Tod

Archiv des urbia-Forums Erziehung.

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von zanadu01 06.01.11 - 10:24 Uhr

Hallo, mein Sohn (8) kann zur Zeit sehr schlecht einschlafen und hat Alpträume. Er träumt dann das er in ein blaues Licht geht.
Er beschäftig sich viel mit dem Tod, sein Opa hat Pick demenz und stirb auf raten , außerdem worde sein lieblings Pferd eingeschläfert. Den Unfall und den Tod des Pferdes hat er zum Glück nicht miterlebt.
Ich versuche ihm zu helfen , allerdings suche ich noch gute Bücher oder Tips zum Umgang mit dem Tod/ Angst zu sterben.

Beitrag von marion2 06.01.11 - 10:27 Uhr

Hallo,

wo hat dein Sohn denn den Quatsch mit dem Licht her? Sieht er etwa gruselige Serien im TV?

http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=%C5M%C5Z%D5%D1&url=search-alias%3Dstripbooks&field-keywords=tod+kind&x=0&y=0

Gruß Marion

Beitrag von zanadu01 08.01.11 - 15:42 Uhr

Hallo, das mit dem Licht würde ich auch gerne wissen. Ich kann mir keinen Film vorstellen in dem soetwas vorkommt. Grusselfilme gib es bei uns nicht, zur Ziet eigendlich nur Ferby und Ferb.( Oder so ähnlich).

Beitrag von mirja 06.01.11 - 11:46 Uhr

Tabuthema Trauerarbei von Margit Franz. Darin findest du alles, was du brauchst.

Lg

Beitrag von anja1968bonn 06.01.11 - 12:36 Uhr

Unter

http://www.kinderbuch-couch.de/kinderbuecher-nach-themen-tod-und-trauer.html

findest du eine ganze Reihe von Buchtipps, auch für schon etwas ältere Kinder. Wir haben eines, bei dem im Titel "Engel" vorkommt und es um den Tod des Großvaters geht, das konnte ich jetzt aber leider nicht finden, aber es war sehr tröstlich.

Versuche, Dir soviel Zeit wie möglich für ihn zu nehmen und auch selbst, soweit Du das kannst, über Deinen Umgang mit dem Tod zu sprechen. Für meinen Sohn (8) ist es so, dass der Tod zum Leben dazugehört, weil wir offen mit dem Thema umgehen; natürlich war er aber, als sein Großvater vor 1,5 Jahren starb, auch lange Zeit sehr traurig und brauchte, wie wir alle, einige Zeit, bis er damit umgehen konnte.

Euch alles Gute

Anja

Beitrag von fbl772 06.01.11 - 14:03 Uhr

Hallo,

bei einem so ernsten und sensiblen Thema würde ich auf keinen Fall auf Literatur zurückgreifen, sondern mich an einen Kinderpsychologen wenden. Nur hier bekommst du Beratung oder dein Sohn die professionelle Hilfe die er wirklich benötigt.

Meine kleine Nichte hat eine schwere Depression entwickelt, deren Ursache der Tod ihres Lieblingspferdes in der frühen Pubertät war. Das war ein schleichender Prozess - leider gingen die Eltern viel zu spät mit ihr zu einem Spezialisten.

LG
B

Beitrag von dominiksmami 07.01.11 - 14:16 Uhr

Hallo,

ich denke das wäre mit Kanonen auf Spatzen geschossen.

Der Tod ist kein so schlimmes Thema wie gerne angenommen wird, man muß es nur vernünftig vermitteln und das Thema vor allen Dingen nicht zum Tabu machen.

Sollte sich mit einem guten Buch und der entsprechenden Zeit keine Änderung einstellen kann man zum Arzt.

lg

Andrea

Beitrag von fbl772 07.01.11 - 15:47 Uhr

Hallo Andrea,

ein Gespräch mit einem Kinderpsychologen ist keinesfalls Quatsch finde ich. Er wird sicher kompetent genug sein, um der "Mama den Kopf zu waschen" oder aber den Bedarf zur Vorstellung des Kindes feststellen.

Wie geschrieben, wir haben da eine gewisse Erfahrung bei uns in der Familie gemacht.
Ansonsten rufen wir doch wegen allem Möglichen den Kia an ...

VG
B

Beitrag von dominiksmami 07.01.11 - 17:33 Uhr

Hallo,

ich habe in keiner Silbe behauptet das dieses Gespräch Quatsch wäre, oder?

Ich denke einzig und allein das da im Prinzip auch nicht zu vorschnell gehandelt werden sollte was den Besuch beim Psychologen angeht.

Was suggeriert man einem Kind denn damit? Mama kann nicht über ein vollkommen normales Thema reden...also gehst du zum Arzt?

Nein ich denke vielmehr das sie erstmal in offenen Gesprächen und durchaus auch mit Hilfe passender Literatur versuchen sollte ihrem Sohn einen natürlichen Umgang mit dem Thema Tod zu ermögliche.

Dabei merkt sie auch schnell ob wirklich Hilfe von Nöten ist oder nicht.

Wozu der Mutter den Kopf waschen? Sie fragt doch nur wie sie ihrem Sohn das Thema näher bringen kann.

>>Wie geschrieben, wir haben da eine gewisse Erfahrung bei uns in der Familie gemacht. <<

Jo,...welcher Erwachsene Mensch hat die nicht gemacht?

>>Ansonsten rufen wir doch wegen allem Möglichen den Kia an ...<<

Wir? Ich nicht!

Ich fände es schlimm wenn ich nun wegen jedem Albtraum einen Psychologen benötigen würde.

lg

Andrea

Beitrag von zanadu01 08.01.11 - 15:45 Uhr

Hallo, ich werde auf jedenfall mirt dem Kinderarzt sprechen. Wollte mich trotzdem zu dem Thema schlau machen. Sein Opa ist noch nicht Tod. Aber hat sich durch die Demenz doch sehr verändert.

Beitrag von fbl772 10.01.11 - 16:18 Uhr

Hallo Zanadu,

das würde ich an deiner Stelle machen - ohne dass der Kleine dabei ist.

Mit meinem Satz "... Mutter Kopf waschen" will ich natürlich nicht sagen, dass er dich zur Schnecke machen soll, sondern, dass er deine Bedenken zerstreut oder aber feststellt, dass er deinen Kleinen dazu mal sehen sollte.

Alles Gute!

VG
B

Beitrag von bine3002 06.01.11 - 21:06 Uhr

Ein "blaues Licht" ist ja zunächst kein Alptraum. Ich würde mal fragen, was denn hinter diesem blauen Licht ist. D.h. ich würde so viel wie möglich darüber sprechen, mich austauschen und seine Idee zu dem Thema hören wollen. Mehr braucht es eigentlich auch nicht, um ein Thema zu verarbeiten: Reden, reden, reden.

Beitrag von zanadu01 08.01.11 - 15:47 Uhr

Hallo, habe ich schon versucht , leider komme ich nicht weiter. Zur Zeit hat er richtig panik sich hinzu legen. Meine Kinder haben bis jetzt iommer sehr gut geschlafen. Ich werde aber weiter im gespräch bleiben.

Beitrag von cado 07.01.11 - 10:10 Uhr

hi,

wenn du ein buch für deinen sohn suchst, kann ich dir "abschied von rune" empfehlen. ich nutze es selbst beruflich, um mit traumatisierten kindern ins gespräch zu kommen. es ist ein bilderbuch für 5-6-jährige, spricht aber auch ältere kinder an. ich selbst finde es sehr einfühlsam und berührend und es ist eine gute basis, um mit den kleinen über abschied und tod zu sprechen.

euch alles gute und LG,
cado

Beitrag von zanadu01 08.01.11 - 15:47 Uhr

Vielen Dank , werede ich mir ansehen.

Beitrag von dentatus77 09.01.11 - 17:31 Uhr

Hallo!
Das kann ich auch empfehlen, ich hab es als Kind selbst gelesen, da war ich deutlich älter (es war das Buch meiner 5jahre jüngeren Schwester), und ich fand es toll.
Außerdem finde ich "Servus Opa sag ich leise" sehr gut. Das ist für Grundschüler Und beschreibt im Grunde eine Situation wie ihr sie gerade erlebt. Der Opa stirbt sozusagen jeden Tag ein bißchen und die Eltern versuchen, die Hauptperson vor dem zu schützen, der Junge findet aber einen Weg, mit der Situation umzugehen.
Liebe Grüße!

http://www.amazon.de/Servus-Opa-sagte-ich-leise/dp/3423700246/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1294590547&sr=8-1
http://www.amazon.de/Abschied-von-Rune-Marit-Kaldhol/dp/377076272X/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1294590600&sr=1-1

Beitrag von dominiksmami 07.01.11 - 14:14 Uhr

Hallo,

empfindet er es denn als Albtraum?

Ich denke ein gutes Buch udn viele, viele offene Gespräche können da helfen. Ihr müßt für ihn da sei...ganz ohne Frage.

Aber, was mir nebenbei noch auffällt...war er schonmal beim Augenarzt?

Mein Vater hat eine Zeit lang auch Farben ( obs Blau war weiß ich nicht mehr) gesehen wenn er einschlief oder eben im Schlaf. Raus kam nach vielem Suchen dass das von den Augen ( ich meine vom Augeninnendruck) herrührte. Seit das behandelt wird sind die Farben weg.

lg

Andrea

Beitrag von zanadu01 08.01.11 - 15:49 Uhr

Hallo, Danke für den rat. Er emfindenet es ganz schrecklich. er mag garnicht mehr ins Bett gehen. Wir sind schon beim Augenartz in behandlung. Aber ich glaube der Druck wird bei Kinder nicht gemessen.

Beitrag von dominiksmami 08.01.11 - 17:24 Uhr

würde es ihm vielleicht helfen eine Zeit lang bei euch zu schlafen?

Vielleicht habt ihr die Möglichkeit ein Gästebett bei euch auf zu stellen oder so? So haben es meine Eltern immer gemacht wenn es mir nicht so gut ging und es hat unendlich gut getan bei ihnen zu sein.


Vielleicht sprichst du den Arzt mal darauf an.

Wie gesagt es kann natürlich alles auch nur vom Traum sein, aber ich würde beide Richtungen einfach abklären wollen, vorsichtshalber.

liebe Grüße

Andrea