Hilfe!!!! neue Diagnose !!!! neuer Förderplan??? Kita weigert sich!!!!

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von vonnie28 05.01.11 - 22:22 Uhr

Hallo ihr lieben.
Vielleicht kann mir jemand helfen. #bitte
Bei meinem Sohn Leon wurde eine Psychomotorische Entwicklungsverzögerung festgestellt. So meine frage wäre muss jetzt der Förderplan umgeschrieben werden??? Die Kita ist vehement dagegen weil sein kann das er vielleicht nicht mehr in der Kita gefördert werden kann. Ich bin so enttäuscht.#heulEs geht der Kita nur ums Geld. Weil sonst die Heilerzieherin gehn muss die in meinen Augen nix bewirkt hat.#kratzMein Sohn macht kaum fortschritte!!!!!
Ich hab Kontakt mit einer Praxis die solche Kinder behandeln aber auf privater Ebene.
Heißt ich muss da selber zahlen.
Ach was und wie kann ich was machen?????

Für Tips Ratschläge danke ich euch im vorraus. #liebdrueck

Beitrag von skbochum 05.01.11 - 22:50 Uhr

Hallo,

ist es denn so, dass die neue Diagnose die alte Diagnose ablöst?
Gefühlsmäßig würde ich sagen, dass die KiTa durchaus nicht Unrecht hat, wenn sie die vorhandene Hilfe nicht abgeben möchten (zum Wohle deines Sohnes)
Welche Stelle hat denn die Diagnose gestellt und welche Empfehlung hast du bekommen?
Private Förderung find ich immer gut (zusätzlich), aber vorher würde ich mit Krankenkasse, Kinderarzt, Spz oder ähnlichen Stellen nachfragen, welche Förderung es noch so gibt!

GrussGruss

Beitrag von kati543 06.01.11 - 09:34 Uhr

Also soweit ich weiß, wird der Förderplan nur einmal im Jahr geschrieben, wenn es um die Neubeantragung des I-Status geht. Einmal genehmigt, wird das nicht geändert und auch nicht weggenommen.
Aber als Mutter hast du durchaus das Recht, im Kiga zu hospitieren. Du darfst dort durchaus auch deinen "Mund aufmachen" und deine Wünsche äußern. Und es ist auch in deiner Hand, dein Kind für einen anderen Kiga anzumelden. Was soll die I-Kraft denn deiner Meinung nach tuen? Die Fortschritte sind meistens nur nach vielen Monaten konstanter Förderung und regelmäßiger (!) Kigabesuche zu sehen.

Was du machen kannst.... es gibt das Persönliche Budget. Du kannst die Leistungen, die das Sozialamt derzeit direkt an den Kiga zahlt, dir auch auszahlen lassen und eigene, andere Fördermöglichkeiten für dein Kind suchen. Wenn dein Kind also in dieser Praxis entsprechend gefördert werden kann und diese Praxis eine Art Spielkreis mit mehreren Kindern hat - also auch eine Gruppenbetreuung anbietet, dann kannst du dieses Geld dafür verwenden. Allerdings denke ich persönlich, dass du eher mal mit dem Kiga deines Sohnes reden solltest und deine Befürchtungen und Wünsche nennst. Wenn die Eltern nicht aktiv mitarbeiten, bringt die ganze Förderung nichts. Dieses Persönliche Budget selbst zu managen ist nicht so einfach. Du trittst dann immer als Arbeitgeber auf und hast auch entsprechende Kosten selber zu tragen. Ist die Höhe erschöpft, mußt du alles aus eigener Tasche zahlen.

Beitrag von kati543 06.01.11 - 09:36 Uhr

Ach ja... was war denn vorher die Diagnose deines Sohnes? Denn eigentlich richtet sich ja so ein Förderplan nicht unbedingt nach einer Diagnose, sondern nach dem, was ein Kind kann bzw. nicht kann. Diagnosen haben die meisten Kinder ja noch nicht einmal und wenn sie das "Glück" haben, doch eine zu besitzen, ist sie meistens nichtssagend. Wenn ein Kind an Trisomie 21 leidet, sagt das noch gar nichts über die notwendigen Förderungen aus.

Beitrag von vonnie28 06.01.11 - 11:05 Uhr

hallo

Also vorher stand nur das er zurück ist aber nicht warum das so ist. Er musste sogar noch ins MRT um zu sehn ob im Kopf was ist.
So die Kinderklinik hat die Diagnose gestellt. Muss aber dazu sagen das er sehr oft krank ist. Ich hatte vorher eine Frühförderung die wirklich super war. Aber seit dem die Heilerzieherin das macht geht es nicht voran.ER WURDE JA NUR I KIND WEIL DIE HEILERZIEHERIN DENN BLEIBEN DURFTE SONST HÄTTE DIE GEHEN MÜSSEN. Drum ärgert mich das ich so blöd war das nicht so zu lassen wie es war. Aber ich werde mal ein Gespräch führen mit der Leiterin und der betreffenden Erzieherin.
Darum glaube ich das es nur um die Erzieherin geht das die sonst ihren Hut nehmen muss. Und das auf Kosten meines Kindes. Übrigens ist die Heilerzieherin selber leicht behindert. Hat ein leichten Sprachfehler usw. Ich finde mein Kind da nicht gut aufgehoben.

Beitrag von kati543 06.01.11 - 13:06 Uhr

Also zunächst einmal hast du einen Antrag auf Eingliederungshilfe ausgefüllt und unterschrieben. So unschuldig bist du also daran nicht. ;-) Dein Sohn wurde I-Kind, weil du es beantragt hast. Der Kiga allein kann das gar nicht beantragen. Ohne deine Unterschrift (und die des Papas) geht gar nichts los. Allerdings ist das mit dem zusätzlichen Geld wirklich ein großes Problem teilweise. Oft liegen dem Kiga die Kinder nicht wirklich am Herzen und sie kümmern sich kaum - das Geld dafür nehmen sie natürlich gern. Es sind schon Fälle bekannt geworden, da wurde von dem zusätzlichen Geld das Dach saniert, anstatt das Kind zu fördern. Daher MUSST du als Mama eines besonderen Kindes immer hinterher sein und immer offen mit allen reden und auch das Recht deines Kindes einfordern. Bei uns wissen alle Beteiligten (Ärzte, Therapeuten, Frühförderstelle, Kiga) immer alles vom Kind. Ich finde diese Offenheit sehr wichtig. Zum einen kann nur so ein Vertrauen entstehen und zum anderen kann dem Kind nur effektiv geholfen werden, wenn alle zusammenarbeiten und nicht jeder sein eigenes Süppchen kocht. Daher gibt es bei uns auch jährlich diese interdisziplinären Fallkonferenzen (= runder Tisch aller Beteiligten + Eltern), wo das nächste Jahr mit Förderung und Co. geplant wird. Unsere Kinder sind nun mal besondere Kinder und zumindest bei meinem Jüngsten wird sich das auch durch sein gesamtes Leben ziehen. Wenn wir mit all der Förderung erreichen können, dass er ein gewisses Maß an Selbstständigkeit erhält und vielleicht in einem geschützten Umfeld später mal arbeiten kann, sind wir zufrieden. Derzeit kann er noch nicht einmal allein essen (er ist 3 Jahre). Vor einem gedeckten Tisch würde er verhungern.
Ja, die Frühförderung VOR der Kigazeit ist anders. Aber denkst du denn, dass deinem Sohn eher geholfen wäre, wenn er die "alte" Frühförderung wieder bekommt und dafür den I-Status im Kiga weg? Auch das geht (natürlich erst im neuen Kiga-Jahr). Aber ansonsten hast du wenig Möglichkeiten. Entweder der Kiga ändert sich von sich aus oder er läßt es bleiben. Aber sage ruhig, was dich stört und ganz wichtig: HOSPITIERE dort. Nur so kannst du erkennen, wie sich dein Sohn im Kiga gibt. Im Kiga verhalten sich Kinder völlig anders, als zu Hause. Vielleicht kann er ja dort sogar schon Sachen, die er zu Hause nicht kann/nicht macht.