RS-Virus Ansteckung

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von angel2110 05.01.11 - 23:54 Uhr

Hallo Zusammen.

Könnte es möglich sein, dass meine Tochter sich angesteckt hat, wenn bei dem anderen Kind noch keine Symptome da waren?

Ich weiß, ihr seid keine Ärzte. Aber vielleicht weiß das wer.
Also... am letzten Donnerstag hatten wir Besuch von meiner Cousine und deren Tochter Marlene. Marlene war da noch gesund, hatte aber möglicherweise den Virus schon. Zwei Tage später hatte sie schon Husten.
Ich habe gelesen dass die Inkubationszeit 3-6 Tage beträgt.
Meine Tochter hustet seit heute. Es hat sich im Laufe des Tages "verschlimmert"
Allerdings muss ich dazu sagen dass auch der Papa und ich seit Sonntag stark erkältet sind.

Ich will auf jeden Fall morgen früh mal beim Kinderarzt anrufen.
Soll ich das mit dem RS-Virus ihrer kleinen Freundin erwähnen oder ist das übertrieben?

Danke für eure Antworten.

Liebe Grüße und gute Nacht.
angel mit einer hustenden, aber schlafenden Isabell

Beitrag von majasophia 06.01.11 - 07:47 Uhr

huhu ich bin kinderkrankenschwester und habe daher von haus aus viel mit rsv zu tun!

also
- rsv werden über tröpfcheninfektion übertragen, es reicht also schon ein bisschen speichel auf den händen, einmal niesen oder husten und schon kann das virus übertragen werden

- natürlich kann man sich das rsv auch sonst überall einfangen, denn im herbst und winter ist es total groß verbreitet und viele kinder haben es

- eigentlich ist es doch auch egal, welchen virus sich deine tochter eingefangen hat, ob das nun rsv oder irgendein anderer virus ist, spielt doch bei der behandlung überhaupt keine rolle

- solange sie einigermaßen fit ist , ist das auch dem kia egal, der wird dir halt den standart hustensaft und vielleicht ncoh ein paar nasentropfen aufschreiben

verstehe deine panik nicht so ganz, denn wie oben schon erwähnt ist das rsv auch nicht schlimmer als andere viren

also bleib ruhig und zum arzt kannste du ja gehen, wenn´s deiner tochter schlechter geht, sie schlecht luft kriegt und arg hustet

gute besserung

Beitrag von angel2110 06.01.11 - 09:04 Uhr

Guten Morgen.

Danke für deine Antwort.
Panik habe ich gar nicht. Ich wollte ja nur wissen, ob ich das beim Kinderarzt erwähnen sollte. Ich habe ja keine Ahnung ob das anders behandelt wird.
Die Kleine meiner Cousine ist knapp am Krankenhausaufenthalt vorbei gerutscht und bekommt Antibiotika.

LG

Beitrag von miau2 06.01.11 - 09:15 Uhr

Hi,
ICH kann deine Sorge durchaus verstehen. Wir hatten RSV, allerdings im jungen Babyalter, und es war richtig schlimm. Vielleicht für eine Krankenschwester, die das täglich (gut ausgehend) sieht nicht so schlimm wie für eine Mutter, die das das erste Mal erlebt.

Und ob es für Kinder unter 1 oder unter 2 Jahren besonders riskant (erhebllich riskanter als stink normale Erkältungsviren) ist - darüber geht bei den Ärzten, die uns behandelt haben die Meinung auseinander.

Wenn du mit deinem hustenden kind zum Abhören gehst kannst du das natürlich ansprechen, warum auch nicht. Entweder macht dein Arzt einen Abstrich, um es auszuschließen, oder eben nicht.

Die Behandlung bei einem Virus ist eigentlich immer eine Bekämpfung der Symptome. Bei RSV bei älteren Kindern (wir können davon ausgehen, dass sowohl unser da 3jähriger Sohn als auch wir Eltern es gleichzeitig mit unserem Baby hatten) kommt es i.d.R. zu einer heftigen Erkältung. Unser Großer hatte - wie auch ansonsten bei Erkältung sehr oft - eine MOE dazubekommen. Es kann auch schnell zu einer Bronchitis kommen, hatte er nicht, auch die MOE ist problemlos abgeheilt.

Entsprechend wird halt behandelt, und da wird es halt keinen Unterschied geben - so lange es eben nicht zu der möglichen Verschlechterung kommt, und je nachdem, welche Symptome oder Sekundärinfekte halt dazu kommen.

Unser Kleiner lag im KH, hat AB bekommen. Aber nur prophylaktisch, es gab keinen bakteriellen Sekundärinfekt. Prophylaktisch deshalb, weil in seinem Zustand ein weiterer Infekt ein echtes Problem geworden wäre (er hatte bereits eine Lungenentzündung). Unser Großer wäre gegen die Erkältung ganz normal behandelt worden, da die MOE aber ziemlich heftig war gabs für ihn auch ein Antibiotikum. Gegen den virus an sich hat das natürlich keine Wirkung.

Bleib entspannt, ich gehe mal davon aus, dass du nicht zu den Eltern gehörst, die seelenruhig daneben stehen bleiben würden wenn es ihren ohnehin schon kranken Kindern schlagartig schlechter gehen würde.

Die Chance, dass es in dem Alter NICHT dazu kommt ist schon ziemlich groß, und wenn - dann sofort zum Arzt gehen, egal, ob Wochenende oder was auch immer.

Erwähnen kann man so etwas natürlich, der Arzt wird schon wissen, was er damit anzufangen hat. Empfindlich würde er vielleicht reagieren, wenn du die Diagnose schon selbst gestellt hast, aber die Frage, ob es möglich wäre das...und wenn ja was.... sollte ja wohl erlaubt sein ;-).

Und es stimmt schon, der Virus geistert gerade in den Wintermonaten überall herum, und gerade bei größeren Kindern und Erwachsenen i.d.R. unerkannt. Holen kann man sich den überall, aber bei einem gerade dem Babyalter entwachsenen Kind wäre ich bei einer bekannten Infektion damit noch etwas vorsichtiger als bei anderen Erkältungen.

Viele Grüße und gute Besserung,
Miau2