Bezahlt eine Rechtschutzversicherung eine Scheidung oder wie....

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von pssst77 06.01.11 - 11:19 Uhr

...läuft sowas normalerweise ab?

Mein Nochmann und ich sind beide versichert und ich wollte mal fragen,ob eine Scheidung auch darüber bezahlt wird?
Falls nicht,wie wird diese dann üblicherweise bezahlt?
Ich habe gehört,dass man Prozesskostenhilfe beantragen kann,ab wann dürfte man das,ist das vom Einkommen abhängig?

Würde mich über ernst gemeinte Antworten und Hilfe freuen.
Vielen Dank im Voraus.

Sylvia.

Beitrag von kleinemimi 06.01.11 - 11:39 Uhr

Hallo,

nein die Scheidung kannst Du nicht mit der Rechtschutzversicherung bezahlen.

Über Prozesskostenbeihilfe kann Dir Dein Anwalt Auskunft geben, ob Du dafür in Frage kommst.

Ansonsten bezahlst Du Dein Anwalt, er seinen und die Gerichtskosten werden geteilt, oder aber Ihr seid Euch einig und nehmt Euch einen gemeinsamen Anwalt.

LG Mimi

Beitrag von claudi2712 06.01.11 - 12:07 Uhr

Hallo Mimi,

das ist so nicht ganz richtig: ein Anwalt DARF NICHT beide vertreten.

So wird ein Schuh draus:

die TE geht zu einer Rechtsberatung und lässt sich dort ihre Chancen auf Prozesskostenhilfe errechnen. Sie beauftragt daraufhin einen Anwalt. Ihr Mann nimmt sich keinen (wenn sie sich in allen Dingen einig sind) und halten durch die Einigkeit gemeinsam den Streitwert der Scheidung gering. Anhand dieses Streitwerts, der vom Gericht festgelegt wird, werden die Gerichtskosten festgelegt. Dafür gibt es eine Tabelle.

Dank der Prozesskostenhilfe zahlt dann die TE nada-niente (keine Anwaltskosten und keine hälftigen Gerichtskosten) und der Gatte zahlt dann "nur noch" die andere Hälfte der Gerichtskosten.

Viele Grüsse,
Claudia

Beitrag von windsbraut69 06.01.11 - 15:46 Uhr

#augen
Genau. Bloß für nix selbst aufkommen.

Beitrag von claudi2712 06.01.11 - 15:52 Uhr

? Das ist jetzt aber sehr einseitig von Dir gedacht!

Es gibt durchaus Menschen auf dieser Welt, die nicht genug Geld für eine Scheidung haben. Und für solche Menschen ist es gedacht....

Das ist doch kein Betrug, was ich da geschrieben habe, sondern einfach die Möglichkeit für Menschen mit schmalem Geldbeutel, sich TROTZDEM scheiden zu lassen.

Deine Einstellung finde ich merkwürdig...

Gruß,
Claudia

Beitrag von windsbraut69 07.01.11 - 06:58 Uhr

Wenn Du die TE und ihren Verdienst sowie den des Gatten kennst und der tatsächlich so furchtbar gering ist, dass sie sich die Scheidung nicht leisten können, nehm ich alles zurück.

Ohne diese Kenntnis ist es sehr einseitig gedacht, gleich von beidseitiger Bedürftigkeit auszugehen.
Der von Dir vorgeschlagene Weg ist - bei normalem Einkommen des Mannes - ein Schlupfloch, Kosten auf die Allgemeinheit abzuwälzen, die sonst selbst getragen werden müßten.

Gruß,

W

Beitrag von claudi2712 07.01.11 - 07:25 Uhr

Guten Morgen!

Naja sicher gibt es immer "schwarze Schafe" aber ich gehe nicht grundsätzlich immer gleich vom Schlechten im Menschen aus. Vielleicht ein Fehler von mir...
Da ich mich mit dem Thema im vergangenen Jahr (bis dato) auch beschäftigen musste, war ich einfach davon überzeugt, dass es ihr ähnlich geht wie mir...

Nun denn, typischer Fall von Betrachtung eines Umstands aus unterschiedlichen Richtungen...


Viele Grüße,
Claudia


Beitrag von lichtchen67 06.01.11 - 12:10 Uhr

Üblicherweise bezahlt man eine Scheidung selber, ebenso wie eine Heirat. Ebenso wie man ein Haus kauft, ein Auto kauft oder sich sonstwas anschafft, man zahlt für die Dinge eben selber.

Eine Rechtsschutzversicherung zahlt keine Scheidung.

Prozesskostenbeihilfe ist einkommensabhängig, du darfst kaum bis gar nichts selber verdienen, dann bekommst Du die. Das kann Dir aber ein Anwalt sagen.

Lichtchen