Probleme eines Scheidungskindes !!!

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von voice_of_a_soul 05.01.11 - 23:12 Uhr

Ich habe diesen Text bei kummerkasten gefunden,und könnte nur heulen.

Vielleicht denkt man mal über diese Sch........ Situation nach.

Man ist das Scheiße ohne Vater,man soll als Alleinerziehende Mutter 2 Parteien ersetzen,Arbeiten,Haushalt,und und und irgendwie bin ich persönlich immer unglücklich.Ich weiß das er n Arsch ist,kann das ja aber net so ausdrücken.
Jedenfalls bin ich permanent von mir selbst überfordert,weil ich die ganzen Probleme manchmal gar net alle bewältigen kann. Sry nun zu dem eigentlichen Text.

Probleme eines Scheidungskindes

Hallo Mama, Hallo Papa,

Vergesst nie: ich bin das Kind von euch beiden. Ich habe jetzt zwar ein Elternteil, bei dem ich hauptsächlich wohne und der die meiste Zeit für mich sorgt, aber ich brauche den anderen genauso.

Fragt mich nicht, wen von euch beiden ich lieber mag. Ich habe euch beide gleich lieb. Mach den anderen also nicht schlecht vor mir, denn das tut mir weh.

Helft mir, zu dem Elternteil, bei dem ich nicht ständig bin, Kontakt zu halten. Wählt für mich seine Telefonnummer oder schreibt die Adresse auf einen Briefumschlag.

Helft mir, zu Weihnachten oder zum Geburtstag ein schönes Geschenk für den anderen zu basteln oder zu kaufen. Macht von den neuen Fotos von mir immer einen Abzug für den anderen mit.

Redet miteinander wie erwachsene Menschen, aber redet und benutzt mich nicht als Boten zwischen euch – besonders nicht für Botschaften, die den anderen wütend oder traurig machen.

Seid nicht traurig, wenn ich zum anderen gehe. Der, von dem ich weggehe, soll auch nicht denken, dass ich es in den nächsten Tagen schlecht habe. Am liebsten würde ich ja immer bei euch beiden sein. Aber ich kann mich nicht in zwei Stücke reißen – nur weil ihr unsere Familie auseinander gerissen habt.

Plant nie etwas für die Zeit, die mir mit dem anderen Elternteil gehört. Ein Teil meiner Zeit gehört meiner Mutter und mir, ein Teil gehört meinem Vater und mir. Haltet euch bitte konsequent daran.

Seid nicht enttäuscht oder böse, wenn ich beim anderen bin und mich bei euch nicht melde. Ich habe jetzt zwei Zuhause. Die muss ich gut auseinander halten – sonst kenne ich mich in meinem Leben überhaupt nicht mehr aus.

Gebt mich nicht wie ein Paket vor der Haustür des anderen ab. Bittet den anderen für einen kurzen Moment rein und redet darüber, wie ihr mein schwieriges Leben einfacher machen könnt.
Wenn ich abgeholt oder gebracht werde, gibt es kurze Momente, in denen ich euch beide habe. Zerstört das nicht dadurch, dass ihr euch anödet oder zankt.

Lasst mich vom Kindergarten oder bei Freunden abholen, wenn ihr den Anblick des anderen nicht ertragen könnt.

Streitet euch nicht vor mir. Seid wenigstens so höflich miteinander, wie ihr es zu anderen Menschen seid und wie ihr es auch von mir verlangt.

Erzählt mir nichts von Dingen, die ich noch nicht verstehen kann. Sprecht darüber mit anderen Erwachsenen, aber nicht mit mir.

Lasst mich meine Freunde zu beiden von euch mitbringen. Ich wünsche mir ja, dass sie meine Mutter und meinen Vater kennen und toll finden.

Einigt euch fair übers Geld. Ich möchte nicht, dass einer von euch viel Geld hat und der andere ganz wenig. Es soll euch beiden gut gehen, dass ich es bei euch beiden gleich gemütlich habe.

Versucht nicht mich um die Wette zu verwöhnen. Soviel Schokolade kann ich nämlich gar nicht essen, wie ich euch beide lieb habe.

Sagt mir offen, wenn ihr mal mit dem Geld nicht klarkommt. Für mich ist Zeit ohnehin viel wichtiger als Geld. Von einem lustigen gemeinsamen Spiel habe ich viel mehr als von einem neuen Spielzeug.

Macht nicht immer soviel „Action“ mit mir. Es muss nicht immer was Tolles oder Neues sein, wenn ihr etwas mit mir unternehmt. Am schönsten ist es für mich, wenn wir einfach fröhlich sind, spielen und ein bisschen Ruhe haben.

Lasst möglichst viel in meinem Leben, so wie es vor eurer Trennung war. Das fängt bei meinem Kinderzimmer an und hört auf bei den kleinen Dingen, die ich ganz alleine mit meinem Vater oder meiner Mutter gemacht habe.

Seid lieb zu den anderen Großeltern – auch wenn sie bei eurer Trennung mehr zu ihrem eigenen Kind gehalten haben. Ihr würdet doch auch zu mir halten, wenn es mir schlecht ginge! Ich will nicht auch ohne meine Großeltern verlieren.

Seid fair zu dem neuen Partner, der einen von euch findet oder schon gefunden hat. Mit diesem Menschen muss ich mich ja auch arrangieren. Das kann ich besser, wenn ihr euch nicht gegenseitig eifersüchtig belauert. Es wäre sowieso am besten für mich, wenn ihr beide bald jemanden zum Liebhaben findet. Dann seid ihr nicht mehr so böse aufeinander.

Seid optimistisch. Eure Ehe habt ihr nicht hingekriegt – aber lasst uns wenigstens die Zeit danach gut hinbekommen.

Geht mal meine Bitten an euch durch. Vielleicht redet ihr miteinander darüber. Aber streitet nicht. Benutzt meine Bitten nicht dazu, dem anderen vorzuwerfen, wie schlecht er zu mir ist. Wenn ihr das macht, habt ihr nicht kapiert, wie es mir jetzt geht und was ich brauche, um mich wohler zu fühlen.

Einen lieben Gruß,
euer Kind

/

Beitrag von barebottom 06.01.11 - 06:50 Uhr


Hallo,

diesen Text habe ich bei der Abschlußbesprechung zu einem Kurs zu dem ich meinen Sohn bei der AWO geschickt hatte, bekommen.

Der Kurs nannte sich " Eltern-Trennungsschmerz-Wegkrieg-Kurs" .

LG
#blume

Beitrag von lichtchen67 06.01.11 - 09:55 Uhr

Diese ganzen Dinge waren für meinen Ex-mann und für mich eine selbstverständlichkeit. Wir sind doch weiterhin Eltern, nur nicht mehr als Paar zusammen.

ich finde es immer sehr traurig, dass erwachsene Menschen das so oft nicht können.

Lichtchen

Beitrag von saskia73 06.01.11 - 12:09 Uhr

Das sah ich bisher auch so.

Leider ist es so, dass er den Kindern wohl doch den ein oder anderen Mist über mich erzählt und ich somit keine Lust mehr darauf hab.

LG

Beitrag von blackcelebration 06.01.11 - 15:07 Uhr

hab gerade echt geweint.

Hab seit 27 Jahren damit zu kämpfen, daß meine Eltern einen Rosenkrieg fürhen.

Am liebsten würde ich den Text heute ncoh vorlegen - wäre aber ein wenig zu albern...

Aber: wie wahr er doch ist!!!!!!!!!

Beitrag von krawallschachtel08 06.01.11 - 19:45 Uhr

Wie war der Text doch ist.
Man gut das mein Ex ud ich unsere Streitigkeiten geregelt gekriegt haben.Die ersten Monate waren auch schwierig.Ich mit ihm,er mit mir.
Aber eins haben wir nie vergessen.Wir sind Eltern einer kleinen Tochter die Mutter UND Vater braucht.Und so handhaben wir es heute auch.Wenn wir uns um kleinigkeiten streiten dann immer ohne Kind

Beitrag von jimmytheguitar 06.01.11 - 22:21 Uhr

Irgendwie finde ich den Text schon sehr pathetisch! Aber wenn ich dann meine Nichte betrachte die zur Zeit bei meiner Schwester und meinem Schwager-ihrem Papa (auch gleichzeitig der Bruder meines Freundes) aufwächst, dann denke ich schon der Text entspricht voll und ganz der Wahrheit! Meine Nichte wächst tatsächlich mit zwei verfeindeten Eltern auf und ich finde dies ganz schlimm fürs Kind. Dennoch gehört es ja auch ein Stück zum Leben das nicht immer alles rosig läuft und Eltern sind auch nur Menschen...