keine lohnfortzahlung bei Krankheit???

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Beitrag von biggi23 06.01.11 - 09:00 Uhr

Hallo zusammen

ich hab ein kleines problem und zwar habe ich im oktober einen 400€ job angenommen. mir wurde schon bei vertragsabschluss gesagt das die krankheitstage nicht bezahlt werden. an für sich kein problem da es nur 2 std. pro tag sind und da kann man auch mal mit einer erkältung hin gehen. dachte ich zumindestens.

leider hatte ich letzte woche einen arbeitsunfall bzw. wegeunfall.
bin auf dem nachhause weg von einem auto angefahren worde.
heute kam endlich mein gehalt leider fehlt mir genau das geld für die 3 tage wo ich krank geschrieben war.

ist das so rechtens. eigentlich müsste doch die Berufsgenossenschaft einspringen oder???
Wer kennt sich aus und kann helfen?
lg biggi

Beitrag von kati543 06.01.11 - 09:15 Uhr

Ist der Unfall denn als Arbeitsunfall gemeldet wurden?

Beitrag von biggi23 06.01.11 - 15:08 Uhr

ja natürlich. ich war beim unfallarzt und habe es so angegeben. auch bei der polizei und bei meiner firma.

dagegen vorgehen kann ich bestimmt nich da die probezeit 6 monate beträgt und die läuft erst ende märz aus. wenn ich jetzt was mache bekomme ich bestimmt die kündigung :-(
nur leider bin ich auf das geld angewiesen.

lg biggi

Beitrag von manavgat 06.01.11 - 09:17 Uhr

Es ist illegal, die Lohnfortzahlung zu verweigern. Somit ist es auch egal, was hierzu im Vertrag steht.

Fordere das Geld freundlich nach und unterstelle mal, dass es sich um ein Versehen handelt.

Gruß

Manavgat

Beitrag von catch-up 06.01.11 - 09:36 Uhr

Also, ich arbeite bei der Berufsgenossenschaft und kann dir deshalb sagen: Dein AG muss zahlen!

Es war mal so, dass geringfügig Beschäftigte keinen Anspruch auf Entgeltfortzahlung hatten. Irgendein kluger Mensch hat aber dagegen geklagt und Recht bekommen. Zur Entgeltfortzahlung gibt es ein Urteil (musst mal im Internet suchen).

Wenn dein AG nicht zahlt, ruf bitte sofort bei deiner Berufsgenossenschaft an. Die zahlen dann die drei Tage Verletztengeld (kann allerdings ein paar Tage dauern, weil sie beim Arbeitgeber die Daten ermitteln muss).

Die BG fordert dann das VG von deinem Arbeitgeber zurück. Du musst dann eben gucken, ob dir die 80% Verletztengeld reichen, oder ob du die Differenz von 20% noch von deinem AG forderst.

Im Übrigen haben die BG´n aber auch gute Aufforderungsschreiben zur Lohnfortzahlung!

Viel Glück!

Beitrag von hippogreif 06.01.11 - 09:37 Uhr

Nein, die Berufsgenossenschaft hat mit der Entgeltfortzahlung hier nichts zu tun. Das ist Aufgabe Deines Arbeitgebers. Dieser ist gesetzlich verpflichtet, Dir Entgeltfortzahlung zu leisten.
Ist ja witzig, dass er das mündlich oder vertraglich bei Dir ausschließen will, nur funktioniert das "leider" nicht. Er kann das Entgeltfortzahlungsgesetz nicht umgehen.
Die einzige Einschränkung sind die ersten 4 Wochen eines Arbeitsverhältnisses, aber da bist Du ja wahrscheinlich schon drüber hinaus.
Also: mache die Personalabteilung nett auf das "Versehen" aufmerksam. Notfalls könntest Du das Geld auch arbeitsrechtlich einklagen.
Das Problem: Du bist noch in der Probezeit, hast also noch keinen Kündigungsschutz. Ich vermute mal: wenn Du Dich wehrst, dann bekommst Du die Krankheitstage nachgezahlt, verlierst aber wohl Deinen Job.

Beitrag von xxtanja18xx 06.01.11 - 10:03 Uhr

Also unsere Aushilfen, bekommen NUR die Tage bezahlt, die sie auch Arbeiten....Wusste garnicht, das sie im Krankheitsfall ihre Krankmeldungen abgeben können und Geld bekommen...

Sie haben ja auch keinen Urlaub, wenn sie Weg sind in den Semsterfereien, bekommen sie es einfach nicht bezahlt.

Beitrag von windsbraut69 06.01.11 - 10:27 Uhr

Ja und?
Das ist ein weiteres Negativbeispiel aber hilft ihr doch nicht weiter :)

Beitrag von xxtanja18xx 06.01.11 - 17:35 Uhr

**Ja und?**

Na ich hab mal meinen Senf dazu geschrieben ;-)

Beitrag von catch-up 06.01.11 - 13:06 Uhr

Ja das ist sehr verbreitet, weil es keiner besser weiß! Es wird ja auch nicht weitergetragen! Ich mein, es geht zwar nicht um viel Geld, aber Kleinvieh macht eben auch Mist!

Ein Minijob ist ein ganz normales Arbeitsverhältnis! Da gibts rechtlich keinen Unterschied zu sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen!

Beitrag von balu.88 06.01.11 - 15:19 Uhr

Also ich abreite auf 325 euro is ja fast das gleich.
und bei uns gibt es die lohnfortzahlung.