Wie erkläre ich meinem 5 jährigen Sohn den Tod

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von -sylvia- 06.01.11 - 13:07 Uhr

Hallo,

unser Nachbar ist gestern gestorben, er war sehr nett und hat immer etwas Süßes für meinen Sohn gehabt. Wie erkläre ich meinem Sohn jetzt, dass der Nachbar tot ist? Wie geht ihr mit solchen Themen um?

Gruß

Sylvia

Beitrag von mona1879 06.01.11 - 13:13 Uhr

na ja ich würde ihm es so erklären, wie du es glaubst.

ich habe gesagt, dass der körper in die erde kommt und sie seele zu gott.

dann wollte meine tochter natürlich wissen was die seele ist!? da habe ich einfach nur gesagt: das ist das was dich zur greta macht.

dann war sie zufrieden und hat nicht mehr weiter gefragt.

lieben gruß
mona

Beitrag von nudelmaus27 06.01.11 - 13:19 Uhr

Hallo!

Du wirst vermutlich viele verschiedene Antworten bekommen. Es gibt Leute die nehmen schon 3jährige mit zu Beerdigungen #schock und wieder andere die behaupten, der Tode wäre verreist usw. usw.!

Ich persönlich finde immer man kann dem Kind in dem Alter erzählen, dass jemand gestorben ist. Ich erkläre es immer so; irgendwann kommt man als Baby auf die Welt, wird groß, dann so alt wie Mama, später so alt wie Oma und viel später wie die Uroma und irgendwann geht man wieder. Auch sage ich meinem Kind, dass derjenige dann im Himmel ist (sie sagt dann immer "ach bei unserem Snoopy" (war unser Hund) und wenn wir am Friedhof langkommen oder drübergehen und sie fragt, sage ich einfach, da haben die Leute ihre Wohnung die gestorben sind. Das reicht meinem 4 1/2 jährigem Kind.

Ich denke man muss nun nicht die Gruselgeschichten erzählen aber ich denke man kann einem Kind auch begreiflich machen, dass das Leben endlich ist und es leider auch viele Menschen gibt die nicht alt werden weil sie krank sind oder ihnen was Schlimmes passiert ist.

Übrigens meine Tochter gab mal bei ner Familienfeier zu Besten, dass die Uroma und der Uropa auch bald sterben werden #schock weil sie schon so alt sind, nunja damit muss man dann wohl leben.

Gruß, Nudelmaus

Beitrag von mips 06.01.11 - 13:21 Uhr

Hallo Sylvia,

offen und ehrlich.
Wir hatten leider schon mehrfach Berührung mit dem Thema. 2008 starb mein Schwiegervater (heiß geliebter Opa), 2009 dann meine Mutter (Lieblingsoma der beiden) und Anfang 2010 dann ein weiterer Verwandter, der als "Opa" durchgehen könnte. Mein Rat: sei ehrlich. Keine Geschichten wie: er ist eingeschlafen etc..
Der Nachbar ist tot, weil er alt, krank, usw... war. Ich habe mal irgentwann nach dem Tod meiner Mutter auf die Frage meiner Kinder, ob man im Himmel auch Geburtstag feiert, gesagt: Ja, klar.
Ich wurde danach mit Fragen gelöchtert, woher ich das denn wüsste, etc..
Da wars mit plausibelen Antworten vorbei.
Sag also, dass was du weißt und mehr nicht.

LG
Birte

Beitrag von shakira0619 06.01.11 - 13:46 Uhr

Hallo!

Mein Sohn ist 4. Ich habe ihm erklärt, daß jeder Mensch sterben muss. Die meisten sterben, wenn sie alt sind und es gibt leider auch welche, die sterben, weil sie krank sind oder einen Unfall hatten.

Ich habe ihm gesagt, daß die Toten in den Himmel kommen und daß ich glaube, daß es dort sehr schön ist.

Liebe Grüße, Shakira0619

Beitrag von danii1975 06.01.11 - 14:43 Uhr

Hallo,

2009 und 2010 hatten wir ein paar Tierchen, die leider gestorben sind, ich erkläre den Tod so:

es war sehr Krank /alt und ist nun über die Regenbogenbrücke gegangen, dort wo Mensch/ Tier alles hat und die kein Leid mehr haben....und wenn du diesen Menschen / Tier vermisst, schaust du Abends in den Himmel und da ist ein Stern, der ist es dann;-).....

Manchmal ist es so, das sie sagt: Tom (Kaninchen , altersschwäche wurde erlöst vom TA) da oben der Stern, das ist Tom.....und das find ich gut, sie erinnert sich, an die Tiere die gegangen sind und weiss, da haben sie es gut...meine Mausi musste den ersten Tot eines Tieres mit 2,5 leider erleben..und seither ist es so,.

Sie hat ihre Oma ja nie kennenlernen dürfen, sie fragt denn auch und ich erzähle ihr, das sie sehr Krank war und sie leider gehn musste....auch die hat von meiner kleinen einen Stern bekommen;-).....

Das ist für mich wirklich die beste Erklährung. Zur Beerdigung würde ich ein 3 Jähriges nicht mit nehmen.....das wär zu heftig....vor allem, wenn der Sarg aufgebarrt ist:-(.

LG
Danii

Ps.: hoffe das ist nicht zu wirr#schein

Beitrag von gobiam 06.01.11 - 16:11 Uhr

Hallo
Vergangenes Jahr ist ein Familienfreund verstorben, hab es meinen Beiden so erklärt, dass es zu ihnen und mir passt. Dass der Freund nun im Himmel ist (Seele) und er auf uns herab schauen kann und so bei uns ist - wir können mit ihm reden nur eben nicht mehr in den Arm nehmen. Auf die Beerdigung hab ich sie nicht mitgenommen, aber als man das Grab als solches erkennen konnte sind wir mit Gasballons auf den Friedhof und haben die mit letzten Grüßen in den Himmel steigen lassen.
Einige Wochen später war unsere Tochter traurig, jeder bemerkte es, aber sie sagte nicht warum. Irgendwann berichtete sie, ihre erfundene Freundin Saschell (oder war es Tini?) sei auch gestorben. Ich habe sie dann genauso getröstet wie beim Tod usneres Freundes und wir haben auch für sie einen Gasbollon steigen lassen (2 Monate später war die erfundene Freundin übrigens wieder zum Tee das - sie hätte sich nur todgestellt - daraufhin besprach ich mit meiner Tochter, dass man das nicht macht)
Gasballons kannst du im Net / Ebay übrigens mit einer Gasflasche besorgen, geht gut und einfach.
Gruß und herzliches Beileid

Beitrag von morla29 06.01.11 - 21:08 Uhr

Hallo Sylvia,

ich bin leider auch Expertin zum Thema Tod.

Letztes Jahr im Januar hatte ich eine stille Geburt und im Dez. 10 ist mein Opa gestorben.

Ich würde (und mir wurde es auch so von der Erzieherin) geraten, nur Fragen beantworten und nicht von selbst anfangen. Natürlich schon sagen: Du xy, der Uropa ist gestorben.

Und dann erklärst du das, was du selbst glaubst. Ich z. B. glaub, dass wir in den Himmel kommen und so hab ich das auch gesagt. Denn wenn ich nicht an den Himmel glauben würde, dann wäre die Trauer noch viel schlimmer, die wir grad und immer noch erleben. Würde sonst vollends depri und verrückt werden.

Du kannst auch sagen, dass es Krankheiten und Unfälle gibt, wo kein Doktor mehr helfen kann.

Meine Kinder haben z. B. ihre kleine tote Schwester gesehen und auf den Arm gehabt. Sie trauern sehr ehrlich und ich hab viel von ihnen gelernt.

Beide waren auch auf der Beerdigung von Schwester und Uropa dabei. Finde ich persönlich sehr wichtig.

Gruß
morla
mit zwei Mädchen an der Hand (3,5 und 5)
und einem Mädchen ganz fest im Herzen (still geb. 29.1.10 - 31. ssw)

Beitrag von zimpi1 07.01.11 - 11:32 Uhr

Im März`10 ist meine Mutter plötzlich verstorben da war mein Kleiner 4Jahre alt. Durch meinen Beruf als Altenpflegerin ist er diese themen wie Tot und krankheiten schon im bilde. bzw was es für bedeutungen hat
Hatte ihm erzählt das seine Oma (die Warvon Beruf Raumpflegerin)jetzt im Himmel sei und dort auf ihn herunter sieht um auf ihn aufzupassen. von ihn kam dann als wir abends spazieren gegangen sind das seine Oma die Sterne gut geputzt hatte weil diese so strahlten.. Also seine Oma ist jetzt im Himmel um die Sterne zu putzen und um auf ihn aufzupassen, es war für ihn letzendlich die antwort wo mit erleben konnte.
wir haben es so stehen lassen, zur Beerdigung war nicht mit haben aber dann gleich gemeinsam das Grab besucht, bzw die Trauertafel. so weiß er wo sie liegt, da meinte er zu mir hier ist jetzt als das Telefon mit dem ich mit Oma Gila reden kann. es hat ihn viel gebracht
durch diese Lockerheit konnte er schon einem Kleinen Freund im Kindergarten trosten bei dem Seine Oma erst vor kurzen verstorben war.