Er hatt Angst vor Kindern und bald KIGA

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von mandy007 06.01.11 - 07:52 Uhr

Hallo,

mein Sohn wird jetzt im April 3 Jahre und wir wollen Ihn jetzt in den KIGA tun, das Problem ist nur, der kleine Mann hatt Angst vor anderen Kindern.
Wir wohnen in einem Dorf, er hatt sehr wenig bis keinen Kontakt zu anderen Kinder in seinem Alter,denke das hatt damit sehr viel zu tun.
Jetzt soll er aber bald in den KIGA und ich mache mir schon große sorgen, wie das dann werden soll wenn er Angst vor Kindern hatt.

Legt sich das dann mit der zeit oder wird der KIGA zur Qual für ihn ?
Wer hatt das selbe Problem oder hatte es mal?

Liebe grüße

Beitrag von hoeppy 06.01.11 - 08:11 Uhr

Hallo,

Erfahrungen habe ich damit keine. Aber ich denke egal ob es eine Qual für ihn wird oder nicht, er muss mit anderen Kindern zurecht kommen.
Er kann doch nicht sein ganzes Leben ohne soziale Kontakte zu Kindern in seinem Alter sein.

Geht ihr nie auf Spielplätze?
Wart ihr nie in ner Krabbelgruppe?

Ich finde es sehr seltsam das ein Kind keine Kontakte zu anderen Kindern hat. Gerade wenn man auf dem Land lebt (wir auch) muss man doch als Mutter alles unternehmen damit das Kind unter andere Kinder kommt.

Ich schlage Dir vor jetzt bevor der Kindergarten los geht den Kontakt zu suchen. Geh in Kleinkindgruppen. Notfalls in der nächsten Stadt.

Meine Kinder hatten schon als Baby immer Kontakt zu anderen Kindern. Und sie gehen immer neugierig auf andere Kinder zu.

Egal wie er sich sträubt, geh immer wieder an Orte wo andere kleine Kinder sind damit er sich erst mal an die Situation gewöhnt.

LG Mona

Beitrag von oekomami 06.01.11 - 12:00 Uhr

Hallo,

ich finde es auf dem Land noch einfacher, weil die meisten dort doch Gärten haben und man sich gut treffen kann und Leute eher kennt.

Es musst ja nicht immer sein das sie alle gleich alt sind

Beitrag von hoeppy 06.01.11 - 12:03 Uhr

stimmt.
Ich bin ja auch ein Landei ;-)

und meine Kinder hatten immer Kontakt zu anderen Kindern.

Beitrag von amory 06.01.11 - 08:24 Uhr

Hallo,

er ist drei und hatte fast keinen Kontakt zu anderen Kindern?
Kein Wunder, wenn er sich fürchtet.
Kinder nehmen wenig Rücksicht aufeinander und verhalten sich völlig anders als Erwachsene.
Er muss das dringend lernen und wird das auch.
ich denke seine Angst wird sich schnell legen, wenn er sihc daran gewöhnt hat.
denk bloß nciht drüber nach, ihn länger zuhasue zu lassen deshalb. Kinder lernen unglaublich viel voneinander, vieles im Sozialverhalten können Eltern und andere Erwachsene gar nciht vermitteln.

Erfahrungen damit habe ich selbst keine, meine Tochter ist zwar ein Einzelkind, aber sehr viel mit anderen (größeren und kleineren) Kindern zusammen.
Von daher hatte sie diese probleme nie.

Grüße, Amory



Beitrag von cori0815 06.01.11 - 08:26 Uhr

hi mandy!

Ehrlich gesagt sträuben sich mir gerade die Nackenhaare, als ich deinen Thread lese.

Wie kann es sein, dass er keinen Kontakt zu anderen Kindern hat? Gibt es im Dorf keine anderen Kinder??? Oder geht ihr nie vor die Tür?

Du solltest jetzt jede Möglichkeit wahr nehmen (auch wenn es "Umstände" macht), ihn mit Kindern in Kontakt zu bringen (und damit meine ich NICHT das Smaland bei Ikea).

Erkundige dich, ob der Kindergarten eine Eingewöhnungsgruppe oder Nachmittagsgruppe anbietet. Dort treffen sich oft Eltern, deren Kinder demnächst in den KiGa gehen werden und man kann erste Kontakte knüpfen.

Auch DU solltest Kontakte knüpfen, und zwar mit anderen Eltern. Das scheint ja bisher nicht der Fall zu sein, denn sonst hätte dein Kind Kontakt zu den Kindern dieser Bekannten...

Suche dir notfalls in der nächstgrößeren Stadt in einer Familienbildungsstätte (FaBi) Kinderspielgruppen, melde ihn vielleicht im örtlichen Sportverein an und geh mit ihm zum Kinderturnen, meld ihn in der Musikschule zur musikalischen Früherziehung an oder besuche mit ihm einen Wassergewöhnungskurs im Schwimmbad. Alles, aber auch wirklich alles, wo er mit Kindern in Kontakt kommt, ist nun empfehlenswert. Vielleicht kannst du dabei auch deine Interessen berücksichtigen: wenn du gern schwimmen gehst, ist es sicher für dich interessanter als mit ihm zu einer Turngruppe zu dackeln.

Wenn du sagst, er hat regelrecht Angst vor Kindern, dann fände ich es empfehlenswert, wenn du bei ihm wärst, wenn er es lernt, mit Kindern umzugehen (darum auch nicht das Smaland bei Ikea ;-))

Also: WERDE AKTIV!

Ist er denn eigentlich schon im Kindergarten fest angemeldet und hat eine Zusage für einen Platz? Wenn nicht, solltest du dich dringend darum kümmern.

Lg
cori

Beitrag von fusselchen. 06.01.11 - 10:02 Uhr

hallo,

hmm ich find es schon traurig das er 3 ist und so gut wie keinen kontakt zu andren kindern hat...

auch wenn man auf dem lande wohnt kann man doch einmal in der woche in ne krabbelgruppe gehen oder zum schwimmen, turnen, oder sowas...

ich habe zb nicht viel geld, aber meine kleine war bis sie 3 wurde im turnen und in der musikschule, das kostet ja ne menge.. sie war 6 monate alt und wir gingen in die krabbelgruppe nun ist sie im kiga und es haut zeitlich leider nimmer hin...

pack den kleinen, ein bisschen zeit hast du ja noch und geh mit im schwimmen auf spielplätze, aber am besten erkundige dich wo eine krabbelgruppe ist da kannst du immer schenll rein gehen!!!

lg

Beitrag von rike29 06.01.11 - 10:04 Uhr

Hallo!

Dass dein Sohn Angst vor Kindern hat, muss nicht allein an dem fehlenden Kontakt zu Gleichaltrigen liegen.
Auch meine große Tochter hatte trotz ausreichendem Kontakt zu Gleichaltrigen einige Zeit Angst vor anderen Kindern. Sie war einfach von Anfang an ein eher vorsichtiges, zurückhaltendes und ängstliches Kind. Sie hat außerdem immer wieder schlechte Erfahrungen mit anderen Kindern gemacht, die sie gezwickt, geschubst o.ä. haben. Das ist unter kleinen Kindern natürlich nichts ungewöhnliches, aber nicht jedes Kind steckt das einfach so weg.
Sie kam mit anderthalb zur Tagesmutter und hat dort so gut wie nie mit dem anderen Kind gespielt. Mit dreieinhalb Jahren kam sie in den Kindergarten und hat sich dort auch über ein halbes Jahr eher an die Erzieherinnen gehalten und wenig mit anderen Kindern gespielt.

Irgendwann hat es "Klick" gemacht und sie ist aufgetaut. Die Angst war verschwunden und sie hat nun mit ihren bald 6 Jahren viele gute Freundinnen, ist sehr gut integriert, ist selbstbewusst und gar nicht mehr ängstlich.

Ich möchte damit sagen, dass du deinem Sohn die Zeit geben solltest, die er braucht. Ermögliche ihm aber auch schon vor Kindergarteneintritt Kontakte zu anderen Kindern. Begleite ihn dabei, sei für ihn da und gib ihm Sicherheit. Der Rest kommt von allein!

Liebe Grüße
Ulrike mit Amelie (5 3/4 Jahre) und Hannah (14 Monate)

Beitrag von schnuckimama 06.01.11 - 10:46 Uhr

Hallo!!

Bei meinem Sohn war es auch so und er war IMMER viel unter Kindern (Spielgruppe, täglich Spielplatz, Turnen und zusätzlich Treffen mit anderen Kindern ). Meines Erachtens ist das eben auch eine Typsache. Die Kinderärztin hat mir geraten, immer unter Kinder zu gehen, aber das ergibt sich ja dann im Kiga von selber.

Für meinen Sohn war der Kiga dann in Ordnung, er hat sich eher an den grösseren Kindern orientiert. Er hat auch nie verstanden, wenn die Kinder nicht reden konnten. Er hat dann im Kiga einen Freund gefunden und war wie ausgewechselt. Er ist eben so. Mit seiner kleinen Schwester ist es wesentlich besser geworden. Sie ist übrigens total anders?!

Ich rate Dir, lade auch mal Kinder aus dem Kiga zuhause ein, lass ihm Zeit zur Eingewöhnung (ganz langsam!). Bei der Eingewöhnung lade andere Kinder ein (erstmal eins) mit euch zu spielen oder zu malen und vor allem erklär der Erzieherin, dass er Angst vor anderen Kindern hat. Auch sie soll anregen, dass andere Kinder einbezogen werden. Vielleicht fällt ihr ja auch auf, welches Kind dein Sohn toll findet.

LG

Schnuckimama

Beitrag von biene21083 06.01.11 - 11:25 Uhr

Hallo,

ich hab dir ja schon per PN geschrieben, aber ich möchte hier mal öffentlich schreiben.

Wenn man kein Kind hat, was solche Ängste hat, kann man schlecht ein Urteil drüber bilden. Nirgends steht geschrieben, dass du den Kontakt zu kindern nicht versucht hattest.

Lenya hat 2 grosse Geschwister, 6 Cousins/Cousinen, meine Freunde haben kleine Kinder. Dennoch hat Lenya extreme Angst vor anderen Kindern, Erwachsene und lauten Geräusche.

Ich war in Spielgruppen, aber sie hat da nur geweint. Herzzerreissend geweint. So hab ich es dann sein gelassen.

Und sie geht jetz seit August in den Kindergarten, spielt aber nicht mit anderen Kinder. Die Erzieherinnen sagen mir aber immer, dass Lenya keinen traurigen Eindruck macht und nicht still irgendwo sitzt. Das beruhigt mich sehr. Wäre das nämlich nicht der Fall hätte ich sie wieder rausgeholt und dann wäre sie mit 4 in den Kindergarten gekommen.

Meine Schwester war so ein Kind. Sie fühlte sich im Kindergarten nicht wohl, saß nur am Tisch, war traurig. Mit 6 war sie jahrelang bei einer Psychologin.

Kontakt zu anderen Kindern ist sehr sehr wichtig, aber ich finde, man muss auch auf das Kind eingehen. Es bringt nichts, wenn das Kind nur Ängsten ausgesetzt wird. Es soll aber nicht heißen, dass man mit dem Kind nur zu Hause bleiben soll ;)

So und den Rest schreib ich dir weiter per PN.

Lg Maja

Beitrag von malkasten 06.01.11 - 11:52 Uhr

Huhu

Ich habe bzw hatte so einen Fall in der Familie. Mein Neffe war genau wie dein Sohn. Ängstlich, spielte nicht mit anderen Kindern und weinte wenn es ein bisschen lauter wurde. Meine Stiefschwester war am verzweifeln. Sie besuchte Krabbelgruppen/Turnstunden/traf sich mit Freunden und anderen Kindern- nichts.

Der kleine wurde im Augst 3 Jahre alt und sie hatte riesen Horror vor dem Kindergartenstart.
Wir/Sie haben folgendes gemacht:
Meine Stiefschwester betreut 2x in der Woche nachmittags für eine Stunde meinen Sohn, holt ihn aus dem KIGA ab, nimmt ihn mit nach Hause bis ich von der Arbeit komme. Ihr Sohn kam damit am Anfang nicht klar, aber nach ein paar Wochen machte es "klick" und er fing an mit Magnus zu spielen.
Bis August hatte er sich zumindest an Magnus gewöhnt und löste sich auch mehr von der Mutter.
Die Kindergarteneingewöhnung war die ersten Tage etwas anstrengend, aber ab der 2. Woche war es wohl recht unproblematisch.
Und heute?

ich nehme meinen Neffen komplett anders war. Er spielt mit anderen Kindern, geht gerne in den Kindergarten und sieht meinen Magnus schon als großen Bruder an. Eine totale Wandlung:-)

Ich denke, die 1. Tage werden nicht leicht werden, aber DU bist ja bei der Eingewöhnung mit dabei. MAch dir selbst keinen Stress, denn das merken die Zwerge recht schnell..
Auch mein Sohn hatte die ersten 3 Wochen große Angst im Kindergarten ( er ist bzw war mit 3 Jahren ein großes Sensibelchen). Und heute?? Fragt er um 17 Uhr,warum er denn schon nach Hause muss ;-)

LG

Jenny

Beitrag von bruchetta 06.01.11 - 11:59 Uhr

Ich habe eine 6-jährige Tochter, mit der es beim Thema Kindergarten immer noch schwierig ist und kann Dir nur raten, ihn NICHT von heut auf morgen täglich in einen Kindergarten mit 20 Kindern zu bringen, sondern ihn 2 x wöchentlich in einer Kleinkindgruppe (da war meine Tochter mit 2 jahren auch) unterzubringen.
Mit dem täglichen Kindergarten würde ich noch ein Jahr warten.
Weiterhin suche Kontakte für Euch zu anderen Kindern (Müttern), geht mal ins Schwimmbad usw.

Beitrag von clementine80 06.01.11 - 13:49 Uhr

Hallo!

Auch hier kann ich wieder nur den anderen Müttern sagen: Kinder sind verschieden!
Meine Tochter (im Nov. 3 geworden) hat/hatte auch Angst vor anderen Kindern...wir haben auch nicht von Anfang an sooo viel Kontakt zu Kindern wie andere, waren aber einmal in der Woche beim Turnen und einmal die Woche in der Krabbelgruppe. Auch schon bei einem Musikkurs usw... trotzdem hat sich das einfach nicht gelegt... mit Babys und kleineren Kindern (also so um die 2 Jahre) kann sie immer noch nichts anfangen bzw. hat teilweise echt Angst.
Aber seit sie in den Kindergarten geht hat sie mit den Gleichaltrigen zumindest keine Probleme mehr (mit den größeren eh nicht) und wenn ich nicht dabei bin ist eh alles besser.
Ich kam ein paar Mal in den Kindergarten und "erwischte" sie mit einem gleichaltrigen Mädchen - im Sommer noch hätte ich es mir nicht träumen lassen. Sie liebt zwar nach wie vor die großen Mädels, aber mit den Kleinen geht es jetzt auch und selbst mit Jungs redet sie inzwischen; auch wenn sie fast täglich sagt dass sie keine Jungs mag.
Im Kindergarten hat es sich echt zum positiven gewendet!

LG

Beitrag von pollerkermit 06.01.11 - 13:59 Uhr

Ich kenne das von unserer Großen!

Obwohl ich alle Krabbelgruppen/Kinderturnen wahrgenommen habe, hatte sie immer Probleme mit Kindern, Erwachsene waren ihr einfach immer viel lieber.

Vor dem Kindergarten hatten wir das Glück, einen Platz in einer Spielgruppe zu bekommen. Hier wurden max. 8 Kinder von zwei Erziehern an drei Vormittagen in der Woche betreut. Also ein sehr geschützter Rahmen. Sie hat sich schwer getan, aber wir haben es durchgezogen.
Nach einem Jahr ist sie dann in den KiGa gekommen und hat auch schnell eine beste Freundin gefunden. Die beiden sind unzertrennlich und mit den andern Kindern klappt es jetzt auch...wobei sie immer ncoh eine Aufwärmphase braucht.

Ich glaube, wenn es die Spielgruppe nicht gegeben hätte, wäre es für sie im KiGa sehr schwer geworden.
LG
Doro

Beitrag von romilly 09.01.11 - 20:44 Uhr

Hallo,

bei uns war es so aehnlich. Kurz vor dem ersten Geburtstag sind wir in eine andere Stadt gezogen und hatten dann auch wenig Kontakt zu anderen Kindern. Mein Kleiner hatte dann im Sommer (2 Jahre) auch Angst vor anderen Kindern und ist immer gefluechtet. Vor dem KiGa-Start hatte ich auch Bammel. Aber mit einer sehr liebevollen Erzieherin war das von Anfang an kein Problem. Jetzt kann er sich auch schon gegen ältere Kinder durchsetzen. Kopf hoch, das wird schon.

LG
Romilly