Ist der Kindergarten ein muss für euch?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von katrin-2010 06.01.11 - 13:24 Uhr

hallo,

ich möchte einfach mal rein Interessehalber wissen ob der Kindergarten für euch ein Muss ist oder ob ihr eure Kleinen auch bei euch zuhause lassen würdet wenn ihr Zeit für sie hättet?

es ist so das ich selbst nicht im Kindergarten war und auch ehrlich gesagt kein Problem damit hatte...nun muss ich immer abends und am Wochenende arbeiten.d.h. der Kindergarten nützt in sofern nichts meine Tochter während der Arbeitszeiten weg zu bringen.

Wie denkt ihr denn so darüber?

LG Katrin 2010 die zum ersten mal in dieses Forum schreibt#schein

Beitrag von kathrincat 06.01.11 - 13:27 Uhr

ist ein muss für uns, da lernen sie soviel was zuhaus nicht geht, sozi. kontakt mit kindern, sich auch an andere anzupassen, nicht immer alles können oder bekommen....

Beitrag von schnuffel0101 06.01.11 - 13:27 Uhr

Ich finde es schon wichtig, damit die Kinder Kontakt zu anderen Kindern haben. Dadurch lernen sie ja auch super viel und das Sozialverhalten wird extrem gefördert und gestärkt. Ich käme nie auf den Gedanken, meine Kinder nicht im Kindergarten anzumelden.

Beitrag von nana141080 06.01.11 - 13:30 Uhr

Hallo,

also ich finde Ü3 Betreuung oder auch Ü4 sinnvoll in einem guten Kiga.

Wenn du bis dahin viel Kontakt zu anderen Kids hälst, dann ist es doch gut :-)

Im Kiga meiner Söhne sind nun 2 Schwestern seit dem SOmmer. Die Große ist JETZT 6 geworden und die Kleine ist 4!

Die Schulärztin ist begeistert gewesen wie super entwickelt die Große jetzt bei der Schulvoruntersuchung war!!! Und auch die Kleinere hatte null Probleme sich zurecht zu finden im Kindergarten. Ich denke es kommt immer darauf an wie die Kinder zuhause gefördert werden und auch Kontakt am nachmittag mit anderen Kids haben#aha

Allerdings denke ich das Kinder im letzten Schuljahr in einen Kiga sollten wenn es keine Vorschule gibt.

VG Nana

Beitrag von sillysilly 06.01.11 - 13:33 Uhr

Hallo

so ab 4,5 Jahren auf jeden Fall.

Bin da aber auch beruflich wie privat von der Meinung her vorbelastet.

Kinder lernen in der Gruppe so viel, Sozialverhalten, Konflikte aushalten, Freunde suchen, erhalten und Freundschaften selbst pflegen, ohne Mama auskommen - sich um sich selbst kümmern, Hilfe holen, mit Streit umgehen, verschiedenen Interessen nachgehen, sich selbst beschäftigen, auf andere zu gehen auch wenn es einem schwer fällt, mit Menschen auskommen die man nicht mag, nach Streit, Ärger wieder hin gehen, soziale Regeln in der Gruppe
natürlich auch Konzentration, Ausdauer, Frustration, emotionale Intelligenz, emotionale Teilhabe ....

das findet in einer Situation zu Hause einfach nicht statt.
Es gibt Kinder die schaffen das locker auch ohne Kindergarten, aber meiner Meinung nach die meisten nicht.

Die Grundschule fordert eh schon viel, auch beim Sozialverhalten - und es hilft dem Kind soziale Geflechte einer Einrichtung zu kennen.

Ich würde meine Kinder nicht zu Hause lassen
Denn die Kinder bekommen auch Anreize die ich zu Hause nicht biete, nicht bieten kann -
außerdem bespaße ich meine Kinder wenig zu Hause - und im Kindergarten gibt es eine Vielfalt an Angeboten
Malen, Basteln, Singen, Klettern, Kleben, Turnen, Singen, Musizieren, Reimen, Rätsel raten, Feste feiern, Spiele in der Gruppe, Gesellschaftsspiele, ....... ohne Ende weiter zu führen - und das eben in der Gruppe und nicht in der 1 zu 1 Betreuung

Grüße Silly

Beitrag von nudelmaus27 06.01.11 - 13:34 Uhr

Hallo!

Also ich zitiere mal eine Erzieherin unserer Kita, die am 03.01.2011 zu mir sagte: "Es ist gut das es den Kiga gibt und die Kinder dahin können und man freut sich auch als Mutter, dass man die Kinder ab und an mal los ist".

Sehe ich ganz genauso. Zu Hause langweilt sich meine Tochter auf Dauer, sie lernt soziale Kontakte zu knüpfen und muss lernen sich anzupassen, sich durchzusetzen usw. , das alles finde ich sehr wichtig.

Andererseits bin ich auch nicht böse wenn ich mal paar Stunden meine Ruhe vor ihr habe (bin in Elternzeit mit Nr. 2). Lieber mache ich in der Zeit meinen Haushalt und bin mit allem fertig und habe dann wenn ich sie hole die Stunden auch effektiv Zeit nur für sie, als wenn ich mit ihr hier den Alltag abarbeiten muss.

Von daher.... Kita/Kiga #pro

Beitrag von katrin-2010 06.01.11 - 13:35 Uhr

#danke
schonmal für die Vielfalt an Antworten!

Beitrag von nineeleven 06.01.11 - 13:37 Uhr

Für mich definitv JA!

Ich selber war als Kind sehr unregelmäßig im Kiga, konnte daher keine Freundschaften aufbauen und war dann in der Schule sehr zurückhaltend, hatte Angst vor den anderen, da die sich alle untereinander schon kannten. Selbstbewusstsein entwickelte ich so richtig erst als ich in der Lehre war.

Meine Tochter darf auch mal zH bleiben wenn es die Situation zulässt. Derzeit bin ich eh in Elternzeit, aber auch da geht sie weiter in den Kiga. Sie hat dort ihre Freunde, lernt jeden Tag was neues, soziale Kontakte usw. Sicher kann man mit Kind auch so in bestimmte Gruppen gehen. ABER: ich war vorher wochentags arbeiten, mein Mann ebenso. Daher mussten wir sie eh unterbringen. Und ich hasse nichts mehr wie wenn man ständig nur unterwegs ist, also zB von einem Kurs oder Treff zum anderen muss. Irgendwann am Tage möchte ich auch mal Feierabend haben und das Daheim genießen. Wir wohnen auf dem Lande, die nächste Großstadt ist fast ne Stunde entfernt. Die Kleinstadt zwar nur ein paar Kilometer, hat aber mit unserem Amtsbereich nichts zu tun. Heißt, es wären sowieso andere Leute als im Kiga.

Meiner Meinung nach müssen sich Kinder auch mal von der Mutter trennen können. Daher Kiga. Und dann finde ich es besser wenn der Freundeskreis der Kinder einen übersichtlichen Rahmen hat und sie sich nicht in mehreren verschiedenen Gruppen immer neu orientieren muss.

LG

Beitrag von junistern2006 06.01.11 - 13:37 Uhr

Hi
Ein Muss - um soziales Lernen zu ermöglichen. Ich denke, dass man vor der Schule den Umgang mit anderen und Verhalten in einer größeren Gruppen kennen gelernt haben sollte. Zumal unsere Kinder ja nicht mehr mit VIELEN anderen Kindern auf der Straße zusammentreffen und ungestört spielen können.
Aber um "Wissen" zu vermittelt, (z.B. Zahlen, Formen, Farben, Lieder, Reime, Buchstaben, Geschichten, etc. dafür "muss" ein Kind nicht unbedingt in den KIGA. Das könnte man - vorausgesetzt man hat die Zeit, auch selbst vermitteln. So denke ich.
LG, Inga mit Jan und Lasse

Beitrag von jujo79 06.01.11 - 13:39 Uhr

Hallo!
Ja, in gewisser Hinsicht ist das für uns ein MUSS. Ich bin den ganzen Tag mit unserer Tochter zu Hause, aber mein Sohn geht trotzdem von 9-14 oder 15h in den Kindergarten. Ich denke, dass es für ihn wichtig ist, dort allein mit den Kindern zu sein, also ohne mich. Hier zu Hause würde er sich sicher auch auf Dauer etwas langweilen. Außerdem bekommt er so auch schon die Dymanik einer Gruppe (mit ihren Vor- und Nachteilen) mit, die ihn ja in der Schule eh erwarten. Ich könnte mir vorstellen, dass sonst die Eingewöhnung in die Schule vielleicht etwas schwerer ist, aber das ist natürlich von Kind zu Kind unterschiedlich. Ich bin auch erstaunt, wie sehr er sich in den 1 1/2 Jahren, die er nun im Kindergarten ist, entwickelt hat. Er ist so viel selbstständiger und selbstbewusster geworden. Vor dem Kindergarten hing er mir echt am Rockzipfel (auch wenn ich keine Röcke trage ;-)) und nun geht er so gern dort allein hin und kann sich auch zu Hause viel besser allein beschäftigen. Klar ist das auch eine Sache des Alters, aber ich glaube, dass ihm der Kindergarten in seiner Entwicklung echt gut tut. Auch wenn er eine kleine Schwester zu Hause hat, ist es ja nochmal was anderes, mit anderen Kinder umzugehen.
Wenn er sich im Kindergarten absolut nicht wohlfühlen würde, würde ich ihn sicher auch nicht dorthin quälen, aber so wie es jetzt ist, ist es gut.
Mein Mann war auch nie in einem Kindergarten bzw. nur 3 Wochen, aber dann wollte er nicht und meine SChwiegermutter hat ihn zu Hause gelassen. So schnell hätte ich da sicher nicht "aufgegeben" und ich denke auch, dass ihm der Kindergarten gut getan hätte. Denn er hat lange gebraucht, sich vor anderen positionieren zu können, die ganze Grundschaulzeit über eigentlich. Klar, das ist auch Typ-abhängig, aber der Kindergarten hätte ihm da vielleicht doch etwas geholfen.
Eine Freundin von mir, die auch Erzieherin ist, hat auch erst überlegt, ob sie ihre Tochter zu Hause behält, weil sie auch lange keinen guten Kindergarten in ihrer Nähe gefunden haben, aber dann haben sie sich doch für einen entschieden und sind nun echt froh, besonders auch im Hinblick auf die Schule in 1 1/2 Jahren.
Die Entscheidung ist sicher nicht so ganz leicht und es muss jeder selbst wissen, aber ich denke, die Vorteile eines Kindergartens überwiegen eindeutig.
Grüße JUJO

Beitrag von carmen7119 06.01.11 - 13:41 Uhr

Hallo Katrin :-)

Ein MUSS für mich ist es nicht, da ich momentan noch Hausfrau bin ;-)

Aber es ist ein MUSS für Lasse :-)
Er hat sich so wahnsinnig entwickelt von September bis jetzt, das ist unglaublich!
Ich sehe den Kindergarten nicht als Aufbewahrungsstelle...und natürlich darf Lasse zu Hause bleiben wenn wir mal was anderes geplant haben!

Ich muss dazu sagen, Lasse geht sehr gern hin :-)

Gruß
Carmen :-)

Beitrag von shakira0619 06.01.11 - 13:43 Uhr

Hallo!

Der Kindergarten ist für mich ein Muss, weil mein Sohn dort Kontakte mit Gleichaltrigen aus dem Dorf knüpft und weil er dort andere Sachen lernt als zu Hause.

Außerdem geht mein Sohn extrem gerne in den Kindergarten.

Liebe Grüße

Beitrag von espirino 06.01.11 - 13:52 Uhr

Hallo,

auf jeden Fall. Bin ossivorbelastet, bei uns wars und ists gang und gebe die Kinder ab ca. 2 Jahren in den KiGa zu bringen.

Meine zwei Großen sind ab 21. Monat hin, unser Kleiner wird mit 1 Jahr gehen, weil ich dann wieder auf Arbeit bin.

Ich bin auch der Meinung, daß die Kinder im KiGa viel vielschichtiger beschäftigt sind, sich mit anderen Kindern auseinander setzen müssen, viel besser kreativ arbeiten können, mehr gefördert werden und auch mal ihre Grenzen gezeigt bekommen, wo wir Mamas oft noch viel zu weich sind.

LG Jana

Beitrag von katrin-2010 06.01.11 - 13:58 Uhr

"ossivorbelastet" hab ich auch noch nicht gehört;-)

Ich bin ein offizieller Ossi
und hab meine Tochter auch mit 2 Jahren in die Kita gebracht allerdings war ich dort sehr unzufrieden deshalb hab ich sie nach einem halben Jahr wieder rausgenommen, sie wird erst wieder ab mitte Sommer in einen anderen KiGa gehen.
Ich wusste nicht das es typisch ist für ostdeutsche Qualitätsware ihre Kinder schon mit 2 In die KiTa zu bringen.#rofl

Beitrag von espirino 06.01.11 - 14:03 Uhr

Wo steht was von ostdeutsche Qualitätware?

Damit mein ich, daß (so mein Eindruck) hier keine Mutti in der Luft zerrissen wird, weil sie es wagt ihr Kind mit 2 Jahren in den KiGa zu bringen und das obwohl sie - oh Schande - zuhause ist. Hier ist das halt so und fertig.

LG Jana

Beitrag von espirino 06.01.11 - 14:04 Uhr

Bin auch bekennender Ossi ;-)

Es war nicht alles schlecht #rofl

Beitrag von sanne_s 06.01.11 - 13:53 Uhr

Hallo,

ja, der Kindergarten ist ein Muss für uns. Ich selbst war auch nicht im Kiga, weil meine Mutter zuhause war, aber genau deswegen möchte ich, dass mein Kind dort hingeht. Ich hatte nämlich immer das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Außerdem kannten sich in der Grundschule schon viele meiner Mitschüler aus dem Kiga und ich musste quasi bei Null anfangen.

Außerdem werden im Kiga so tolle Sachen gemacht, die ich alle so zuhause nicht machen könnte.

Und da unser Sohn ein Einzelkind bleiben wird, ist es mir superwichtig, dass er dort mit anderen Kindern "auskommen" muss (im positiven wie im negativen Sinne).

Insofern sehe ich den Kiga als Bereicherung an und bin froh, dass es eine solche Möglichkeit gibt.

LG Sanne

Beitrag von scura 06.01.11 - 14:04 Uhr

Das kommt sicher auf die Lebensumstände an. Wenn ich wüsste mein Kind bekommt genug soziale Kontakte, lernt mit anderen umzugehen und wird gefördert, dann ist Kindergarten kein muss.
Wenn ich gerne mit meinem Vorschulkind eine Weltreise für ein Jahr machen würde, ist das z.B. so ein Fall.

Aber ansonsten möchte ich meinem Kind den Kindergarten nicht vorenthalten wollen. Es macht Spass, sie macht Sachen die zu Hause einfach nicht gehen, ist auch mal unabhängig von den Eltern und entwickelt sich prächtig.

Ich halte den Umgang mit anderen Kindern für sehr wichtig und deshalb auch den Kindergarten.

Wenn ich nicht arbeiten muss, geniessen wir die Zeit natürlich zusammen.

Beitrag von nadeschka 06.01.11 - 14:07 Uhr

Für mich sehr wichtig!!

Ich selbst war nie im Kiga/Kita und bin sicher, dass ich daher ziemliche Probleme habe, mich in Gruppen einzufügen.

Wie hier schon jemand schrieb, hatte ich auch Angst vor den anderen Kindern in der Schule, fühlte mich nie dazu gehörig. Und das zieht sich auch bis in mein heutiges Leben/Berufsleben.

Es gelingt mir, einzelne Freundschaften zu schliessen, aber in Gruppen - ganz schlimm z.B. auf Betriebsfeiern oder auf Partys - fühle ich mich immer sehr unwohl und versuche deshalb ständig, solche Situationen zu vermeiden.

Ich denke, das spiegelt sehr die Situation meiner Kindheit wider. Ich hatte da auch einzelne Freunde/Freundinnen, mit denen ich gespielt habe (wenn sie aus der Kita nach Hause kamen...). Aber sobald noch mehr Kinder dabei waren, kam ich mir nicht dazu gehörig vor und traute mich nicht, mich zu anderen dazu zu gesellen.

Meiner Tochter möchte ich das ersparen, daher ist es für mich eben sehr wichtig, daß sie eine Kita besucht.

#winke

Beitrag von lisasimpson 06.01.11 - 14:19 Uhr

ich denke, wenn du in einem großfamilienverabdn lebst, dein kind also andere gleichaltirge Kinder um sich hat- nandere ertwachsene, die für es sorge tragen, viele unterschiedliche talente, die eingebracht werden, abgeschaut werden können, idee,
wenn ihr mit euren kindern so spielen, malen, bastel, singen, theaterstücke einstudieren, instrumente lernen und und und könnt- also all das leistet, was ein kiga leistet und dabei noch in die sozialen strukturen des stadteils/dorfes/bezireks einführt, so daß langfristige soziale kontakte daraus entstehen können. ja warum nicht, dann würde ich mir das vielleicht überlkegen.

da ich hier als kleinfamilie lebe. eltern und schwiegereltern 60km entfernt sind und alle anderen gleichaltrien kinder selbstverständlich im kiga sind- käme das für mich niemals in frage.

lisasimpson

Beitrag von cori0815 06.01.11 - 14:22 Uhr

Für mich ist der Kindergarten - ausgenommen Krankenfälle und Arzttermine - ein Pflichttermin. Klar, wenn wir mal ein verlängertes Wochenende wegfahren oder die Kinder ein paar Tage bei Oma (110 km entfernt) bleiben, dann gehen sie eben nicht - die Freiheit nehme ich mir, solange sie noch nicht zur Schule gehen.

Aber nur mal so, weil die Kinder keine Lust haben oder wir keine Lust haben sie hinzubringen, würde ich sie nicht zuhause lassen.

Was wir aber schon mal machen: wir holen sie schon mal früher ab, wenn mein Mann ausnahmsweise mal zuhause ist und wir vielleicht mal nachmittags schwimmen gehen wollen usw.

Also päpstlicher als der Papst sind wir nicht, aber jeder hat eben auch seiner kleinen Pflicht nachzukommen :-)

LG
cori

Beitrag von cludevb 06.01.11 - 14:24 Uhr

Hi!

Lukas geht nur in den Kindergarten weil das einzige was ich ihm in der Form nicht bieten kann gleichbleibende Gruppen mit Kindern zum spielen, einfügen, Konflikte und co ist.

Wenn wir sonst einen Freundeskreis hätten mit 4-5 gleichaltrigen Kindern würde ich ihn bis zur Vorschule zuhause lassen, denn lernen - egal ob Alltag, Vorschule und co - lernt er mehr zu Hause unbewusst und bewusst (wenn er wieder mit nem Vorschulheft ankommt oder beim shoppen "TAKKO" buchstabiert haben will z.b. ;-)).

Vom Kindergarten kommt eher nur Mist nach Hause... "tolle" neue Wörter und Redensarten, Abarten zum Thema Benehmen und co ;-) Klar der hat auch Gutes, ABER ist für mich und ihn sonst nicht notwendig.

Wenn wir was "wichtigeres" Vorhaben, wie im Hochsommer morgens ins Schwimmbad gehen wenns noch nciht so heiss ist, so wie heute einen Bastelvormittag gestartet haben oder er wiedermal voll verbucht ist (die letzten 2 tage vormittags kindergarten, nachmittags beide tage zu freunden "mama darf ich heut mit ... spielen" dann lass ich ihn auch mal zu hause um ein bisschen zur ruhe zu kommen und mal zu lümmeln ;-)

Fazit: Kindergarten ist für mich eher unwichtig und wenns irgendwas wichtigeres an Aktivitäten gibt oder die letzten Tage kaum Zeit war sich mit ihm zu beschäftigen, machen wir auch mal nen Tag frei oder ein verlängertes Wochenende...

Die Erzieherin weiß aber auch Bescheid über meinen Standpunkt da ein paar Montate nach start mal dezent angefragt wurde warum Lukas hier und da mal nen Tag fehlt ( gewöhnlich telefonisch abgemeldet natürlich ;-)) hab ich ihr klipp und klar gesagt dass ich ihn zu Haus lasse um runter zu kommen oder wir was wichtigeres vor haben.
Und da das Geld für den Kindergartenplatz (von 8-12) regelmässig eingeht und Kindergarten nunmal keine Pflicht ist, werden sie nen Teufel tun und mehr als einmal darauf zu sprechen kommen, besser können sie ja kaum verdienen :-p

Die Pflicht regelmässig hinzugehen - in Form vom Vorschuljahr und dann täglich zur Schule - kommt noch früh genug.

Meine Meinung wäre also: wenn du Zeit mit deiner Tochter verbringen möchtest: dann tu das! Das ist sicherlich wichtiger als mit "fremden" Kindern zu spielen ;-)

LG Clude mit Kidz (4 und 1,5)

Beitrag von sunflower.1976 06.01.11 - 14:38 Uhr

Hallo!

Ja, der KiGa ist aus meiner Sicht ein Muss. Bestimmte Dinge, wie Integration in einer größeren Gruppe, sprechen vor einer größeren Gruppe, Aufschub von Bedürfnissen usw. können Kinder im KiGa besser lernen als zuhause. Außerdem hat mein großer Sohn dort gute Freunde, hat andere Anregungen als ich ihm bieten kann.
Er spielt so gerne dort, so dass es für ihn sicher keine Pflicht ist.

LG Silvia

Beitrag von carana 06.01.11 - 15:25 Uhr

Hi,
wir sind noch nicht im KiGa-Alter, aber Zwergis Altersgenossen werden alle jetzt im Sommer mit 2 Jahren in den KiGa gesteckt... auch wenn Mama noch nicht arbeitet. Find ich furchtbar... Da kann Mama sich doch auch ums Kind kümmern...
Unsere wird wenn, dann erst sehr spät in den KiGa gehen. Zum einen gibt es bei den Kindergärten, die für uns in Frage kommen, keine 25 Stunden. D.h., ich muss 35 h zahlen, auch wenn sie nur 25 h bleibt.
Zum anderen sind bei uns die KiGa-Beiträge einkommensgestaffelt. Und nein, ich sehe nicht ein, für 25 h Spielen pro Woche rund 360 Euro zu zahlen. Zudem arbeite ich von zu Haus aus, kann sie auch selbst betreuen.

Das Geld kann ich besser investieren: Sie soll natürlich soziale Kontakte bekommen. Aber das muss nicht der Kindergarten sein. Sport- und SChwimmverein, Musikschule, Spielkreise für 2x pro Woche... es gibt vieles, was man seinem Kind bieten kann als Alternative zum Kindergarten.
Lg, carana

Beitrag von scotland 06.01.11 - 15:31 Uhr

Ja, definitiv ein Muss. Aber nicht ab 1 oder 2. Ab 4 aber ganz sicher. Sorry, ich werds nun sehr kurz fassen:

Gründe:
- das Kind kommt dort unter andere Kinder und ist eines "von vielen" - lernt also, sich in der Gruppe zu integrieren und wird dementsprechend sozialisiert, lernt sich durchzusetzen, Rücksicht zu nehmen, nicht immer die erste Geige zu spielen
- neue Impulse - kommt dort einfach auch mit anderen Spielen etc in
Berührung
- neue Keime - kein Witz - am Anfang war der Lütte ständig erkältet, etc.
wäre das im ersten Schuljahr so gewesen, dann hätten wir alt ausgesehen, mit den Fehlzeiten
- Kind durchläuft einen (gesunden) ersten Ablösungsprozess
- ich selbst will als Mutter - so sehr ich meine Kinder liebe - kein Kind für
sechs Jahre an mir kleben haben! Ich habe auch (noch) ein eigenes Leben
- Kindergartenfreunde
- Kind lernt in strukturierter Umgebung erste Strukturen außerhalb des
Hauses kennen (wichtig für die Schule)
- Erzieherin hat mit ein Auge auf die Entwicklung des Kindes - man selbst
ist ja "betriebsblind".

GLG
Scotland

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