Wochenbettdepression VOR der Geburt?

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von haifa 05.01.11 - 22:54 Uhr

Hallo zusammen,


ich stehe, wann auch immer, kurz vor der Entbindung.

Errechneter ET wäre der 27.12. gewesen, der Ultraschall datierte jedoch eine Woche Rückstand, so dass ET eigentlich erst am 3.1. hätte sein sollen.

In den letzten Wochen könnte ich oftmals grundlos heuelen - und weiss nicht, wieso.

Kennt das jemand? Ist das normal? Gibt es solche hormonellen Schwankungen / "depressiven" Phasen vor der Geburt? Sind sie sogar ein Anzeichen dafür, dass die Geburt kurz bevor steht?

Im Prinzip kann ich nicht klagen, ich spüre allerhand "Vorwehen", bin mittlerweile auch krankgeschrieben (und muss nicht bis zum ET arbeiten) - aber dennoch schwankt meine Stimmung für Momente ins Negative - und noch einer halben Stunde oder so legt sich das wieder.

Bin ich normal?

LG
haifa

Beitrag von matsel 06.01.11 - 06:42 Uhr

hallo,
während der endphase in der ss war ich auch ganz nah am wasser. mir liefen oft die tränen einfach aus den augen. ich stand auf dem standpunkt das der körper einfach mal ein ventil braucht - wie richtige depressionen fühlte sich das allerdings nicht an.
ich kann aber verstehen das du im moment zieml. mit den nerven am ende bist. erst hieß es et 27.12, dann 3.1 und da bist du ja jetzt auch schon drüber. och menno - die kleine bauchmaus wird bald kommen, entspann dich noch mal richtig schön. und ja, ich denke solche tränenreichen phasen sind auch in der ss normal.
lg und alles gute für die geburt

Beitrag von hoffnung2011 06.01.11 - 13:26 Uhr

Ich musste mal lachen und wenn du depressiv wärest, wärest du dann nicht normal ?

Hi Haifa,
google doch bischen zum Thema postanatale Depression. Da steht, dass ein sehr großer Prozentsatz der Frauen danach probleme haben. Nur muss halt rechtzeitig erkannt werden, ob es sich um eine Depression handelt oder ,,nur´´ um eine Stimmungsschwankung.

Und genauso ist es in der Endphase der Schwangerschaft, warum muss jede Frau freudestrahlend reagieren ?!?!?

Ich finde nur eins wichtig. Pass bitte bei dir auf, ob es eine Stimmungschwakung ist oder ein ,,Zustand´´. Es ist egal warum, ich hatte aber nach der Geburt eine festgestellte postanatale Depression und das war ein Zustand, wünsche ich keinem. ich ging zum Psychiater, der gab mir Antidepressiva. Jetzt war ich nicht mehr, weil ich denke, dass alles o.k. ist. Ob ich verantwrtungslos handle, wird sich bald zeigen aber bitte glaube mir, hole dir nach der Geburt rechtzeitig Hilfe, wenn es keine Stimmungsschwankung ist/sein sollte.

Ich stand zum damalligen Zeitpunkt bereits mit einer tiefen Hilflosigkeit auf, lag im Bett und wollte hier zu uns auf die Gleise gehen (bildlich). Für meine Umgebung war es ganz blödes Gefühl, meine mutter war da und hat auch geweint. Ich würde es nie wieder einem antun wollen aber du bist mit Sicherheit so tapfer, dass es nur Stimmungschwankung ist und die darfst du doch haben!!!

Ein #klee für dich

Beitrag von ivf2008 07.01.11 - 10:15 Uhr

Ich glaube das ist ganz normal, dass man aufgrund der Anspannung (wann geht die Geburt endlich los?) leichter mal weint. Gerade zum Ende der Schwangerschaft - als ich auch schon über'm Termin war - ist mir das ein paar Mal passiert. Da reichte schon ein Bericht im Fernsehen über irgendeinen Promi, der endlich sein Baby bekommen hatte und ich habe angefangen zu heulen, weil ich es so "ungerecht" fand, dass es bei mir noch nicht losging und andere schon ihr Baby in den Armen halten durften.

Kopf hoch, bald ist es geschafft!