Nachbarin beschuldigt uns zu Unrecht

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von cupcake 06.01.11 - 10:10 Uhr

Wir wohnen jetzt seit 14 Monaten in einem Neubau mit 8 Parteien. Die ersten paar Wochen war es ein sehr ruhiges und angenehmes Wohnen. Nach etwa 2 Monaten fing der Nachbar über uns an, jeden morgen ab 4:30 Uhr laut Radio zu hören und dabei im Takt auf dem Boden rumzustampfen. Abends ab 20 Uhr wurden ständig Möbel durch die Gegend gerückt (so hörte es sich zumindest an). Da wir keinen Streit verursachen wollten, haben wir den Lärm hingenommen, obwohl wir oft Zustände bekommen haben, da wir zwei kleine Kinder haben, die durch den Lärm abends und nachts ständig wach wurden. Ende Dezember ist der Nachbar über uns ausgezogen.

Als ich gestern mit meinen zwei Töchtern vor unserer Wohnungstür stand und auf den Aufzug wartete, kam aufeinmal die Nachbarin, die unter uns wohnt, von oben die Treppe herunter. Sie fing ihr Gespräch mit mir damit an, dass ihre Mutter jetzt über uns eingezogen sei und sie mich deshalb endlich auf die Lärmbelästigung ansprechen würde. Seitdem wir hier eingezogen seien (alleine schon dieser Satz ist total absurd, weil alle Mieter im selben Monat eingezogen sind), wäre die Lärmbelästigung unerträglich. Meine Kinder (die Große ist 3 Jahre alt, die Kleine 8 Monate) würden angeblich bis 1 oder 2 Uhr morgens wach sein und im Kinderzimmer durch die Gegend hüpfen, weshalb ihr Sohn (14 Jahre alt) nicht schlafen könne. Auch würden wir Möbel rücken und fast wöchentlich
bohren und hämmern. Desweiteren würde sie aus unserem Wohnzimmer abends laute Musik hören.

Ich wusste erstmal garnicht, was ich sagen soll. Mein Mann und ich laufen seit der Geburt unserer kleinen Tochter fast nur noch auf Zehenspitzen durch die Gegend, da sie sehr unruhig schläft. Sie geht abends um 18 Uhr ins Bett, unsere große Tochter zwischen 18:45 und 19:00. Von da an sind wir absolut still.
Meist arbeitet mein Mann noch am PC und ich gucke Fernsehen (mit Kopfhörern) oder lese ein Buch.

Als ich der Nachbarin dies alles schilderte, wimmelt sie nur ab und meinte, ich könne mich da nicht rausreden, sie würde die Geräusche genau zuordnen können und sie kämen aus meiner Wohnung. Alles was ich dagegen sagte, wimmelte sie ab. Sie erzählte mir dann auch, dass der arme Mann, der vorher über uns gewohnt hat, nur wegen uns ausgezogen sei und er dies auch der Hausverwaltung mitgeteilt habe. Sie selber würde jetzt auch ein Schreiben an die Hausverwaltung aufsetzten und zur Not auch Unterschriften sammeln, damit uns gekündigt wird.
Wie verhalte ich mich jetzt. Mein Mann ist eher ein friedlicher Typ, aber ich bin momentan einfach nur wütend über solche Lügen, die über uns verbreitet werden. Ich selber nehme ja auch Geräusche aus dem Haus wahr und das Gerücke von Stühlen nervt mich auch, aber ich lasse doch nicht zu, dass jetzt alles mir angehängt wird.
Das Schlimme ist, dass man mit der Frau absolut nicht reden kann. Sie wurde nur laut und keifte rum. Als ich sie darauf hinwies, dass es nicht möglich sei, in unserer Wohnung Stühle zu rücken, die dadurch über den Boden quietschen, da wir in allen Wohnräumen Teppich haben, hörte sie garnicht hin.

Ich weiss, man könnte jetzt sagen, ich soll sie einfach reden lassen, aber ich werde hier nun mal zu Unrecht beschuldigt und kann damit nicht besonders gut oder gelassen umgehen, wie andere. Das Schlimmste ist, dass wirklich nichts von dem, was sie sagt zutrifft. Alleine schon so Sätze wie 'Ich weiss ja nicht, was für chaotische Verhältnisse bei Ihnen herrschen. Wie kann man seine kleine Kinder so lange wach bleiben lassen.' Was die gute Frau da macht ist ja nun mal 'Üble Nachrede' oder sogar 'Verleumdung' ,falls sie mich bewusst zu Unrecht beschuldigt. Wenn sie es bei dem Gespräch belassen würde, könnte ich ja noch damit leben, aber wenn sie jetzt anfängt Briefe aufzusetzen und Unterschriften zu sammeln, geht das ganze ja noch einen Schritt weiter.

Beitrag von tigerbaby1976 06.01.11 - 10:30 Uhr

Hallo!
Ist es denn immer noch laut bei Euch?
Dann lade doch mal abends eine nette Nachbarin ein und die kann dann bezeugen, dass der Krach nicht von Euch ausgeht, sondern woanders herkommt.
Wir hatten auch eine nette Nachbarin. Die hat uns das Leben schwer gemacht, bis wir dann ausgezogen sind. Alleine wenn ich sie sehen mußte hatte ich schon Stress. Am Anfang merkte ich richtig, wie mein Herz raste. Hinterher habe ich sie behandelt, als kenne ich sie nicht.
LG

Beitrag von cupcake 06.01.11 - 11:10 Uhr

Ja es ist immernoch laut. Das Problem ist nur, dass ja nicht ständig bzw über mehrere Minuten Lärm herrscht. Mal wird hier was geschoben, mal da, dann ist es wieder für 20 Minuten ruhig. Wenn jetzt ständig Lärm wäre, könnte ich unsere Nachbarin ja zu uns hoch bitten, aber so bringt es nichts.

Beitrag von tigerbaby1976 06.01.11 - 16:45 Uhr

mmh,
dann ist es doof. Vielleicht könnt Ihr dann beim nächsten Mal zu der Nachbarin gehen. Wenn Ihr bei ihr vor der Türe steht könnt Ihr ja schlecht gleichzeitig Möbel rücken. Mit der Musik ist natürlich doof. Die Anlage könntet Ihr ja aufgedreht haben, während Ihr unten steht. Vielleicht funktioniert es so?
Sonst habe ich leider auch keinen Tip.
Oder Ihr müßt mal "lauchen" gehen, wenn es laut ist. Dann könnt Ihr sicher rausfinden von wo es kommt und der netten Dame einen Tip geben.
Wir wohnten in einem Zweifamilienhaus. Wir hörten ständig den Fernseher von unten. Das ging soweit, dass selbst die Leute im gegenüberliegenden Haus das hören konnten... Und wer war der Dumme teilweise: Wir, weil wir kein Verständnis für eine arme alte Dame hatten! Hatten wir auch nicht, denn immer wenn ihr was gegen den Strich ging hat sie die Glotze nochmal extra laut gemacht.
Manche Leute wollen wohl den Streit und ohne geht es nicht. Schade.
Dann mal gute Nerven.

Beitrag von heike011279 06.01.11 - 10:32 Uhr

Hallo,
ich kann Deine Wut absolut nachvollziehen.
Und am Wütendsten wäre ich wohl über die Tatsache, dass sie Dich nicht mal richtig hat zu Wort kommen lassen.
Ich würde abwarten, ob sie wirklich Briefe verfasst und Unterschriften sammelt. Wenn das so ist, dann würde ich mich auch schriftlich an den Vermieter wenden und eben ihm alles so schildern, wie Dus hier auch getan hast. Dass Du eben Teppichboden in allen Räumen liegen hast usw. usw. .
Ich denke, damit wird sich die Situation relativ schnell entschärfen.

Versuch trotz allem, jetzt ruhig zu bleiben. Denn alles was Du nun direkt mit ihr versuchen wirst zu klären, könnte eskalieren und würde wohl nur unnötig als Provokation verstanden werden.

Manche Menschen sind auf Streit aus...das kann man nicht ändern.

Viel Glück wünsche ich Dir.

Gruß
Heike

Beitrag von nadeschka 06.01.11 - 14:28 Uhr

Hi Cupcake,

oh je, das hört sich übel an! Selbst nur beim Lesen kriege ich schon einen Krampf im Bauch über das ungerechte Verhalten dieser Frau!

Ich kann das gut nachempfinden, wie sehr du dich ärgerst und es ist ja besonders schlimm, weil du scheinbar gar keine Gelegenheit bekommst, dich zu rechtfertigen und klar zu stellen, dass sie Unrecht hat. Denn das will sie einfach gar nicht wahrhaben.

Ich wünsche dir starke Nerven und hoffe, die Situation lässt sich klären.

LG
#winke

Beitrag von birkae 06.01.11 - 15:03 Uhr

Verstehe ich das richtig, es ist JEDEN Abend zwischendurch immer mal wieder "Unruhe" aus dem Haus zu hören?

Mein Tipp: versuche freundlich zu sein und deine Nachbarin davon zu überzeugen, dass ihr euch beim letzten Mal beide scheinbar auf dem falschen Fuß erwischt habt. Du dich deshalb unwohl fühlst und das ganze aus der Welt schaffen möchtest.
Lade sie einen Abend mal zu euch ein. Welcher Abend ist ja egal, wenn bei euch im Haus sowieso jeden Abend zwischendurch die Geräusche zu hören sind. Dabei kann sie dann erstens sehen, dass ihr Teppiche habt, dass deine Kinder Abends schlafen (wenn sie regulär Abends wach wären, würden sie nicht plötzlich auf Befehl durchschlafen können) und zweitens, die Geräusche sich bei euch genauso anhören, wie in ihrer Wohnung.

Der Fairnesshalber sollte sie euch einen Abend opfern. Vielleicht bei einem schönen Fernsehfilm. Und vielleicht könnt ihr euch ja doch näher kommen und es entwickelt sich eine vernünftige Nachbarschaftliche Beziehung zwischen euch.

Du denkst, der früherer "Obernachbar" hat viele Geräusche gemacht. Vielleicht irrst du dich genauso, wie deine Nachbarin bei dir. Und der "Obernachbar" dachte ebenfalls, die Geräusche kämen von euch. So denkt jeder, der andere war es...

Lg
Birgit

Beitrag von cupcake 06.01.11 - 17:12 Uhr

Was unsere Nachbarin angeht, werde ich noch einmal versuchen, ein ruhiges Gespräch zu führen, falls das aber überhaupt nichts nützt, werde ich mich nicht mehr bemühen.

Der Nachbar, der vorher über uns gewohnt hat, hat morgens auf jeden Fall laut Radio gehört. Stand ja schon ein paar mal oben an seiner Tür und die Musik kam wirklich aus seiner Wohnung. Das Gerücke der Stühle konnte ich von Anfang an nicht zuordnen, da unser Haus wirklich sehr hellhörig ist. Wenn jemand spät noch in die Waschküche oder in den Keller geht und unten die feuerfesten Türen zuknallen, sitzt man jedes Mal aufrecht im Bett.

Beitrag von birkae 06.01.11 - 17:17 Uhr

Mal ehrlich, kann man denn glücklich sein, in solch einem hellhörigen Haus?

Beitrag von cupcake 06.01.11 - 17:45 Uhr

Nein, kann man nicht. Ich bin auch schon seit Monaten auf der Suche nach einer 4 Zimmer Wohnung, die wir uns leisten können und die in einem guten Stadtteil liegt, aber leider gibt es da nicht sehr viele Angebote.

Beitrag von mm1902 06.01.11 - 15:04 Uhr

Hallo!

Oh, das kenne ich nur zu gut... #aerger

Wir sind damals auch in ein 8 Parteienhaus gezogen und hatten von Anfang an Ärger mit einer Familie dort.

Sie beschwerten sich auch bei der Hausverwaltung über uns - angebl. würden unsere Kinder bis nachts Lärm machen und die Türen laut zuknallen usw.
Für alles bekamen wir die Schuld zugeschoben und erhielten dauernd Briefe von der Wohnungsgesellschaft.

Habe dann denen 4 Seiten lang zurück geschrieben und alles erklärt bzw. mich selbst über diese Familie beschwert (da gab es nämlich einiges!).
Auch schrieb ich, dass wenn man uns weiterhin bedroht und zu Unrecht verleumdet, ich mich an den Mieterverein oder einen Anwalt wende!

Du musst selbst aktiv werden, sonst wird das immer schlimmer!

Sage deiner Nachbarin, dass sie dich in Ruhe lassen soll mit ihren Behauptungen, sonst würde sie von deinem Anwalt hören!

LG, m. (die vor 2 J. endlich aus diesem Horrorhaus gezogen ist!)

Beitrag von julimausi1983 06.01.11 - 22:38 Uhr

Hallo,

bin mit meinem damals Freund jetzt Ex-Freund umgezogen (09/2007).
In dem Haus damals gab es schon Stress und hier fängt der Mist auch schon an. Aber nun ist das Haus nicht mehr so hellhörig, wie das, wo wir vorher wohnten.

Damals hab ich mich noch sehr aufgeregt, wenn die Nachbarn was an uns auszusetzen hatten. Jetzt tue ich das nicht mehr.

Alte Wohnung/Hausgemeinschaft:
Ging alles hin und her. Vermietergesellschaft bekam immer Anrufe von uns und von den Nachbarn (Gegenseitige Beschwerden). Ging bis zu Körperverletzung. Bis dann mal gesagt wurde: Wir setzen alle Mieter zusammen (wurden namentlich aufgeführt, wer anwesend war).
Hieß dann, wir suchen gemeinsam nach einer Lösung und setzen uns dann nen Monat oder 2 Monate später nochmal zusammen.
1. Gespräch war mein Freund und ich da + die Hälfte der anderen Mieter.
2. Gespräch hatten die anderen wohl keine Lust mehr, weil der Oberboss der Vermietergesellschaft sich das nun auch anhören wollte. Da saßen dann die paar Personen von Vermietergesellschaft und wir 2 - die anderen sind einfach nicht gekommen. Na, da war klar, wem die nun glauben und schützen.

Und zum Thema nachts und Lärm. Da würde ich mich nicht mehr ärgern.
Hab es damals ganz gut gelöst. Anfangs habe ich mich versucht gegenüber den Nachbarn zu rechtfertigen (wenn ich nicht da war, immer erklärt: ich war gar nicht zu Hause usw.).
Am Ende hab ich nur -> le.. mi.. doch am Ar... <- gedacht und sagte nurnoch: Jetzt hören Sie mir bitte einmal zu. Wenn wir nachts wirklich so laut sind, wie sie sagen, dann rufen Sie die Polizei. (und bin dann gegangen).
Naja, was soll ich sagen:
Die Nachbarn haben dann wirklich die Polizei gerufen, die sind ausgerückt und nach paar Minuten hat man die wegfahren sehen. Einmal standen wir an unserer Wohnungstür (als wir sahen, die Polizei kommt wieder angefahren - mit Blaulicht -) und hörten noch, wie der Nachbar sagte: Bis vor 2 Minuten war noch ganz laut Musik zu hören. So geht das nicht.
Die Polizei sagte dann nur:
Fakt ist, wir hören hier keine laute Musik. Und wenn Sie nochmal anrufen und das stimmt nicht, dann bekommen Sie noch mehr Ärger.
Nächsten Tag gingen wir breitgrinsend am Nachbarn vorbei.

Ich denke nicht, dass sie euch einfach so kündigen können nur weil die Nachbarn nen bitterbösen Brief schreiben.
Die werden wohl eher dich noch zur Rede stellen und du kannst was dazu sagen.

Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen....

LG

Beitrag von julimausi1983 06.01.11 - 23:42 Uhr

Achso,

jetzt in der neuen Wohnung ist es mit den Nachbarn ja auch nicht viel besser.
Hab Angst, dass der Mist schon wieder losgeht, aber naja, muss ich nun auch durch.

Alleine schon, weil wir nicht arbeiten gehen und leider von Hartz 4 leben heisst es (haben Gespräch im Hausflur von Nachbarn gehört); dass wir faul UND asozial sind - da mein Ex Freund eh runter zum Auto wollte, hat er da im Vorbeigehen mal ein paar Takte zu gesagt.
War der lästernden Nachbarin aber peinlich.

So und da es auch hieß wir würden Keller nicht fegen weil wir so faul sind, mach ich das nun auch nicht so gründlich. Machen = ja - aber nicht so gründlich.

Naja, hab nen 1,- Euro Job und hab da mal meine Arbeitskollegen gefragt, ob ich wirklich soooo faul bin. Waren sehr erstaunt über diese Aussage. Leider ist mein Jahr bald rum.

Bis jetzt denke ich, dass es in jedem Haus so Hausdrachen gibt.

LG