Arbeiten mit autistischen Kindern & Jugendlichen und schwanger!

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von coconel 06.01.11 - 13:15 Uhr

Hallo Mädels #winke

ich habe im Internet einen Artikel gefunden, dass wenn man mit autistischen Menschen zusammenarbeitet insbesondere in der Einzelbetreuung es meist zu einem BV kommt.

Begründungen liegen darin, dass man "sie" nicht einschätzen kann, sie evtl. aggressiv sind, hyperaktiv und es einfach eine unberechbare Gefahr birgt, da oft ja auch eine geistige Behinderung dahintersteckt.

Hat jemand von Euch Erfahrungen bzw. arbeitet jemand von Euch in diesem Bereich?

Ich arbeite in der ambulanten Betreuung/Förderung dieser Personen im Alter von 5-18, wobei einige schon aggressives Potenzial gezeigt haben. Manchen würde ich es zutrauen, aber man weiß ja nicht, ob es mal "durchkommt".

Ich wollte einfach mal hören, auf was ich mich einstellen sollte, wenn ich morgen meinen FA Termin habe.

Danke und liebe Grüße

Coconel 7. SSW

Beitrag von booty2001 06.01.11 - 13:18 Uhr

Hallo,

ich habe ein Jahr Nachtrufbereitschaft in einem Heim für autistische Kinder und Jugendliche gemacht.

Sie neigen zu Auto und Fremdagressionen, so das ich nie dazu raten würde, während der SS dort zu arbeiten.

Normalerweise stellt Dich der Arbeitgeber dann auch frei!

LG

Beitrag von fialein84 06.01.11 - 13:22 Uhr

Huhu Coconel,

ich arbeite als Ergotherapeutin in einer Praxis und hin und wieder haben wir dort auch Autisten, mit denen ich aber nicht arbeiten darf. Reine Vorsichtsmaßnahme, da sie wirklich sehr unberechenbar sein können. Einer davon schläft manchmal unmittelbar und der hat ganz schön Kraft.#schwitz
Es geht hier um deine Sicherheit, also lieber im Zweifel BV!

Liebe Grüße Fia 31.SSW#verliebt

Beitrag von coconel 06.01.11 - 13:28 Uhr

Danke für Eure Antworten #blume

Dann bin ich ja mal gespannt, was die Ärztin morgen sagt.

Dass meine Chefin mich freistellt, bezweifel ich. Vor drei Jahren hat eine andere Schwangere dort bis zum Mutterschutz gearbeitet.

LG

Beitrag von bri-di 06.01.11 - 13:40 Uhr

Deine Chefin muss sich an das Mutterschutzgesetz halten. Das besagt u.a., dass keine Gefahr für die Schwangere bzw. für das ungeborene Kind drohen darf. Sollte dies doch der Fall sein, muss eine andere Tätigkeit gefunden oder ein BV erteilt werden. Ich arbeite in einer Offenen Tür für Kinder und Jugendliche und darf aufgrund fehlendem Immunschutz wg. Cytomegalie nicht mehr mit den Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen arbeiten. Somit bin ich aus dem pädagogischen Dienst raus und mache nur noch Büro. Dies hat allerdings nicht mein Arbeitgeber, sondern der Betriebsarzt entschieden. Sprich mal deine FÄ an, wer die Blutuntersuchungen macht... meine meinte, das macht der Betriebsarzt vom jeweiligen Betrieb. Das solltest du mit deinem Arbeitgeber auf jeden Fall klären...
Hast du auch pflegerische Aufgaben (Wickeln etc.)? Dann ist die Blutuntersuchung um so wichtiger.
Viel Erfolg,
lG, bri-di (27.SSW)

Beitrag von coconel 06.01.11 - 13:55 Uhr

Hi,

#danke für deine Antwort.

Nein pflegerische Aufgaben wie Wickeln usw. habe ich nicht.

Meine Aufgaben liegen in der Förderung wie zB lebensparktischer Bereich, Bewegung, Motorik, Haushaltstätigkeiten, aber auch spielen, kuscheln usw.

Aber ich bin halt immer allein mit den Kindern/Jugendlichen.

LG

Beitrag von dawny80 06.01.11 - 13:42 Uhr

hey :)

ja also ich bin logopädin u arbeite u.a. auch mit autistischen u verhaltensgestörten kindern u jugendlichen zusammen...

da ich im sommer (leider nur für 3moante) auch schwanger war, kann ich dir sagen, dass du ein bv bekommst...
meine chefin hat es ausgestellt ...bei mir wars nur ein 50%iges...da ich ja auch noch andere patienten habe...

u nun bin ich wieder in der 6.woche u rätsle die ganze zeit, wann ichs meiner chefin sage, da ich weiß, sie würde mir wieder sofort ein bv ausstellen... bin aber noch vorsichtig, da ich sehr ängstlich bin dass wieder was schief geht... denke, ich sag es ihr nach dem 1.großen US ende januar.

bv kann in deinem fall NUR dein chef ausstellen...NICHT die ärztin.

glg dawny

Beitrag von coconel 06.01.11 - 13:58 Uhr

Danke für deine Antwort.

Ich bin bis jetzt immer davon ausgegangen, dass die FÄ und der AG das BV ausstellen kann.

Und ich wusste auch nicht, dass ich bei Menschen mit Behinderungen einen ausreichenden Schutz gehen Zytomegalie haben sollte.

Ich bin mir auch unsicher wann ich es ihr sage. Wenn man mich kennt und wirklich beobachtet, dann sieht man schon, dass mein Busen um einiges größer geworden ist und ich morgens meist echt n Blähbauch habe #rofl

LG

Beitrag von luna.110 06.01.11 - 13:59 Uhr

Hallo,
ich arbeite an einer Sonderschule in einer Klasse mit vielen Autisten und bin zusätzlich in unserem Landkreis für autistische Menschen zuständig und ich habe bis zum Mutterschutz gearbeitet.
Ein BV hätte bei uns der arbeitsmedizinische Dienst ausgestellt, war aber nie die Rede davon.
Viele Grüße,
Luna, 36. SSW

Beitrag von magiccat30 06.01.11 - 14:22 Uhr

Ich arbeite in einer stationären jugendhilfeeinrichtung. Wir haben durchweg 9 traumatisierte Kinder auf unserer Gruppe. Ca 7 gelten davon als "schwer erziehbar" zwei davon haben das asberger Syndrom. 3davon rasten regelmäßig aus und werfen und zerschlagen alles was ihnen in die finger kommt. Ich habe kein Berufsverbot bekommen, aber ich darf nciht mehr alleine arbeiten. nachtdienste sind eh tabu. Und die auffanggruppe auch. Aus Krisensituationen halte ich mich raus. Lieber geht mir eine Tür kaputt als mein Baby.
Andereseits muss ich sagen, es sind trotzdem Kinder und sie sind trotzdem Lieb! Und können auch überaus fürsorglich sein :) z.B. muss ich jetzt nichts mehr schleppen das machen immer die großen Jungs. Ich darf mich hinsetzen und sie machen mir Tee :) und wenn ich mal rummotze schieben sie es auf meine hormone und lassen mich doof stehen *g*
Ich denke jeder muss das selber entscheiden. Wenn ich angst hätte würde ich zu meiner FÄ gehen und sie um rat fragen und dann zu meinem Chef. Ich denke es kommt auch immer auf die Kinder an, die man gerade betreut und wie man mit ihnen umgeht. Als ich noch nciht schwanger war habe ich sicher mal die ein oder andere Situation herausgefordert. Das mache ich jetzt nicht mehr.