des Erziehers/der Erzieher, der individuellen Situation und des Charakters des jeweiligen Kindes abhängig ist. Da kann man kein Pauschal-Rezept geben.

Beitrag von aletheia 05.01.11 - 22:08 Uhr

Amen.
#pro
Ich glaube, ich wollte mit diesem Beitrag hauptsächlich sagen, dass es doch gerade in einem Erziehungsforum darum gehen sollte, sich über Möglichkeiten auszutauschen und sein Verhalten zu reflektieren anstatt Moralpredigten zu halten.
Ich lese oft "Sowas würde ich nie tun..." aber selten "Ich tue in schwierigen Situationen z.B. folgendes..."
Schafft nicht unbedingt eine vertrauensvolle Atmosphäre.

Beitrag von simone_2403 05.01.11 - 22:27 Uhr

Mal ehrlich....du bist jetzt 2 Jahre bei Urbia,hast du hier schon jemals soetwas erlebt?

In meiner ganzen Zeit hier,kam das bislang nur seeeeeeeehr selten vor das man sich Gegenseitig unterstütz und ohne gezicke und gehacke seine etwas andere Meinung pasabel vertreten hatte.

Hier wird verurteilt und das aus manchmal winzig aufgeschnappten Wörtern,daran wird sich hochgezogen und immer kräftig draufgehauen.

Ich bin mir zB sicher das kein einziger meine eigentliche Botschaft zwischen/hinter den Zeilen gelesen hat,es wurde nur gelesen das ich in gewissen Situationen geklappst habe und ab geht die Luzi #rofl Ich kann hervorragend damit Leben denn User die sich dann nicht mal mehr verbal im Griff haben oder aber meinen Dinge ins lächerliche ziehen zu müssen,haben scheibar selbst so einige Leichen im Keller.

Urbia ist der Garant dafür das man vorverurteilt und abgestempelt wird,Hilfe,Tips oder unvoreingenommenen Rat sucht man hier oftmals vergebens.....

Beitrag von aletheia 06.01.11 - 15:57 Uhr

Ich habe jetzt darüber nachgedacht, ob ich es hier schon erlebt habe, dass man positiv, konstruktiv und ohne zu verurteilen an die Probleme anderer herangegangen ist.
Ja, ab und zu im Partnerschaftsforum.
Ich glaube, dort sehen sich die Frauen nicht so als Konkurrentinnen (Wer ist die bessere Mutter?) sondern eher als verbündete gegen die bösen, faulen, fremdgehenden Männer.

Beitrag von lisasimpson 06.01.11 - 01:17 Uhr

also bei deinem beispiel fehlt mir ehrlich gesagt ds reden.
Du sagst, daß reden dann nicht mehjr reicht- aber hast du den ngesagt, warum er nicht dran gehe nsoll?
ein 2 jähriger versteht doch, daß es gefährlich ist, den herd anzumachen, wenn man ihm ds erklärt-

zum anderen würde ich versuchen einem "nein" immer ein "statt dessen" entgegen zu setzen.
Jede handlung hat ein motiv. es seht also ein bedürfnis, eine bestimmtes ziel, wie auch immer dahinter.
wenn ich ds herausbekomme, dann kann ich einen kompromiss schließen, so daß jeder aus der situation einen gewinn hat.
also wenn es ihm ums drehen geht- was kann er "statt dessen" drehen.
wenn es ihm um deine reaktion geht? wie könnt ihr statt desse ndeise spiel spielen?
wenn es ihm und den herd geht- wie kann er ihn statt dessen unter die lupe nehmen?

ich muß sagen, daß ein nein mit einer erklärung doch häufig für kinder einsichtig ist- und ein nein mit einem statt dessen, das den kern des motives trifft eigentlich das kind in aller regel dazu bewegt zu kooperieren, weil es merkt, daß sein wunsch dahinter ernst genommen wird kann es auch meinen respektieren.

Welche grenzen willst du denn zeigen? und wie?
Ich erkläre die grenzen in aller regel. natürlich muß dabei das geistige (moralische?) niveau des kindes berücksichtigt werden.
Den kategorischen Imperativ verstehen Kinder schon sehr sehr früh.
ebenso wie die bedeutung "gefahr". war es am anfang das wort "heiß"- das ganz klar eine grenze symoboilisiert hat, so versteh ein 2 jähriger doch schon, daß es auch andere gefahren gibt und wird diese als grenze erkennen (gefährlich auf die strasse zu rennen,...)
je älter das kind wird, desto wichtiger werden soziale übereinküfte und regeln, die dem gemeinwohl dienen. Ein 3 jähriger ist damit zu beeindrucken, daß die polizei bestimmte sachen verbietet (dsa gfesetz als instanz ist vielleicht noch etwas zu abstrakt).
später dann spielt es auch eine rolle, etwas "für jemanden" zu tun (oder zu lassen)- der mutter zu liebe diese oder jendes zu machen- also kann auch die erklärung oder forderung eine andere sein.
dazu braucht es aber eine bestimmte moralische vorstellung, die bei einem 2 jährigen noch nicht vorhanden ist.


lisasimpson



Beitrag von marion2 06.01.11 - 08:05 Uhr

"Ein 3 jähriger ist damit zu beeindrucken, daß die polizei bestimmte sachen verbietet"

Kein bisschen!

Beitrag von lisasimpson 06.01.11 - 11:30 Uhr

dann warte noch ein jahr, dann haben deine auch das "präkonventionelle niveau" erreicht

lisasimpson

Beitrag von marion2 06.01.11 - 12:42 Uhr

geht das auch auf Deutsch?

#danke

Marion

Beitrag von lisasimpson 06.01.11 - 12:52 Uhr

auf deutsch heißt das:
wenn du denkst, daß deine kinder noch nicht so weit sind, daß sie aus "angst vor strafe" (=polizei als autorität- als stafinstanz) handlungen machen oder unterlassen (moralisches urteil nach piaget auf unterster stufe), dann frage ich mich ernsthaft, welche zweck das "klapsen" haben soll, daß du so groß propagierst.

denn entweder sie haben diese stufe der moralischen entwicklung erklommen- dann werden sie moralisches handeln insoweit legitimieren, daß sie aus angst vor strafe es z.B. nicht gut finden, zu klauen (frage an einen 4 jährigen: darf man klauen? nein!- warum nicht?- weil es verboten ist/ weil dann die polizei kommt/ weil man ins gefängnis kommt/ weil die mama mich dann schimpft usw..)
haben sie diese stufe noch nicht erreicht- dann ist eine strafe völlig sinnlos

lisasimpson

Beitrag von marion2 06.01.11 - 13:56 Uhr

Meine Kinder haben keine Angst vor der Polizei und sie werden auch im nächtsten Jahr keine haben. Alle drei.

Sie klauen trotzdem nicht.

Beitrag von lisasimpson 06.01.11 - 14:07 Uhr

nun ja- darum ging es nicht.
weder darum, daß sie vor irgendetwas angst haben sollen, noch daß sie das klauen lassen sollen..


lisasimpson

Beitrag von marion2 06.01.11 - 21:51 Uhr

Du meinst:

"Ein 3 jähriger ist damit zu beeindrucken, daß die polizei bestimmte sachen verbietet"

Ich meine: Kein bisschen!

Daraufhin dein Einwand, es müsse das "präkonventionelle niveau" erreicht werden.

Ich will immer noch wissen, was das für ein Niveau ist. Wenn du es nicht mit 3 Sätzen erklären kannst, lass das benützen von Fremdwörtern/Fachbegriffen einfach sein.

Worum es NICHT geht, will niemand wissen.

Wenn ein dreijähriger damit zu beeindrucken ist, dass "die Polizei" etwas verbietet, ist was schief gelaufen.

Beitrag von lisasimpson 06.01.11 - 22:25 Uhr

nein, ich kann dir piagets modell von der Entwicklung des moralischen Urteils nicht in 3 sätzen erklären.

Wo und wann was wie falsch gelaufen ist würde ich nun wirklich nicht dir zu beurteilung überlassen. aber auch das läßt sich nicht in 3 sätzen sagen.

und eigentlich sind mir 3 sätze an dich schon mindestens 2 zu viel

lisasimpson

Beitrag von marion2 07.01.11 - 07:58 Uhr

Wenn man etwas verstanden hat, dass in zwei Worten zusammenfassbar ist, sollte es möglich sein, dies in drei Sätzen zu erläutern.

Da du jedoch ziemlich offensichtlich nur in der Lage bist, Sachen um dich zu werfen, die in irgendwelchen Lehrbüchern stehen, verwundert mich deine Kapitulation kein bisschen.

Beitrag von marion2 07.01.11 - 09:53 Uhr

Das ist nicht die Antwort auf die Frage.

Beitrag von lisasimpson 07.01.11 - 10:21 Uhr

marion,
es ist doch müßig mit jemanden darüber zu sprechen, ob es einen stufe der moralischen Vorstellung bei kindern gibt, die sie taten aufgrund der darauf folgenden Konsequenzen beurteilen läßt (und sie daher zur begründung einer moralischen frage genau dies angeben werden- also die vermeidung von strafe als begründung für das einhalten von regeln), wenn dieser jemand seinen kindern diese vorstellung nicht zubilligt, sie gleichzeitig durch körperliche gewalt gefügig machen möchte (also genau diese prinzip ausnutzt)
und natürlich erklärt mein "frage- antwort spiel", daß ich dir nun bereits zwei mal gepostet habe genau das prinzip des präkonventionellen niveaus- frag deine kinder, WARUM man nicht klauen darf!
Nur weil du etwas nicht verstehst, heißt es ja noch lange nicht, daß es falsch ist.


lisasimpson

Beitrag von marion2 07.01.11 - 10:47 Uhr

Offenbar hast du nie gelernt, Fragen gezielt zu beantworten.

Ich habe es schon längst verstanden.

Kohlberg teilt die Entwicklung der Moral in drei Stufen mit je zwei Unterstufen ein, wobei die präkonventionelle Ebene die erste Stufe in der Entwicklung darstellt, die mit dem 9. Lebensjahr abgeschlossen sein sollte.
Im ersten Schritt werden Regeln eingehalten um Strafen zu vermeiden.
Im zweiten Schritt erkennen die Kinder, dass es immer eine direkte Beziehung zwischen ihrem bzw. unserem Verhalten und der entsprechenden Reaktion gibt, daher beginnen sie zu kooperieren.


Meine kleinen Kinder wissen gar nicht, was klauen ist. Sie legen die Waren aufs Band, damit wir sie bezahlen können. So selbstverständlich, wie sie #bitte und #danke sagen. Sollten sie jemals Sachen mitnehmen, werden wir sie zurückbringen. Aber auch das hat nichts mit der Polizei zu tun.

Beitrag von lisasimpson 07.01.11 - 12:17 Uhr

nein-

es geht nur um die begründung des handelns nicht um das handeln selbst.

beim beispiel klauen gäbe es ja nur zwei möglichkeiten
ja- oder nein- dafür braucht es keine 6 stufen

deien kinder werden zwangsläufig als begründung irgendwann in ihrer entwicklung die vermeidung von strafe als grund für morlaisches handeln angeben. unabhängig davon ob sie klauen oder nicht

die polizei als autorität und straf-instanz ist selbstverständlich ein oft benutztes argument auf der präkonventionellen ebene- genauso wie "die kriche", die gebote, die mutter oder oder oder.
warum du dich an der polizei aufhängst kann ich nicht recht nachvollziehen. aber bei dir kann ich ehrlich gesagt so einiges nicht nachvollziehen.

und dennoch mal wieder die frage:
aus welchen grund sollte es sinnvoll sein ein kind zu schlagen, dem man nicht zutraut die "Vermeidung von strafe" als Begründungsargument wählen zu können?
Welche Wirkung in bezug auf moralisches handeln (oder zumindest deren begründung) sollte sich daraus ergeben?

lisasimpson

lisasimpson

Beitrag von daisy80 07.01.11 - 09:08 Uhr

Hat sie doch...

Beitrag von marion2 07.01.11 - 09:52 Uhr

hat sie nicht!